08-25-2026, 08:28 AM
Der VfL Bochum überzeugt mit starker Defensive, muss offensiv aber noch Lösungen finden. Parallelen zu Schalke 04 aus der Vorsaison werden deutlich.
Defense wins championships. Dieser Satz des ehemaligen Football-Trainers Paul Bryant ist im Sport der vielleicht meistzitierte Satz überhaupt. Die Defensive gewinnt die Titel. Was im American Football gilt, gilt klassischerweise auch im Fußball. In der Regel steht die Mannschaft in Tabellen ganz weit oben oder kommt in K.-o.-Pokalwettbewerben am weitesten, die die wenigsten Gegentore kassiert. Aktuell lässt sich dieser Satz auch auf den VfL Bochum ummünzen. Nach drei Pflichtspielen hat Trainer Uwe Rösler seine Mannschaft so eingestellt bekommen, dass sie in der Verteidigung weitgehend souverän spielt und wenige Torchancen zulässt. Zwei Gegentore in drei Spielen und das Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth trotz langer Unterzahl zeugen davon.
Dem gegenüber stehen bislang drei eigene Treffer, die zu zwei Siegen geführt haben. Eine Quote, die nicht berauschend, aber ausreichend ist. Auf lange Sicht lässt sich beim VfL daher vor allem darauf aufbauen, welche Grundlagen bislang gelegt wurden. Und die sind in erster Linie im hinteren Bereich des Spielfelds zu sehen. Mit Michael Steinwender und Karol Mets hat sich bereits nach wenigen Wochen eine Stamm-Innenverteidigung gebildet, die nicht nur souverän verteidigt, sondern auch die Mitspieler besser macht. Beide kommunizieren viel auf dem Platz, verschieben gut, pressen früh und tragen zum Spielaufbau bei. Die Außenverteidiger wie Oliver Olsen und Maximilian Wittek haben so verlässliche Partner in der letzten Reihe bekommen und Enis Cokaj im defensiven Mittelfeld wird zusätzlich abgesichert.
VfL Bochum im Spiel nach vorn noch mit Problemen
Problematischer allerdings sieht es beim VfL Bochum momentan im Spiel nach vorn aus. Aber auch das hat Gründe. Während es sich leichter Beton anrühren lässt, wenn man entsprechende Spieler zur Verfügung hat, müssen offensive Abläufe über Wochen minutiös einstudiert werden. Das allerdings war bislang schwer umsetzbar. Mats Pannewig verpasste wichtige Teile der Vorbereitung, Gerrit Holtmann war nach einer Aufbauphase gerade wieder da, bis er in Fürth verletzt ausfiel. Christian Rasmussen ist immer noch nicht bei 100 Prozent und Berkan Taz kann noch nicht so ins Spiel eingebunden werden, wie es für den klassischen Zehner von Nöten wäre, damit dieser seine Fähigkeiten optimal einsetzen kann. Auch Koji Miyoshi ist noch zu häufig mit defensiven Aufgaben betraut, als dass er vor dem gegnerischen Tor Freiräume bekommt.
Dass der VfL Bochum aber kein klassisches Offensivproblem hat, war in bislang allen drei Pflichtspielen zu erkennen. Paradoxerweise gelang den Bochumern ausgerechnet mit der bislang besten Leistung vor dem gegnerischen Tor kein Treffer. Gegen Hertha BSC ließen Philipp Hofmann, Holtmann, Taz und Co. beste Gelegenheiten aus. Gegen Eintracht Braunschweig und im Pokal in Fürth bestachen Hofmann und Rasmussen dann mit brutaler Effizienz. Diese brachte dem VfL bislang zwei wichtige Siege ein.
Vertraue dem Weg
Aktuell erinnert der Bochum daher etwas an die Auftritte des FC Schalke 04 in der vergangenen Hinrunde. Auch beim Reviernachbarn, der schlussendlich aufstieg, lebte man zu Saisonbeginn vor allem von einer kompakten Defensive und effizienten Stürmern, bis man sich nach einem Umbruch im Sommer zuvor langsam gefunden und die gemeinsame Spielidee peu à peu weiterentwickelt hatte. Beim VfL Bochum wird sich in den kommenden Wochen die Mannschaft mehr finden – und Matchpläne sind bereits jetzt klar zu erkennen. Einzig in der Umsetzung hapert es noch in Teilen. Steter Tropfen höhlt aber bekanntlich den Stein. Und wie schon Bryant sagte: Solange die Defensive funktioniert, kommt alles andere von allein.
