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Eine Woche lang bereitet sich der VfL Bochum in Österreich auf die neue Saison vor. In unserem Liveblog verpasst ihr nichts aus Bramberg.
Drei Wochen sind es noch, bis der VfL Bochum mit einem Heimspiel gegen Hertha BSC (7. August, 20.30 Uhr) die neue Zweitliga-Saison eröffnen wird. Ein bisschen mehr als die Hälfte der Vorbereitung ist inzwischen für die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler geschafft, nun geht es ins Trainingslager nach Österreich.
Eine Woche lang, vom 18. Juli bis zum 25. Juli, wird sich der VfL Bochum in Bramberg am Wildkogel den Feinschliff für die neue Spielzeit holen. Es soll die Spielidee in die Köpfe der Spieler implementiert werden, Rösler will zudem an Standardvarianten arbeiten. Es wird eine intensive Zeit für die Profis um Philipp Hofmann und Co., nahezu täglich soll es zwei Trainingseinheiten geben. Außerdem stehen zwei Testspiele auf dem Programm, in denen Rösler von seinen Spielern die Fortschritte und Leidensfähigkeit sehen will.
Das sind Röslers Erwartungen vor dem Trainingslager in Bramberg
Nun aber zum Sportlichen. Im Trainingslager in Bramberg will Bochums Trainer Uwe Rösler spielerische Fortschritte und ein stärkeres Teamgefühl für die neue Saison erreichen. Wie seine Pläne genau aussehen, hat er im Vorfeld erklärt.
Am Dienstag (21. Juli) findet in Mittersill ein Testspiel gegen den walisischen Klub Swansea City statt, bevor es am Ende des Trainingslagers einen XXL-Test über zweimal 60 Minuten gegen den Bundesligisten Werder Bremen geben wird. Dann könnten, je nach Fitnesszustand, auch die ersten Spieler des VfL Bochum erstmals 90 Minuten am Stück in einem Testspiel auf dem Feld in dieser Vorbereitung stehen.
VfL Bochum muss sich nach XXL-Umbruch finden
Das Trainingslager wird aber auch dafür da sein, dass sich die Mannschaft besser kennenlernt nach einem XXL-Umbruch. 15 Spieler haben den Verein bereits verlassen, Ibrahim Sissoko sucht zudem weiterhin einen neuen Klub. Zehn neue Spieler sind zudem am Samstag mit an Bord gewesen, als der VfL-Tross mit dem Flugzeug gen Süden abhob. Die neue Mannschaft, sie soll sich in den österreichischen Alpen finden. Zudem sollen die jungen Spieler um Lasse Isbruch, Tom Meyer und Gustav Schjott beweisen, dass sie bereit sind für eine erste Saison im Seniorenbereich.
Nur zur Erinnerung: Im vergangenen Sommer konnte Cajetan Lenz im Trainingslager so auf sich aufmerksam machen, dass er wenige Wochen später schon nicht mehr aus der Startelf wegzudenken war. Vor wenigen Wochen verließ er den Verein für die nationale Rekordsumme (für den VfL Bochum) von zehn Millionen Euro gen TSG Hoffenheim.
Quelle: WAZ.de
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Der VfL Bochum ist ins Trainingslager gestartet. Trainer Uwe Rösler setzt direkt ein deutliches Zeichen für die kommenden Tage.
Den heftigen Schauer, der am Mittag über die Anlage der TSU Bramberg zog, hatten die Spieler des VfL Bochum nicht mehr erleben müssen. Zu diesem Zeitpunkt saßen sie bereits im Luxushotel unterhalb der Smaragdbahn zum Mittagessen zusammen. Nahrungsaufnahme war zu diesem Zeitpunkt für die meisten Akteure sicher gut, waren sie doch am Vormittag in der ersten Trainingseinheit des Tages und des Trainingslagers richtig gefordert. Der eigentlich lockere Aufgalopp, den Trainer Uwe Rösler angekündigt hatte, fiel aus.
