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Die Innenverteidiger des VfL Bochum spielen am Limit, im Sommer gibt es Wechsel. Kehrt Kleine-Bekel zurück? Es liegt auch an St. Gallen.
Das Spiel hatte Spuren hinterlassen. Sichtlich abgekämpft schlich Philipp Strompf nach dem Abpfiff erst vor die Kurve, in der die Anhänger des VfL Bochum gerade die Derbywoche mit Schmähgesängen gegen den FC Schalke 04 einleiteten.
Neben ihm trottete sein Innenverteidiger-Kompagnon Noah Loosli ebenfalls in die Kurve. Auch der fitte Schweizer sah nach einem umkämpften 1:1 bei der SV Elversberg im kalten Saarland durchaus froh aus, dass der Nachmittag endlich vorbei war. Denn die beiden Innenverteidiger hatten gegen die spielerisch vielleicht beste Mannschaft der 2. Liga herausfordernde 90 Minuten erlebt, die sie zwar weitgehend unbeschadet überstanden hatten, die aber auch in gewissem Maße die Grenzen des Duos aufzeigten.
Innenverteidigung spielt solide – mehr nicht
Und dennoch resultierten die Probleme in einer schwachen ersten Halbzeit auch aus Problemen der Innenverteidiger. Trainer Uwe Rösler kritisierte nach dem Spiel, dass die Viererkette nicht gut genug verschoben hätte. „Wir haben kaum Ballbesitz gehabt, haben den Mut verloren, haben die Viererkette nicht stark genug verschoben“, sagte er.
Die unausgesprochenen Adressaten: auch Loosli und Strompf, denen der Mut fehlte, nach vorn zu rücken, um Räume eng zu machen. Denen die Übersicht fehlte, um die Elversberger Offensivspieler wie David Mokwa, Bambase Conte oder Lukas Petkov aus dem Spiel zu nehmen, die nicht immer richtig standen.
Und dennoch konnte beiden Innenverteidigern nach dem Spiel wieder einmal ein solider Job bescheinigt werden. Solide allerdings scheint für beide momentan die Grenze zu sein. Bei Strompf wechseln sich Licht und Schatten regelmäßig ab – auch innerhalb einer Partie. Mal spielt er starke spieleröffnende Bälle, mal lässt er sich von seinem Gegenspieler zu leicht düpieren. Auch Loosli klärt zwar in einzelnen Situationen herausragend, hat aber mitunter auch seine Probleme gegen schnelle und wendige Offensivspieler, hat technische Schwierigkeiten.
Masovic ist beim VfL Bochum derzeit hintendran
Dass beide trotzdem Woche für Woche auf dem Feld stehen, ist auch ein deutliches Zeichen an Erhan Masovic. Dem Serben bescheinigt Rösler zwar gute Trainingsleistungen, der letzte Schritt fehlt aber. Es scheint, als hätte er sich schon damit abgefunden, dass er beim VfL Bochum über kurz oder lang nicht mehr die Rolle spielt, die er einmal inne hatte. Zudem läuft sein Vertrag im Sommer aus, eine Verlängerung ist aktuell unwahrscheinlich. Eine Anfrage für einen kurzfristigen Winterwechsel zum Karlsruher SC soll er zudem aufgrund der geringen finanziellen Attraktivität abgelehnt haben.
Momentan deutet ohnehin viel daraufhin, dass die Innenverteidigung im kommenden Sommer von den Verantwortlichen umgebaut wird. Schon in diesem Winter hätte sich Rösler durchaus Verstärkung auf der Position gewünscht, um seine Vorstellung vom Fußball besser umsetzen zu können. Er steht auf spielstarke Innenverteidiger, die den Ball progressiv nach vorn spielen, schnell und robust sind. Nicht alle Attribute erfüllt das aktuelle Duo.
St. Gallen hat Kaufoption für Colin Kleine-Bekel
Weshalb auch eine Vertragsverlängerung von Loosli, dessen Vertrag im Sommer ebenfalls ausläuft, davon abhängen wird, welche Alternativen Kaderplaner Markus Brunnschneider in Zusammenarbeit mit dem Direktor Perfomance Lizenz, Simon Zoller, und der Scoutingabteilung ausgraben wird. Loosli könnte durchaus die Rolle als Back-up ausfüllen, die er die meiste Zeit seiner VfL-Jahre mit Bravour vorlebte. Nie gab er sich auf, arbeitete wie ein Besessener an sich. Technik und Tempo bleiben aber Schwachstellen.
Einer, der eigentlich gut zum Rösler-Fußball passen könnte, ist Colin Kleine-Bekel. Das ehemalige Toptalent auf der Position wurde aber für die Rückrunde an den FC St. Gallen in die Schweiz verliehen, nachdem er in der Hinrunde nach sehr langer Verletzungspause keine Rolle bei den VfL-Profis spielte. In der Schweiz soll er nun Wettkampfhärte erlangen, kam direkt im ersten Spiel am Sonntag gegen Servette Genf über 90 Minuten zum Einsatz.
Sollte er seinen Platz behalten, könnte die Vertragskonstellation allerdings zum Problem für die Bochumer werden. St. Gallen hat sich nach Informationen dieser Redaktion eine Kaufoption gesichert, die dem VfL immerhin eine Ablösesumme im siebenstelligen Bereich einbringen würde.
Innenverteidiger-Suche läuft
So oder so wird im Sommer aber die Innenverteidiger-Position zur Baustelle in Bochum. Um eine Mannschaft mit Aufstiegspotenzial zusammenzustellen, müssen die Verantwortlichen entsprechend die Rösler-Wünsche berücksichtigen. Zumal mit Kevin Vogt auch der vermeintliche Königstransfer des vergangenen Sommers noch im Kader steht. Auch er wird in den kommenden Wochen nach längerer Verletzungspause wieder zur Alternative. Zumindest qualitativ im Spielaufbau sollte er einen Vorteil gegenüber seiner aktuellen Konkurrenten haben. Ab dem 1. Juli werden die Karten dann neu gemischt.
Quelle: WAZ.de
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Der VfL Bochum präsentiert vor dem Derby ein Sondertrikot unter dem Motto „Pulsschlag aus Stahl“. Es soll eine Hommage an die Stadt-Historie sein.
