09-01-2026, 07:12 PM
Charlie Patino und Sean Klaiber haben erstmals beim VfL Bochum trainiert. Sind sie fit? Trainer Rösler erklärt seine Eindrücke und seinen Plan.
Es ging Schlag auf Schlag beim VfL Bochum am Deadlline-Day. Als die am Montagabend verpflichteten Sean Klaiber und Charlie Patino bereits ihre erste Einheit beim VfL Bochum am Dienstagvormittag absolvierten, kündigte sich der dritte Neuzugang in den letzten zwei Transfertagen längst an. Mit Jarne Steuckers kommt ein potenzieller Unterschiedsspieler für die Offensive.
Trainer Uwe Rösler wirkte nach dem ersten Training vor der Partie bei Dynamo Dresden am Samstag (20.30 Uhr) zufrieden mit den Aktivitäten des Klubs im Transferendspurt. Über Steuckers, wo noch letzte Details zu klären waren, konnte er sich in der kleinen Medienrunde noch nicht äußern. Klaiber und Patino indes stimmten den Coach sofort optimistisch: „Man kann den Kader und die Spieler nicht nach einer Trainingseinheit bewerten, aber der erste Eindruck ist sehr gut“, sagte Rösler.
„Topwerte“: Bochums Patino ist voll im Saft
Besonders wichtig: Beide Spieler bringen die nötige Fitness mit. Der zentrale Mittelfeldmann Patino bestritt die komplette Vorbereitung bei Deportivo A Coruna, kam auch in Testspielen zum Einsatz. „Charlie hat Topwerte“, sagte Rösler. Beim Laktattest habe der 22-Jährige sogar „einen unserer besten Werte“ erzielt. Klaiber bestritt sein letztes Pflichtspiel zwar im Februar, aber er habe „permanent trainiert“, sagte Rösler, sei auch im fußballspezifischen Bereich auf der Höhe.
Sind sie schon Optionen für das Spiel in Dresden? „Es kann unter Umständen schon passieren, dass sie am Wochenende dabei sind“, meinte Rösler. Körperlich sehe er keine Probleme. Wie schnell sie sich „teamtechnisch und taktisch“ integrierten in den nächsten Einheiten, müsse man allerdings noch abwarten.
Deshalb schwärmt Rösler von Klaiber
Mit Rechtsverteidiger Klaiber füllt der VfL die Lücke, die sich durch die schwere Verletzung von Jean Manuel Mbom auftat. Der 32-Jährige spielte nach drei Jahren beim dänischen Erstligisten Bröndby IF keine Rolle mehr, die Dänen kamen Bochum finanziell entgegen. Klaiber wechselte ablösefrei zum VfL, machte Abstriche beim Gehalt. „Sean hat sich schon sofort integriert in der Kabine. Der redet mit allen, ob mit den Älteren, mit den Jüngeren, mit dem Staff. Man merkt, dass er ein ganz erfahrener Spieler ist“, schwärmte Rösler vom Charakter. Auch auf dem Platz „tut er uns gut“.
Rösler kennt ihn aus seiner Zeit als Aarhus-Coach, „wir hatten unsere Gefechte an der Seitenlinie“, sagte er schmunzelnd. Bei einem Telefonat mit ihm habe er sofort zugesagt. „Ich bin froh, dass ich so einen erfahrenen Spieler habe, der fit ist und eine Persönlichkeit hat.“
In erster Linie ist er der Konkurrent für Oliver Olsen auf der rechten Seite, aber er könnte auch links spielen, betonte Rösler. Als Linksverteidiger ist Maximilian Wittek Stammkraft, der 18-jährige Leon Sawas soll behutsam aufgebaut werden. Mit nur zwei Etablierten und einem Jungen, so Rösler, hätte man nicht durch die Saison gehen können.
„Riesenpotenzial am Ball“: Patino steigert die Qualität
Charlie Patino deutete gleich im ersten Training seine fußballerische Klasse an. Er bewegte sich gut zwischen den Linien bei Spielformen mit Flanken über die Außen in die Box, spielte saubere Pässe mit einem Kontakt. Wochenlang arbeitete der Klub an einer Leihe mit Kaufoption, die nach unseren Informationen im niedrigen siebenstelligen Bereich liegt. „Charlie hat am Ball ein hohes Level, ein Riesenpotenzial“, sagte Rösler. Er mahnte aber auch zur Geduld.
