Vor 8 Stunden
Mats Pannewig ist ein Schlüsselspieler beim VfL Bochum. Der Mittelfeldmann spricht über seine Verletzung, Druck, Ziele und seinen Plan mit Taz.
Immer wieder holte er sich die Bälle ab im zentralen Mittelfeld, trieb das Spiel nach vorne, setzte die Außen in Szene oder suchte die Kombination mit Berkan Taz. Nach seinem gelungenen 45-Minuten-Comeback gegen Hertha BSC zeigte Mats Pannewig auch im Training, dass er eine Schlüsselrolle einnehmen kann und will beim VfL Bochum.
„Ich habe mich körperlich ganz gut gefühlt, obwohl ich ja erst seit zwei Wochen richtig im Mannschaftstraining war und in der Vorbereitung nur gegen Sheffield rund 30 Minuten gespielt habe“, bilanzierte der 21-Jährige seinen Einsatz gegen die Berliner. Mit ihm als Verbindungsmann zwischen Sechser Enis Cokaj und Zehner Berkan Taz sowie den Außen zeigte der VfL ein anderes Gesicht im zweiten Durchgang gegen die Berliner. „Spielerisch geht es natürlich noch besser, aber fürs Erste bin ich froh, dass es so gut geklappt hat“, sagte Pannewig ein paar Tage nach dem 0:1 im Gespräch mit dieser Redaktion.
Pannewig zur Verletzung: „Tat unfassbar weh“
Man spürte eine gewisse Erleichterung bei ihm, nachdem Anfang Mai ja noch befürchtet worden war, dass Pannewig erst im September wieder eine Option sein könnte. Beim letzten Heimspiel der Vorsaison gegen Hannover 96 verletzte sich der gebürtige Hammer schwer am Schienbein. „Als es auf dem Platz passiert ist, tat es unfassbar weh, ich hatte richtig starke Schmerzen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es eine Schienbeinverletzung ist“, sagte Pannewig.
Erstmals äußerte er sich über seine schwere Zeit. „Für mich war es natürlich maximal ärgerlich, dass ich die Verletzung mit in die Sommerpause geschleppt habe. Also wenig Erholung, sondern nur die Gedanken daran, wie ich damit umgehen soll. Aber das ging schnell vorbei, nach ein, zwei Wochen war ich schon voll auf die Reha und das Comeback fokussiert“, erklärte Pannewig. „Ich habe die Verletzung konservativ behandeln lassen, stand in ständigem Austausch mit der medizinischen Abteilung. Ich habe dann in der fünften Woche nach der Verletzung wieder mit Krafttraining angefangen und mich Schritt für Schritt wieder herangetastet.“
Erstes Krafttraining machte viel Mut
Die Sorgen wichen einem klaren Ziel. „Anfangs wusste ich nicht genau, wie gut und schnell alles verheilt. Aber als ich wieder mit dem Krafttraining angefangen habe, es gar keine Rückschläge gab und alles von der ersten Übung an geklappt hat, hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl, dass ich bald wieder auf den Platz zurückkehren kann. Es war schon ein langer Weg, aber jetzt sieht alles wieder gut aus.“
Dabei musste er einen weiteren Rückschlag verkraften: Pannewig war ganz nah dran am Mannschaftstraining, muskuläre Probleme im Leistenbereich aber zwangen ihn im Trainingslager erneut zu rein individueller Arbeit. „Das hat mich schon genervt“, so Pannewig. Der Rückschlag „war vom Kopf schon etwas schwerer zu verkraften. Aber letztlich ging es nur um gut eine Woche, in der ich individuell trainiert habe. Inzwischen bin ich wieder im Plan, ich habe aktuell keine Probleme mehr.“
Einsatz gegen Hertha: „Hat sich gut angefühlt“
Nach den Eindrücken gegen Hertha und vom Training ist mit Pannewig in der Startelf zu rechnen. Jean Manuel Mbom konnte als Sechser neben Cokaj gegen Hertha nicht überzeugen. Ist er bereit für mehr? „Ich habe jetzt 45 Minuten gespielt und hoffentlich nachgewiesen, dass ich die Belastung gut wegstecke und der Mannschaft etwas geben kann. Das hat sich gut angefühlt. Ich traue mir jetzt auch mehr Minuten zu. Aber das muss der Trainer entscheiden.“
