05-24-2026, 02:59 PM
Manche hingen in der Rückrunde etwas durch, andere blühten auf. Wir haben die Profis des VfL Bochum in jedem Spiel benotet: das Saison-Zeugnis.
Der VfL Bochum hat die Saison als Tabellenneunter beendet. Nach gruseligem Start und starkem Turnaround zeigte das Team in der Rückrunde zwei Gesichter, mobilisierte in der Schlussphase nochmal alle Kräfte. Auch bei zahlreichen Stammspielern schwankte die Form. Nur bei Timo Horn nicht: Auf den Torwart war immer Verlass.
Wie die individuelle Bilanz der VfL-Profis ausfällt, zeigt unser Noten-Fazit. Wir haben die Noten, die unsere Reporter den Spielern nach jedem der 37 Pflichtspiele (2. Liga und DFB-Pokal) gegeben haben, ausgewertet und den Durchschnitt errechnet. In Klammern stehen die jeweiligen Durchschnittsnoten nach der Hinrunde und nach der Rückrunde.
Timo Horn (36 Benotungen/Rückrunde: 17): Der Torwart war der mit Abstand stabilste Mann des VfL in dieser Saison. Der 33-Jährige blieb stets souverän, führte das Team in der Kabine – und rettete es mehrmals mit seinen Paraden. Mal verhinderte er höhere Niederlagen, oft hielt er Punkte fest, wie etwa in Braunschweig (Note 1). Horn erhielt meistens eine Zwei, manchmal eine Drei – schlechter war er nie. Note: 2,3 (2,3/2,4).
Ibrahima Sissoko (5): Im Winter wollte der Mittelfeldmann unbedingt weg, der VfL verkaufte ihn für über zwei Millionen Euro an den FC Nantes, mit den Franzosen stieg Sissoko aus der ersten Liga ab. Nach langer Verletzung zeigte er in seinen nur fünf Zweitliga-Einsätzen vor der Winterpause gute Leistungen. Note: 2,9
Philipp Hofmann (31/16): Leistungsexplosion! Nach einem schwierigen Start auf und neben dem Platz blühte der Stürmer wieder auf. Trainer Uwe Rösler vertraute ihm komplett, die Systemumstellung half ihm, auch spielerisch überzeugte der 1,95-Meter-Mann. Bereits am Hinrunden-Ende fand er zurück zu alter Stärke, in der Rückrunde stieg er zum wichtigsten und klar besten Feldspieler auf (Notenschnitt: 2,5). Vor allem, als es drauf ankam, war der wuchtige Stoßstürmer da. Viermal gab es die Note 1 oder 1,5, gegen Braunschweig und Fürth führte er den VfL zum Klassenerhalt. Zwölf Tore erzielte der 33-Jährige, neun Treffer bereitete er vor. Note: 3,0 (3,7/2,5)
Koji Miyoshi (21/15): Nach seiner Verletzungspause und letztlich verkorkster Hinrunde drehte der Japaner in den ersten Wochen der Rückrunde richtig auf, war lange als rechter Flügelstürmer gesetzt. Der laufstarke Techniker sorgte mit seinen Dribblings, Spielwitz und sauberer Technik für frischen Wind, sein 1:0 gegen Schalke gab ihm weiter Auftrieb. Am Ende der Spielzeit ließ der 28-Jährige nach, blieb aber der drittbeste Mann der Rückserie. Note: 3,0 (3,3/2,8).