Beim spanischen Zweitligisten Deportivo A Coruna, der am Ende den Aufstieg feierte, kam Patino in der Vorsaison auf 28 Einsätze, allerdings nur fünf von Beginn an. Man könne nicht erwarten, dass er in Bochum sofort jedes Spiel 90 Minuten absolviere. „Er muss sich auch selber Zeit geben“, so Rösler. Patino gilt als spielstarker Mann im Zentrum, der den Ball auch unter Gegnerdruck behaupten und vor allem offensiv Akzente setzen kann. Genau der Spielertyp, „den wir brauchen. Entweder von Anfang an oder auch von der Bank“, gab Rösler Einblick in seine Pläne. „Mit seinen Fähigkeiten habe ich die Fantasie, dass wir mal ein Spiel auch verändern können vom Ansatz her, wenn eine Mannschaft tief steht.“
Denkbare Variante mit Pannewig und Patino
Rösler sieht ihn vor allem als Achter, auf der Position von Mats Pannewig, von dem er bekanntermaßen große Stücke hält und der ein ähnlich hohes technisches Level habe, meinte der Trainer. Sie könnten als spielstarke Doppelsechs auch zusammen spielen, etwa bei Partien, in denen besonders viel Ballbesitz zu erwarten sei, wobei Pannewig dann die defensivere Rolle übernehmen würde. Patino sei jedenfalls „ein sehr guter Fußballer. Und gute Fußballer schaffen es immer, Minuten auf den Platz zu kriegen.“
Mehr Flexibilität im Mittelfeld
Charlie Patino erhöht damit die Flexibilität und Variabilität im Zentrum. Für die Sechser-/Achter-Position hat Rösler nun fünf Spieler zur Wahl. Enis Cokaj, der beim 0:1 gegen Osnabrück angeschlagen passen musste, am Dienstag aber wieder komplett trainierte, ist der klassische Abräumer auf der Sechs. „Enis hat super Qualitäten, die wir auch absolut brauchen, zum Beispiel als Ballgewinner“, sagte Rösler.
Tom Meyer, der gegen Osnabrück ein gelungenes Startelf-Debüt feierte, „macht Riesenschritte“. Zudem zeigte sich gegen Osnabrück erstmals Lasse Isbruch, wie Meyer 18 Jahre jung. Isbruch ist der offensivere Typ als Meyer, spielte beim Profidebüt unbekümmert auf. Die Mischung, meinte Rösler, stimme nun, bei den Außenverteidigern ebenso wie im Mittelfeldzentrum. Der Kader sei nach den Last-Day-Transfers „nicht überladen. Ich glaube, für unsere Ziele ist es notwendig, diesen Kader zu haben.“
Quelle: WAZ.de
Es ging Schlag auf Schlag beim VfL Bochum am Deadlline-Day. Als die am Montagabend verpflichteten Sean Klaiber und Charlie Patino bereits ihre erste Einheit beim VfL Bochum am Dienstagvormittag absolvierten, kündigte sich der dritte Neuzugang in den letzten zwei Transfertagen längst an. Mit Jarne Steuckers kommt ein potenzieller Unterschiedsspieler für die Offensive.
Trainer Uwe Rösler wirkte nach dem ersten Training vor der Partie bei Dynamo Dresden am Samstag (20.30 Uhr) zufrieden mit den Aktivitäten des Klubs im Transferendspurt. Über Steuckers, wo noch letzte Details zu klären waren, konnte er sich in der kleinen Medienrunde noch nicht äußern. Klaiber und Patino indes stimmten den Coach sofort optimistisch: „Man kann den Kader und die Spieler nicht nach einer Trainingseinheit bewerten, aber der erste Eindruck ist sehr gut“, sagte Rösler.
„Topwerte“: Bochums Patino ist voll im Saft
Besonders wichtig: Beide Spieler bringen die nötige Fitness mit. Der zentrale Mittelfeldmann Patino bestritt die komplette Vorbereitung bei Deportivo A Coruna, kam auch in Testspielen zum Einsatz. „Charlie hat Topwerte“, sagte Rösler. Beim Laktattest habe der 22-Jährige sogar „einen unserer besten Werte“ erzielt. Klaiber bestritt sein letztes Pflichtspiel zwar im Februar, aber er habe „permanent trainiert“, sagte Rösler, sei auch im fußballspezifischen Bereich auf der Höhe.
Sind sie schon Optionen für das Spiel in Dresden? „Es kann unter Umständen schon passieren, dass sie am Wochenende dabei sind“, meinte Rösler. Körperlich sehe er keine Probleme. Wie schnell sie sich „teamtechnisch und taktisch“ integrierten in den nächsten Einheiten, müsse man allerdings noch abwarten.