Szenen aus dem Stollen, der ikonische Förderturm des Bergbaumuseums, eine Lore mit dem Schriftzug „Glück auf“, Schlägel und Eisen und dem Vereinslogo. Dazu Schnittbilder mit Nahaufnahmen des neuen Trikots: Mit einem aufwendigen Video hat der VfL Bochum am Montag sein Sondertrikot für diese Spielzeit unter dem Motto „Pulsschlag aus Stahl“ vorgestellt. Die Mannschaft wird das schwarze Stück Stoff am Samstagmittag im Heim-Derby an der Castroper Straße gegen den FC Schalke 04 tragen. Jenem Duell, das vor Tradition und Ruhrpott-Folklore nur so strotzt.
„Im Ruhrpott-Derby gegen den FC Schalke 04 wird unsere Mannschaft am 31. Januar in einem Sondertrikot auflaufen, mit dem „Pulsschlag aus Stahl“ geht es raus auf den Platz im Vonovia Ruhrstadion“, heißt es in der Trikot-Beschreibung auf der VfL-Homepage. Das Trikot soll eine Hommage an die Historie der Stadt Bochum als Standort für Bergbau und Stahlindustrie sein, die von Herbert Grönemeyer in seinem Song „Bochum“ vom legendären „4630 Bochum“-Album schon seit 1984 besungen wird.
VfL Bochum mit Hommage an die Historie der Stadt
„Mit „Grubengold“ und „Pulsschlag aus Stahl“ entstand die Idee für die besondere Spielkleidung“, schreibt der VfL. „Der Herzschlag der Stadt, die Castroper Straße hoch bis zum Stadion und den Stahlwerken, zeigt sich auf den in schwarz und grau gehaltenen Jerseys.“ Maximilian Wittek, Cajetan Lenz und die Bochumer Sängerin Pia-Sophie präsentieren das Trikot mit seinen Akzenten. „Eingearbeitet in den Stoff sind Elemente wie der Förderturm des Bergbaumuseums, aber auch Hammer & Meißel sowie die Anmutung eines stahlgegossenen Herzens“, beschreibt der Verein sein Trikot. Die Ärmel sind zudem farblich und von der Struktur her wie das aus dem Bergbau bekannte Grubentuch abgesetzt
Doch nicht bei allen VfL-Fans kommt das Trikot gut an. „So langsam wird es wohl Zeit für einen neuen Ausrüster“, kommentierte ein Fan bei Instagram und schickte einen gähnenden Smiley hinterher. Ähnlich enttäuscht zeigte sich auch die X-Nutzerin fiegeverknallt: „Manno, warum sehen unsere Trikots eigentlich seit zwei, drei Jahre immer gleich (bzw. dann mal leicht abgeändert) aus? Da macht das Sammeln überhaupt keinen Spaß. Man hätte bei uns doch so viel Potenzial da kreativ zu werden.“ Der große Kritikpunkt: Viele Akzente auf den Trikots der vergangenen Jahre ähnelten sich. Dies wurde bereits beim Heimtrikot im Sommer bemängelt.
Sondertrikots noch im Fanshop zu haben
Während es zudem auch negative Kommentare ob der Farbe und der wenig auffallenden Besonderheiten gibt, sind viele Fans auch begeistert von dem vierten Trikot, das der VfL Bochum in dieser Saison präsentierte. „Natürlich schon bestellt“, schrieb etwa ein Fan bei Instagram, während andere das Trikot „mega gut“ finden. Ein Verkaufsschlager wie Sondertrikots beim FC Schalke 04 oder Borussia Dortmund scheint das Stück Stoff, das es in limitierter Auflage gibt, aber noch nicht zu sein. Am Montagnachmittag waren im Online-Shop des Vereins noch in allen Größen, außer in XXL, Trikots zum Preis von 84,95 Euro zu haben.
Quelle: WAZ.de
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Edin Dzekos Debütshow gegen Lautern hat die Massen verzückt, mit Dejan Ljubicic sendet der Zweitliga-Tabellenführer direkt das nächste Attacke-Signal. Gleichzeitig wissen die Schalker, dass sie ihre gravierenden spielerischen Mängel in den Griff bekommen müssen.
Mit einem kreativen Video hat Schalke 04 am Dienstag die Verpflichtung von Dejan Ljubicic bekanntgegeben. Zu Beginn des 24-sekündigen Clips wird der Neue von niemand Geringerem als dem Mann angekündigt, der seit Tagen die Schlagzeilen auf Schalke bestimmt. "Schalker, hier kommt der Nächste", sagt Edin Dzeko in die Kamera, um Ljubicic scheinbar den Ball in den Fuß zu werfen.
Das nächste Attacke-Signal
Ljubicics Transfer ist das nächste Attacke-Signal der Königsblauen. Mit dem Ex-Kölner und Dzeko versprechen sie sich einen unbedingt notwendigen und für den Aufstieg unabdingbaren Schub für die Offensive.
Ljubicic soll als zentrale Figur - etwa auf der Doppelzehn neben Kapitän Kenan Karaman oder auch als Impulsgeber in Dzekos Schatten - die entscheidenden Bälle liefern und gleichzeitig dafür sorgen, dass weder das aggressive Pressing noch das Tempo auf Seiten der Gelsenkirchener leiden. Dzeko muss zwingend in Szene gesetzt werden.
Dass der Bosnier als einer der weltweit torgefährlichsten Spieler der vergangenen Jahre eine außergewöhnliche Art hat, mit der Kugel umzugehen, bewies er auf Anhieb bei seinem inklusive Nachspielzeit rund 30-minütigen Einsatz gegen den 1. FC Kaiserslautern ( 2:2). Abgesehen von seinem fantastischen Treffer zum 1:2-Anschluss ließ der 39-Jährige in mehreren Momenten seine Klasse aufblitzen. Wie er antizipiert, die Bälle physisch stark festmacht oder sie technisch perfekt mit dem ersten Kontakt weiterleitet und darüber hinaus die Gegner beschäftigt und bindet, ist ein Genuss.
Trainer-Kritik an Porath
Allerdings hat der Hype um Dzeko eine weitere schwache spielerische Leistung der Schalker übertüncht. Auch im Fokus stand dabei Finn Porath, der als Vertreter des verletzten Vitalie Becker auf der linken Seite keine gute Figur abgab und im Nachgang von Trainer Miron Muslic dafür öffentlich sein Fett weg bekam.
