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09-14-2026, 06:54 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-14-2026, 06:56 AM von Herr Bert.)
Der VfL Bochum setzt auf seine Auswärtsstärke und will die Unsicherheiten bei Hannover 96 nutzen. Die Partie könnte für beide Teams richtungsweisend sein.
Die Drähte der Verantwortlichen des VfL Bochum nach Hannover sind gut. Sowohl Geschäftsführer Ilja Kaenzig als auch Kommunikationsdirektor Heiko Ostendorp arbeiteten einst in der niedersächsischen Landeshauptstadt und pflegen noch gute Kontakte. Der eine war für 96 aktiv, der andere in der dort ansässigen Presselandschaft. Gut möglich, dass beide am Sonntag diese Drähte bemüht haben, um Informationen zu erlangen, die für das Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Hannover 96 nicht ganz unwichtig sein werden. Denn nach dem schwachen Start von Hannover 96 steht Christian Titz vor dem Aus. Ein Trainerwechsel noch in dieser Woche würde VfL-Trainer Uwe Rösler die Aufgabe erschweren, seine Mannschaft auf das Auswärtsspiel zum Ende der ersten Saisonphase vorzubereiten.
Dabei setzen die Bochumer in diese Partie große Hoffnungen. Während es in den Heimspielen bislang in dieser Saison durchwachsen läuft, ist der VfL saisonübergreifend zu einer kleinen Auswärtsmacht geworden. Seit fünf Spielen in der Ferne ist Bochum ungeschlagen, vier davon gewann die Rösler-Truppe sogar in Serie. Mit einem weiteren Dreier im fremden Stadion würde der VfL sein kurzfristiges Ziel von zehn Punkten bis zur Länderspielpause erreichen und hätte entsprechend trotz einer bislang unerklärlichen Heimschwäche einen ordentlichen Saisonstart hingelegt.
VfL Bochum setzt auf Auswärtsstärke
„Es wäre schön, wenn wir unsere neugewonnene Auswärtsstärke auch in Hannover auf den Platz bringen“, sagte Bochums Torwart Timo Horn. „Hannover ist eine starke Mannschaft, das wissen wir aus der letzten Saison noch. Auf der anderen Seite sind sie in einer Situation, weshalb sie nicht vor Selbstbewusstsein strotzen. Das müssen wir ausnutzen.“
Zumal Hannover 96 zu Hause eine ähnliche Bilanz wie der VfL aufweist. Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, nur Remis gegen den Karlsruher SC – dazu eine Auswärtsniederlage. Die vor der Saison hochgehandelten Hannoveraner haben ihre Probleme in dieser Spielzeit. „Ich glaube, dass wir insgesamt einen stabilen Eindruck machen, und gerade auswärts sehr eklig sein können, und das werden wir auch in Hannover wieder auf den Platz bringen“, kündigte Horn an. Noch offensiver war Samstagstorschütze Philipp Hofmann: „Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Das steht fest.“
VfL Bochum setzt auf Entlastung durch Ballbesitz
Dafür muss der VfL Bochum aber seinen Stiefel noch länger herunterspielen, als er es gegen Fürth tat. „Wir müssen es schaffen, trotz dieser Druckphasen des Gegners Entlastung zu schaffen, Ballbesitzphasen auch weiterhin zu haben. Da sind wir manchmal zu hektisch, hauen die Bälle blind raus“, sagte Horn. Möglicherweise kommt eine verunsicherte Hannover-Mannschaft da gerade recht.
Quelle: WAZ.de
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09-14-2026, 07:50 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-14-2026, 08:38 AM von Scheffkoch.)
Natürlich geht man das positiv an. Wenn man allerdings bedenkt, dass alleine 5 Startelfkandidaten (Pannewig, Cokaj, Olsen, Mbom und Holtmann) nicht verfügbar sind, ist es schon schwerer, Optimismus zu versprühen. Für keinen sehe ich einen gleichwertigen Ersatz.
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Gerrit Holtmann sieht sich bereit für das Spiel in Hannover. Der Linksaußen erklärt sein frühes Aus im Fürth-Spiel und wie es weitergehen soll.
