05-10-2026, 05:37 PM
Nach einem 1:1 gegen Hannover 96 ziehen sie beim VfL Bochum eine erste Bilanz. Veränderungen stehen bevor, die Hoffnung auf die neue Saison machen sollen.
Es war ein versöhnlicher Heimspiel-Abschluss, den die 26.000 Zuschauer am Samstagnachmittag im Ruhrstadion erlebten. Die Fans besangen entsprechend ihren VfL Bochum nach dem 1:1 gegen Hannover 96 und feierten den einen oder anderen Spieler, der den Verein verlassen wird. Ohne Druck machte die Mannschaft von Uwe Rösler im Hinblick auf Einsatz, Struktur und unter Berücksichtigung des Gegners eines der besten Spiele einer vor allem zu Beginn verkorksten Saison. „Für eine Mannschaft, die gerettet war, hat sie alles auf dem Platz gelassen“, sagte Rösler, nachdem er den Gästen gehörig in die Aufstiegssuppe gespuckt hatte.
„Wir haben gut gegen den Ball gestanden, nichts zugelassen in der ersten Halbzeit“, analysierte er. „Wir hatten mehr Ballbesitz – es war der Ansatz, an dem wir uns nächstes Jahr orientieren“, so der Cheftrainer. Er wollte vor Heimpublikum andeuten, wohin die Reise in der kommenden Saison nach einem XXL-Umbruch gehen soll. Elf Spieler wurden bereits am Samstag verabschiedet, weitere dürften folgen. Der Wechsel von Cajetan Lenz zur TSG Hoffenheim ist eine beschlossene Sache, weitere Akteure wie Ibrahim Sissoko sollen den Verein verlassen. Gut möglich, dass es rund 30 Kaderbewegungen in den kommenden Wochen und Monaten geben wird.
VfL Bochum zeigt gegen Hannover „Grundbasis“ für nächste Saison
Umso wichtiger war, dass Rösler am Samstag eine Mannschaft auf dem Feld sah, die noch einmal alles gab, sich für keinen Meter zu schade war und gegen den Aufstiegsaspiranten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt am Ende sogar noch den Lucky Punch hätte setzen können. Gerrit Holtmann und Kevin Vogt, der seinen „perfekten Abschied“ zum Karriereende im Ruhrstadion feierte, verpassten den Siegtreffer. „Wir haben heute richtig gegen die Wand gestanden und die Mannschaft hatte die Gewinnermentalität. Das brauchen wir als Grundbasis fürs nächste Jahr“, freute sich Rösler.
Jene „Grundbasis“ war in dieser Saison zu häufig nicht zu sehen – vor allem zu Beginn der Saison, der bis zum Schluss nachwirkte. Nur drei Punkte aus acht Spielen waren eine hohe Hypothek für Rösler, als er im Oktober übernahm. Mit Ruhe und dem stetigen Glauben an seine Mannschaft schaffte er die Wende, wenngleich es sich für die Fans des Klubs nach 33 Spieltagen nicht so anfühlen mag. Der VfL Bochum war mit anderen Zielen in die Saison gestartet, die Verantwortlichen hatten einen unausgewogenen Kader zusammengestellt für ein System, das schlussendlich ad acta gelegt wurde von Rösler.
Vogt lobt Reaktion des VfL Bochum nach Horror-Start
„Nach dem Start in die Saison kann man auch in eine Spirale kommen, aus der man nicht herauskommt“, sagte Kevin Vogt am Samstagnachmittag in den Katakomben des Ruhrstadions, an dem ab Sommer die Bagger für die Sanierungsarbeiten rollen werden. „Dass man jetzt sagen konnte, dass das Ding durch ist, zeugt davon, dass wir einen guten Spurt hingelegt haben, und die Jungs es gut gemacht haben. Der Einsatz hat gestimmt. Einige junge Spieler werden das in ihrer Karriere mitnehmen – das wissen sie nur noch nicht“, so der 34-Jährige.