Erste Einheit für Karol Mets
Harmlos noch die Aufwärmphase mit musikalischen Oldies, bei der Maximilian Wittek den Einwand brachte, dass in dem jungen Team die Musik doch ohnehin niemand mehr kenne. Danach ging es auf dem Hauptplatz zunächst auf dem großen Feld und später im Rondo richtig zur Sache. Rösler forderte von seinen Spielern volles Tempo, Aggressivität und Engagement in jeder Sekunde. Leidtragender dessen war unter anderem Neuzugang Yigit Karademir, den Rösler mehrfach aufforderte, schnell zu sein – gedanklich und mit den Füßen.
Damit gab der Trainer die Richtung für die kommende Woche vor. Ausruhen dürfen wird sich keiner der 25 Spieler und vier Torhüter. Schließlich geht es im Trainingslager, in dem auch Testspiele gegen Swansea City und Werder Bremen stattfinden werden, darum, sich möglichst schnell auf die intensive Spielweise in der kommenden Saison einzustellen. Das bedeutet auch, dass sich Karol Mets, der in der Innenverteidigung eine wichtige Rolle einnehmen soll als sogenannter „Key Player“, schnell einfinden muss. In der ersten Einheit schien er direkt auf Augenhöhe mit seinen Kollegen.
Anders Mats Pannewig und Jean Manuel Mbom, die wie Mikkel Rakneberg am Sonntagvormittag noch nicht auf dem Feld standen, sondern eine individuelle Einheit im Kraftraum absolvierten. Sie sollen aber schon spätestens am Montag wieder voll eingreifen.
Quelle: WAZ.de
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Obwohl einige Fans des VfL Bochum den Transfer von Karol Mets kritisch sehen, ist Trainer Uwe Rösler begeistert. Seine Erklärung.
Als seine Mitspieler am Sonntagmorgen schon die ersten Stretching-Übungen machten, kam auch Karol Mets aus der Kabine. Schon kurz darauf war der Neuzugang für die Innenverteidigung allerdings schon mittendrin. Kaum anzumerken war dem Esten, dass er seine Mitspieler erst am Tag zuvor das erste Mal gesehen hatte. Schon gar nicht anzumerken war ihm, dass er acht, neun Wochen lang kein Mannschaftstraining mehr absolviert hatte, nachdem er sich am Ende der vergangenen Spielzeit beim FC St. Pauli verabschiedet hatte.
„Er ist sicher mit und am Ball. Das hat man heute früh gesehen bei dem Vier-gegen-Zwei, Sieben-gegen-Vier, Drei-gegen-Eins. Er war dabei ballsicher. Das ist genau das, was wir brauchen“, sagte sein neuer Cheftrainer Uwe Rösler nach den ersten beiden Einheiten im Trainingslager in Bramberg am Wildkogel. Und am Nachmittag zeigte Mets dann, dass er im „Spielaufbau grundsolide“ ist, wie es Rösler ausdrückte, lange Bälle spielen und die Ketten überspielen kann. Der 33-jährige „Keyplayer“, wie ihn der Trainer schon nannte, bevor der Wechsel offiziell wurde, hinterließ am ersten Tag in Bramberg am Wildkogel im Trainingslager einen guten Eindruck.
Rösler glücklich über Mets-Transfer
Das dürfte auch dem einen oder anderen kritischen Fan nicht entgangen sein. Immer wieder waren Zweifel unter den Trainingsgästen zu hören, ob Mets denn nun wirklich ein guter Transfer sei. Daran ließ Rösler keinerlei Zweifel. „Wir waren auf der Suche nach einem erfahrenen Spieler, der schon viel erlebt hat, der seine Erfahrung mit uns teilen kann und diese der Mannschaft zur Verfügung stellt. Karol ist Meister und Pokalsieger geworden, ist aufgestiegen, hat die Klasse gehalten und auf dem Platz ist er ein Organisator. Genau sowas wollten wir schon eine ganze Weile haben, und jetzt hat das halt geklappt“, sagte Rösler deutlich.
Lange hatte sich der VfL Bochum mit Mets beschäftigt, der auch bei anderen Zweitligisten und sogar Erstligisten auf dem Zettel stand, nachdem er zuletzt beim FC St. Pauli in der Bundesliga noch Stammspieler gewesen war. Dennoch hätten sich einige Anhänger wohl ein anderes Kaliber gewünscht. „Dann soll der eine oder andere sich bei unserem Verein bitte für die Scoutingabteilung bewerben, wenn er mit unserem Budget einen anderen Innenverteidiger findet“, sagte Rösler süffisant.