Gerrit Holtmann betrat am sonnigen Dienstag als erster Profi des VfL Bochum den Trainingsplatz. Eine gute Nachricht: Nach dem Ausfall von fünf noch länger verletzten Profis starteten alle übrigen 19 Feldspieler und Torhüter in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky).
Holtmann machte das Warm-Up mit, arbeitete dann individuell mit Athletik-Trainer Björn Kadlubowski. Er umkurvte Stangen, passte, stoppte den Ball - und gab hinterher „vorsichtig“ Entwarnung, so der 31-Jährige: „Es sieht so aus, dass ich dank der intensiven Behandlung unserer medizinischen Abteilung in Hannover wieder dabei sein kann.“
Holtmann über Adduktorenprobleme und viele Behandlungen
Beim 1:1 gegen Fürth hatte es den verletzungsanfälligen Flügelstürmer, auf dessen Tempo und Geradlinigkeit Trainer Uwe Rösler kaum verzichten kann und will, mal wieder erwischt. Nach seinem Torschuss in der 25. Minute ging nicht mehr viel, kurz darauf verließ Holtmann den Platz. „Am Samstag hatte ich Adduktorenprobleme. Es hat sich einfach angefühlt, als ob beide Seiten gleichzeitig dicht machen, die Muskulatur verhärtet war. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich schnell wieder lösen kann“, erklärt Holtmann. „Wir haben jetzt alles gegeben, es gab viele Behandlungen nach dem Fürth-Spiel, damit sich alles wieder löst. Das hat geklappt, ich konnte heute schon wieder leicht mit trainieren.“
Holtmann kämpft in seiner Karriere immer wieder mit kleineren und größeren Verletzungen. In der Vorsaison unterzog er sich Ende November einer Knie-Operation, kehrte mit einer grandiosen Leistung gegen Schalke Ende Januar zurück, aber verpasste bis zum Saisonende drei weitere Partien. Er spielte in der gesamten Saison nur dreimal über 90 Minuten.
Holtmann widerspricht Kritikern und erklärt seine Belastungsprobleme
In der Sommerpause gab es erneut einen kleinen operativen Eingriff, Holtmann wurde hernach besonders behutsam wieder aufgebaut, stieg erst im Trainingslager komplett in die Vorbereitung ein – mit dem Ziel, dass er in der Saison nicht mehr so oft ausfällt, länger durchhält. Zum Saisonstart gegen Hertha wechselte ihn Rösler nach der Pause ein, danach fehlte er im Pokalspiel in Fürth, für 90 Minuten reichte es aber noch nicht. Vorwürfe in sozialen Medien, er könne kaum noch 45 Minuten durchspielen, weist er von sich: „Bleiben wir bei den Fakten: Ich habe 82 Minuten gegen Osnabrück, 62 gegen Dresden, 56 gegen Braunschweig gespielt“, so Holtmann.