"Es kommt ein 60-Meter-Diagonalball, und ich schaffe es trotzdem nicht, mit meiner Grundposition so zu stehen, dass ich die innere Linie zum Tor zumache. Das ist auf der linken Seite schlecht verteidigt", schimpfte Muslic später. Klarer Adressat: Porath.
Auch das Offensivspiel ließ wieder einmal sehr zu wünschen übrig. Es wurden kaum gescheite Bälle in den Gefahrenbereich des Gegners geschlagen, weder aus dem Spiel heraus noch bei Standards. Zuvor in Berlin hatte sich Schalke in 90 Minuten keine einzige Torchance erspielt, gegen Lautern gab es bis zur 58. Minute nur eine einzige gute Gelegenheit, als Hasan Kurucay nach 13 Minuten mit einem eigentlich perfekt platzierten Kopfball am bravourös parierenden Torwart Julian Krahl scheiterte.
Zudem hinterließ die Abwehr abermals einen löchrigen Eindruck, wie schon in den drei Zu-null-Partien zuvor gegen Hertha BSC (0:0), Fortuna Düsseldorf (2:0) und den 1. FC Nürnberg (1:0). Da kassierte Schalke auch deshalb jeweils kein Gegentor, weil auf Loris Karius Verlass war. Das Jahr klang zwischenzeitlich aus mit dem 1:2 in Braunschweig. Im ersten Heimspiel dieses Jahres wurden Defensivfehler zweimal durch den eingewechselten Lauterer Torjäger Ivan Prtajin bestraft.
Kurucay gesperrt
In beiden Fällen mit in der Verlosung war Innenverteidiger Kurucay, auf den Muslic am kommenden Samstag in Bochum definitiv verzichten muss. Kurucay sah gegen Lautern seine fünfte Gelbe Karte. Für den gesperrten Abwehrspieler könnte der junge Felipe Sanchez links einspringen.
Quelle: Kicker.de
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Vor dem Derby gegen Schalke 04 feilt Bochums Trainer Rösler am Matchplan und spricht Klartext – kann das Team den Favoriten nun schlagen?
Als seine Mitspieler mit dem Warmlaufen begannen, musste Kjell Wätjen schon die Beine in die Hand nehmen. Allerdings nicht auf dem Feld, sondern zurück in Richtung Kabine. Es fehlte ein Sack mit Bällen für das Training am Dienstagvormittag zum Start in die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Wer abergläubisch ist, könnte es als Fehlstart bezeichnen, möglicherweise lag es aber auch daran, dass den Spielern noch ein wenig der Kopf qualmte. Trainer Uwe Rösler nämlich hatte vor der ersten Einheit Redebedarf.
„Wir haben das Spiel aufgearbeitet“, sagte der 57-Jährige rückblickend über das 1:1 gegen die SV Elversberg am vergangenen Sonntag. „Wir haben noch mal chronologisch aufgearbeitet, wie sich das Spiel entwickelt hat, wie der Matchplan war, wie das Spiel gestartet ist und was warum in der zweiten Halbzeit besser geworden ist. Es ist immer wieder auf die Prinzipien zurückzuführen. Wir müssen sie immer wieder einimpfen.“ Das wird besonders gegen den FC Schalke eine hohe Relevanz haben, die zwar anders an ein Spiel herangehen als die Elversberger, aber sicher nicht zu Unrecht Tabellenführer der Zweiten Liga sind.
VfL übt das Verschieben
Entsprechend fiel auch die Einheit aus. Mit der Startelf aus Elversberg, die größtenteils auch gegen Schalke 04 wieder auf dem Feld stehen wird, übte der Cheftrainer höchstpersönlich mit seinem Co Alessandro Riedle das Anlaufen und Verschieben gegen eine Dreierkette ein. „Wir haben unsere Prinzipien verschärft. Es ging um Distanzen, wie man die Linien cuttet, wer wo hingeht, wie man die Box verteidigt. Wir müssen es immer wieder machen“, sagte Rösler nach dem Training. Alles auch, um die Belastung nicht zu hoch zu schrauben, sondern den Spielern wichtige Erholungsphasen zu geben. Seine Mannschaft müsse frisch ins Spiel gehen, weil es gegen Schalke um „Körperlichkeit, Intensität und Sprintvermögen“ gehen werde, so der Trainer.
Und um Ballbesitz. Schalke ist in der Regel nicht erpicht darauf, selbst das Spiel zu gestalten. Dessen ist sich auch Rösler bewusst. „Wenn wir den Ball haben, brauchen wir nicht zu verteidigen“, sagte er pragmatisch. „Es ist schon wichtig, dass wir den Ball haben und was wir damit machen, welche Räume wir bespielen und wie wir gestaffelt sind.“ Zudem müsse das Umschaltspiel gegen eine Mannschaft mit der höchsten Intensität in defensiven Phasen und den meisten Sprints im defensiven Verhalten funktionieren. „Wenn wir sie hinter den Ball kommen lassen, wird es schwierig. Da sind sie gut organisiert“, sagte Rösler. „Das Umschaltspiel wird für beide Mannschaften ein Thema sein. Das muss dann brutal und im Sprint gehen. Wenn wir die Gelegenheit haben und Bälle gewinnen, muss es mit vollem Tempo gehen. Wenn sie stehen, müssen wir geduldig sein, aber trotzdem Chancen kreieren.“
Bero fehlt mit Fieber
Vorerst weiter nicht mithelfen kann dabei Kapitän Matus Bero. Zwar befand er sich nach seiner Knöchelverletzung wieder im Aufbautraining, zu Wochenbeginn allerdings fehlte er nun krankheitsbedingt. „Er hat Fieber, seine gesamte Familie ist krank. Das ist schade. Ansonsten sind beim Training alle dabei – bis auf Ibrahim Sissoko. Er ist die nächsten zwei Monate raus“, sagte Rösler, der gegen Schalke 04 endlich ein Spitzenteam der Liga schlagen will. „Wir müssen jetzt beweisen, dass wir einen Großen schlagen können. Hertha ist vorn dabei, gegen die haben wir gewonnen. Gegen die anderen Spitzenteams haben wir gegengehalten, haben uns Punkte erkämpft. Jetzt müssen wir die letzten Prozent herauskitzeln, um die Unentschieden in Siege zu verwandeln“, sagte der 57-Jährige.