Cajetan Lenz (32/14): Der 19-Jährige ist der Shooting-Star der Saison. Geplant für die U21, setzte er sich in der Vorbereitung durch, zeigte vor allem in den ersten Rösler-Wochen herausragende Leistungen im defensiven Zentrum. Der passsichere, kluge Sechser unterlag in der Rückserie einigen Formschwankungen, womöglich auch wegen der ungewissen und teils öffentlich diskutierten Zukunft. Der „Bochumer Junge“ wechselt nun für zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim. Das sagt alles über seine rasante Entwicklung. Note: 3,0 (2,9/3,1)
Moritz-Broni Kwarteng (10/8). Der Offensivkünstler mit dem feinen Fuß durchlebte erneut eine schwere Saison, kam nach Verletzung erst kaum zum Zug. Doch wenn er spielte, meist als Joker für rund eine halbe Stunde, lieferte der 28-Jährige ab. Wie in Bielefeld und Karlsruhe, als er mit seinen zwei Saisontoren Punkte holte. Im Endspurt der Saison zeigte sich Kwarteng von seiner besten Seite und landete deshalb etwas überraschend weit vorne im Noten-Ranking. Ist er richtig fit, könnte 2026/27 seine Saison werden. Note: 3,0 (2,5/3,0)
Oliver Olsen (12): Der Rechtsverteidiger kam im Winter vom dänischen Erstligisten Randers FC als Ersatz für Felix Passlack - und Vorgriff auf den Sommer. Das ging komplett auf, Olsen ist als Stammkraft für kommende Saison eingeplant, kennt die Abläufe. Der Däne verdrängte Leandro Morgalla, überzeugte in vielen Partien mit Einsatz, Zweikampfstärke und Vorwärtsdrang, zeigte sich auch als Linksverteidiger flexibel einsetzbar. Note: 3,1
Callum Marshall (12): Den Angreifer lieh der VfL im Winter von West Ham United aus, der 21-Jährige war sofort präsent, bissig, steckte nie auf. Er traf gleich bei seinem Debüt zum 3:3 gegen Darmstadt, zudem zum 2:2 gegen Kaiserslautern. In den ersten Partien glänzte der Mentalitätsmann auch spielerisch, in den letzten Wochen fiel der Nordire in ein kleines Loch. Note: 3,2
Leandro Morgalla (31/13): Der Leihspieler aus Salzburg war von Beginn an gesetzt, war vor allem in der Hinrunde ein großer Gewinn für den VfL und der einzige Mann mit viel Tempo in der Dreier- und dann Viererkette. Der Rechtsverteidiger krönte seine insgesamt starke Saison mit seinem ersten Profi-Treffer zum 1:1 bei Hertha BSC. Konstanz fehlte vor allem in der Rückrunde. Note: 3,2 (3,1/3,3)
Noah Loosli (30/15): Der Innenverteidiger erkämpfte sich unter Rösler einen Stammplatz, gab alles, übernahm auch verbal mehr Verantwortung, legte seine stärkste Zweitliga-Saison hin. Der 29-Jährige spielte aber in der Hinrunde defensiv konstanter als in der Rückserie. Loosli trumpfte mal auf wie zuletzt gegen Hannover, mal war er ein Unsicherheitsfaktor wie bei Hertha. Spielerisch hat er trotz klarer Steigerung Defizite, zudem fehlt ihm Geschwindigkeit. Sein Vertrag läuft aus. Ob er bleibt, ist offen. Note: 3,2 (3,1/3,4)
Mats Pannewig (28/14): Keinen Spieler fordert und fördert Uwe Rösler mehr. Pannewig blühte in der Hinrunde auf, erzielte in der Rückserie endlich seine ersten Profi-Treffer in Elversberg und gegen Kaiserslautern zum 3:2-Sieg. Der Sechser hat viel Dynamik, ist laufstark, technisch aber nicht immer auf Topniveau unterwegs. Seine Leistungen in der Rückrunde waren nach starkem Zwischenspurt um den Jahreswechsel meist durchschnittlich. Dennoch: Der 21-Jährige hat den Durchbruch zur Stammkraft geschafft, soll 2026/27 eine tragende Rolle einnehmen. Bis September fehlt er allerdings wegen einer Schienbeinverletzung. Note: 3,2 (3,0/3,4)
Francis Onyeka (29/16): Stürmer, Zehner, Sechser – der Leihspieler von Bayer Leverkusen zeigte sich flexibel, spielstark, robust, kann den Ball auf engem Raum behaupten. Er steigerte seinen Marktwert in seiner ersten Profisaison auf 10 Millionen Euro, auch dank seiner acht Tore. Unter Rösler drehte der 19-Jährige im Herbst auf, in der Rückrunde machten einige schwächere Auftritte eine bessere Note zunichte. Note: 3,3 (3,1/3,5)
Philipp Strompf (29/14): Kopfballstark, robust, bei Standards wichtig: Der 28-Jährige stand bei Rösler nie zur Debatte. Der Innenverteidiger biss angeschlagen (Rücken- und Schambeinprobleme) bis zum erreichten Klassenerhalt auf die Zähne, seine Zweikampfstärke und Mentalität halfen. Technisch und spielerisch sind seine Mittel begrenzt, zudem leistete er sich immer mal wieder entscheidende Patzer. Note: 3,4 (3,6/3,2).