Dennoch: Die Anfälligkeit ist da. „Mein Spiel ist halt anders als bei anderen Spielerprofilen. Ich muss die Tiefenläufe machen, muss nach hinten mitmachen, mehr und lange Sprints anziehen“, sagt Holtmann. „Unser Anforderungsprofil für die Außenstürmer sieht eine hohe Intensität offensiv wie defensiv vor. Das belastet natürlich auch die Muskulatur, aber nicht nur. Wir checken alles, versuchen vieles“, so der Routinier. Zum Beispiel gegen Fürth: „Da hatte ich die größten Eisenstollen an, damit ich nicht wegrutsche. Daran lag es also nicht. Diese Saison ist es das zweite Mal, dass sich die Muskulatur meldet, ironischerweise beide Male zu den Fürth-Spielen. Aber ich fokussiere mich ganz auf das nächste Spiel. Ich habe keine strukturelle Verletzung, jetzt geht’s weiter.“
In sechs Jahren hat der dienstälteste VfL-Spieler 147 Partien für Bochum absolviert (19 Tore, 19 Torvorlagen). Er ist ein Typ, der auf jeden Fan zugeht, gerne quatscht, auch deshalb bei den meisten Anhängern beliebt ist. Nach seiner Auswechslung munterte ihn die Ostkurve mit Applaus und Sprechchören auf. „Ich war stinksauer, dass ich ausfalle, und wusste im ersten Moment nicht, warum es Applaus gab, habe dann nur kurz zu den Fans gewunken. Es war eine Aufmunterung, das tut immer gut“, sagt er und lächelt. „Nach sechs Jahren beim VfL wissen die Fans mit mir umzugehen.“
Idealerweise feiern sie ihn und den VfL am Sonntag in Hannover deutlich ausgelassener. Nach nur einem Punkt aus drei Heimspielen soll es in Hannover besser klappen. In der Liga und im Pokal hat der VfL alle drei Auswärtsspiele gewonnen, ist in der Fremde saisonübergreifend seit fünf Partien ungeschlagen. Dass Hannover sich von Trainer Christian Titz getrennt hat sieht der Flügelspieler nicht als Problem an. „Im Endeffekt müssen wir nur auf uns schauen, wieder alles geben. Hannover zählt zu den Aufstiegsfavoriten, hat aber erst vier Punkte. Wir sind auswärts in guter Form, haben bisher alle Spiele gewonnen, wollen unser Spiel durchziehen und wieder drei Punkte mit nach Hause nehmen.“
Entwicklung macht Holtmann Mut: „Abläufe immer klarer“
Dabei macht ihm die Entwicklung durchaus Mut, auch wenn der VfL daheim erst einen Punkt aus drei Partien holte, was „natürlich viel zu wenig“ sei, so Holtmann. Aber: „Unsere Abläufe werden immer klarer. Wir haben gegen spielstarke Gegner wie Dresden und Fürth gewonnen oder gepunktet. Die Spiele gegen Fürth sind dabei ein guter Indikator: In Fürth haben wir so agiert, dass wir sie zu Fehlern gezwungen haben. Jetzt im Heimspiel haben wir über weite Strecken das Spiel dominiert und kamen auch zu Chancen. In meinen Augen ist das der richtige Weg. Wir müssen dranbleiben, unser System verfeinern, müssen überzeugt sein.“
Quelle: WAZ.de
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Am Sonntag (20. September, 13.30 Uhr) ist der VfL Bochum zu Gast bei Hannover 96. Maximilian Wittek hofft auf die Fortsetzung der starken Auswärtsserie.
Der VfL Bochum hat nach fünf Partien in der 2. Bundesliga sieben Punkte auf dem Konto und belegt Platz acht. Zu einer besseren Ausbeute hat es auch nicht gereicht, da die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen noch zu groß ist.
Denn während in den drei Spielen vor heimischer Kulisse erst ein Zähler zustande kam, sind es in der Fremde bislang zwei Siege. Für Linksverteidiger Maximilian Wittek ist aber zu dem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht absehbar, wohin die Reise gehen wird. "Es ist zu früh in der Saison, um darüber zu sprechen", sagt er. "Fakt ist, wir haben leider noch kein Heimspiel gewonnen, weil wir noch zielstrebiger werden müssen."
Defensiv kann man dem VfL bis dato wenig vorwerfen, erst vier Gegentore musste der Traditionsklub schlucken. Allerdings stehen dem auch nur vier geschossene Tore gegenüber. "Es muss unser Anspruch sein, mehr Tore zu schießen. Daran arbeiten wir. Wir wollen im letzten Drittel noch genauer werden und unsere Chancen nutzen. Wenn wir das schaffen, dann können so Spiele wie gegen Fürth auch anders laufen", meint der erfahrene Linksverteidiger.
Am Sonntag sind die Bochumer zu Gast bei Hannover 96. Nach einem enttäuschenden Saisonstart zog der Aufstiegsaspirant in dieser Woche die Reißleine und trennte sich von Trainer Christian Titz. "Wir wissen nicht, welche Veränderungen das nach sich ziehen wird. Das wird sich am Sonntag zeigen", grübelt Wittek über die möglichen Folgen des Trainerwechsels.