Quelle: WAZ.de
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Schalke kommt zum Nachbarschaftsduell ins Ruhrstadion. Die Bochumer Polizei rechnet mit Problemen. Wie sie versuchen wird, die Fangruppen zu trennen.
Das Zweitliga-Derby gegen den Tabellenführer Schalke wird am kommenden Samstag ab 13 Uhr Bochum in Atem halten – nicht nur im Vonovia Ruhrstadion. Das Spiel sorgt schon im Vorfeld für Gesprächsstoff, auch fernab des Platzes, auf den Straßen im Stadtgebiet. Die Polizei Bochum hat sich akribisch auf die Begegnung vorbereitet.
Tausende von Schalker Fans werden erwartet
Die Stimmung ist aufgeheizt. Die Schalker sind fest entschlossen, im Vonovia Ruhrstadion den ersten Zweitliga-Sieg des Jahres einzufahren. Doch auch die Bochumer sorgen für Zunder mit ihren Plakaten, die überall zu sehen sind: „Kein Derby. Schade, 04.“
Im Hinspiel setzte sich der FC Schalke 04 nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 durch. Diesmal wird wieder mit einem großen Andrang der Schalke-Fans gerechnet, Schätzungen gehen von 10.000 aus. Damit dürfte nicht nur der Gästebereich im Stadion in königsblauer Hand sein.
Polizei nennt keine Zahlen, begleitet das Spiel mit „ausreichend Kräften“
Und hier kommt die Polizei Bochum ins Spiel. Die Beamten sind für den Einsatz gewappnet: „Das Polizeipräsidium Bochum stuft die Begegnung VfL Bochum 1848 – Schalke 04 als Spiel mit hohem Risiko ein“, erklärt Polizeikommissar Fabian Wenner aus der Pressestelle.
Die Polizei Bochum habe gemeinsam mit dem Veranstalter und anderen beteiligten Organisationen die Aufgabe, die Sicherheit der Bevölkerung und eine möglichst gefahren- und störungsfreie Durchführung der Sportveranstaltung zu gewährleisten, und bereite sich entsprechend intensiv darauf vor. Wenner: „Die Polizei wird den Einsatz anlässlich der Spielbegegnung aufgrund der aktuellen Erkenntnislage mit ausreichend Kräften begleiten.“
Ob es zu Fanmärschen kommt, ist noch offen. „Wir sind auf alles vorbereitet. Wir beobachten, wie und wo die Leute ankommen, ob am Hauptbahnhof oder auf dem Gästeparkplatz, und begleiten die Gruppen bis zum Stadion“, so Wenner.
Polizei Bochum begleitet die Fangruppen
Die Polizei weiß zu berichten, dass nach aktuellem Stand die Gästefans aus Gelsenkirchen sowohl mit der Bahn als auch individuell, etwa mit Pkw, zum Spiel anreisen werden. „In der Vor- und Nachspielphase werden rund um das Vonovia Ruhrstadion wie zu jeder anderen Spielbegegnung entsprechende temporäre Verkehrsmaßnahmen getroffen.“ Im Einzelfall müssten die Beamten schon in der Vorspielphase Fangruppierungen getrennt voneinander zum Stadion begleiten.
Gleichwohl setze die Polizei Bochum auf die Eigenverantwortung der „überwiegenden friedlichen Mehrheit der Fans“ und vertraue auf ihr verantwortliches Handeln, um eine sportlich faire und friedliche Veranstaltung zu ermöglichen.
Das letzte Heimspiel gegen Schalke hatte der VfL am 4. März 2023. „Das verlief aus polizeilicher Sicht störungsfrei“, so Wenner.
Quelle: WAZ.de
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Vor dem Derby gegen Schalke 04 erklärt Bochums Trainer Rösler den Stand bei Holtmann. Bero fehlt, ein Verteidiger bricht das Training ab.
Als seine Mitspieler mit dem Warmlaufen begannen, musste Kjell Wätjen schon die Beine in die Hand nehmen. Allerdings nicht auf dem Feld, sondern zurück in Richtung Kabine. Es fehlte ein Sack mit Bällen für das Training am Dienstagvormittag zum Start in die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Wer abergläubisch ist, könnte es als Fehlstart bezeichnen, möglicherweise lag es aber auch daran, dass den Spielern noch ein wenig der Kopf qualmte. Trainer Uwe Rösler nämlich hatte vor der ersten Einheit Redebedarf.
„Wir haben das Spiel aufgearbeitet“, sagte der 57-Jährige rückblickend über das 1:1 gegen die SV Elversberg am vergangenen Sonntag. „Wir haben noch mal chronologisch aufgearbeitet, wie sich das Spiel entwickelt hat, wie der Matchplan war, wie das Spiel gestartet ist und was warum in der zweiten Halbzeit besser geworden ist. Es ist immer wieder auf die Prinzipien zurückzuführen. Wir müssen sie immer wieder einimpfen.“ Das wird besonders gegen den FC Schalke eine hohe Relevanz haben, die zwar anders an ein Spiel herangehen als die Elversberger, aber sicher nicht zu Unrecht Tabellenführer der Zweiten Liga sind.
VfL Bochum übt das Verschieben
Entsprechend fiel auch die Einheit am Dienstag aus. Mit der Startelf aus Elversberg, die größtenteils auch gegen Schalke 04 wieder auf dem Feld stehen wird, übte der Cheftrainer höchstpersönlich mit seinem Co Alessandro Riedle das Anlaufen und Verschieben gegen eine Dreierkette ein. „Wir haben unsere Prinzipien verschärft. Es ging um Distanzen, wie man die Linien cuttet, wer wo hingeht, wie man die Box verteidigt. Wir müssen es immer wieder machen“, sagte Rösler nach dem Training. Alles auch, um die Belastung nicht zu hoch zu schrauben, sondern den Spielern wichtige Erholungsphasen zu geben. Seine Mannschaft müsse frisch ins Spiel gehen, weil es gegen Schalke um „Körperlichkeit, Intensität und Sprintvermögen“ gehen werde, so der Trainer.
