Vor 9 Stunden
Trainer Uwe Rösler muss dafür sorgen, dass die stärksten Spieler des VfL Bochum auf dem Feld stehen. Der Kader macht das System. Ein Kommentar.
Der VfL Bochum hat mit dem 2:1-Sieg bei Energie Cottbus eine starke Woche gekrönt und sich vorerst zurückgemeldet in der Zweiten Bundesliga. Der Sieg in der Lausitz ist einer des Willens der Mannschaft, der Kaderplaner und auch von Trainer Uwe Rösler, der seinen eigenen Kopf vorerst hintenanstellt. Ob freiwillig oder aufgrund von Überzeugungsarbeit, ist in diesem Fall weitgehend egal, denn es wirkt. Seitdem der Cheftrainer sein System vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (1:1) umgestellt hat, geht es für den VfL bergauf – spielerisch und stimmungstechnisch.
Am Freitagabend auf der Pressekonferenz nach dem Sieg in Cottbus machte Rösler keinen Hehl daraus, dass er eigentlich anders spielen lassen möchte. Der 57-Jährige würde gern das Flügelspiel mit seiner Mannschaft umsetzen, mit dem er in der vergangenen Saison die Wende an der Castroper Straße geschafft hatte, nachdem er von Dieter Hecking übernommen hatte. In den ersten Wochen dieser Saison probierte er es auch damit, scheiterte aber vor allem in den Spielen gegen Arminia Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern daran. Der VfL hatte zu wenig Durchschlagskraft nach vorn, es fehlten die Ideen und der Zugriff im Mittelfeld bei Umschaltsituationen des Gegners.
Umstellung nach internem Druck
Intern wurde nach Informationen dieser Redaktion mitunter heftig diskutiert. Verantwortliche und Spieler sollen beim Trainer mit Nachdruck hinterlegt haben, dass sie eine andere Spielweise bevorzugen. Vor allem nach der Pleite in Kaiserslautern. Einerseits muss die Frage erlaubt sein, warum Rösler erst unter Druck reagierte. Andererseits muss man ihm zugestehen, seine Spielidee nicht voreilig über den Haufen werfen zu wollen. Allerdings ist er als Trainer dafür verantwortlich, die besten Spieler auf den für sie besten Positionen einzusetzen. Das schafft er nun.
Berkan Taz, der zu Beginn der Saison etwas verloren wirkte als alleiniger Zehner, profitiert jetzt enorm von der Systemumstellung, die ihm einen zweiten Kreativen an die Seite stellt. Mats Pannewig und Tom Meyer müssen als Sechser kleinere Räume bespielen, können somit häufiger Bälle in gefährlichen Zonen gewinnen und besser umschalten. Philipp Hofmann als Stürmer ist nicht mehr auf dem verlorenen Posten, bekommt mehr Unterstützung.
Bochum hat viel Qualität im Kader
Die Verantwortlichen um den Direktor Markus Brunnschneider, der im Sommer federführend am Kader geschraubt hat, haben Rösler Spieler mit viel Qualität verpflichtet. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kommen etwa Christian Rasmussen und Jarne Steuckers wie auch Taz immer besser in Schwung, beleben die Offensive sichtbar. Der VfL Bochum ist mit diesem Kader fähig, jeden Gegner zu schlagen, wenn Mut, Leidenschaft und der Wille zu einer offensiven Spielweise an den Tag gelegt werden.
Es ist nun an Rösler und seinem Trainerteam, die eigenen Stärken nicht durch Vorsicht zu begrenzen. Dass er in Cottbus zur Elf zurückwechselte, die gegen den VfL Wolfsburg vergangenen Freitag überraschend einen Punkt holte, mag in einer englischen Woche logisch sein. Zumal Christian Rasmussen angeschlagen war und ist. Dass der Däne dennoch momentan vielleicht DER Unterschiedsspieler im VfL-Kader ist, machte er dennoch deutlich.
In den kommenden Spielen müssen die formstärksten Spieler auf dem Feld stehen, muss Rösler einen offensiven Ansatz wählen. Das Potenzial der Mannschaft entscheidet, nicht die persönliche Spielphilosophie. Der Kader gibt viel her, er muss genauso genutzt werden, wie in den vergangenen drei Spielen.
