08-31-2026, 09:30 PM
Mit Charlie Patino verpflichtet der VfL Bochum ein vielversprechendes Mittelfeldtalent. Er soll neue Impulse und mehr Kreativität bringen.
Es ist noch keinen Monat her, da bekamen die Verantwortlichen des VfL Bochum eine Information, von der sie zunächst selbst nicht geglaubt hätten, dass sie der Wahrheit entspricht. Ein paar Wochen später haben sie einen Transfer umgesetzt, der im Saisonverlauf unter Umständen den Unterschied zwischen einer schlechten und einer guten Saison machen kann. So bewerten es jedenfalls die, die sich an der Castroper Straße intensiv mit dem Kader auseinandersetzen.
Mit Charlie Patino leiht der VfL Bochum einen Spieler aus, der noch vor einigen Jahren von Arsenals Chefscout Shaun O‘Connor als „besten Spieler, den Hale End [die Jugendakademie von Arsenal, Anm. d. Red.] je hervorgebracht hat“, bezeichnet wurde. Bochum sicherte sich nach Informationen dieser Redaktion auch eine Kaufoption im niedrigen siebenstelligen Bereich. Für den VfL ist es der erhoffte Transfer im zentralen Mittelfeld, der den gesamten Sommer über im Fokus stand.
Patino komplettiert Skillset des VfL Bochum
„Charlie Patiño bringt eine große Hingabe für den Fußball mit. Er hat in den Gesprächen die absolute Überzeugung ausgestrahlt, für den VfL spielen zu wollen“, sagt Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum 1848. „Sportlich kann er unserem Mittelfeld durch seine Ballsicherheit, seine Lösungen unter Druck und sein zuverlässiges Passspiel mehr Kontrolle sowie ein zusätzliches spielerisches Element geben. Er wird die Qualität in unserem Mittelfeld durch seinen Impact weiter deutlich erhöhen.“
Ausgebildet wurde Patino in der Akademie des FC Arsenal. „Ich musste klug und bodenständig bleiben und mich auf meine Ausbildung konzentrieren. Nur wenige schaffen es. Andere waren älter, schneller und stärker. Was ich ihnen voraushatte, war meine Spielintelligenz. Deshalb konnte ich während meiner gesamten Zeit bei Arsenal immer zwei oder drei Jahrgänge höher spielen“, sagte der Brite einmal selbst über sich. „Man muss an die eigenen Fähigkeiten glauben. Es ging darum, zu trainieren, Leistung zu bringen und sich nicht von Dingen außerhalb des Platzes ablenken zu lassen – von Neid, Druck oder was auch immer. Egal, ob ich bei den U15-, U16- oder U18-Junioren spielen sollte: Ich war immer bereit und arbeitete unglaublich hart.“
Der gebürtige Brite mit spanischen Wurzeln könnte beim VfL Bochum ein entscheidendes Puzzlestück in der Kaderzusammenstellung sein. Er bringt eine gewisse Pressingresistenz mit, kann also auch unter hohem Stress aufgrund seiner technischen Fähigkeiten den Ball behaupten, gilt als dribbelstark. Technisch ist Patino hervorragend ausgebildet, durfte seine Qualitäten unter Mikel Arteta sogar in der Premier League unter Beweis stellen und traf dort direkt in seinem ersten Einsatz. Patinho gilt als ein Spieler, der dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann und das Offensivspiel in die Spur bringt. Zudem verfügt er über einen guten Schuss aus der zweiten Reihe, war in seiner Karriere nie länger verletzt. Der Linksfuß gilt als herausragender Fußballer, speziell für Zweitliga-Verhältnisse.
Patino soll Berkan Taz beim VfL Bochum ins Spiel bringen
Genau das fehlt dem VfL Bochum bislang in dieser Spielzeit. Zwar steht die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler sehr stabil in der Defensive, findet aber kaum Lösungen im Spiel nach vorn. Die Kreativität fehlt, das Durchsetzungsvermögen, der „Wow-Moment“, wie es Stürmer Philipp Hofmann nach der 0:1-Pleite gegen den VfL Osnabrück sagte. Für diese soll demnächst nach Möglichkeit Patino sorgen. In jedem Fall erhöht er die Variabilität im Zentrum, kann als Sechser, Achter und Zehner agieren. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jean Manuel Mbom bringt er also nicht nur Tiefe, sondern auch Qualität in den Kader.
Allerdings konnte der 22-Jährige das riesige Potenzial, das in ihm schlummert, bislang nicht im Profifußball nachhaltig adaptieren. Seit seinem Wechsel von Arsenal zu Deportivo A Coruna spielte Patino auch aufgrund von Trainerwechseln im ersten Jahr nur eine untergeordnete Rolle, in der vergangenen Spielzeit als Einwechselspieler in der zweiten spanischen Liga aber eine etwas größere (28 Einsätze, fünf Mal Startelf). Nach dem Aufstieg seines Klubs und den hohen Investitionen in den Kader hat er diesen Platz allerdings verloren und wurde somit für den VfL Bochum verfügbar.
