Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Presseberichte Saisonvorbereitung 2026/2027
#11
Mit einem 1:0-Sieg gegen Royal Antwerpen bleibt der VfL Bochum in seiner Vorbereitung weiter ungeschlagen. 

Gegen engagierte Belgier kam der VfL anfangs schwer in die Partie wurde in die Defensive gedrängt. Doch der Bochumer Abwehrverbund ließ keine Hochkaräter zu und warf sich in alle Abschlüsse, so auch Nico Sawas (20.) und Philipp Strompf (22.). 

Die relativ schwache Anfangsphase überstand der VfL so unbeschadet, und meldete sich dann auch selbst in der Offensive an: Strompf spielte einen Ball tief hinter die Kette, wo Philipp Hofmann per Kopf für Koji Miyoshi auflegte. Der Japaner setzte den Ball volley auf die Querlatte (28.). Kurz darauf scheiterte Alessandro Crimaldi am Außennetz. 

Beim Miyoshi-Schuss noch im Pech, rettete das Glück die Bochumer dann vor dem 0:1. Ein Abschluss der Belgier prallte von einem Pfosten zum anderen und dann in die Arme von Timo Horn (39.). Nachdem Hofmann und Crimaldi eine Doppelchance ausließen (44.), machte es Sommer-Neuzugang Berkan Taz in der 50. Minute besser. Eine Flanke von Oliver Olsen schob er zum 1:0-Pausenstand ein. 

Zur zweiten Hälfte wechselte VfL-Trainer Uwe Rösler wie auch Royal Antwerpen einmal komplett durch und brachte elf Neue, darunter auch die Neuzugänge Yigit Karademir und Daniel Hanslik. Als erstes auszeichnen konnte sich allerdings Schlussmann Hugo Rölleke, der eine missglückte Flanke der Belgier noch gerade an die Latte lenkte (72.). 

Der zweite Anzug der Bochumer präsentierte sich jedoch ebenfalls ordentlich. Aurel Wagbe (76./87.) und Jonathan Akaegbobi (85.) erarbeiteten sich gute Chancen, die sie allerdings nicht zum zweiten Bochumer Treffer veredeln konnten. 

Insgesamt fiel der zweite Durchgang im Vergleich zum ersten allerdings nochmal deutlich ab. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, viel zu selten kamen die Schützlinge des unzufriedenen VfL-Trainers Rösler zu strukturierten Angriffen. So reichte es nur zu Annäherungen von Samuel Bamba (102.) und Lasse Isbruch (107.), die allerdings auch keine Gefahr ausstrahlten. So blieb es beim 1:0 für den VfL. 

Jetzt steht beim VfL die nächste intensive Trainingswoche auf dem Programm, bevor es dann am kommenden Samstag (18. Juli) Trainingslager in Bramberg am Wildkogel geht. Hier stehen dann Testspiele gegen Swansea City (21. Juli) und Werder Bremen (25. Juli) an. 

So haben sie gespielt:

Bochum 1. HZ: Horn - Olsen, Steinwender, Strompf, Sawas - Mbom, Cokaj - Miyoshi, Taz, Crimaldi - Hofmann.

Bochum 2. HZ: Rölleke - Drakas, Karademir, Tolba, Keumo - Isbruch, Mayer - Wagbe, Hanslik, Bamba - Akaegbobi.

Antwerpen: Thoelen - Renders, Tsunashima, Ibrahim, Foulen - Franssen, Verstraeten - Mejilla, Modibo, Adekarni - Narh.

Tore: 0:1 Taz (50.)

Schiedsrichter: Felix Weller.

Quelle: Reviersport.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#12
Beim 1:0 des VfL Bochum gegen Antwerpen gab es Lichtblicke, aber auch Probleme. Einige Spieler müssen zulegen. Coach Rösler lobt und kritisiert. 

„Uwe, Uwe“, riefen einige Fans des VfL Bochum, machten noch ein Selfie mit dem Trainer. Uwe Rösler musste bei bestem Sommerwetter mit Schattentemperaturen um die 30 Grad nicht schauspielern, als er in die eine oder andere Handy-Kamera lächelte. 

„Wir haben zu Null gespielt und 1:0 gegen Antwerpen gewonnen, das ist ordentlich“, bilanzierte der VfL-Coach nach dem XL-Test über zweimal 60 Minuten gegen den belgischen Erstligisten im Iserlohner Hemberg-Stadion vor rund 1100 Fans. Unterm Strich ist er mit dem Stand seines Teams nach zweieinhalb Wochen Vorbereitung und dem ersten Härtetest „nicht super zufrieden“, aber „auf keinen Fall enttäuscht. Es ist okay so, wie es gerade ist.“ 

Antwerpen dominiert, Bochum leistet zu wenig Gegenwehr
Die Fans sahen anfangs klar dominante Belgier, dann gute 60 VfL-Minuten und eine am Ende dahin tröpfelnde Partie, in der Antwerpen gleich dreimal den Pfosten traf und Bochum mit einem Kunst-Schuss von Koji Miyoshi einmal die Latte. 

Sie sahen auf beiden Seiten zwei verschiedene Formationen - die A-Teams begannen, entsprechend höher war das Niveau. Im ersten 30-Minuten-Viertel vor der Trinkpause legten die „Etablierten“, wie Rösler die Spieler seiner Startelf nannte, einen uninspirierten Auftritt hin. 