Quelle: WAZ.de
Der VfL Bochum hat mit dem 2:1-Sieg bei Energie Cottbus eine starke Woche gekrönt und sich vorerst zurückgemeldet in der Zweiten Bundesliga. Der Sieg in der Lausitz ist einer des Willens der Mannschaft, der Kaderplaner und auch von Trainer Uwe Rösler, der seinen eigenen Kopf vorerst hintenanstellt. Ob freiwillig oder aufgrund von Überzeugungsarbeit, ist in diesem Fall weitgehend egal, denn es wirkt. Seitdem der Cheftrainer sein System vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (1:1) umgestellt hat, geht es für den VfL bergauf – spielerisch und stimmungstechnisch.
Am Freitagabend auf der Pressekonferenz nach dem Sieg in Cottbus machte Rösler keinen Hehl daraus, dass er eigentlich anders spielen lassen möchte. Der 57-Jährige würde gern das Flügelspiel mit seiner Mannschaft umsetzen, mit dem er in der vergangenen Saison die Wende an der Castroper Straße geschafft hatte, nachdem er von Dieter Hecking übernommen hatte. In den ersten Wochen dieser Saison probierte er es auch damit, scheiterte aber vor allem in den Spielen gegen Arminia Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern daran. Der VfL hatte zu wenig Durchschlagskraft nach vorn, es fehlten die Ideen und der Zugriff im Mittelfeld bei Umschaltsituationen des Gegners.
Umstellung nach internem Druck
Intern wurde nach Informationen dieser Redaktion mitunter heftig diskutiert. Verantwortliche und Spieler sollen beim Trainer mit Nachdruck hinterlegt haben, dass sie eine andere Spielweise bevorzugen. Vor allem nach der Pleite in Kaiserslautern. Einerseits muss die Frage erlaubt sein, warum Rösler erst unter Druck reagierte. Andererseits muss man ihm zugestehen, seine Spielidee nicht voreilig über den Haufen werfen zu wollen. Allerdings ist er als Trainer dafür verantwortlich, die besten Spieler auf den für sie besten Positionen einzusetzen. Das schafft er nun.
Berkan Taz, der zu Beginn der Saison etwas verloren wirkte als alleiniger Zehner, profitiert jetzt enorm von der Systemumstellung, die ihm einen zweiten Kreativen an die Seite stellt. Mats Pannewig und Tom Meyer müssen als Sechser kleinere Räume bespielen, können somit häufiger Bälle in gefährlichen Zonen gewinnen und besser umschalten. Philipp Hofmann als Stürmer ist nicht mehr auf dem verlorenen Posten, bekommt mehr Unterstützung.
Bochum hat viel Qualität im Kader
Die Verantwortlichen um den Direktor Markus Brunnschneider, der im Sommer federführend am Kader geschraubt hat, haben Rösler Spieler mit viel Qualität verpflichtet. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kommen etwa Christian Rasmussen und Jarne Steuckers wie auch Taz immer besser in Schwung, beleben die Offensive sichtbar. Der VfL Bochum ist mit diesem Kader fähig, jeden Gegner zu schlagen, wenn Mut, Leidenschaft und der Wille zu einer offensiven Spielweise an den Tag gelegt werden.
Es ist nun an Rösler und seinem Trainerteam, die eigenen Stärken nicht durch Vorsicht zu begrenzen. Dass er in Cottbus zur Elf zurückwechselte, die gegen den VfL Wolfsburg vergangenen Freitag überraschend einen Punkt holte, mag in einer englischen Woche logisch sein. Zumal Christian Rasmussen angeschlagen war und ist. Dass der Däne dennoch momentan vielleicht DER Unterschiedsspieler im VfL-Kader ist, machte er dennoch deutlich.
In den kommenden Spielen müssen die formstärksten Spieler auf dem Feld stehen, muss Rösler einen offensiven Ansatz wählen. Das Potenzial der Mannschaft entscheidet, nicht die persönliche Spielphilosophie. Der Kader gibt viel her, er muss genauso genutzt werden, wie in den vergangenen drei Spielen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."