VfL Bochum orientiert sich an Championship-Einsätzen
Für Bochum interessant waren nach Informationen dieser Redaktion daher die Spiele und Vergleichswerte aus seinen Leihstationen in der englischen Championship, also der zweiten Liga auf der Insel. VfL-Trainer Rösler sieht die Spielweise in der Championship ähnlich wie in der Zweiten Bundesliga, er wollte daher auch in der Vorbereitung bewusst gegen Sheffield United spielen. In England spielte Patino für Swansea City und Blackpool jeweils auf Leihbasis. In 67 Spielen bereitete er acht Treffer vor und schoss fünf Tore selbst. Ähnliche Werte und einen ähnlichen Einfluss erhoffen sich die Bochumer nun auch in Deutschland. Zuversichtlich gemacht haben soll die Verantwortlichen Patinos Auftritt in der Sommervorbereitung gegen den FC St. Pauli, in dem er 60 Minuten auf dem Feld stand und gegen den Bochumer Liga-Konkurrenten gut mithielt.
Nach Informationen dieser Redaktion wollte der Spieler nach den ersten Gesprächen mit Trainer Uwe Rösler unbedingt zum VfL wechseln, soll sich nach dem ersten Kontakt die Spiele angesehen und sich schon intensiv mit seinen neuen Mitspielern beschäftigt haben. Dann wird er auch wissen, dass er mit seinen Fähigkeiten im Spielaufbau mit hohen Ballbesitzwerten durchaus wertvoll für das VfL-Spiel werden könnte, weil er auch den bislang enttäuschenden Berkan Taz besser ins Spiel bringen dürfte.
Patino verzichtet für den VfL Bochum auf viel Geld
Möglich macht den Transfer auch, dass der Spieler selbst offenbar auf eine Menge Geld verzichtet, um für den VfL spielen zu können. Entsprechend groß soll auch seine Motivation sein, am Dienstag bereits im Training Vollgas geben zu dürfen. Er soll sehr reflektiert sein und sich intensiv mit Fußball beschäftigen. „In der Akademie spielt jeder. Der Profifußball ist gnadenlos. Die Mannschaften müssen gewinnen. Einmal bist du im Kader, dann wieder nicht. Einmal stehst du in der Startelf, dann wieder nicht. Das macht manche Menschen psychisch fertig. Deshalb gibt es im Fußball Psychologen“, sagte Patino einmal.
Nachdem er zuletzt die Tiefen des Profi-Geschäfts erlebt hat, soll es nun in Bochum für ihn wieder nach oben gehen.
Quelle: WAZ.de
Es ist noch keinen Monat her, da bekamen die Verantwortlichen des VfL Bochum eine Information, von der sie zunächst selbst nicht geglaubt hätten, dass sie der Wahrheit entspricht. Ein paar Wochen später haben sie einen Transfer umgesetzt, der im Saisonverlauf unter Umständen den Unterschied zwischen einer schlechten und einer guten Saison machen kann. So bewerten es jedenfalls die, die sich an der Castroper Straße intensiv mit dem Kader auseinandersetzen.
Mit Charlie Patino leiht der VfL Bochum einen Spieler aus, der noch vor einigen Jahren von Arsenals Chefscout Shaun O‘Connor als „besten Spieler, den Hale End [die Jugendakademie von Arsenal, Anm. d. Red.] je hervorgebracht hat“, bezeichnet wurde. Bochum sicherte sich nach Informationen dieser Redaktion auch eine Kaufoption im niedrigen siebenstelligen Bereich. Für den VfL ist es der erhoffte Transfer im zentralen Mittelfeld, der den gesamten Sommer über im Fokus stand.
Patino komplettiert Skillset des VfL Bochum
„Charlie Patiño bringt eine große Hingabe für den Fußball mit. Er hat in den Gesprächen die absolute Überzeugung ausgestrahlt, für den VfL spielen zu wollen“, sagt Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum 1848. „Sportlich kann er unserem Mittelfeld durch seine Ballsicherheit, seine Lösungen unter Druck und sein zuverlässiges Passspiel mehr Kontrolle sowie ein zusätzliches spielerisches Element geben. Er wird die Qualität in unserem Mittelfeld durch seinen Impact weiter deutlich erhöhen.“
Ausgebildet wurde Patino in der Akademie des FC Arsenal. „Ich musste klug und bodenständig bleiben und mich auf meine Ausbildung konzentrieren. Nur wenige schaffen es. Andere waren älter, schneller und stärker. Was ich ihnen voraushatte, war meine Spielintelligenz. Deshalb konnte ich während meiner gesamten Zeit bei Arsenal immer zwei oder drei Jahrgänge höher spielen“, sagte der Brite einmal selbst über sich. „Man muss an die eigenen Fähigkeiten glauben. Es ging darum, zu trainieren, Leistung zu bringen und sich nicht von Dingen außerhalb des Platzes ablenken zu lassen – von Neid, Druck oder was auch immer. Egal, ob ich bei den U15-, U16- oder U18-Junioren spielen sollte: Ich war immer bereit und arbeitete unglaublich hart.“
Der gebürtige Brite mit spanischen Wurzeln könnte beim VfL Bochum ein entscheidendes Puzzlestück in der Kaderzusammenstellung sein. Er bringt eine gewisse Pressingresistenz mit, kann also auch unter hohem Stress aufgrund seiner technischen Fähigkeiten den Ball behaupten, gilt als dribbelstark. Technisch ist Patino hervorragend ausgebildet, durfte seine Qualitäten unter Mikel Arteta sogar in der Premier League unter Beweis stellen und traf dort direkt in seinem ersten Einsatz. Patinho gilt als ein Spieler, der dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann und das Offensivspiel in die Spur bringt. Zudem verfügt er über einen guten Schuss aus der zweiten Reihe, war in seiner Karriere nie länger verletzt. Der Linksfuß gilt als herausragender Fußballer, speziell für Zweitliga-Verhältnisse.