Und um Ballbesitz. Schalke ist in der Regel nicht erpicht darauf, selbst das Spiel zu gestalten. Dessen ist sich auch Rösler bewusst. „Wenn wir den Ball haben, brauchen wir nicht zu verteidigen“, sagte er pragmatisch. „Es ist schon wichtig, dass wir den Ball haben und was wir damit machen, welche Räume wir bespielen und wie wir gestaffelt sind.“ Zudem müsse das Umschaltspiel gegen eine Mannschaft mit der höchsten Intensität in defensiven Phasen und den meisten Sprints im defensiven Verhalten funktionieren.
„Wenn wir sie hinter den Ball kommen lassen, wird es schwierig. Da sind sie gut organisiert“, sagte Rösler. „Das Umschaltspiel wird für beide Mannschaften ein Thema sein. Das muss dann brutal und im Sprint gehen. Wenn wir die Gelegenheit haben und Bälle gewinnen, muss es mit vollem Tempo gehen. Wenn sie stehen, müssen wir geduldig sein, aber trotzdem Chancen kreieren.“
Bero fehlt mit Fieber
Vorerst weiter nicht mithelfen kann dabei Kapitän Matus Bero. Zwar befand er sich nach seiner Knöchelverletzung wieder im Aufbautraining, zu Wochenbeginn allerdings fehlte er nun krankheitsbedingt. „Er hat Fieber, seine gesamte Familie ist krank. Das ist schade. Ansonsten sind beim Training alle dabei – bis auf Ibrahim Sissoko. Er ist die nächsten zwei Monate raus“, sagte Rösler.
Auch am Mittwoch konnte Rösler fast aus dem Vollen schöpfen. Erneut ging es um das Verschieben der Kette, das Pressing, das Anlaufen. Erhan Masovic übernahm dabei den Posten in der Innenverteidigung neben Philipp Strompf. Noah Loosli stand im anderen Team, zeitweise gemeinsam mit Leandro Morgalla. Aufschlüsse über die Startelf ließ die Einheit nicht wirklich zu.
Vogt verpasst wohl das Derby gegen Schalke – Holtmann vor Comeback-Einsatz
Ein Verteidiger fehlte auch. Kevin Vogt brach das Training früh ab. Eine „Vorsichtsmaßnahme“ sei dies, hieß es vom Verein auf Anfrage. Der 34-Jährige arbeitete sich nach seiner langen Verletzungspause zuletzt heran, in den Kader schaffte es der zentrale Abwehrmann aber noch nicht. Dabei wird es im Derby gegen Schalke wohl bleiben, an das Vogt ohnehin keine guten Erinnerungen hat. Im Hinspiel verschoss er einen Elfmeter zur möglichen frühen Führung.
Die besorgte beim 1:2 in der Arena dann Gerrit Holtmann, der in Elversberg nach wochenlanger Verletzungs-Auszeit wieder zum Kader zählte, aber noch nicht zum Einsatz kam. Im Training macht der Flügelstürmer einen guten Eindruck. Naht das Comeback, vielleicht sogar von Beginn an für den gegen Darmstadt guten, in Elversberg schwachen Farid Alfa-Ruprecht auf dem linken Flügel? „Bei Gerrit Holtmann reicht es noch nicht über 90 Minuten“, sagte Rösler am Dienstag. „Ich glaube aber, dass er über eine längere Distanz spielen kann. Ich muss mit ihm sprechen, weil es eine sehr, sehr wichtige Entscheidung ist. Er hat länger nicht gespielt und daher muss ich wissen, dass alle körperlich gegen diese Mannschaft voll da sind.“
Denn gegen Schalke 04 will er endlich (mal wieder) ein Spitzenteam der Liga schlagen. „Wir müssen jetzt beweisen, dass wir einen Großen schlagen können. Hertha ist vorn dabei, gegen die haben wir gewonnen. Gegen die anderen Spitzenteams haben wir gegengehalten, haben uns Punkte erkämpft. Jetzt müssen wir die letzten Prozent herauskitzeln, um die Unentschieden in Siege zu verwandeln“, sagte der 57-Jährige.
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Mit Blick auf die Bilanz steht vor dem Derby des VfL Bochum gegen Schalke fest. Der Gast aus Gelsenkirchen hat die Favoritenrolle inne.
Am Samstag (13 Uhr) muss der FC Schalke zum VfL Bochum. Derbyzeit im Ruhrgebiet. Zuvor gab es eine Premiere bei den Königsblauen.
Denn Winterzugang Dejan Ljubičić präsentierte sich in der öffentlichen Einheit am Donnerstag zum ersten Mal den Schalker Anhängern. Am Mittwoch hatte der 28-Jährige erstmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem Team trainiert. Drei Tage vor dem Spiel beim VfL Bochum waren neben dem Österreicher auch Max Grüger und Anton Donkor nach überstandenen Blessuren wieder voll im Einsatz.
Vitalie Becker nimmt hingegen vorerst weiter nicht am Mannschaftstraining teil. Der Linksfuß hatte in der Partie bei Hertha BSC das Spielfeld in der Schlussphase mit Kniebeschwerden verlassen und absolvierte zuletzt Laufeinheiten.
Das Hinspiel gewann der FC Schalke nach einem Rückstand noch 2:1. Mit Blick auf die Gesamtbilanz der beiden Klubs fällt auf: Von 78 Spielen gingen satte 45 an Schalke, der VfL gewann 20 Begegnungen und 13 Mal wurden die Punkte geteilt
Viel besser fällt die Bilanz auch im heimischen Ruhrstadion nicht aus für den VfL. Von 38 Begegnungen gewann der VfL nur zehn. 19 Mal gewann Schalke in Bochum. Neun Remis bilden das Paket ab.
Der letzte Sieg des VfL datiert zu Hause aus dem Jahr 2009. Damals gab es ein 2:1. Mimoun Azaouagh und Christoph Dabrowski drehten einen Rückstand durch Kevin Kuranyi. Seitdem gewann Schalke zweimal in Bochum, ein Spiel endete 2:2.
