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Wie die Verletzungen zu bewerten sind
#1
Zwei Stammspieler des VfL Bochum fallen mit Muskelverletzungen aus. Trainer Rösler sieht darin kein grundsätzliches Trainingsproblem. 

Es sah noch ein wenig gequält aus, wie Babis Drakas unter der Woche an Krücken durch das neue Fitness-Zelt an der Castroper Straße lief, um von Übung zu Übung den Standort zu wechseln. Das rechte Knie des Flügelsprinters war dabei in einer Orthese stabilisiert. Während der Neuzugang, der sich eine Meniskusverletzung zugezogen hatte, auf dem Fahrrad mit dem gesunden Bein strampelte, hockte Jean Manuel Mbom, der derzeit mit einer Sprunggelenksverletzung ausfällt, vor den Hanteln und stemmte fleißig Gewichte. Beide Langzeitverletzten des VfL Bochum trainierten wieder im Kreise der Mannschaft, die nach der Einheit noch im Kraftraum ein paar Übungen machte. Enis Cokaj und Oliver Olsen hingegen waren nicht zu sehen. Beide plagen sich mit Muskelproblemen herum und werden derzeit diesbezüglich behandelt. 

Dass mit den beiden ausgerechnet zwei als Stammspieler eingeplante Akteure mit Muskelverletzungen ausfallen, ist für Trainer Uwe Rösler keine leichte Situation. Ein strukturelles Problem, wie von einigen Fans bereits beschrien, sieht der 57-Jährige aber nicht. „In einem Jahr, seitdem ich hier bin, haben wir vier Muskelverletzungen gehabt“, zählte Rösler auf. Tatsächlich waren es zwar fünf – aber dennoch war die Anzahl für inzwischen knapp ein gesamtes Jahr Rösler-Fußball beim VfL überschaubar. In der vergangenen Saison fehlte Koji Miyoshi aufgrund von Muskelproblemen ein Spiel, Mikkel Rakneberg vier Spiele aufgrund eines Muskelfaserrisses, bevor er sich den Meniskus gerissen hatte, und Marcel Sobottka musste zwischenzeitlich passen. Hinzu kommen nun die Ausfälle von Olsen und Cokaj. Gerrit Holtmann wolle Rösler in die Aufzählung nicht mit hereinnehmen, weil er aufgrund seiner Körperbeschaffenheit und seiner Spielweise immer wieder Probleme hat. 

Neuzugänge müssen sich eingewöhnen
„Viele Sachen kann ich beeinflussen, viele Sachen kann ich aber auch nicht beeinflussen“, sagte Rösler entsprechend. Schwere Verletzungen wie die von Mbom oder Drakas können passieren, dafür sei es Leistungssport. Und die Muskelverletzungen von Cokaj und Olsen seien nicht vergleichbar, so der Trainer. Olsen habe eine Fehlbelastung aufgrund eines Schlages auf die Ferse gehabt, weshalb die Muskulatur angegriffen sei. Bei Cokaj sei es hingegen eine Überbelastung. „Wir haben ihn extra im Heimspiel gegen Osnabrück rausgenommen. Dann wurde uns grünes Licht gegeben – auch vom Spieler. Er ist ein erfahrener Spieler, der kann sich gut selbst einschätzen und hat eine Woche ohne Probleme trainiert. Dann ist es leider beim Spiel passiert. Das ist sehr unglücklich gelaufen, da kann man aus meiner Sicht niemandem die Schuld geben“, so der Cheftrainer.

Dass es mit Cokaj einen Sommerneuzugang getroffen hat, sei laut Rösler wenig verwunderlich. Ähnlich wie die Tatsache, dass Sobottka in der Rückrunde der vergangenen Saison nach langer Zeit ohne echtes Mannschaftstraining ausgefallen war. „Es ist Fakt, dass wir über jeden Spieler, der neu zu uns gekommen ist, lernen“, sagte Rösler. „Wir lernen, wie er die Belastung wegsteckt. Wir lernen, wie er die Spiele absolviert. Wir lernen, wie schnell oder wie langsam er regeneriert. Wir lernen, wie er auf unsere speziellen Übungen reagiert.“ Deshalb fordere er immer wieder die Zeit ein, weil jeder Spieler unterschiedlich reagiere. 