Gerrit Holtmann (27/12): Unterschiedsspieler – das war der Flügelflitzer gegen Schalke, gegen Braunschweig. An guten Tagen nimmt er mit seinem Tempo Zweitliga-Gegner auseinander. In manchen Partien aber, vor allem auswärts, tauchte der 31-Jährige auch ab. Note: 3,4 (3,5/3,3)
Matus Bero (23/10). Die Gesamtnote leidet unter der schwachen Hinserie. Nach seinem Comeback nach langer Verletzungspause benötigte der zentrale Mittelfeldmann zwei Spiele Anlaufzeit – dann war der Kapitän ein echter Anführer, ging in den Zweikämpfen mit seiner „Pitbull-Mentalität“ voran. Im Saisonendspurt ein wichtiger Faktor für den VfL. Nach drei Jahren trennen sich die Wege. Note: 3,4 (3,6/3,2)
Maximilian Wittek (32/13). Der gesetzte Linksverteidiger spielte eine ordentliche Rückrunde, bewegte sich meist im Note-Drei-Bereich nach einer insgesamt schwachen Hinserie. Der Führungsspieler steigerte sich auch bei Standards, bereitete sieben Treffer vor. Er hatte defensiv aber mitunter Probleme, wenn der Gegner mit Tempo kam. Nach einer OP fehlte er am Ende, soll zur Vorbereitung startklar sein – und erneut eine wichtige Rolle auch in der Kabine einnehmen. Note: 3,5 (3,7/3,4)
Kjell Wätjen (22/6). Der BVB-Leihspieler zeigte eine solide Hinrunde, in der Rückrunde spielte er kaum noch eine Rolle. Der 20-jährige Mittelfeldmann verabschiedete sich mit einer guten Leistung in Karlsruhe und seinem zweiten Saisontor. Note: 3,6 (3,5/3,8).
Erhan Masovic (11/5): Der Serbe war nur noch Innenverteidiger Nummer drei, erreichte sein einstiges Bundesliga-Topniveau nie, zeigte am Ende solide Leistungen. Nach sechs Jahren verlässt er den VfL. Note: 3,6 (3,7/3,6)
Farid Alfa-Ruprecht (25/14): Es dauerte acht Monate, bis der 19-Jährige im „Erwachsenen-Fußball“ ankam und mehr als nur sein Tempo – er ist der schnellste Spieler der Zweitliga-Saison – ausspielte. Teils schwache Leistungen in der Hinrunde und auch in den ersten Wochen 2026 wie gegen Elversberg oder Nürnberg sorgten für eine schwache Durchschnittsnote. Aber der letzte Eindruck ist ein ganz anderer. In den letzten Wochen trumpfte der Flügelstürmer, der mal links und mal rechts auflief, mit viel Zug auf, mehr Konsequenz, Flanken, Abschlüssen. Er erzielte drei Treffer, hat eine starke Entwicklung hingelegt. Denkbar, dass Bochum ihn nach seiner Vorbereitung in Leverkusen noch einmal ausleiht. Note: 3,7 (3,9/3,5)
Kacper Koscierski (5/0). Der 18-Jährige, der auch noch in der U19 und U21 spielte, kam in der Rückrunde nur noch zu nicht bewerteten Kurzeinsätzen. Als gelernter Schienenspieler muss er defensiv noch viel lernen, um hinten rechts eine Stamm-Option zu werden. Note: 3,8
Kevin Vogt (9/1). Der Verteidiger war beim vereinshistorischen Fehlstart gesetzt, fiel dann lange verletzt aus, kam unter Rösler nur noch zu einem einzigen längeren Einsatz bei Hertha BSC (45 Minuten/Note: 3,5). Der 34-Jährige beendet seine Karriere nach 353 Bundesliga- und 47 Zweitliga-Partien. Note: 4,1
Felix Passlack (12/2). Der Rechtsverteidiger wechselte Ende Januar zu Hibernian FC in Schottland, begeistert dort die Fans. Seine letzte VfL-Halb-Saison ging zu Beginn daneben. Note: 4,1
Quelle: WAZ.de
Der VfL Bochum hat die Saison als Tabellenneunter beendet. Nach gruseligem Start und starkem Turnaround zeigte das Team in der Rückrunde zwei Gesichter, mobilisierte in der Schlussphase nochmal alle Kräfte. Auch bei zahlreichen Stammspielern schwankte die Form. Nur bei Timo Horn nicht: Auf den Torwart war immer Verlass.