Unter Rösler holte die Mannschaft trotz einer zwischenzeitlichen Schwächephase und einer schon fast verfluchten Unentschieden-Serie 38 Punkte. Mit diesem Punkteschnitt auch in den ersten acht Saisonwochen würde der VfL aktuell bei 50 Punkten stehen, hätte vielleicht sogar im Saisonverlauf ins Aufstiegsrennen eingreifen können. Stolz überwog am Samstagabend trotzdem bei Vogt. „Es war richtig Druck auf dem Kessel und viele junge Spieler haben richtig performt“, sagte er. „Uwe hat die Mannschaft sehr stabilisiert und auch heute haben wir gut Fußball gespielt. Man hat gesehen, dass der Rucksack von den Schultern gefallen ist. Das wird die Marschroute sein für die nächste Saison.“
VfL Bochum gegen den KSC: Voll auf Sieg
Dann wird es auch darum gehen, Woche für Woche solch eine Leistung auf das Feld zu bringen und sich nicht von Rückständen wie durch Maik Nawrocki beeindrucken zu lassen. Andere Spieler müssen dann die Rolle von Farid Alfa-Ruprecht übernehmen, der in seinem vorerst letzten Heimspiel für den VfL per Traumtor ausglich. „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten die Konstanz vermissen lassen“, sagte Rösler.
Zufrieden stellte ihn, dass die Mannschaft immer dann die passende Reaktion zeigte, wenn es Spitz auf Knopf stand. „Immer, wenn wir gewinnen mussten, haben wir gezeigt, was mental in der Mannschaft steckt. Wir dürfen in der nächsten Saison nicht wieder in die Situation kommen. Wir müssen in jedem Spiel die Mentalität haben, uns voll zu pushen“, sagte Rösler – auch mit Blick auf das letzte Saisonspiel beim Karlsruher SC am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, Sky). Dann soll noch Platz neun erobert werden. „Ein Spiel haben wir noch – voll auf Sieg“, gab Vogt die Marschrichtung vor.
Quelle: WAZ.de
Es war ein versöhnlicher Heimspiel-Abschluss, den die 26.000 Zuschauer am Samstagnachmittag im Ruhrstadion erlebten. Die Fans besangen entsprechend ihren VfL Bochum nach dem 1:1 gegen Hannover 96 und feierten den einen oder anderen Spieler, der den Verein verlassen wird. Ohne Druck machte die Mannschaft von Uwe Rösler im Hinblick auf Einsatz, Struktur und unter Berücksichtigung des Gegners eines der besten Spiele einer vor allem zu Beginn verkorksten Saison. „Für eine Mannschaft, die gerettet war, hat sie alles auf dem Platz gelassen“, sagte Rösler, nachdem er den Gästen gehörig in die Aufstiegssuppe gespuckt hatte.
„Wir haben gut gegen den Ball gestanden, nichts zugelassen in der ersten Halbzeit“, analysierte er. „Wir hatten mehr Ballbesitz – es war der Ansatz, an dem wir uns nächstes Jahr orientieren“, so der Cheftrainer. Er wollte vor Heimpublikum andeuten, wohin die Reise in der kommenden Saison nach einem XXL-Umbruch gehen soll. Elf Spieler wurden bereits am Samstag verabschiedet, weitere dürften folgen. Der Wechsel von Cajetan Lenz zur TSG Hoffenheim ist eine beschlossene Sache, weitere Akteure wie Ibrahim Sissoko sollen den Verein verlassen. Gut möglich, dass es rund 30 Kaderbewegungen in den kommenden Wochen und Monaten geben wird.