Zwischenzeitlich war Bochum lange Zweitligist, während Schalke in der Bundesliga spielte, Derby wurden dementsprechend nicht gespielt. Das letzte Heimspiel zwischen Bochum und Schalke endete 2023 mit 0:2. Kurz vor der Pause unterlief dem VfL ein Eigentor, Marius Bülter machte nach dem Wechsel mit seinem Treffer den Deckel auf die Partie.
Aus dem damaligen Kader sind beim VfL noch Philipp Hofmann und Erhan Masovic dabei. Auf Schalker Seite nur Kenan Karaman, da Henning Matriciani verletzt ausfällt.
Quelle: Reviersport.de
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Am kommenden Samstag ist Schalke im Revierduell beim VfL Bochum gefordert, allerdings erneut ohne Edin Dzeko in der Startelf. Bei der Personalie Dejan Ljubicic hielt sich Trainer Miron Muslic hingegen bedeckt.
Die Frage, ob er Dejan Ljubicic schon wieder heimgeschickt habe, weil er den Aufstieg als Ziel ausgegeben habe, brachte Miron Muslic ins Schmunzeln. "Da merkt man, dass er erst seit zwei Tagen hier ist, sonst wäre er vorsichtiger, was das Wording nach außen betrifft", so der Bosnier, dem aber eben auch selbst das "nach außen" rausrutschte.
Was S04 vorhat, ist gerade mit der Verpflichtung des Ex-Kölners sowieso mehr als offensichtlich geworden, wie Muslic auch betonte. "Ich mag ambitionierte Spieler, die mutig auftreten, nicht nur verbal, sondern auf dem Platz. So schätzen wir ihn ein und deswegen haben wir uns für ihn entschieden. Er hat diese Qualität und Präsenz." Dennoch werde er mit Ljubicic natürlich reden wegen seiner zu forschen Worte. "Den schnapp' ich mir morgen", sagte Muslic mit einem Grinsen.
Mit Ljubicic hat Schalke nicht nur einen ehrgeizigen, sondern auch einen sehr vielseitigen Spieler dazugewonnen. Schließlich kann der Österreicher auf der Sechs, auf der Zehn oder auf der Acht spielen. Ob der 28-Jährige womöglich gleich in der Startelf steht, verriet Muslic nicht. "Er hat am Donnerstag Europa League gespielt, ist topfit und steht zur Verfügung", mehr ließ sich der S04-Coach zum Neuzugang von Dinamo Zagreb nicht entlocken.
Kein Risiko bei Dzeko
Ganz anders beim Thema Edin Dzeko. Der Bosnier war im Spiel gegen Kaiserslautern in der 67. Minute eingewechselt worden und hatte nur 20 Minuten später sein Premierentor erzielt. Doch Schalke lässt weiter Vorsicht walten beim 39-Jährigen, ein Startelfeinsatz kommt nicht infrage. "Er braucht noch ein bisschen", verriet Muslic. "Wir haben einen klaren Plan mit ihm, dass wir ihn step by step aufbauen. Es geht nicht um Impact für ein oder zwei Spiele, sondern für die nächsten 15 Spiele."
Nicht zur Verfügung stehen Schalke der immer noch verletzte Vitalie Becker sowie Hasan Kurucay, der eine Gelbsperre absitzen muss. In der Dreierkette wird wohl Felipe Sanchez zum Einsatz kommen, als Becker-Ersatz käme wie gegen Kaiserslautern Finn Porath in Frage. Allerdings hatte Muslic nach der vergangenen Partie durchblicken lassen, dass er mit Porath nicht gerade zufrieden war. Eine Alternative wäre Anton-Leander Donkor, der am Donnerstag genauso wie Max Grüger ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, jedoch in der laufenden Saison erst auf zwei Kurzeinsätze zurückblicken kann.
Auch bei diesen Personalien ließ sich der Trainer nicht in die Karten schauen. "Wir haben uns mit ein oder zwei Optionen beschäftigt, so viele sind es dann nicht", sagte Muslic vor dem Duell mit dem "Schwergewicht" Bochum, das er zu den "Top-Mannschaften" zählt.
Zumindest die vergangenen Wochen bestätigen ihn, seit sechs Ligaspielen ist der Reviernachbar ungeschlagen. Schalke hingegen hat seit drei Spielen nicht gewonnen, mit Edeljoker Dzeko aber ein Ass im Ärmel. "Er wird auch am Samstag ein Gamechanger sein", sagte Muslic.
Quelle: Kicker.de
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01-30-2026, 04:29 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01-30-2026, 04:30 PM von Herr Bert.)
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„Müssen unser maximales Potenzial abrufen“
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Derbyzeit anne Castroper. Der VfL Bochum 1848 empfängt am Samstag, 31. Januar, den FC Schalke 04 im Vonovia Ruhrstadion. Anstoß ist um 13 Uhr. Vorab sprach VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über den Matchplan, den Gegner und das Derby.
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Matus Bero und Ibrahim Sissoko stehen nicht zur Verfügung. Kevin Vogt musste das Training am Mittwoch abbrechen, er war heute wieder dabei, aber für Samstag wird es für ihn nicht reichen.
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… das Derby: Die beste Motivation ist die intrinsische Motivation und die habe ich diese Woche ganz stark gespürt. Jeder Spieler weiß, worum es geht. Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren und nicht den Anlass. Dieses Spiel verlangt große Intensität. Beide Mannschaften werden diesem Rahmen gerecht werden, es wird zur Sache gehen auf dem Platz. Wir müssen kühlen Kopf bewahren, unsere Stärken in die Waagschale werfen und das wird hoffentlich reichen, um drei Punkte zu erzielen. Das ist unser Ziel, gegen eine sehr starke Mannschaft, vor der ich sehr großen Respekt habe. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel, auf die Atmosphäre und darauf, dass unsere Spieler es voll annehmen werden.
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… Schalke: Sie sind sehr gut organisiert und wissen, was es braucht, um Spiele zu gewinnen. Sie in beiden Boxen sehr stark, dort ist entscheidend, und deshalb stehen sie auch zurecht ganz oben in der Tabelle. Dazu sind sie physisch und nach Standards sehr stark. Jetzt haben sie sich noch verstärkt und ein spielerisches Element dazugeholt. Das ist eine klare Ansage des Vereins, dass sie den Aufstieg anstreben.