Günstig im Unterhalt ist Mets zwar auch nicht, dennoch ist er vom Gesamtpaket möglicherweise der beste Innenverteidiger gewesen, der in diesem Sommer für den VfL Bochum finanziell und sportlich erreichbar gewesen ist. „Es ist klar, dass wir wirtschaftlich in unserem Budget bleiben müssen“, sagte Rösler. „Wir haben einen großen Umbruch, da muss das Geld verteilt werden. Ich glaube, einen ablösefreien Spieler mit dieser Erfahrung, der letztes Jahr fast immer 90 Minuten gespielt hat, der sehr viel erreicht hat in seiner Karriere, über 100 Länderspiele hat – darüber kann man sich gern positiv äußern.“
Mets überzeugt bei den Läufen
Zumal Mets absolut fit nach Bochum gekommen ist, als er am Freitagabend seinen Vertrag an der Castroper Straße unterschrieb. Am Samstag, vor dem Abflug gen München ins Trainingslager, absolvierten die Spieler noch 1000-Meter-Läufe, die der Este als Zweitbester des gesamten Kaders beendet hatte. „Ich habe nicht gedacht, dass ein Innenverteidiger so laufen kann“, sagte er. Allerdings gab Rösler auch zu, dass der Innenverteidiger, der die Kette demnächst ordnen und führen soll, noch nicht spielfit sei. Die fußballerische Praxis durch Mannschaftstraining fehle ihm noch. Daher wird er am Dienstag im Testspiel gegen Swansea City noch nicht zum Einsatz kommen, absolviert stattdessen bereits am Montag eine Einheit mehr als seine Kollegen und legt auch am Dienstag noch einmal nach.
Im XXL-Test am kommenden Samstag gegen Werder Bremen, der den Abschluss des einwöchigen Trainingslagers bilden wird, plant Rösler vorsichtig mit den ersten 30 bis 45 Minuten für den estischen Nationalspieler. Dann kann er auch im Spiel die derzeit noch vielen kritischen Begleiter des VfL Bochum überzeugen.
Quelle: WAZ.de
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In einem ausführlichen Interview sprechen Maximilian Wittek und Timo Horn darüber, wie sie die junge Mannschaft des VfL Bochum führen wollen.
Die Ansprache, sie ist laut und deutlich. Maximilian Wittek und Timo Horn nehmen im Trainingslager in Bramberg kein Blatt vor den Mund, kommunizieren im Training deutlich an ihre Mitspieler, was sie von ihnen verlangen. Ähnlich deutlich werden sie auch im Gespräch mit dieser Redaktion. Beide formulieren klar ihre Führungsansprüche für diese junge Mannschaft und erklären, wie genau sie das transportieren wollen. In einem XXXL-Interview geben die beiden gestandenen Profis einen Einblick in das neue Teamgefüge. Sie erzählen, wie sie mit schweren Verletzungen umgehen und welche Neuzugänge sie schätzen. Zudem sprechen sie über Unterschiede zur vergangenen Vorbereitung.
Timo Horn, Maximilian Wittek, Sie sind beide erfahrene Spieler beim VfL Bochum und sollen Führungsrollen in der neuen Mannschaft übernehmen. Wie definieren Sie Führung?
Maximilian Wittek: Wir wollen mit unserer Erfahrung vorangehen – das ist auch unsere Pflicht. Wir wollen den Neuen und den Jungen bestmöglich zur Seite stehen, unterstützen, helfen. Aber auch auf dem Platz müssen wir erfahrenen Spieler vorangehen. Zuerst mit Leistung und Einsatzbereitschaft, dann aber auch kommunikativ. Wir haben es schon in der vergangenen Saison, als Uwe Rösler übernommen hatte, versucht, bestmöglich umzusetzen. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Natürlich ist es dieses Jahr durch den großen Umbruch noch wichtiger. Aber es sind nicht nur Timo und ich, sondern auch Philipp Hofmann und Gerrit Holtmann, die beide länger im Verein sind.
Ist Führung für einen Torwart eigentlich leichter oder schwerer, wenn man etwas besser den Blick von hinten auf alles hat, Timo Horn?