Dass Uwe Rösler mehr denn je auf ihn setzt, ist kein Geheimnis. Pannewig, der erneut im Mannschaftsrat ist, gilt als Schlüsselspieler, deutlich mehr noch als in der Vorsaison – dabei war er mit 21 nach Alessandro Crimaldi (18) gegen Hertha der zweitjüngste Bochumer auf dem Platz. Viele Hoffnungen ruhen auf seiner Klasse. Pannewig spürt aber keinen besonderen Druck, versicherte er: „Was von außen herangetragen wird, da mache ich mir nicht allzu viele Gedanken drüber. Ich habe mich letztes Jahr zum Stammspieler entwickelt und eine gute Rolle beim VfL eingenommen. Der logische Schritt wäre, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich will wie in der vergangenen Saison meine Leistung auf den Platz bringen, will noch eine Schippe drauflegen. Das ist mein Ziel, dafür arbeite ich.“
Das macht Pannewig Mut für bessere Ergebnisse
Dabei ist die Stimmung bei ihm, im Team anders als man es im Umfeld wahrnimmt, wo nach dem 0:1 der Pessimismus den Takt vorgibt. „Klar, die Niederlage nervt, aber die haben wir schnell, nach der Analyse, zusammen abgehakt“, sagt Pannewig. „In der zweiten Halbzeit haben wir fast keine Chance zugelassen und uns einige Möglichkeiten herausgespielt, wobei noch das letzte Quäntchen gefehlt hat. Aber wenn wir von der Spielanlage so auftreten, bin ich sehr positiv gestimmt.“
Der Umbruch benötige auch Zeit. „Wir haben richtig gute Charaktere dazubekommen. Man konnte in den Testspielen schon sehen, dass wir vor allem im spielerischen Bereich Veränderungen herbeiführen und uns weiterentwickeln wollen“, sagt Pannewig. „Allerdings: Wir haben elf externe Neuzugänge, somit eine neu zusammengestellte Mannschaft. Jetzt geht es auch darum, wie schnell wir uns zusammenfinden, uns gemeinsam weiterentwickeln. In den nächsten Spielen entscheidet sich, ob wir eine gute Startphase hinlegen. Wenn man ein Momentum hat, in einen Flow kommt, kann alles viel schneller zusammenwachsen.“
Warum sich Pannewig auf „viele Spiele“ mit Taz freut
Auch sein Zusammenspiel mit Berkan Taz, dem spielstarken Zehner, der mit Cokaj und Pannewig eine entscheidende zentrale Achse bilden soll. „Beko ist technisch ein super Spieler. Ich freue mich schon sehr, mit ihm die Spiele bestreiten zu können“, schwärmt Pannewig vom Neuzugang. „Er ist ein Spieler, der auch auf engem Raum agieren kann. Ich glaube schon, dass wir uns gut ergänzen können, dass unser Zusammenspiel gut funktionieren kann.“
Schon gegen Hertha blühte auch Taz auf, als Pannewig anschob. Bei den Löwen, dem 6:1-Sieger in Magdeburg, soll eine Steigerung her. „Braunschweig geht sicherlich mit Euphorie ins Spiel. Aber wir sind mit einer guten zweiten Halbzeit aus dem Hertha-Spiel herausgegangen. Daran wollen wir anknüpfen und versuchen, eine Schippe draufzulegen“, sagt Pannewig. „Die Grundtugenden werden wichtig, die zweiten Bälle, die Zweikämpfe zu gewinnen. Es ist unser Anspruch, als VfL in Braunschweig was zu holen.“
Quelle: WAZ.de
Immer wieder holte er sich die Bälle ab im zentralen Mittelfeld, trieb das Spiel nach vorne, setzte die Außen in Szene oder suchte die Kombination mit Berkan Taz. Nach seinem gelungenen 45-Minuten-Comeback gegen Hertha BSC zeigte Mats Pannewig auch im Training, dass er eine Schlüsselrolle einnehmen kann und will beim VfL Bochum.
„Ich habe mich körperlich ganz gut gefühlt, obwohl ich ja erst seit zwei Wochen richtig im Mannschaftstraining war und in der Vorbereitung nur gegen Sheffield rund 30 Minuten gespielt habe“, bilanzierte der 21-Jährige seinen Einsatz gegen die Berliner. Mit ihm als Verbindungsmann zwischen Sechser Enis Cokaj und Zehner Berkan Taz sowie den Außen zeigte der VfL ein anderes Gesicht im zweiten Durchgang gegen die Berliner. „Spielerisch geht es natürlich noch besser, aber fürs Erste bin ich froh, dass es so gut geklappt hat“, sagte Pannewig ein paar Tage nach dem 0:1 im Gespräch mit dieser Redaktion.
Pannewig zur Verletzung: „Tat unfassbar weh“
Man spürte eine gewisse Erleichterung bei ihm, nachdem Anfang Mai ja noch befürchtet worden war, dass Pannewig erst im September wieder eine Option sein könnte. Beim letzten Heimspiel der Vorsaison gegen Hannover 96 verletzte sich der gebürtige Hammer schwer am Schienbein. „Als es auf dem Platz passiert ist, tat es unfassbar weh, ich hatte richtig starke Schmerzen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es eine Schienbeinverletzung ist“, sagte Pannewig.
Erstmals äußerte er sich über seine schwere Zeit. „Für mich war es natürlich maximal ärgerlich, dass ich die Verletzung mit in die Sommerpause geschleppt habe. Also wenig Erholung, sondern nur die Gedanken daran, wie ich damit umgehen soll. Aber das ging schnell vorbei, nach ein, zwei Wochen war ich schon voll auf die Reha und das Comeback fokussiert“, erklärte Pannewig. „Ich habe die Verletzung konservativ behandeln lassen, stand in ständigem Austausch mit der medizinischen Abteilung. Ich habe dann in der fünften Woche nach der Verletzung wieder mit Krafttraining angefangen und mich Schritt für Schritt wieder herangetastet.“
Erstes Krafttraining machte viel Mut
Die Sorgen wichen einem klaren Ziel. „Anfangs wusste ich nicht genau, wie gut und schnell alles verheilt. Aber als ich wieder mit dem Krafttraining angefangen habe, es gar keine Rückschläge gab und alles von der ersten Übung an geklappt hat, hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl, dass ich bald wieder auf den Platz zurückkehren kann. Es war schon ein langer Weg, aber jetzt sieht alles wieder gut aus.“
Dabei musste er einen weiteren Rückschlag verkraften: Pannewig war ganz nah dran am Mannschaftstraining, muskuläre Probleme im Leistenbereich aber zwangen ihn im Trainingslager erneut zu rein individueller Arbeit. „Das hat mich schon genervt“, so Pannewig. Der Rückschlag „war vom Kopf schon etwas schwerer zu verkraften. Aber letztlich ging es nur um gut eine Woche, in der ich individuell trainiert habe. Inzwischen bin ich wieder im Plan, ich habe aktuell keine Probleme mehr.“
Einsatz gegen Hertha: „Hat sich gut angefühlt“
Nach den Eindrücken gegen Hertha und vom Training ist mit Pannewig in der Startelf zu rechnen. Jean Manuel Mbom konnte als Sechser neben Cokaj gegen Hertha nicht überzeugen. Ist er bereit für mehr? „Ich habe jetzt 45 Minuten gespielt und hoffentlich nachgewiesen, dass ich die Belastung gut wegstecke und der Mannschaft etwas geben kann. Das hat sich gut angefühlt. Ich traue mir jetzt auch mehr Minuten zu. Aber das muss der Trainer entscheiden.“
Dass Uwe Rösler mehr denn je auf ihn setzt, ist kein Geheimnis. Pannewig, der erneut im Mannschaftsrat ist, gilt als Schlüsselspieler, deutlich mehr noch als in der Vorsaison – dabei war er mit 21 nach Alessandro Crimaldi (18) gegen Hertha der zweitjüngste Bochumer auf dem Platz. Viele Hoffnungen ruhen auf seiner Klasse. Pannewig spürt aber keinen besonderen Druck, versicherte er: „Was von außen herangetragen wird, da mache ich mir nicht allzu viele Gedanken drüber. Ich habe mich letztes Jahr zum Stammspieler entwickelt und eine gute Rolle beim VfL eingenommen. Der logische Schritt wäre, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich will wie in der vergangenen Saison meine Leistung auf den Platz bringen, will noch eine Schippe drauflegen. Das ist mein Ziel, dafür arbeite ich.“
Das macht Pannewig Mut für bessere Ergebnisse
Dabei ist die Stimmung bei ihm, im Team anders als man es im Umfeld wahrnimmt, wo nach dem 0:1 der Pessimismus den Takt vorgibt. „Klar, die Niederlage nervt, aber die haben wir schnell, nach der Analyse, zusammen abgehakt“, sagt Pannewig. „In der zweiten Halbzeit haben wir fast keine Chance zugelassen und uns einige Möglichkeiten herausgespielt, wobei noch das letzte Quäntchen gefehlt hat. Aber wenn wir von der Spielanlage so auftreten, bin ich sehr positiv gestimmt.“
Der Umbruch benötige auch Zeit. „Wir haben richtig gute Charaktere dazubekommen. Man konnte in den Testspielen schon sehen, dass wir vor allem im spielerischen Bereich Veränderungen herbeiführen und uns weiterentwickeln wollen“, sagt Pannewig. „Allerdings: Wir haben elf externe Neuzugänge, somit eine neu zusammengestellte Mannschaft. Jetzt geht es auch darum, wie schnell wir uns zusammenfinden, uns gemeinsam weiterentwickeln. In den nächsten Spielen entscheidet sich, ob wir eine gute Startphase hinlegen. Wenn man ein Momentum hat, in einen Flow kommt, kann alles viel schneller zusammenwachsen.“
Warum sich Pannewig auf „viele Spiele“ mit Taz freut
Auch sein Zusammenspiel mit Berkan Taz, dem spielstarken Zehner, der mit Cokaj und Pannewig eine entscheidende zentrale Achse bilden soll. „Beko ist technisch ein super Spieler. Ich freue mich schon sehr, mit ihm die Spiele bestreiten zu können“, schwärmt Pannewig vom Neuzugang. „Er ist ein Spieler, der auch auf engem Raum agieren kann. Ich glaube schon, dass wir uns gut ergänzen können, dass unser Zusammenspiel gut funktionieren kann.“
Schon gegen Hertha blühte auch Taz auf, als Pannewig anschob. Bei den Löwen, dem 6:1-Sieger in Magdeburg, soll eine Steigerung her. „Braunschweig geht sicherlich mit Euphorie ins Spiel. Aber wir sind mit einer guten zweiten Halbzeit aus dem Hertha-Spiel herausgegangen. Daran wollen wir anknüpfen und versuchen, eine Schippe draufzulegen“, sagt Pannewig. „Die Grundtugenden werden wichtig, die zweiten Bälle, die Zweikämpfe zu gewinnen. Es ist unser Anspruch, als VfL in Braunschweig was zu holen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."