Die Vorbereitung der Bochumer werde sich aber nicht großartig ändern, verrät der 31-Jährige: "Wir werden auf jeden Fall ihre letzten Spiele genauestens analysieren. Entscheidend ist aber, dass wir bei uns bleiben und auf uns schauen." Der VfL werde jedenfalls alles in die Waagschale werfen, um das selbstgesteckte Ziel von zehn Punkten nach sechs Spielen zu erreichen.
Allerdings muss der VfL Bochum am Sonntag ohne Mats Pannewig auskommen, der wegen seiner Gelb-Rot-Sperre fehlen wird. Wittek sieht seine Mannschaft aber gut gerüstet, um diesen Ausfall aufzufangen. "Wir haben mit Lasse Isbruch und Charlie Patino zwei weitere Mittelfeldspieler, die auf dieser Position zum Einsatz kommen können. Wir werden demjenigen, der am Sonntag für Mats spielen wird, in dieser Woche den Rücken stärken. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir in Hannover eine gute Leistung abliefern können."
Auch Youngster Tom Meyer, der den anderen Part auf der Doppelsechs übernehmen dürfte, habe seine Sache in den letzten Partien sehr gut gemacht. "Man sieht, dass ihm jede Minute guttut. Er bekommt zunehmend mehr Selbstvertrauen in seinen Aktionen. Wir unterstützen ihn als Mannschaft dabei."
8url=https://www.reviersport.de/fussball/2bundesliga/a630517---vfl-bochum-wittek-ueber-bochums-groesstes-manko-hannover-zentrale-mittelfeld.html] Quelle: Reviersport.de [/url]
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Gerrit Holtmann ist Vater geworden, auch Christian Rasmussen fehlte beim Training des VfL Bochum. Coach Uwe Rösler spricht Klartext zu Crimaldi.
Am Dienstag noch trainierte Gerrit Holtmann nach seinen Adduktoren-Problemen wieder. Der Flügelstürmer zeigte sich zuversichtlich, dass er beim Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) spielen kann. Doch am Mittwoch fehlte der Linksaußen bei der Einheit – aus erfreulichen Gründen.
Denn Gerrit Holtmann ist erstmals Vater geworden, der Termin stand lange fest. Holtmann und seine Frau Lisa sind nun Eltern der kleinen Isabella Holly. Der VfL postete auf seinen sozialen Kanälen ein Bild des stolzen Papas mit seinem Baby.
Rösler erinnert sich an seine Glücks-Hormone nach einer Geburt
Am Donnerstag will Holtmann wieder im Mannschaftstraining mitmischen. „Eine Geburt löst sehr viele Glücksmoment-Hormone aus, so war es bei mir jedenfalls“, sagte Trainer Uwe Rösler erfreut und fügte mit einem breiten Grinsen an: „Ich konnte danach laufen und rennen und sprinten, drei Tage lang in Folge, das hat eine enorme Energie freigesetzt bei mir.“
Vielleicht ja auch bei Holtmann, auf den Rösler in Hannover ebenso setzt wie auf Christian Rasmussen. Der Däne verpasste die Einheit am Mittwoch. Der zweite zuletzt gesetzte Flügelstürmer neben Holtmann hatte am Vortag Schmerzen nach einem Schuss, „aber es war nur ein Ödem“, sagte Rösler und gab vorsichtig Entwarnung. „Er selbst wollte heute schon trainieren“, so Rösler, der bei Rasmussen kein Risiko eingehen wollte. Nach der Untersuchung „wurde mir gesagt, dass er morgen wieder komplett trainieren kann“.
Rösler erklärt die Auswechslung von Rasmussen gegen Fürth
Nicht unwichtig, denn gegen Fürth zeigte Rasmussen offensiv lange Zeit eine gute Leistung. Dennoch nahm ihn Rösler nach 63 Minuten vom Feld, nachdem er schon nach einer halben Stunde Holtmann auswechseln musste und Rasmussen seine linke Seite zunächst übernahm.