Patino soll Berkan Taz beim VfL Bochum ins Spiel bringen
Genau das fehlt dem VfL Bochum bislang in dieser Spielzeit. Zwar steht die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler sehr stabil in der Defensive, findet aber kaum Lösungen im Spiel nach vorn. Die Kreativität fehlt, das Durchsetzungsvermögen, der „Wow-Moment“, wie es Stürmer Philipp Hofmann nach der 0:1-Pleite gegen den VfL Osnabrück sagte. Für diese soll demnächst nach Möglichkeit Patino sorgen. In jedem Fall erhöht er die Variabilität im Zentrum, kann als Sechser, Achter und Zehner agieren. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jean Manuel Mbom bringt er also nicht nur Tiefe, sondern auch Qualität in den Kader.
Allerdings konnte der 22-Jährige das riesige Potenzial, das in ihm schlummert, bislang nicht im Profifußball nachhaltig adaptieren. Seit seinem Wechsel von Arsenal zu Deportivo A Coruna spielte Patino auch aufgrund von Trainerwechseln im ersten Jahr nur eine untergeordnete Rolle, in der vergangenen Spielzeit als Einwechselspieler in der zweiten spanischen Liga aber eine etwas größere (28 Einsätze, fünf Mal Startelf). Nach dem Aufstieg seines Klubs und den hohen Investitionen in den Kader hat er diesen Platz allerdings verloren und wurde somit für den VfL Bochum verfügbar.
VfL Bochum orientiert sich an Championship-Einsätzen
Für Bochum interessant waren nach Informationen dieser Redaktion daher die Spiele und Vergleichswerte aus seinen Leihstationen in der englischen Championship, also der zweiten Liga auf der Insel. VfL-Trainer Rösler sieht die Spielweise in der Championship ähnlich wie in der Zweiten Bundesliga, er wollte daher auch in der Vorbereitung bewusst gegen Sheffield United spielen. In England spielte Patino für Swansea City und Blackpool jeweils auf Leihbasis. In 67 Spielen bereitete er acht Treffer vor und schoss fünf Tore selbst. Ähnliche Werte und einen ähnlichen Einfluss erhoffen sich die Bochumer nun auch in Deutschland. Zuversichtlich gemacht haben soll die Verantwortlichen Patinos Auftritt in der Sommervorbereitung gegen den FC St. Pauli, in dem er 60 Minuten auf dem Feld stand und gegen den Bochumer Liga-Konkurrenten gut mithielt.
Nach Informationen dieser Redaktion wollte der Spieler nach den ersten Gesprächen mit Trainer Uwe Rösler unbedingt zum VfL wechseln, soll sich nach dem ersten Kontakt die Spiele angesehen und sich schon intensiv mit seinen neuen Mitspielern beschäftigt haben. Dann wird er auch wissen, dass er mit seinen Fähigkeiten im Spielaufbau mit hohen Ballbesitzwerten durchaus wertvoll für das VfL-Spiel werden könnte, weil er auch den bislang enttäuschenden Berkan Taz besser ins Spiel bringen dürfte.
Patino verzichtet für den VfL Bochum auf viel Geld
Möglich macht den Transfer auch, dass der Spieler selbst offenbar auf eine Menge Geld verzichtet, um für den VfL spielen zu können. Entsprechend groß soll auch seine Motivation sein, am Dienstag bereits im Training Vollgas geben zu dürfen. Er soll sehr reflektiert sein und sich intensiv mit Fußball beschäftigen. „In der Akademie spielt jeder. Der Profifußball ist gnadenlos. Die Mannschaften müssen gewinnen. Einmal bist du im Kader, dann wieder nicht. Einmal stehst du in der Startelf, dann wieder nicht. Das macht manche Menschen psychisch fertig. Deshalb gibt es im Fußball Psychologen“, sagte Patino einmal.
Nachdem er zuletzt die Tiefen des Profi-Geschäfts erlebt hat, soll es nun in Bochum für ihn wieder nach oben gehen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."