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Was Christian Rasmussen noch für die Startelf fehlt
#1
Christian Rasmussen zeigt beim VfL Bochum viel Potenzial. Für die Startelf fehlen ihm laut Trainer Rösler noch entscheidende Fähigkeiten. 

Christian Rasmussen bekam den Ball nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung das erste Mal, dribbelte an, ließ seinen Gegenspieler stehen und flankte von der linken Seite hinein – allerdings vorbei an Freund und Feind. Der Däne deutete nach seiner Einwechslung beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig an, warum ihn der VfL Bochum ablösefrei von Fortuna Düsseldorf geholt hat. 

Wenngleich er seine technische Finesse und sein Tempo aber noch nicht in Zählbares ummünzen konnte, wurde in den knapp 35 Minuten ersichtlich, warum er auf Strecke in dieser Saison eine echte Bereicherung werden könnte – auch aufgrund seiner Flexibilität. Nach etwa der Hälfte seiner Einsatzzeit wechselte Rasmussen vom linken auf den rechten Flügel. 

„Er hatte drei, vier gute Aktionen mit dem Ball“, lobte Trainer Uwe Rösler seinen bulligen Flügelstürmer, der in Bochum seine Form wiederfinden möchte, die er in der Abstiegssaison der Fortuna nie richtig fand. Doch gänzlich zufrieden war sein neuer Boss noch nicht. „Gegen den Ball hapert es noch“, so Rösler. „Das ist für mich eine Kraftfrage, das ist auch eine Frage des Verstehens, wie wir spielen. Und da heißt es, mit ihm zu arbeiten, arbeiten, arbeiten.“ 

Linksaußen wird noch gesucht - Alfa-Ruprecht zur Hertha
Es gehe um nicht verhandelbare Prinzipien, die er von seinen Spielern einfordert. Das musste in der vergangenen Saison auch Farid Alfa-Ruprecht lernen, der nun von Bayer Leverkusen an Hertha BSC verliehen wird. Der VfL Bochum war den gesamten Sommer über in Kontakt, der Linksaußen soll aber in der Hauptstadt für sich das größere Potenzial sehen. Der VfL hingegen hält weiter die Augen nach einem Linksaußen offen.

Zwar kann Rasmussen auch auf dieser Seite spielen – wie gegen Braunschweig –, doch ist seine bevorzugte Seite die rechte. Noch muss sich der Däne aber gedulden, bis er für die Startelf infrage kommt. Auf der rechten Seite hat Koji Miyoshi, eher der Spieler, der sich zwischen den Räumen bewegt, Vorteile. Doch Rasmussen gibt dem Spiel Tiefe, Torgefahr. Beides kann sein japanischer Konkurrent nur bedingt leisten. Gut möglich aber, dass der Flügelspezialist schon im DFB-Pokal wieder auf der linken Seite eine Einsatzchance bekommt. Denn Gerrit Holtmann musste das Training am Dienstag nach einer Vorsichtsmaßnahme frühzeitig beenden

Flügelstürmer arbeitet Rückstände auf und zeigt gute Flanken
Doch von Beginn an? Rasmussen kam erst kurz vor dem Trainingslager nach Bochum, verpasste daher knapp dreieinhalb Wochen der Vorbereitung, in der die Grundlagen für die neue Spielzeit gelegt wurden. Diese musste der 23-Jährige erst aufarbeiten. In Bochum wollen sie langfristig mit ihm Erfolge feiern und ihn nicht kurzfristig verheizen. Das gilt auch für die Erarbeitung der für Rösler wichtigen Dinge. „Wir hatten heute wieder Videostudium. Ich habe letzte Woche schon mit ihm am Video gearbeitet, heute wieder. Nach vorn hat er drei sehr, sehr gute Aktionen und Flanken. Danach hätten wir eigentlich ein Tor machen müssen“, sagte Rösler über die Vorstellung von Rasmussen nach seiner Einwechslung gegen Braunschweig. 

Offensiv also ist „Chris“, wie sie ihn in Bochum nur nennen, nah dran. Wenn er nun auch das Spiel gegen den Ball verinnerlicht, dürfte er schon bald an das Tor zur Startelf anklopfen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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