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… den Matchplan: Wir sind schwer zu schlagen. Wenn wir auf hohem Niveau spielen, hat es jeder Gegner schwer gegen uns. Wir müssen in beiden Phasen des Spiels, offensiv und defensiv, einen Top-Tag haben, ein durchschnittlicher wird nicht reichen. Wir müssen das zeigen, was wir können, auch über längere Phasen. Das ist die Herausforderung, an diesem Tag unser maximales Potenzial abzurufen. Ich bin mir sicher, dass wir ihnen offensiv wehtun können. Das gilt andersrum aber auch, da müssen wir uns defensiv zusammenreißen. Es wird ein enges Spiel, wenn nichts Außergewöhnliches passiert. Es ist ein ganz wichtiges Spiel, wenn wir unsere Motivation, Intensität und Qualität abrufen, haben wir eine sehr gute Chance.
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… die Tabelle: Wir spielen gegen den Abstieg, das ist für uns keine neue Situation. Wir haben das schon vor Wochen angenommen. Es ist schwieriger für Mannschaften, die erst im späteren Verlauf der Saison unten reingezogen werden. Wir wissen genau, was wir machen müssen. Deshalb muss ich die Situation auch nicht immer wieder thematisieren. Je mehr du darüber sprichst, desto mehr verlierst du den Fokus vom Wesentlichen. Wenn wir gesund bleiben und die Moral behalten, dann bin ich mir sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden. Das nächste Spiel ist immer das wichtigste Spiel.
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… die Außenbahn: Jede Trainingswoche hilft Gerrit Holtmann, er hat eine gute Intensität gehabt und macht einen frischen Eindruck, genauso wie Farid Alfa-Ruprecht auch. Beide werden eine Rolle spielen, so wie wir das Spiel angehen wollen, und sehr wichtig für uns sein. Auf der anderen Seite haben wir verschiedene Varianten ausprobiert, eine davon ist Koji Miyoshi. Mal schauen, für welche ich mich entscheide.
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… Timo Horn: Er ist eine absolute Bank, ist in einer guten Form und auch mental sehr gut drauf. Er genießt dieses Momentum in seiner Karriere. Das hat er sich verdient und kommt durch harte Arbeit über viele Jahre. Ich hoffe, dass bleibt noch länger so, weil wir ihn brauchen.
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… Edin Dzeko: Es ist eine super Herausforderung, gegen so einen Spieler spielen zu dürfen. Ich habe die größte Bewunderung und Wertschätzung für Edin. Er hat für meinen Verein Manchester City gespielt und zur Meisterschaft geschossen. Wir haben uns aber nicht speziell auf ihn vorbereitet, weil ich glaube, je mehr wir über ihn reden, desto mehr Respekt hat man und auf dem Platz geht es darum, den Ball zu gewinnen. Wir müssen dagegenhalten. Er ist ein sehr guter Spieler, aber das heißt nicht, dass wir ihn nicht ausschalten können.
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Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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01-31-2026, 12:31 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01-31-2026, 12:33 AM von Herr Bert.)
Wer hat im Duell zwischen Bochum und Schalke Vorteile? Wir haben uns die Startaufstellungen beider Teams genau angeschaut und verglichen.
Für viele Schalker ist es nur ein Straßenbahn-Duell, für den VfL Bochum das große Derby der Saison. Der VfL will nach dem 1:2 im Hinspiel Revanche nehmen. Dass er dafür seine Fans benötigt, zeigt eine Kehrtwende des Klubs. Nach heftiger Kritik der Ultras und weiterer großer Fanklubs spielt Bochum nicht im eigens aufgelegten Sondertrikot in Schwarz, sondern doch im blau-weißen Heimtrikot. Das Derby war in wenigen Minuten ausverkauft, allein 23.000 Schalke-Fans wollten eine Karte haben. Nur 2700 Tickets aber gingen offiziell nach Gelsenkirchen.
Neben der Fan-Brisanz steht auch sportlich viel auf dem Spiel. Bochum hat als Tabellenelfter nur drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. Spitzenreiter Schalke will seine Aufstiegs-Ambitionen untermauern, die der Klub mit den spektakulären Neuzugängen Edin Dzeko und Dejan Ljubicic untermauerte. Bei einer Niederlage droht der Fall auf Rang drei.
Wer ist Favorit? Schwer zu sagen. Schalke holte aus den letzten drei Partien nur zwei Punkte, der VfL spielte vier Mal in Folge remis. Unter Trainer Uwe Rösler sammelte Bochum 20 Punkte, das Team von Miron Muslic in diesen elf Partien nur einen Punkt mehr. Bringt ein Blick auf die voraussichtlichen Startaufstellungen Licht ins Dunkel? Wir machen den Head-to-Head-Vergleich der Spieler von Schalke und Bochum. Wie schon vor dem Hinspiel, als Schalke den Vergleich überraschend klar mit 6:2 gewonnen hatte. Und diesmal?
Timo Horn gegen Loris Karius
Die 32-jährigen Führungsspieler absolvieren eine herausragende Saison. Beide liefern Liga-Bestwerte. In unserer detaillierten Datenanalyse hatte Karius klare Vorteile in der Raumverteidigung, Horn im Spielaufbau, auf der Linie glänzten sie gleichauf. Horn rettete Bochum demnach fünf Punkte, Karius vier. Das kann sich am Samstag ändern. Unentschieden. 1:1.
Leandro Morgalla gegen Mertcan Ayhan
Morgalla ist Bochums Tempomann in der Defensive. Der Rechtsverteidiger ist auch deshalb seit dem Saisonbeginn gesetzt, zeigte nach schwächeren Leistungen stets eine gute Reaktion, kann an guten Tagen auch offensiv Impulse setzen. Schalkes Top-Talent Ayhan wird aufgrund der Personalsorgen wohl gegen den VfL starten. In seinem ersten Zweitligajahr spielt der 19-Jährige schon überraschend konstant – trotzdem ist Morgalla ihm noch einen kleinen Schritt voraus, was Ruhe und Tempo angeht . Punkt für Bochum. 2:1.