VfL Bochum hat Betreuerstab umgebaut
Der VfL Bochum hat im Sommer extra seinen medizinischen Betreuerstab umgebaut und erweitert. In Dominik Rudy kam ein neuer Leiter Physiotherapie. Darüber hinaus unterstützt Benedikt Oppenhäuser, der als Osteopath und Heilpraktiker mit seiner Praxis „benne*fit“ eingebunden ist, die medizinische Abteilung. Das Thema „Verfügbarkeit“ war im Sommer ein großes – auch auf dem Transfermarkt. Um den Kader nicht zu sehr aufzublähen, wurden vor allem Spieler verpflichtet, die in ihrer Karriere bislang keine großen Ausfallzeiten hatten. Ausnahmen bestätigen dabei aber auch die Regel – wie etwa bei Christian Rasmussen, mit dem sie in Bochum behutsam umgehen.

Am Dienstag hatte der Flügelspieler nach einem Schuss etwas im Oberschenkel gespürt, weshalb er am Mittwoch zum MRT geschickt wurde, um bloß alles genau abzuchecken. „Aus meiner Sicht ist es eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Trainerteam und Sportwissenschaftlern“, sagte Rösler. „Sie geben uns aufgrund der Daten und aufgrund ihrer Erfahrung immer Feedback und so koordinieren wir in Absprache mit ihnen auch die Übungen im Training.“ Dabei gehe es auch darum, wer wie viele Sprintmeter machen kann, und wer mit welcher Intensität trainieren kann. „Das ist ganz hohe Schule, wie wir kommunizieren“, sagte Rösler. „Wenn man in einem Jahr dann nur vier Muskelverletzungen hat, dann ist das ausgezeichnet.“ 

Entsprechend wolle er auch nicht viel anpassen beim Trainingsplan, -pensum, und -umfang. „Wenn wir so trainieren wie in der Zeit, bevor ich gekommen bin, wird es nicht reichen“, sagte Rösler deutlich. Stattdessen müssten sich die Spieler an die Vorgaben gewöhnen, „natürlich mit Hirn und Verstand von unserer Seite. Wir brauchen auch gutes Feedback von den Spielern“, so der 57‑Jährige. Nur so könne eine gute Belastungssteuerung gelingen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
So ein Verdacht schleicht sich gern ein, vor allem, wenn man die lange verletzungsfreie Zeit unter TR z.B. vergleicht.
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#3
Welchen Verdacht hast Du ?
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
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#4
Nicht ich. Aber ich denke, die Frage der Funke-Jungs ist gerechtfertigt. Nicht alle Muskelverletzungen sind zufällig. Ihre Abwesenheit hingegen ist in der Regel das Ergebnis hervorragender Arbeit in den Bereichen Trainingskontrolle, sportliches Training, Physios und Zusammenarbeit zwischen allen zu verdanken. Wenn dann Verletzungen so gehäuft auftreten, dann fragt man halt malnach. UR hat das aber gut erklärt. Die Verletzu gen von Drakas, Mbom und Olsen si d halt Kismet. Holtmann ist ein Spezialfall. Lediglich bei Cokaj könnte ein Fehler passieren sein. Aber auch h das kommt vor.
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#5
Neutral betrachtet handelt es sich aktuell um zwei Muskelverletzungen, das sind zwei von 25 Spielern. So falsch kann also das Training nicht sein. Wenn ein Spieler , von wem auch immer, auf die Socken kriegt, liegt das nicht am Trainer.
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#6
Natürlich nicht. UR hat das in seinem Statement gut versachlicht
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