Wie die individuelle Bilanz der VfL-Profis ausfällt, zeigt unser Noten-Fazit. Wir haben die Noten, die unsere Reporter den Spielern nach jedem der 37 Pflichtspiele (2. Liga und DFB-Pokal) gegeben haben, ausgewertet und den Durchschnitt errechnet. In Klammern stehen die jeweiligen Durchschnittsnoten nach der Hinrunde und nach der Rückrunde.
Timo Horn (36 Benotungen/Rückrunde: 17): Der Torwart war der mit Abstand stabilste Mann des VfL in dieser Saison. Der 33-Jährige blieb stets souverän, führte das Team in der Kabine – und rettete es mehrmals mit seinen Paraden. Mal verhinderte er höhere Niederlagen, oft hielt er Punkte fest, wie etwa in Braunschweig (Note 1). Horn erhielt meistens eine Zwei, manchmal eine Drei – schlechter war er nie. Note: 2,3 (2,3/2,4).
Ibrahima Sissoko (5): Im Winter wollte der Mittelfeldmann unbedingt weg, der VfL verkaufte ihn für über zwei Millionen Euro an den FC Nantes, mit den Franzosen stieg Sissoko aus der ersten Liga ab. Nach langer Verletzung zeigte er in seinen nur fünf Zweitliga-Einsätzen vor der Winterpause gute Leistungen. Note: 2,9
Philipp Hofmann (31/16): Leistungsexplosion! Nach einem schwierigen Start auf und neben dem Platz blühte der Stürmer wieder auf. Trainer Uwe Rösler vertraute ihm komplett, die Systemumstellung half ihm, auch spielerisch überzeugte der 1,95-Meter-Mann. Bereits am Hinrunden-Ende fand er zurück zu alter Stärke, in der Rückrunde stieg er zum wichtigsten und klar besten Feldspieler auf (Notenschnitt: 2,5). Vor allem, als es drauf ankam, war der wuchtige Stoßstürmer da. Viermal gab es die Note 1 oder 1,5, gegen Braunschweig und Fürth führte er den VfL zum Klassenerhalt. Zwölf Tore erzielte der 33-Jährige, neun Treffer bereitete er vor. Note: 3,0 (3,7/2,5)
Koji Miyoshi (21/15): Nach seiner Verletzungspause und letztlich verkorkster Hinrunde drehte der Japaner in den ersten Wochen der Rückrunde richtig auf, war lange als rechter Flügelstürmer gesetzt. Der laufstarke Techniker sorgte mit seinen Dribblings, Spielwitz und sauberer Technik für frischen Wind, sein 1:0 gegen Schalke gab ihm weiter Auftrieb. Am Ende der Spielzeit ließ der 28-Jährige nach, blieb aber der drittbeste Mann der Rückserie. Note: 3,0 (3,3/2,8).
Cajetan Lenz (32/14): Der 19-Jährige ist der Shooting-Star der Saison. Geplant für die U21, setzte er sich in der Vorbereitung durch, zeigte vor allem in den ersten Rösler-Wochen herausragende Leistungen im defensiven Zentrum. Der passsichere, kluge Sechser unterlag in der Rückserie einigen Formschwankungen, womöglich auch wegen der ungewissen und teils öffentlich diskutierten Zukunft. Der „Bochumer Junge“ wechselt nun für zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim. Das sagt alles über seine rasante Entwicklung. Note: 3,0 (2,9/3,1)
Moritz-Broni Kwarteng (10/8). Der Offensivkünstler mit dem feinen Fuß durchlebte erneut eine schwere Saison, kam nach Verletzung erst kaum zum Zug. Doch wenn er spielte, meist als Joker für rund eine halbe Stunde, lieferte der 28-Jährige ab. Wie in Bielefeld und Karlsruhe, als er mit seinen zwei Saisontoren Punkte holte. Im Endspurt der Saison zeigte sich Kwarteng von seiner besten Seite und landete deshalb etwas überraschend weit vorne im Noten-Ranking. Ist er richtig fit, könnte 2026/27 seine Saison werden. Note: 3,0 (2,5/3,0)
Oliver Olsen (12): Der Rechtsverteidiger kam im Winter vom dänischen Erstligisten Randers FC als Ersatz für Felix Passlack - und Vorgriff auf den Sommer. Das ging komplett auf, Olsen ist als Stammkraft für kommende Saison eingeplant, kennt die Abläufe. Der Däne verdrängte Leandro Morgalla, überzeugte in vielen Partien mit Einsatz, Zweikampfstärke und Vorwärtsdrang, zeigte sich auch als Linksverteidiger flexibel einsetzbar. Note: 3,1
Callum Marshall (12): Den Angreifer lieh der VfL im Winter von West Ham United aus, der 21-Jährige war sofort präsent, bissig, steckte nie auf. Er traf gleich bei seinem Debüt zum 3:3 gegen Darmstadt, zudem zum 2:2 gegen Kaiserslautern. In den ersten Partien glänzte der Mentalitätsmann auch spielerisch, in den letzten Wochen fiel der Nordire in ein kleines Loch. Note: 3,2
Leandro Morgalla (31/13): Der Leihspieler aus Salzburg war von Beginn an gesetzt, war vor allem in der Hinrunde ein großer Gewinn für den VfL und der einzige Mann mit viel Tempo in der Dreier- und dann Viererkette. Der Rechtsverteidiger krönte seine insgesamt starke Saison mit seinem ersten Profi-Treffer zum 1:1 bei Hertha BSC. Konstanz fehlte vor allem in der Rückrunde. Note: 3,2 (3,1/3,3)
Noah Loosli (30/15): Der Innenverteidiger erkämpfte sich unter Rösler einen Stammplatz, gab alles, übernahm auch verbal mehr Verantwortung, legte seine stärkste Zweitliga-Saison hin. Der 29-Jährige spielte aber in der Hinrunde defensiv konstanter als in der Rückserie. Loosli trumpfte mal auf wie zuletzt gegen Hannover, mal war er ein Unsicherheitsfaktor wie bei Hertha. Spielerisch hat er trotz klarer Steigerung Defizite, zudem fehlt ihm Geschwindigkeit. Sein Vertrag läuft aus. Ob er bleibt, ist offen. Note: 3,2 (3,1/3,4)
Mats Pannewig (28/14): Keinen Spieler fordert und fördert Uwe Rösler mehr. Pannewig blühte in der Hinrunde auf, erzielte in der Rückserie endlich seine ersten Profi-Treffer in Elversberg und gegen Kaiserslautern zum 3:2-Sieg. Der Sechser hat viel Dynamik, ist laufstark, technisch aber nicht immer auf Topniveau unterwegs. Seine Leistungen in der Rückrunde waren nach starkem Zwischenspurt um den Jahreswechsel meist durchschnittlich. Dennoch: Der 21-Jährige hat den Durchbruch zur Stammkraft geschafft, soll 2026/27 eine tragende Rolle einnehmen. Bis September fehlt er allerdings wegen einer Schienbeinverletzung. Note: 3,2 (3,0/3,4)
Francis Onyeka (29/16): Stürmer, Zehner, Sechser – der Leihspieler von Bayer Leverkusen zeigte sich flexibel, spielstark, robust, kann den Ball auf engem Raum behaupten. Er steigerte seinen Marktwert in seiner ersten Profisaison auf 10 Millionen Euro, auch dank seiner acht Tore. Unter Rösler drehte der 19-Jährige im Herbst auf, in der Rückrunde machten einige schwächere Auftritte eine bessere Note zunichte. Note: 3,3 (3,1/3,5)
Philipp Strompf (29/14): Kopfballstark, robust, bei Standards wichtig: Der 28-Jährige stand bei Rösler nie zur Debatte. Der Innenverteidiger biss angeschlagen (Rücken- und Schambeinprobleme) bis zum erreichten Klassenerhalt auf die Zähne, seine Zweikampfstärke und Mentalität halfen. Technisch und spielerisch sind seine Mittel begrenzt, zudem leistete er sich immer mal wieder entscheidende Patzer. Note: 3,4 (3,6/3,2).
Gerrit Holtmann (27/12): Unterschiedsspieler – das war der Flügelflitzer gegen Schalke, gegen Braunschweig. An guten Tagen nimmt er mit seinem Tempo Zweitliga-Gegner auseinander. In manchen Partien aber, vor allem auswärts, tauchte der 31-Jährige auch ab. Note: 3,4 (3,5/3,3)
Matus Bero (23/10). Die Gesamtnote leidet unter der schwachen Hinserie. Nach seinem Comeback nach langer Verletzungspause benötigte der zentrale Mittelfeldmann zwei Spiele Anlaufzeit – dann war der Kapitän ein echter Anführer, ging in den Zweikämpfen mit seiner „Pitbull-Mentalität“ voran. Im Saisonendspurt ein wichtiger Faktor für den VfL. Nach drei Jahren trennen sich die Wege. Note: 3,4 (3,6/3,2)
Maximilian Wittek (32/13). Der gesetzte Linksverteidiger spielte eine ordentliche Rückrunde, bewegte sich meist im Note-Drei-Bereich nach einer insgesamt schwachen Hinserie. Der Führungsspieler steigerte sich auch bei Standards, bereitete sieben Treffer vor. Er hatte defensiv aber mitunter Probleme, wenn der Gegner mit Tempo kam. Nach einer OP fehlte er am Ende, soll zur Vorbereitung startklar sein – und erneut eine wichtige Rolle auch in der Kabine einnehmen. Note: 3,5 (3,7/3,4)
Kjell Wätjen (22/6). Der BVB-Leihspieler zeigte eine solide Hinrunde, in der Rückrunde spielte er kaum noch eine Rolle. Der 20-jährige Mittelfeldmann verabschiedete sich mit einer guten Leistung in Karlsruhe und seinem zweiten Saisontor. Note: 3,6 (3,5/3,8).
Erhan Masovic (11/5): Der Serbe war nur noch Innenverteidiger Nummer drei, erreichte sein einstiges Bundesliga-Topniveau nie, zeigte am Ende solide Leistungen. Nach sechs Jahren verlässt er den VfL. Note: 3,6 (3,7/3,6)
Farid Alfa-Ruprecht (25/14): Es dauerte acht Monate, bis der 19-Jährige im „Erwachsenen-Fußball“ ankam und mehr als nur sein Tempo – er ist der schnellste Spieler der Zweitliga-Saison – ausspielte. Teils schwache Leistungen in der Hinrunde und auch in den ersten Wochen 2026 wie gegen Elversberg oder Nürnberg sorgten für eine schwache Durchschnittsnote. Aber der letzte Eindruck ist ein ganz anderer. In den letzten Wochen trumpfte der Flügelstürmer, der mal links und mal rechts auflief, mit viel Zug auf, mehr Konsequenz, Flanken, Abschlüssen. Er erzielte drei Treffer, hat eine starke Entwicklung hingelegt. Denkbar, dass Bochum ihn nach seiner Vorbereitung in Leverkusen noch einmal ausleiht. Note: 3,7 (3,9/3,5)
Kacper Koscierski (5/0). Der 18-Jährige, der auch noch in der U19 und U21 spielte, kam in der Rückrunde nur noch zu nicht bewerteten Kurzeinsätzen. Als gelernter Schienenspieler muss er defensiv noch viel lernen, um hinten rechts eine Stamm-Option zu werden. Note: 3,8
Kevin Vogt (9/1). Der Verteidiger war beim vereinshistorischen Fehlstart gesetzt, fiel dann lange verletzt aus, kam unter Rösler nur noch zu einem einzigen längeren Einsatz bei Hertha BSC (45 Minuten/Note: 3,5). Der 34-Jährige beendet seine Karriere nach 353 Bundesliga- und 47 Zweitliga-Partien. Note: 4,1
Felix Passlack (12/2). Der Rechtsverteidiger wechselte Ende Januar zu Hibernian FC in Schottland, begeistert dort die Fans. Seine letzte VfL-Halb-Saison ging zu Beginn daneben. Note: 4,1
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."