Ab der 35. Minute sei aber „das Momentum“ langsam geschwunden, weil die Arbeit gegen den Ball nicht mehr so funktioniert habe wie mit Holtmann, erklärte Rösler. Die Halbzeit habe geholfen, danach „hatten wir unsere beste Phase“, habe auch Rasmussen Intensität gezeigt, sich beim Anlaufen gesteigert – allerdings nur wenige Minuten. Fürth habe Oberwasser bekommen, „die Räume und Wege wurden für ihn noch länger“, erklärte Rösler Rasmussens Auswechslung.
Rösler ist mit der Entwicklung von Rasmussen grundsätzlich zufrieden
Grundsätzlich ist der Trainer mit der Entwicklung des Dänen, der dreimal eingewechselt wurde und dreimal von Beginn an spielte, zufrieden. Er habe bereits mehr Einsatzminuten gesammelt als ursprünglich gedacht zu diesem Zeitpunkt. Dies vor dem Hintergrund, dass der 23-Jährige in der Vorsaison oft verletzt ausfiel und erst spät in die Vorbereitung einstieg beim VfL. „Im Hinterkopf ging es auch um Belastungssteuerung“, nannte der Coach einen zweiten Aspekt für seinen Wechsel.
Für Rasmussen kam der laufstarke Alessandro Crimaldi, der in der Vorbereitung gerade gegen den Ball große Fortschritte gemacht hatte. Gegen Fürth aber erwischte der 18-Jährige einen schlechten Tag, offensiv wie defensiv. „Die ersten fünf Minuten waren sehr gut von Crimaldi“, sagte Rösler. Doch dann misslang ihm ein Dribbling nach feinem Pass von Philipp Hofmann. „Er ist total frei im Strafraum, kommt nicht vorbei, da war vielleicht seine Enttäuschung zu groß und es sah danach so aus, als ob er teilweise nicht richtig rennt. Er hat den Faden verloren.“
Rösler: „Werden an der Ausrichtung nichts ändern“
Eine Kopfsache womöglich bei einem jungen Mann, was für Rösler zum Entwicklungsprozess gehört. Einen Vorwurf macht er dem Teenager, der gegen Fürth erst sein viertes Pflichtspiel absolvierte für die Profis, daher nicht. Schwächere Leistungen „muss man den Jungen einfach zugestehen“, betonte der Coach. Dass Rösler dies beherzigt, bewies er etwa in der Vorsaison, als er Farid Alfa-Ruprecht auch nach dürftigen Vorstellungen die Treue hielt – und der 19-Jährige am Ende der Saison richtig aufblühte.
„Vom Verein, von mir wird gefordert, dass wir jungen Spielern die Chance geben. An dieser Ausrichtung wird sich nichts ändern“, stellte Rösler klar. Gute Tage und weniger gute Tage „formen dich als Profi. Da ist Alessandro gerade dabei, ich werde ihn auf keinen Fall hängen lassen.“ Der erfahrene 57-Jährige hat mit Crimaldi gesprochen, er habe im Training einen ordentlichen Eindruck gemacht.
Rösler appelliert an die Fans des VfL Bochum
Klartext sprach Rösler zum Umgang mit Crimaldi, nachdem es in den sozialen Medien zahlreiche negative Kommentare, auch Beleidigungen gegen den Jungprofi gegeben hatte. „Wenn da einige meinen, die müssen Alessandro beleidigen im Internet, dann tut mir das sehr, sehr leid. Ich glaube, das können keine VfLer sein“, sagte Rösler und appellierte an die Fans: „Ich wünsche mir, dass unsere Fans die ganze Mannschaft unterstützen, inklusive unserer jungen Spieler, auch wenn sie vielleicht mal nicht so einen guten Tag haben.“
Quelle: WAZ.de
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Charlie Patino gibt sein Debüt für Bochum in Hannover. Coach Rösler ist zudem von Tom Meyer beeindruckt – nicht nur wegen seiner Leistung auf dem Platz.