Timo Horn: Am Spieltag, im Stadion selbst, ist es schwierig, jeden zu erreichen. Dann hört dich maximal die Abwehrkette. Ich glaube, dass es grundsätzlich – gerade in der Vorbereitung – darum geht, sich schnell zu finden. Da müssen die, die schon länger dabei sind, vorangehen. Ich bin selbst noch gar nicht so lange da, aber ich würde schon sagen, dass ich den Verein sehr gut kennengelernt habe in den letzten zwei, drei Jahren, und dass ich den Jungs einiges an die Hand geben kann. Ich war selbst vor drei Jahren in der Situation, mich einzufinden. Ich weiß noch gut, dass sich jeder Neuzugang erst einmal zurechtfinden, die Position im Team finden muss. Es ist wichtig, dass wir dabei unterstützen.
Wie führt denn Timo Horn, Maximilian Wittek?
Wittek: Bei ihm spricht die Karriere für sich. Er hat viel Erfahrung, hat in der Bundesliga und europäisch gespielt. Im Spiel schätze ich Timo sehr. Der Torwart ist für mich immer eine wichtige Position und Timo geht immer in die Gespräche. Er gibt in jedem Training Gas. Damit ist er ein Vorbild für die gesamte Mannschaft. Wenn wir Spielformen machen, ins Torschusstraining gehen – dann zeigt er seine Unzufriedenheit in manchen Situationen deutlich. Davon können wir lernen. Er coacht von hinten heraus, unterstützt uns alle und ist dabei neben dem Platz ein super Typ, der für jeden ein offenes Ohr hat.
Und andersherum, Timo Horn?
Horn: Man merkt vor allem gerade, wie wichtig Maxi ist, nachdem er nach seiner Verletzungspause wieder mitmischt. Es ist allein von der Ansprache direkt ein Unterschied. Wir haben einige junge Spieler dabei, und da muss man auch mal den Mund aufmachen. Für mich ist es wichtig, Typen wie Maxi auf dem Feld zu haben. Er ist kommunikativ und auf der linken Seite ein wertvoller Spieler für uns, der in der kommenden Saison eine wichtige Rolle haben wird.
Wie beurteilen Sie als erfahrene Spieler die Kaderzusammensetzung nach dem XXL-Umbruch?
Wittek: Wir haben viele Spieler geholt, die bereits Erfahrung gesammelt haben, aber an einem Karrierepunkt sind, sich immer noch weiterentwickeln zu wollen und zu können. In der vergangenen Saison hatten wir viele junge Spieler und dann – inklusive mir – ein paar Spieler, bei denen beim Alter die Drei bereits vorstand. Der Mittelbau fehlte uns etwas. Ich finde gut, dass wir derzeit im Kader einen fließenden Übergang in der Altersstruktur haben, wir Bindeglieder zwischen Jung und Alt haben.
Es ist nicht der erste Umbruch, den Sie beim VfL Bochum erleben.
Horn: Ich habe in meiner Karriere – auch schon in Köln – viele Umbrüche in Mannschaften miterlebt. Es ist immer ein Vorteil, wenn man als Truppe eingespielt ist. Das kann man nicht von der Hand weisen. Es wird die große Herausforderung sein, sich als Mannschaft schnellstmöglich zu finden. Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir weniger Leihspieler dazu bekommen, sondern eher Jungs, die sich hier entwickeln können und das Potenzial dazu haben, Stammkräfte zu werden und vielleicht auch über mehrere Jahre im Verein zu sein. Darauf lag der Fokus: dass wir Jungs dazuholen, die sich mit der Herausforderung und dem Verein identifizieren und dementsprechend dann auch versuchen, bestmögliche Leistung zu bringen. Dadurch ergibt sich ein ganz anderes Teamgefüge, wenn die Jungs wissen, dass sie langfristige Verträge haben.
Hat man das in der vergangenen Saison irgendwann gemerkt, dass viele Spieler den Verein wieder verlassen werden?
Wittek: Wir hatten einige Jungs, die teilweise ihr erstes Profijahr hatten. Da kann man ihnen nicht übelnehmen, dass zum Ende der Saison der Kopf arbeitet und jeder sich Gedanken darüber macht, was in der nächsten Saison passiert. Hinzu kam der negative Druck: Die Jungs haben viel gespielt und waren müde. Dennoch ist es für uns jetzt wichtig zu wissen, dass die Neuen vertraglich gesehen länger als ein Jahr gebunden sind, und eine andere Identifikation mit dem Verein stattfindet. Das merkt man in den ersten vier Wochen bereits.