Rösler fordert mehr Intensität, Hofmann mehr Bewegung
Antwerpen presste stark, beherrschte Ball und Gegner, lief mehr, war spritziger, hatte Möglichkeiten. „Wir mussten uns erst zurechtfinden, hatten zu wenig Bewegung“, meinte Stürmer Philipp Hofmann. „Wir waren viel zu statisch, haben die Hitze nicht so angenommen. Da muss man sich wehren und versuchen, die Intensität zu halten“, kritisierte Rösler. Und lobte dann: „In den zweiten 30 Minuten haben es wir viel besser gemacht.“

Auffallend: Antwerpen, extrem jung aufgestellt, griff mit schnellen, dribbelstarken Außen an. Oliver Olsen hatte zunächst viel Mühe als Rechtsverteidiger, fand dann Zugriff, ehe er am Ende platt wirkte. Seine stärkste Szene hatte er offensiv, beim perfekten Pass zum 1:0. 

Innenverteidiger Philipp Strompf sah in zu vielen Zweikämpfen kein Land, patzte zudem im Aufbau. Olsen und Strompf dürfen sich angesprochen fühlen, als Rösler davon sprach, dass einige „Etablierte“ der Vorsaison „zulegen müssen“. 

Leon Sawas spielt sich vorerst bei den Profis fest
Andere empfahlen sich. Wie Leon Sawas an seinem 19. Geburtstag. Der Linksverteidiger musste sich ähnlich wie in Oberhausen zu Beginn orientieren, packte dann drauf, hatte auch offensiv Aktionen. „Leon hatte ich nicht auf der Rechnung, er hat sich eine ganz solide Plattform erarbeitet“, sagte Rösler über das Talent, das eigentlich von der U19 des SC Freiburg zur U21 des VfL gewechselt ist, seine Chance bei den Profis aber vom ersten Tag an nutzte.

Michael Steinwender, der neue Innenverteidiger, zeigte gegen Antwerpen eine solide Leistung, klärte immer wieder aufmerksam, und seine Pässe kamen meist an. Als Doppelsechs rackerten Enis Cokaj und Jean Manuel Mbom. Defensiv und läuferisch überzeugte vor allem Cokaj, der ja auch als Abräumer geholt wurde. Nach vorne fehlten Präzision, Tempo, vielleicht: auch Klasse. „Die zwei Mittelfeldspieler geben alles, die haben viel Herz. Aber da brauchen wir mehr fußballerische Elemente“, meinte Rösler. 

Berkan Taz: Erst fast unsichtbar, dann dreht der Bochumer auf
Auf den Flügeln zeigte sich Koji Miyoshi verbessert, leitete das 1:0 ein. Auf der linken Seite startete Alessandro Crimaldi mit mehreren Fehlpässen, ließ sich aber nicht unterkriegen - und empfahl sich im zweiten Abschnitt mit starken Antritten und Abschlüssen. Philipp Hofmann bewies seine gute Form, auch wenn er ohne Treffer blieb.

Der war Berkan Taz vorbehalten. Rund 25 Minuten sah man den Zehner praktisch gar nicht, dann fand er immer besser in die Partie, zeigte seine fußballerischen Qualitäten. Der Lohn: Nach starker Flanke von Olsen nahm er den Ball direkt und versenkte ihn zum 1:0-Siegtreffer. Licht und Schatten also auch beim 27-jährigen Techniker: „Er hat ein schönes Tor gemacht, hat geglänzt. Aber es ist eine ganz andere Intensität auf dem Platz, wenn die Gegner besser werden“, meinte Rösler. 

Sehr zufrieden war er mit der jungen Auswahl vor allem in den ersten 30 Minuten des zweiten Abschnitts, die es allerdings auch mit dem B-Team von Antwerpen zu tun bekamen. Dennoch: Die 18- bis 23-Jährigen zeigten als Team eine gute, engagierte Leistung, verteidigten stark, erarbeiteten sich Chancen. Auch dank Daniel Hanslik, dem einzigen Routinier nach der Pause. „Er hat die Jungen geführt, ist permanent angelaufen, war sehr stark“, lobte Rösler den 29-Jährigen. 

Karademir und Tolba überzeugen als Innenverteidiger
Zudem ging Yigit Karademir als Abwehrchef voran, auch Nebenmann Mo Tolba überzeugte. „Mo und Kara haben gut ins offene Feld verteidigt, haben die Gegner dominiert“, sagte Rösler. Auf der Sechs ließ Lasse Isbruch seine Energie aufblitzen, mit und gegen den Ball. Allerdings muss der 18-Jährige noch lernen, nicht nur Volldampf zu geben, sondern auch mal Ruhe ins Spiel zu bringen.

Aurel Wagbe verletzt sich am Knie
Während Samuel Bamba kaum auffiel, Darnell Keumo und Babis Drakas als Außenverteidiger wenig ausrichteten und Tom Meyer noch nicht in der erhofften Form ist, konnten sich die U21-Angreifer Jonathan Akaegbobi und vor allem Aurel Wagbe empfehlen. Wagbe setzte sich mehrmals mit starken Antritten und Dribblings durch, scheiterte einmal mit einem wuchtigen Kopfball am Torwart, nachdem er in der Vorwoche bereits den Siegtreffer zum 3:2 in Oberhausen per Kopf erzielt hatte.

Kurz vor Schluss aber der Schock: Nach einem harmlosen Zweikampf blieb Wagbe am Boden liegen. Er humpelte, gestützt von Physios, vom Feld. Rösler sprach von einer Dehnung im Knie, allerdings steht eine genauere Diagnose noch aus. Rösler: „Ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Der Junge zeigt gute Ansätze.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#13
"Wir waren viel zu statisch, haben die Hitze 
nicht so angenommen. Da muss man sich 
wehren und versuchen, die Intensität zu 
halten. In den zweiten 30 Minuten war es viel 
besser, das war ordentlich. "
Uwe Rösler,, Trainer des VfL
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste