03-11-2026, 08:36 PM
Bochums Cajetan Lenz (19) ist umworben, saß zuletzt aber erstmals unter Uwe Rösler auf der Bank. Gegen Hertha BSC will er eine Reaktion zeigen.
Cajetan Lenz schleppte nach dem Training am Mittwoch die kleine Wasserkiste zur Kabine. Wie es sich gehört für einen 19-Jährigen in einem Team mit vielen gestandenen Routiniers. Eine kleine Szene, die zeigt, dass der intelligente Sechser des VfL Bochum nach seinem vor der Saison kaum für möglich gehaltenen Aufstieg zum umworbenen Leistungsträger keinesfalls die Bodenhaftung verloren hat.
Bereits unter Dieter Hecking und David Siebers hatte sich der Shootingstar des Zweitligisten in die Startelf gespielt. Unter Uwe Rösler setzte sich das nahtlos fort. Das Trainerdebüt beim Heimspiel gegen Hertha BSC (3:2) verpasste er wegen einer Gelb-Sperre, danach spielte er 15 Mal von Beginn an (zwei Tore). Hinzu kamen zwei DFB-Pokalspiele und Länderspiele für die deutsche U20-Nationalmannschaft. Das zehrt an den Kräften bei einem Teenager, der seine erste Herren-Saison spielt.
Verschnaufpause für Bochums Sechser gegen Kaiserslautern
In Düsseldorf zeigte Lenz seine wohl schwächste Saisonleistung, war nicht so präsent wie gewohnt, oft zu spät in den direkten Duellen. Die Konsequenz: Trainer Rösler verordnete Lenz eine „Verschnaufpause“, ebenso wie den bis dato gesetzten Leandro Morgalla (21) und in der Woche zuvor Francis Onyeka (18). Erstmals saß Lenz beim Heimspiel gegen Kaiserslautern nur auf der Bank unter Rösler, kam in der 79. Minute ins Spiel, rettete das wichtige 3:2 mit über die Zeit.
Gegen Kaiserslautern legten Mats Pannewig und Matus Bero als Doppelsechs los. Pannewig fehlt beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC am Samstag (20.30 Uhr/Sky und RTL) gesperrt. Wahrscheinlich kehrt Lenz in die Startelf zurück. Eine Garantie aber gab ihm Rösler zu Wochenbeginn noch nicht.
Was Trainer Rösler jetzt von Lenz erwartet
Stattdessen machte der erfahrene Coach eine klare Ansage. „Cajetan ist ein guter Spieler. Natürlich will er spielen, aber das muss er auch zeigen auf dem Platz“, sagte Rösler. „Was ich von ihm verlange, ist diese Pitbull-Mentalität. Zweikampfschärfe. Wenn er reinkommen sollte für Mats, muss er die Rolle anders interpretieren. Er muss seine Stärken ausspielen, seine Tugenden einbringen.“
Seine Spielintelligenz und Übersicht, seine Pass-Qualität, aber auch seine Energie im Eins-gegen-Eins machten ihn zur Stammkraft im defensiven Zentrum. „Er hat diese Tugenden als junger Spieler auch auf Strecke in dieser Saison sehr gut gezeigt“, lobte Rösler einen seiner Musterschüler und schob nach: „Aber er muss jetzt wieder den Zweikampf-Biss bekommen, die Zweikämpfe gewinnen.“
Lenz nimmt sich Trainerworte zu Herzen
Rösler schätzt Lenz, auch seinen Charakter, seine Bereitschaft zuzuhören und zu lernen, wie er früher mal sagte. Er führt viele offene Gespräche mit ihm. So auch jetzt wieder. „Das hat er mir auch persönlich gesagt“, erklärte Lenz gegenüber dieser Redaktion. „Das nehme ich auf jeden Fall an und möchte natürlich noch mehr Biss zeigen. Ich will immer mein Bestes geben. Wenn der Trainer sagt, dass dem Team und mir noch mehr Aggressivität in den Zweikämpfen helfen würde, dann setze ich das um.“
Frankfurt, Leverkusen, Leipzig: Bochumer ist begehrt
Ob er im Sommer einen neuen Vertrag bei einem anderen Klub unterschreibt, wird sich zeigen. Viel deutet darauf hin. Der hochbegabte Sechser ist im Visier zahlreicher Spitzenvereine. „Dass der Spieler Ambitionen hat, bei einem größeren Klub zu spielen, ist kein Geheimnis. Er ist begehrt, wird von einigen Klubs, die die Champions League im Auge haben, umworben“, sagte unlängst Geschäftsführer Ilja Kaenzig im WAZ-Interview
Nach Informationen dieser Redaktion haben ihn mindestens drei Vereine aus der Bundesliga auf dem Zettel. Neben Eintracht Frankfurt sind auch Champions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen und RB Leipzig interessiert. Lenz‘ Vertrag beim VfL läuft bis 2029, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Mit einem Verkauf im Sommer könnte Bochum sein Minimalziel bei Transfereinnahmen in Höhe von acht bis zehn Millionen Euro pro Saison mit einem Deal bereits erreichen. Lenz ist aktuell jedenfalls das größte Pfund des Klubs.
Der Umworbene selbst hält sich da komplett zurück. Wie er mit dem Interesse von Topklubs umgeht? „Ich bin voll und ganz auf den VfL und unsere Spiele fokussiert, denn wir sind noch mitten im Abstiegskampf“, betonte Lenz. Mit einem Sieg bei Hertha BSC würde der VfL einen großen Schritt Richtung vorzeitiger Rettung machen.
Quelle: WAZ.de
Cajetan Lenz schleppte nach dem Training am Mittwoch die kleine Wasserkiste zur Kabine. Wie es sich gehört für einen 19-Jährigen in einem Team mit vielen gestandenen Routiniers. Eine kleine Szene, die zeigt, dass der intelligente Sechser des VfL Bochum nach seinem vor der Saison kaum für möglich gehaltenen Aufstieg zum umworbenen Leistungsträger keinesfalls die Bodenhaftung verloren hat.
Bereits unter Dieter Hecking und David Siebers hatte sich der Shootingstar des Zweitligisten in die Startelf gespielt. Unter Uwe Rösler setzte sich das nahtlos fort. Das Trainerdebüt beim Heimspiel gegen Hertha BSC (3:2) verpasste er wegen einer Gelb-Sperre, danach spielte er 15 Mal von Beginn an (zwei Tore). Hinzu kamen zwei DFB-Pokalspiele und Länderspiele für die deutsche U20-Nationalmannschaft. Das zehrt an den Kräften bei einem Teenager, der seine erste Herren-Saison spielt.
Verschnaufpause für Bochums Sechser gegen Kaiserslautern
In Düsseldorf zeigte Lenz seine wohl schwächste Saisonleistung, war nicht so präsent wie gewohnt, oft zu spät in den direkten Duellen. Die Konsequenz: Trainer Rösler verordnete Lenz eine „Verschnaufpause“, ebenso wie den bis dato gesetzten Leandro Morgalla (21) und in der Woche zuvor Francis Onyeka (18). Erstmals saß Lenz beim Heimspiel gegen Kaiserslautern nur auf der Bank unter Rösler, kam in der 79. Minute ins Spiel, rettete das wichtige 3:2 mit über die Zeit.
Gegen Kaiserslautern legten Mats Pannewig und Matus Bero als Doppelsechs los. Pannewig fehlt beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC am Samstag (20.30 Uhr/Sky und RTL) gesperrt. Wahrscheinlich kehrt Lenz in die Startelf zurück. Eine Garantie aber gab ihm Rösler zu Wochenbeginn noch nicht.
Was Trainer Rösler jetzt von Lenz erwartet
Stattdessen machte der erfahrene Coach eine klare Ansage. „Cajetan ist ein guter Spieler. Natürlich will er spielen, aber das muss er auch zeigen auf dem Platz“, sagte Rösler. „Was ich von ihm verlange, ist diese Pitbull-Mentalität. Zweikampfschärfe. Wenn er reinkommen sollte für Mats, muss er die Rolle anders interpretieren. Er muss seine Stärken ausspielen, seine Tugenden einbringen.“
Seine Spielintelligenz und Übersicht, seine Pass-Qualität, aber auch seine Energie im Eins-gegen-Eins machten ihn zur Stammkraft im defensiven Zentrum. „Er hat diese Tugenden als junger Spieler auch auf Strecke in dieser Saison sehr gut gezeigt“, lobte Rösler einen seiner Musterschüler und schob nach: „Aber er muss jetzt wieder den Zweikampf-Biss bekommen, die Zweikämpfe gewinnen.“
Lenz nimmt sich Trainerworte zu Herzen
Rösler schätzt Lenz, auch seinen Charakter, seine Bereitschaft zuzuhören und zu lernen, wie er früher mal sagte. Er führt viele offene Gespräche mit ihm. So auch jetzt wieder. „Das hat er mir auch persönlich gesagt“, erklärte Lenz gegenüber dieser Redaktion. „Das nehme ich auf jeden Fall an und möchte natürlich noch mehr Biss zeigen. Ich will immer mein Bestes geben. Wenn der Trainer sagt, dass dem Team und mir noch mehr Aggressivität in den Zweikämpfen helfen würde, dann setze ich das um.“
Frankfurt, Leverkusen, Leipzig: Bochumer ist begehrt
Ob er im Sommer einen neuen Vertrag bei einem anderen Klub unterschreibt, wird sich zeigen. Viel deutet darauf hin. Der hochbegabte Sechser ist im Visier zahlreicher Spitzenvereine. „Dass der Spieler Ambitionen hat, bei einem größeren Klub zu spielen, ist kein Geheimnis. Er ist begehrt, wird von einigen Klubs, die die Champions League im Auge haben, umworben“, sagte unlängst Geschäftsführer Ilja Kaenzig im WAZ-Interview
Nach Informationen dieser Redaktion haben ihn mindestens drei Vereine aus der Bundesliga auf dem Zettel. Neben Eintracht Frankfurt sind auch Champions-League-Achtelfinalist Bayer Leverkusen und RB Leipzig interessiert. Lenz‘ Vertrag beim VfL läuft bis 2029, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Mit einem Verkauf im Sommer könnte Bochum sein Minimalziel bei Transfereinnahmen in Höhe von acht bis zehn Millionen Euro pro Saison mit einem Deal bereits erreichen. Lenz ist aktuell jedenfalls das größte Pfund des Klubs.
Der Umworbene selbst hält sich da komplett zurück. Wie er mit dem Interesse von Topklubs umgeht? „Ich bin voll und ganz auf den VfL und unsere Spiele fokussiert, denn wir sind noch mitten im Abstiegskampf“, betonte Lenz. Mit einem Sieg bei Hertha BSC würde der VfL einen großen Schritt Richtung vorzeitiger Rettung machen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."