Hat der VfL Bochum in der kommenden Saison mehr Mentalitätsspieler?
Horn: Wenn man Enis Cokaj sieht, wie der teilweise dazwischenfegt, auf jeden Fall. Genau solche Typen braucht es. Das ist auch einfach das, wofür der Verein steht oder stehen will: für Mentalitätsspieler, für Kampf, für Willen, Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz. Ich glaube, einige der Jungs, die wir dazu bekommen haben, verkörpern das gut. Der eine oder andere fängt zudem an, aufzublühen. Ich denke dabei zum Beispiel an Yigit Karademir, der ein Topspiel gegen Amsterdam gemacht hat. Er war vorher ein bisschen zurückhaltender, kommt aber immer mehr aus sich heraus. Zudem habe ich den Eindruck, dass Berkan Taz uns sehr guttun wird. Gerade in Heimspielen, wo wir in der vergangenen Saison oft mit dem eröffnenden Pass im letzten Drittel gescheitert sind. Es kann schon sein, dass er der Spieler ist, der uns dort weiterhilft und unsere Jungs vorn in Szene setzt. Wir haben viele Spieler dazu bekommen, die charakterlich einwandfrei sind.
Man hat den Eindruck, dass man in diesem Sommer auch deutlich mehr an der Fitness arbeitet.
Wittek: Ich war die letzten Wochen leider noch häufiger auf dem Nebenplatz oder der Tartanbahn unterwegs, aber was ich gesehen habe und inzwischen auch wieder hautnah erlebe, ist unglaublich intensiv. Wenn wir kleine Spielchen gemacht haben, gab es für die Mannschaft, die Spielpause hatte, eben keine Pause. Die hat Läufe absolviert. Das gehört aber dazu, man holt sich die Körner in der Vorbereitung. Wir haben große Umfänge trainiert, jetzt geht es um die Intensität und das Spielerische.
Hatten Sie eigentlich in der Aufbauphase Angst, Ihren Platz zu verlieren, weil Leon Sawas so sehr überzeugt?
Wittek: Das ist genau das, wofür so Vorbereitungen da sind: Spieler sollen sich zeigen, überraschen. Mich freut's für den Jungen, der für die U21 geholt wurde und der jetzt seine Chance einfach genutzt hat. Er macht das super, er marschiert ohne Ende und gibt Gas. Er ist charakterlich ein feiner Kerl. Wir müssen uns alle gegenseitig weiterbringen und helfen, dann kann man sich nie ausruhen. Egal wer. Aber ich habe tatsächlich die letzten Wochen darauf geachtet, dass ich schnell wieder auf dem Platz stehen und mit den Jungs trainieren kann (lacht).
Timo Horn, Maximilian Wittek ist für Sie eine Konstante in der Viererkette. Die Innenverteidiger-Gruppe hat sich derweil verändert. Welchen Eindruck machen die Jungs auf Sie?
Horn: Jeder startet mit ähnlichen Chancen, und die Besten werden spielen. Ich glaube, dass wir auf der Position gut aufgestellt sind und die Abgänge gut kompensieren konnten. Wir reden sehr viel miteinander, das finde ich gut. Die Innenverteidiger sind immer meine ersten Ansprechpartner – auch im Spiel. Ich muss mich blind auf sie verlassen können, wir müssen uns in dem Verbund finden. Als Torwart stelle ich mich aber immer gut auf die Spielweise der Jungs vor mir ein.
Wie viel Führung ist von Ihnen für diese Position denn nötig?
Horn: Es geht um Automatismen. Wer bewegt sich wie – das muss sich einspielen, daran muss sich jeder gewöhnen. Auch, weil Uwe von den Spielern noch mal andere Dinge fordert als der Trainer beim Ex-Verein. Dafür benötigt man das eine oder andere Testspiel. Deshalb haben wir in dieser Vorbereitung auch so viele. Wir wollen und müssen zum Saisonstart bestmöglich eingespielt sein. Ich nehme die Jungs an die Hand und spreche es auch an, wenn mir etwas nicht passt. Andersherum können Sie es genauso machen.