Deshalb schwärmt Rösler von Klaiber
Mit Rechtsverteidiger Klaiber füllt der VfL die Lücke, die sich durch die schwere Verletzung von Jean Manuel Mbom auftat. Der 32-Jährige spielte nach drei Jahren beim dänischen Erstligisten Bröndby IF keine Rolle mehr, die Dänen kamen Bochum finanziell entgegen. Klaiber wechselte ablösefrei zum VfL, machte Abstriche beim Gehalt. „Sean hat sich schon sofort integriert in der Kabine. Der redet mit allen, ob mit den Älteren, mit den Jüngeren, mit dem Staff. Man merkt, dass er ein ganz erfahrener Spieler ist“, schwärmte Rösler vom Charakter. Auch auf dem Platz „tut er uns gut“.
Rösler kennt ihn aus seiner Zeit als Aarhus-Coach, „wir hatten unsere Gefechte an der Seitenlinie“, sagte er schmunzelnd. Bei einem Telefonat mit ihm habe er sofort zugesagt. „Ich bin froh, dass ich so einen erfahrenen Spieler habe, der fit ist und eine Persönlichkeit hat.“
In erster Linie ist er der Konkurrent für Oliver Olsen auf der rechten Seite, aber er könnte auch links spielen, betonte Rösler. Als Linksverteidiger ist Maximilian Wittek Stammkraft, der 18-jährige Leon Sawas soll behutsam aufgebaut werden. Mit nur zwei Etablierten und einem Jungen, so Rösler, hätte man nicht durch die Saison gehen können.
„Riesenpotenzial am Ball“: Patino steigert die Qualität
Charlie Patino deutete gleich im ersten Training seine fußballerische Klasse an. Er bewegte sich gut zwischen den Linien bei Spielformen mit Flanken über die Außen in die Box, spielte saubere Pässe mit einem Kontakt. Wochenlang arbeitete der Klub an einer Leihe mit Kaufoption, die nach unseren Informationen im niedrigen siebenstelligen Bereich liegt. „Charlie hat am Ball ein hohes Level, ein Riesenpotenzial“, sagte Rösler. Er mahnte aber auch zur Geduld.
Beim spanischen Zweitligisten Deportivo A Coruna, der am Ende den Aufstieg feierte, kam Patino in der Vorsaison auf 28 Einsätze, allerdings nur fünf von Beginn an. Man könne nicht erwarten, dass er in Bochum sofort jedes Spiel 90 Minuten absolviere. „Er muss sich auch selber Zeit geben“, so Rösler. Patino gilt als spielstarker Mann im Zentrum, der den Ball auch unter Gegnerdruck behaupten und vor allem offensiv Akzente setzen kann. Genau der Spielertyp, „den wir brauchen. Entweder von Anfang an oder auch von der Bank“, gab Rösler Einblick in seine Pläne. „Mit seinen Fähigkeiten habe ich die Fantasie, dass wir mal ein Spiel auch verändern können vom Ansatz her, wenn eine Mannschaft tief steht.“
Denkbare Variante mit Pannewig und Patino
Rösler sieht ihn vor allem als Achter, auf der Position von Mats Pannewig, von dem er bekanntermaßen große Stücke hält und der ein ähnlich hohes technisches Level habe, meinte der Trainer. Sie könnten als spielstarke Doppelsechs auch zusammen spielen, etwa bei Partien, in denen besonders viel Ballbesitz zu erwarten sei, wobei Pannewig dann die defensivere Rolle übernehmen würde. Patino sei jedenfalls „ein sehr guter Fußballer. Und gute Fußballer schaffen es immer, Minuten auf den Platz zu kriegen.“
Mehr Flexibilität im Mittelfeld
Charlie Patino erhöht damit die Flexibilität und Variabilität im Zentrum. Für die Sechser-/Achter-Position hat Rösler nun fünf Spieler zur Wahl. Enis Cokaj, der beim 0:1 gegen Osnabrück angeschlagen passen musste, am Dienstag aber wieder komplett trainierte, ist der klassische Abräumer auf der Sechs. „Enis hat super Qualitäten, die wir auch absolut brauchen, zum Beispiel als Ballgewinner“, sagte Rösler.
Tom Meyer, der gegen Osnabrück ein gelungenes Startelf-Debüt feierte, „macht Riesenschritte“. Zudem zeigte sich gegen Osnabrück erstmals Lasse Isbruch, wie Meyer 18 Jahre jung. Isbruch ist der offensivere Typ als Meyer, spielte beim Profidebüt unbekümmert auf. Die Mischung, meinte Rösler, stimme nun, bei den Außenverteidigern ebenso wie im Mittelfeldzentrum. Der Kader sei nach den Last-Day-Transfers „nicht überladen. Ich glaube, für unsere Ziele ist es notwendig, diesen Kader zu haben.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."