Quelle: WAZ.de
Defense wins championships. Dieser Satz des ehemaligen Football-Trainers Paul Bryant ist im Sport der vielleicht meistzitierte Satz überhaupt. Die Defensive gewinnt die Titel. Was im American Football gilt, gilt klassischerweise auch im Fußball. In der Regel steht die Mannschaft in Tabellen ganz weit oben oder kommt in K.-o.-Pokalwettbewerben am weitesten, die die wenigsten Gegentore kassiert. Aktuell lässt sich dieser Satz auch auf den VfL Bochum ummünzen. Nach drei Pflichtspielen hat Trainer Uwe Rösler seine Mannschaft so eingestellt bekommen, dass sie in der Verteidigung weitgehend souverän spielt und wenige Torchancen zulässt. Zwei Gegentore in drei Spielen und das Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth trotz langer Unterzahl zeugen davon.
Dem gegenüber stehen bislang drei eigene Treffer, die zu zwei Siegen geführt haben. Eine Quote, die nicht berauschend, aber ausreichend ist. Auf lange Sicht lässt sich beim VfL daher vor allem darauf aufbauen, welche Grundlagen bislang gelegt wurden. Und die sind in erster Linie im hinteren Bereich des Spielfelds zu sehen. Mit Michael Steinwender und Karol Mets hat sich bereits nach wenigen Wochen eine Stamm-Innenverteidigung gebildet, die nicht nur souverän verteidigt, sondern auch die Mitspieler besser macht. Beide kommunizieren viel auf dem Platz, verschieben gut, pressen früh und tragen zum Spielaufbau bei. Die Außenverteidiger wie Oliver Olsen und Maximilian Wittek haben so verlässliche Partner in der letzten Reihe bekommen und Enis Cokaj im defensiven Mittelfeld wird zusätzlich abgesichert.
VfL Bochum im Spiel nach vorn noch mit Problemen
Problematischer allerdings sieht es beim VfL Bochum momentan im Spiel nach vorn aus. Aber auch das hat Gründe. Während es sich leichter Beton anrühren lässt, wenn man entsprechende Spieler zur Verfügung hat, müssen offensive Abläufe über Wochen minutiös einstudiert werden. Das allerdings war bislang schwer umsetzbar. Mats Pannewig verpasste wichtige Teile der Vorbereitung, Gerrit Holtmann war nach einer Aufbauphase gerade wieder da, bis er in Fürth verletzt ausfiel. Christian Rasmussen ist immer noch nicht bei 100 Prozent und Berkan Taz kann noch nicht so ins Spiel eingebunden werden, wie es für den klassischen Zehner von Nöten wäre, damit dieser seine Fähigkeiten optimal einsetzen kann. Auch Koji Miyoshi ist noch zu häufig mit defensiven Aufgaben betraut, als dass er vor dem gegnerischen Tor Freiräume bekommt.
Dass der VfL Bochum aber kein klassisches Offensivproblem hat, war in bislang allen drei Pflichtspielen zu erkennen. Paradoxerweise gelang den Bochumern ausgerechnet mit der bislang besten Leistung vor dem gegnerischen Tor kein Treffer. Gegen Hertha BSC ließen Philipp Hofmann, Holtmann, Taz und Co. beste Gelegenheiten aus. Gegen Eintracht Braunschweig und im Pokal in Fürth bestachen Hofmann und Rasmussen dann mit brutaler Effizienz. Diese brachte dem VfL bislang zwei wichtige Siege ein.
Vertraue dem Weg
Aktuell erinnert der Bochum daher etwas an die Auftritte des FC Schalke 04 in der vergangenen Hinrunde. Auch beim Reviernachbarn, der schlussendlich aufstieg, lebte man zu Saisonbeginn vor allem von einer kompakten Defensive und effizienten Stürmern, bis man sich nach einem Umbruch im Sommer zuvor langsam gefunden und die gemeinsame Spielidee peu à peu weiterentwickelt hatte. Beim VfL Bochum wird sich in den kommenden Wochen die Mannschaft mehr finden – und Matchpläne sind bereits jetzt klar zu erkennen. Einzig in der Umsetzung hapert es noch in Teilen. Steter Tropfen höhlt aber bekanntlich den Stein. Und wie schon Bryant sagte: Solange die Defensive funktioniert, kommt alles andere von allein.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