Beim VfL Bochum gab es in den vergangenen zwei Jahren drei schwere Verletzungen, auch Sie waren betroffen, Maximilian Wittek. Verändert sich dadurch der Blick auf das Profitum?
Wittek: Ich bin in erster Linie dankbar, dass ich bisher einfach gut durchgekommen bin. Ich habe in meiner Karriere sehr, sehr viel spielen dürfen, war selten verletzt. Das Kompartmentsyndrom war jetzt schon eine Nummer – aber Gott sei Dank ist es gut ausgegangen. Die zwei Verletzungen von Philipp Hofmann und Erhan Masovic in der vergangenen Saison zeigen aber, so hart es klingt, dass es schnell vorbei sein kann. Verletzungen gehören dazu. Das sind aber jetzt drei Verletzungen gewesen, die relativ untypisch sind für eine Karriere. In meinem Fall: Ich habe nicht viel Zeit verpasst. Verletzungen oder Ausfälle gehören leider dazu, die muss man kompensieren als Team, als Verein. Ich denke, dass wir da aber gut aufgestellt sind.
Beim VfL Bochum gab es in den vergangenen zwei Jahren drei schwere Verletzungen, auch Sie waren betroffen, Maximilian Wittek. Verändert sich dadurch der Blick auf das Profitum?
Wittek: Ich bin in erster Linie dankbar, dass ich bisher einfach gut durchgekommen bin. Ich habe in meiner Karriere sehr, sehr viel spielen dürfen, war selten verletzt. Das Kompartmentsyndrom war jetzt schon eine Nummer – aber Gott sei Dank ist es gut ausgegangen. Die zwei Verletzungen von Philipp Hofmann und Erhan Masovic in der vergangenen Saison zeigen aber, so hart es klingt, dass es schnell vorbei sein kann. Verletzungen gehören dazu. Das sind aber jetzt drei Verletzungen gewesen, die relativ untypisch sind für eine Karriere. In meinem Fall: Ich habe nicht viel Zeit verpasst. Verletzungen oder Ausfälle gehören leider dazu, die muss man kompensieren als Team, als Verein. Ich denke, dass wir da aber gut aufgestellt sind.
Horn: Das waren alles Verletzungen, die man nicht so häufig sieht. Es hat aber Gott sei Dank keine bleibenden Schäden gegeben. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr weitestgehend davon verschont bleiben.
Noch einmal zurück zum Teamgefüge: Haben Sie bereits den Eindruck, dass eine echte Einheit zusammenwächst?
Horn: Wir haben viel trainiert und daher bislang wenig Zeit gehabt, etwas privat zu unternehmen. Ich habe aber schon den Eindruck, dass wir gut zusammenpassen. Das wird auch dadurch bedingt, dass wir hier im Trainingslager vor dem Essen losen, wer mit wem am Tisch sitzt. Das war eine Idee des Trainerteams und ich befürworte das. Man kommt schneller und besser ins Gespräch, jeder sagt mal was, erzählt von sich. Dadurch erfährt man etwas über seine Mitspieler.
Wittek: Eine halbe Stunde beim Training ist aus meiner Sicht sogar mehr wert, als würden wir Rafting oder etwas Ähnliches machen. Da tauscht man sich aus, lernt sich wirklich kennen. Man weiß besser, wie man mit wem umgehen kann.
Bleibt nur die Schlussfrage: Wird alles besser als letztes Jahr?
Horn: Das hoffen wir! (lacht)
Wittek: Es wäre schon gut, wenn uns der Start besser gelingen würde als im vergangenen Jahr. Dann wird es vermutlich auch insgesamt besser laufen.
Quelle: WAZ.de
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Der VfL Bochum feiert im Trainingslager einen 2:0-Sieg über Swansea. Trainer Uwe Rösler zieht ein positives Fazit und lobt seine Talente.