Es gab einen Schreckmoment beim VfL Bochum am Dienstagvormittag. U19-Verteidiger Jason Schneider, der ebenso wie Aurel Wagbe und Vahidin Turudija von der U21 den Trainingskader des von zahlreichen Ausfällen gebeutelten VfL füllte, zog ab. Tom Meyer bekam den Ball aus kurzer Distanz ins Gesicht, musste kurz behandelt werden, konnte dann weitermachen.
Ein Ausfall des 18-Jährigen würde den VfL vor dem Auswärtsspiel in Hannover am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) auch schwer treffen – wer hätte das vor dem Saisonstart gedacht?
Mit den verletzten Enis Cokaj und Jean Manuel Mbom fehlen zwei Sechser längerfristig. Mats Pannewig ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Fürth (1:1) gesperrt. Im Mittelfeldzentrum gibt es nur noch drei einsatzbereite Profis für die Sechser- und Achterposition: der defensivere Meyer, der sich zuletzt festgespielt hat, und der offensivere Lasse Isbruch, beide 18 Jahre jung. Und Neuzugang Charlie Patino.
Patino feiert sein Debüt beim VfL in Hannover
Meyer wird in Hannover erneut starten, den Platz von Pannewig wird Patino einnehmen. Auf das Debüt seines Neuzugangs legte sich Trainer Uwe Rösler bereits zu Wochenbeginn fest. „Ich glaube, es ist gut für einen Spieler zu wissen, dass er anfangen wird, dass er die Vorfreude auch schon ein bisschen mitnehmen kann in die Trainingswoche“, sagte Rösler am Mittwoch im Gespräch mit dieser Redaktion.
Der VfL hatte Patino am vorletzten Transfertag ausgeliehen von Deportivo A Coruna und sich eine Kaufoption gesichert. Seit zweieinhalb Wochen ist der Brite nun im Training des VfL, war zweimal im Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz.
Der 22-Jährige ist fußballerisch hochveranlagt, das zeigte er im Training vom ersten Tag an. In der 2. Liga, in Hannover müsse er nun zeigen, dass er auch gegen den Ball mithalten, sich körperlich behaupten kann, sagte Rösler. „Ich bin zuversichtlich. Er ist sehr lernwillig, nimmt viel auf. Am Ball gibt er uns eine gewisse Ruhe, auch unter Druck kann er den Ball gut verarbeiten.“
Rösler setzt auf Mut im Spiel mit Ball
Gerade Letzteres könnte spielentscheidend sein. Nach dem Aus von Christian Titz am Montag ist allerdings noch offen, ob Interimstrainer Lars Barlemann, der U23-Coach von 96, die daheim noch sieglosen Niedersachsen coachen wird oder Sandro Wagner übernimmt. Laut Bild ist geplant, dass der 38-jährige Ex-Trainer des FC Augsburg bereits gegen Bochum auf der Bank sitzt.
Klarheit gab es am Mittwochmittag noch nicht, als Rösler auf die Niedersachsen blickte in einer kleinen Medienrunde. Der VfL-Trainer erwartet einen Gegner, der auch nach erst vier Punkten ein „höheres Level“ habe als zuletzt Fürth und Dresden. Hannover werde mit „viel Energie“ und „aggressivem Pressing“ auftreten. „Da brauchen wir noch mehr Mut. Da wird die Zeit am Ball, in der du eine Entscheidungsfindung machen musst, noch kürzer, der Druck auf den Ballführenden noch höher“, so der VfL-Trainer. An seiner Ausrichtung, spielerische Lösungen von hinten heraus zu finden, will Rösler zwingend festhalten.
Zwischen Schule und ersten Profischritten: Rösler ist beeindruckt von Meyer
Dem technisch versierten Patino kommt dieser Ansatz potenziell entgegen. Der 1,82-Meter große Mittelfeldmann wird den offensiveren Part und Tom Meyer die defensivere Rolle einnehmen. Der 1,95-Meter-Hüne ist das Talent des VfL, das den größten Sprung gemacht hat in dieser Saison. Nur gegen Hertha kam er nicht zum Einsatz, zweimal spielte er bereits von Beginn an, in Dresden kam er früh in die Partie für den verletzten Cokaj. Meyer war stets sofort präsent, zweikampfstark, zeigte ein sicheres Pass-Spiel auch unter Bedrängnis.