VfL Bochum zeigt gegen Hannover „Grundbasis“ für nächste Saison
Umso wichtiger war, dass Rösler am Samstag eine Mannschaft auf dem Feld sah, die noch einmal alles gab, sich für keinen Meter zu schade war und gegen den Aufstiegsaspiranten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt am Ende sogar noch den Lucky Punch hätte setzen können. Gerrit Holtmann und Kevin Vogt, der seinen „perfekten Abschied“ zum Karriereende im Ruhrstadion feierte, verpassten den Siegtreffer. „Wir haben heute richtig gegen die Wand gestanden und die Mannschaft hatte die Gewinnermentalität. Das brauchen wir als Grundbasis fürs nächste Jahr“, freute sich Rösler.
Jene „Grundbasis“ war in dieser Saison zu häufig nicht zu sehen – vor allem zu Beginn der Saison, der bis zum Schluss nachwirkte. Nur drei Punkte aus acht Spielen waren eine hohe Hypothek für Rösler, als er im Oktober übernahm. Mit Ruhe und dem stetigen Glauben an seine Mannschaft schaffte er die Wende, wenngleich es sich für die Fans des Klubs nach 33 Spieltagen nicht so anfühlen mag. Der VfL Bochum war mit anderen Zielen in die Saison gestartet, die Verantwortlichen hatten einen unausgewogenen Kader zusammengestellt für ein System, das schlussendlich ad acta gelegt wurde von Rösler.
Vogt lobt Reaktion des VfL Bochum nach Horror-Start
„Nach dem Start in die Saison kann man auch in eine Spirale kommen, aus der man nicht herauskommt“, sagte Kevin Vogt am Samstagnachmittag in den Katakomben des Ruhrstadions, an dem ab Sommer die Bagger für die Sanierungsarbeiten rollen werden. „Dass man jetzt sagen konnte, dass das Ding durch ist, zeugt davon, dass wir einen guten Spurt hingelegt haben, und die Jungs es gut gemacht haben. Der Einsatz hat gestimmt. Einige junge Spieler werden das in ihrer Karriere mitnehmen – das wissen sie nur noch nicht“, so der 34-Jährige.
Unter Rösler holte die Mannschaft trotz einer zwischenzeitlichen Schwächephase und einer schon fast verfluchten Unentschieden-Serie 38 Punkte. Mit diesem Punkteschnitt auch in den ersten acht Saisonwochen würde der VfL aktuell bei 50 Punkten stehen, hätte vielleicht sogar im Saisonverlauf ins Aufstiegsrennen eingreifen können. Stolz überwog am Samstagabend trotzdem bei Vogt. „Es war richtig Druck auf dem Kessel und viele junge Spieler haben richtig performt“, sagte er. „Uwe hat die Mannschaft sehr stabilisiert und auch heute haben wir gut Fußball gespielt. Man hat gesehen, dass der Rucksack von den Schultern gefallen ist. Das wird die Marschroute sein für die nächste Saison.“
VfL Bochum gegen den KSC: Voll auf Sieg
Dann wird es auch darum gehen, Woche für Woche solch eine Leistung auf das Feld zu bringen und sich nicht von Rückständen wie durch Maik Nawrocki beeindrucken zu lassen. Andere Spieler müssen dann die Rolle von Farid Alfa-Ruprecht übernehmen, der in seinem vorerst letzten Heimspiel für den VfL per Traumtor ausglich. „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten die Konstanz vermissen lassen“, sagte Rösler.
Zufrieden stellte ihn, dass die Mannschaft immer dann die passende Reaktion zeigte, wenn es Spitz auf Knopf stand. „Immer, wenn wir gewinnen mussten, haben wir gezeigt, was mental in der Mannschaft steckt. Wir dürfen in der nächsten Saison nicht wieder in die Situation kommen. Wir müssen in jedem Spiel die Mentalität haben, uns voll zu pushen“, sagte Rösler – auch mit Blick auf das letzte Saisonspiel beim Karlsruher SC am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, Sky). Dann soll noch Platz neun erobert werden. „Ein Spiel haben wir noch – voll auf Sieg“, gab Vogt die Marschrichtung vor.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."