Nachdem Uwe Rösler auch seine Pflichten gegenüber den wenigen mitgereisten Pressevertretern erledigt hatte und den 2:0-Testspielsieg gegen Swansea City aus seiner Sicht noch einmal eingeordnet hat, bekam er möglicherweise lobende Worte von einem Ex-Trainer des VfL Bochum zu hören. Noch auf dem Platz hielt Rösler einen kurzen Plausch mit Gertjan Verbeek, der überraschend in Mittersill im Stadion auftauchte. Durch Zufall entdeckte der Niederländer, der in der Gegend ein Feriendomizil hat, die Mannschaft bei einer eigenen Fahrradtour und kam spontan zum Testspiel vorbei. Was er zu sehen bekam, dürfte auch ihm gefallen haben. Der VfL Bochum präsentierte sich gegen den Championship-Klub erneut stabil und setzte auch Akzente nach vorn.
„Es war ein härterer Test als gegen Ajax“, bilanzierte Rösler im Nachgang. „Das war sehr ähnlich zu dem, wie in der 2. Liga gespielt wird. Die haben uns immer vor Herausforderungen gestellt. Wir haben aber trotzdem das Spiel relativ gut kontrolliert. Ohne Ball waren wir kompakt, wir haben wenig weggegeben, haben eine super Mentalität gezeigt, eine gute Organisation. Das hat uns super im Spiel gehalten und wir waren unheimlich gefährlich in dem Konterspiel“, lobte der Trainer.
Taz und Crimaldi schießen VfL Bochum zum Sieg
Dieses Konterspiel war vor allem in den ersten 60 Minuten durch Berkan Taz auf der Zehn und Alessandro Crimaldi auf dem linken Flügel gestaltet worden. Folgerichtig trafen beide Profis beim 2:0-Sieg. Crimaldi blieb einmal cool vor dem Tor, nachdem Taz ihm auflegte. Der Zehner selbst nagelte einen Schuss kunstvoll in die Maschen und ließ seine Qualitäten mehr als nur einmal aufblitzen. Der ehemalige Verler macht immer mehr Fortschritte und könnte wirklich zu der Verstärkung werden, die sich die Verantwortlichen bei der teils doch risikobehafteten Personalie, da er noch nie in der Zweiten Bundesliga gespielt hat, gewünscht hatten.
Und auch Talent Crimaldi kommt in seiner dritten Sommervorbereitung immer besser rein, wenngleich noch viel Luft nach oben zu sein scheint. Vor allem im Spiel gegen den Ball. Dennoch fand Rösler, der ihn häufig im Spiel coachte. lobende Worte: „Er war sehr auffällig. Er hat heute gespielt wie ein Mann: zielstrebig und mit gutem Endprodukt. Er hat Zweikämpfe geführt, gegengehalten, defensive Läufe gemacht. War sehr ordentlich“, so Rösler.
Tom Meyer wird aus- und wieder eingewechselt
Gleiches gilt sicher auch für Koji Miyoshi, der im Spielverlauf auch auf der Zehn agierte, und für Babis Drakas, der auf dem rechten Flügel offensiv mehrfach Akzente setzen konnte. In der Rückwärtsbewegung muss er für das Rösler-Spiel allerdings noch dazulernen. Dennoch ist er, nachdem er auf seiner angestammten Position in der Offensive spielen durfte, durchaus ein Lichtblick dieses Spiels gewesen.
Kurios hingegen war die Tatsache, dass Tom Meyer im Dreimal-30-Minuten-Test nach seiner Auswechslung in der ersten Drittelpause noch einmal aufs Feld kam. „Wir haben keine Mittelfeldspieler“, erklärte Rösler die Maßnahme. Mats Pannewig und Jean Manuel Mbom fielen für das Testspiel aus, sind noch im Aufbautraining. „Also mussten wir das heute so machen, weil ich weder Berko Taz noch Tom Meyer 90 Minuten spielen lassen wollte, auch Enis Cokaj nicht. „Wenn ich das gemacht hätte, hätte ich nur Verletzungen riskiert“, so Rösler. Deshalb durfte Taz zwischenzeitlich auch die Achterposition bekleiden, die er selbst später als ungewohnt bezeichnete.