Auch seine Positionierung, die Rösler zuletzt noch bemängelt hatte, werde von Woche zu Woche immer besser, „weil er sehr intelligent ist“, so Rösler. Dabei geht Meyer noch zur Schule, macht im kommenden Frühling Abitur. Ein Spagat, den Meyer meistert, was Rösler beeindruckt: „Er ist jeden Tag bei uns im Training. Ich bin sehr zufrieden mit ihm, wie er diese Belastung zwischen Schule und Profiteam bewältigt.“
Quelle: WAZ.de
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Gestern, 01:20 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 02:46 PM von Herr Bert.)
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„Gehen sehr positiv in das Spiel“
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Das letzte Pflichtspiel vor der Länderspielpause. Am Sonntag, den 20. September (Anstoß: 13:30 Uhr), gastiert der VfL Bochum 1848 bei Hannover 96. VfL-Cheftrainer Uwe Rösler beantwortete vorab auf der obligatorischen Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten.
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VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über…
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…die Personalsituation: „Babis Drakas, Jean Manuel Mbom, Enis Çokaj, Oliver Olsen und Philipp Strompf stehen weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Mats Pannewig fehlt Gelb-Rot-gesperrt. Alle anderen Spieler sind einsatzbereit."
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…die Trainingswoche: „Wir sind sehr gut vorbereitet und gehen sehr positiv in das Spiel. Es war eine sehr intensive Woche, die Mannschaft hat mit einer hohen Qualität richtig gut mitgezogen. Aber entscheidend ist letztlich, wie wir am Sonntag auftreten werden. Vor 40.000 Zuschauern erwartet uns natürlich auch eine besondere Atmosphäre, da kommt mentaler Druck dazu. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass Chris und Gerrit wieder mittrainiert haben und im Kader stehen können."
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…die Unterschiede zwischen der Heim- und Auswärtsbilanz: „Wir haben eine neue Mannschaft, einen neuen Kader. Auswärts haben wir in bislang in allen Spielen dieser Saison das erste Tor geschossen, in den Heimspielen ist uns das nur gegen Fürth gelungen. Diese Statistik dürfen wir nicht zu hoch hängen."
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…Hannover 96: „Hannover ist eine Mannschaft, die einen sehr hohen Wert hat, was die „Expected Goals“ betrifft. Sie hätten deutlich mehr Tore schießen können. Aus meiner Sicht ist es eine Spitzenmannschaft der Liga. Wichtig wird sein, dass wir ähnliche Ballbesitzwerte haben werden wie Hannover. Bislang waren die Ballbesitzwerte beider Teams in dieser Saison fast gleich. Hannover presst sehr aggressiv und permanent im Eins-gegen-Eins. Entscheidend wird sein, dass wir für Ruhephasen sorgen. Wenn uns das gelingt, werden wir eine gute Partie abliefern können."
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…die Auswirkungen des Trainerwechsels bei Hannover 96: „Ich bin großer Fan von ihrer Art, wie sie Fußball spielen. Sie besetzen die Breite und die Pockets, haben eine sehr offensive Ausrichtung. Woche für Woche pressen sie über 90 Minuten im Eins-gegen-Eins. Dafür brauchst du richtig Körner und technisch gute Spieler. Es tut mir leid für Christian Titz, dass er seinen Job verloren hat. Wir haben uns angeschaut, wie der jetzige Interimstrainer deren zweite Mannschaft spielen lassen hat: dasselbe System, dieselbe Spielidee. Wir erwarten ein, zwei personelle Veränderungen. Ansonsten werden sie ihr Spiel nicht groß verändern."