Rösler legt Fokus bereits auf Werder Bremen
Am Mittwoch geht es für die Spieler des VfL Bochum am Vormittag in Bramberg mit einer regenerativen Einheit weiter. Der Platz sei laut Cheftrainer sehr tief gewesen, das Gras nicht richtig gemäht für Profifußball. Dadurch sei der Test für die Profis deutlich anstrengender gewesen, als es eingeplant war. Dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf das Testspiel am kommenden Samstag gegen Werder Bremen. „Das wird dann auch noch mal ein anderes Level“, sagte Rösler. „Wir wollen dann auch versuchen, gegen den Ball alles im Griff zu haben“, sagte er und hofft auf die Rückkehr seiner zentralen Mittelfeldspieler, die dem VfL Bochum spielerisch noch mehr geben würden. „Wenn wir sie nicht haben, dann spielen wir mit vollem Herzen und versuchen, das Spiel mit dem Ball zu kontrollieren und unser Umschaltspiel zu praktizieren. Das war heute sehr, sehr gut“, sagte Rösler.
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Im Trainingslager in Bramberg wächst beim VfL Bochum ein echtes Teamgefühl. Zugleich bleibt die Suche nach Verstärkung im Mittelfeld ein Thema.
Der VfL Bochum bereitet sich seit dem vergangenen Samstag in Bramberg am Wildkogel in Österreich auf die neue Saison vor. Die Mannschaft wird unter Trainer Uwe Rösler auf dem Feld ordentlich gefordert, aber auch neben dem Platz sind die Spieler des VfL dieser Tage nicht untätig. Ein paar Dinge, die im Trainingslager auffallen.
Gute Stimmung: Davon kann man sich bekanntlich in der Saison wenig kaufen, dennoch ist auffällig, wie gut die Stimmung innerhalb des Teams inzwischen ist. Nach dem XXL-Umbruch im Sommer findet sich die Mannschaft immer mehr. Aus Fremden werden inzwischen gute Bekannte, teilweise sogar Freunde. Dazu trägt auch die Wohnsituation bei. Im Luxushotel „Das Bramberg“ sind es keine klassischen Einzelzimmer, die Spieler haben Appartements mit einem Aufenthaltsraum zwischen den Schlafzimmern. Ein Zimmer bilden zum Beispiel die Talente Alessandro Crimaldi, Tom Meyer, Lasse Isbruch und Kacper Koscierski. Sie spielen häufig Karten, verbringen so auch Zeit neben dem Platz miteinander.
Taktisch immer besser: Das Testspiel gegen Swansea war ein weiterer Gradmesser, in dem die Mannschaft den nächsten Schritt in dieser Vorbereitung gemacht hat. Vor allem im Spiel gegen den Ball präsentieren sich die Spieler inzwischen sehr abgeklärt und aktiv. Der VfL hat noch nicht in der vermeintlich besten Formation gespielt, doch schon jetzt ist anzumerken, dass die Akteure sich immer besser finden und die Abläufe klarer werden. Auch im Spiel mit dem Ball sieht es immer besser aus, die Spielidee – höher stehen, aktiv spielen, Umschaltsituationen nutzen – wird deutlich.
Charakterstarke Spieler: Egal, mit wem man dieser Tage im Trainingslager spricht – ob Spieler oder Verantwortlicher –, bekräftigt, dass die Mannschaft enorm charakterstark sei, und das zeigt sich auch in den einzelnen Einheiten. Die Spieler kommunizieren viel auf Augenhöhe, pushen sich immer wieder. Die Grüppchenbildung des vergangenen Sommers ist nicht zu sehen. Vielmehr versuchen die Profis, sich häufig mit mehreren Spielern zusammenzubewegen. Auch an den freien Nachmittagen verbrachten sie Zeit zusammen, fuhren beispielsweise mit der Gondel auf den Berg und setzten sich zusammen auf die Alm. Am Fanabend am Mittwoch mischten sich die Spieler unter die Fans, suchten sogar aktiv das Gespräch.
Bedarf im Zentrum: Mit 29 Spielern ist der VfL Bochum nach Bramberg gereist, allerdings wurde im Testspiel deutlich, dass vor allem im Mittelfeldzentrum die Personallage aktuell dann doch dünner ist, als gedacht. Das liegt daran, dass Mats Pannewig und Jean Manuel Mbom verletzungsbedingt aussetzen müssen. Lasse Isbruch und Tom Meyer hinterlassen zwar einen guten Eindruck, doch auf dieser Position suchen die Verantwortlichen nun nach Spielern. Auch für den linken Flügel soll nach Möglichkeit noch ein Spieler kommen.
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