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…das Sechser-Duo Charlie Patiño und Tom Meyer: „Die Sechser sind das Herzstück einer Mannschaft. Beide werden sich unter Druck beweisen müssen. Wir haben die Qualität dazu, um Hannover vor Probleme zu stellen. Sowohl Charlie als auch Tom haben eine Ruhe am Ball, fußballerische Ansätze und können auch im Defensivverhalten ihre Aufgaben erfüllen."
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Der VfL Bochum muss im Spiel bei Hannover 96 am Sonntag mit einem Debütanten und einem Nachwuchstalent im Mittelfeldzentrum improvisieren.
Ein 18-jähriges Talent und ein 22‑jähriger Deutschland-Debütant – sie sollen und müssen am Sonntag für den VfL Bochum im Auswärtsspiel bei Hannover 96 (13.30 Uhr, Sky) das Kommando im wichtigen Mittelfeldzentrum übernehmen. Noch weiß auch Trainer Uwe Rösler nicht, was er selbst von Tom Meyer und Charlie Patino erwarten kann. „Die Messlatte wird das Spiel in Hannover sein. Sie haben sich aber sehr gut vorbereitet“, sagte er und machte klar, was er von den beiden erwarte: „Die Zentrale ist das Herzstück einer Mannschaft. Da kommt es auf Charlie und Tom an, damit wir den Ball in unseren Reihen behalten.“
Patino ist erst seit gut drei Wochen beim VfL Bochum, nachdem er kurz vor Ende der Transferphase von Deportiva A Coruna ausgeliehen wurde, Meyer entstammt dem hauseigenen Talentwerk. Dass beide schon vor der XXL-Länderspielpause zusammen das Mittelfeldzentrum bekleiden müssen, war so sicherlich nicht geplant. Doch durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Enis Cokaj (Muskelverletzung) und Jean Manuel Mbom (Knöchel) sowie die Gelb-Rot-Sperre von Mats Pannewig sind die Alternativen auf der Sechs und der Acht rar geworden.
Rösler lobt Patinos Spielweise
Zweifelsohne bringen beide Spieler eine Menge Talent mit. Patino galt vor einigen Jahren als das größte Talent, das je die Akademie des FC Arsenal durchlaufen hat, bevor er nach Spanien wechselte und dort nur schwer in Tritt kam. VfL-intern gilt Meyer derzeit als großes Versprechen für die Zukunft. Nur: Die Zweite Bundesliga lässt eigentlich keinen Raum für Experimente. „Natürlich ist das Spiel entscheidend für die Bewertung von Tom und Charlie“, sagte Rösler daher. „Wir haben versucht, ihnen alles an die Hand zu geben, was wir können. Tom ist immer noch ein sehr, sehr junger Spieler. Sie haben beide fußballerische Ansätze, speziell Charlie.“ Doch: „Das Defensivverhalten müssen beide unter Druck beweisen, auch unter dem mentalen Druck vor 40.000 Zuschauern.“
Denn trotz des Trainerwechsels an der Leine von Christian Titz zum Interimstrainer Lars Barlemann geht Rösler von aggressiven Hannoveranern aus. Ob sich da ein Jungspund und ein ehemaliges Toptalent, das noch nie in der Zweiten Liga in Deutschland auf dem Feld stand, beweisen können?
Die Bochumer Hoffnungen liegen vor allem auf Patinos Spielweise. „Er ist ein Verbindungsspieler. Er kann der Mannschaft helfen, aus der Defensive das Spiel an sich zu ziehen und das Spiel nach vorn zu tragen, zu verlagern, mit schlauen Pässen. Er kann den Spielrhythmus verändern, tritt mal auf den Ball, hat die Ruhe, aus schwierigen Positionen herauszukommen“, sagte Rösler. Jene Qualitäten, die in Hannover zwingend gebraucht werden.
Zumal auch ein internes Ziel auf dem Prüfstand steht: Zehn Punkte bis zur Länderspielpause wollten Spieler und Trainer holen. Sieben sind es aktuell – sechs davon aus Auswärtsspielen. Ein Sieg bei den kriselnden Hannoveranern ist dafür Pflicht. Auch ohne ausreichende Zweitliga-Erfahrung.
Quelle: WAZ.de
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