Philipp Strompf gegen Nikola Katic
Der VfL-Innenverteidiger kämpft stets vorbildlich, schmeißt sich in die Bälle, ist in der Luft ein wichtiger Faktor auf beiden Seiten. Strompfs fehlerhaftes Stellungsspiel kostete allerdings schon manche Gegentore, hinzu kommen technische Defizite. Ganz anders Katic. Der Bosnier ist Schalkes Abwehrchef und Taktgeber in der Defensive. Auch dank seiner Qualitäten stellt S04 vor dem Spiel an der Castroper Straße die beste Defensive der Liga . Klarer Punkt für Schalke. 2:2.
Noah Loosli gegen Felipe Sanchez
Der Schweizer Loosli spielt meist aufmerksam und solide in und um die Box, grätscht manche Situation weg, ist topfit und mittlerweile auch einer der Lauteren in einem leisen Team. Seine Schwächen im Tempo und in der Übersicht kann er damit aber nicht immer kompensieren. Schalkes Argentinier Sanchez ist ein ähnlicher Spielertyp – ihm winkt aufgrund der Gelbsperre von Hasan Kurucay ein Startelf-Einsatz. Als Joker machte es der 21-Jährige bislang stets ordentlich, sein letztes Spiel über 90 Minuten liegt aber schon drei Monate zurück. Ihm fehlt es an Rhythmus und Spielpraxis . Unentschieden. 3:3.
Maximilian Wittek gegen Finn Porath
Der VfL agiert mit Viererkette, Wittek übernimmt die linke Seite. Der Führungsspieler steigerte sich unter Rösler vor allem offensiv und bei Standards. Defensiv zeigte der 30-Jährige, der nun seinen Vertrag um zwei Jahre verlängerte, zuletzt gegen Darmstadt und in Elversberg Schwächen. Porath spielt als linker Schienenspieler im 3-5-2 zwar etwas offensiver, doch hatte zuletzt große Probleme. Beim 2:2 gegen Kaiserslautern war der Ex-Kieler der schwächste Schalker. Seine Probleme in der Rückwärtsbewegung sind am Samstag eine Chance für den VfL! Punkt für Wittek. 4:3 für Bochum.
Cajetan Lenz gegen Ron Schallenberg
Nach einer Delle am Jahresende hat der von Erstligisten wie Frankfurt umworbene Sechser Lenz zu alter Stärke gefunden. Der 19-Jährige antizipiert wie ein Routinier, stellt Räume zu, baut mit sicheren Pässen klug auf. Auch Schallenberg hat sich auf Schalke zum Führungsspieler entwickelt. In den ersten beiden Rückrundenspielen konnte er seine Stärken im Stellungsspiel und in den Balleroberungen aber noch nicht ausspielen. Daher Punkt für Lenz. 5:3 für Bochum.
Mats Pannewig gegen Soufiane El-Faouzi
Pannewig besticht mit seiner Laufstärke, Dynamik und Größe. Der 1,95-Meter-Mann, der zwischen der Sechs und Acht pendelt, erinnert immer mehr an den Ex-Bochumer und Freiburger Stammspieler Patrick Osterhage. In Elversberg erzielte Pannewig sein erstes Profi-Tor, ist gegen seinen Ex-Jugendklub besonders heiß. Auch El-Faouzi ist Schalkes Dauerläufer und extrem wichtig für das Spiel der Königsblauen. Ähnlich wie Schallenberg war aber auch der Ex-Aachener in den ersten zwei Rückrundenspielen nicht so auffällig. Daher Unentschieden. 6:4 für Bochum.
Koji Miyoshi gegen Timo Becker
Der Japaner überzeugte in der Vorbereitung und nach seiner Einwechslung gegen Darmstadt, blieb in Elversberg überraschend nur auf der Bank. Möglich, dass statt Miyoshi Wätjen, Kwarteng oder auch Alfa-Ruprecht starten. Für Miyoshi spricht: Als rechter Flügelmann zieht er in die Halbräume, kann mit Steckpässen und seiner Klasse am Ball Schalke vor Probleme stellen. Ihm gegenüber steht in unserem Startelf-Vergleich S04-Fanliebling Timo Becker, der wohl als rechter Schienenspieler anfangen wird. Weil der VfL und Schalke unterschiedliche Systeme spielen, ist der Vergleich natürlich nicht exakt positionsgetreu – dennoch ist er ausgeglichen. Als Führungsspieler und Ur-Schalker wird Becker im Duell mit dem Reviernachbarn besonders motiviert sein . Unentschieden. 7:5 für Bochum
Francis Onyeka gegen Kenan Karaman
Onyeka ist ein Unterschiedspieler: In manchen Partien kaum zu sehen, sticht der 18-jährige Feinfuß, der auch beim Pressing seine erstaunliche Robustheit und hohe Spielintelligenz zeigt, eiskalt zu. Sieben Saisontore hat der gesetzte offensive Mittelfeldmann, der mitunter die Rolle der zweiten Spitze einnimmt, bereits erzielt, alle unter Trainer Rösler. Schalkes Kapitän Kenan Karaman steht ebenfalls bei sieben Saisontreffern. Obwohl er im Muslic-Fußball auch viel gegen den Ball arbeiten muss und weniger glänzen kann als in den Vorjahren, bleibt er extrem wichtig für die Offensive . Unentschieden. 8:6 für Bochum
Farid Alfa-Ruprecht gegen Dejan Ljubicic
VfL-Coach Rösler setzt auf Tempo und Tiefe im Umschaltspiel. Gegen Darmstadt ging das auf, in Elversberg hatte der schnelle 19-Jährige keine Wirkung. Defensiv war Alfa-Ruprecht ein Schwachpunkt. Für ihn könnten auch Tempomann Gerrit Holtmann starten. Bei den Königsblauen steht Neuzugang Dejan Ljubicic vor seinem ersten Startelf-Einsatz. Der 28-Jährige gibt sich an seinen ersten Tagen im Revier selbstbewusst, spricht vom Aufstieg und könnte dabei zu einem ganz wichtigen Spieler werden – denn er ist laufstark und technisch gut. Zum Muslic-Fußball passt er ideal. Punkt für Schalke: 8:7 für Bochum
Philipp Hofmann gegen Christian Gomis
Der Wandstürmer des VfL ist Zielspieler bei langen Bällen, wichtig als Kopfball-Spezialist in beiden Strafräumen. Der 32-Jährige präsentierte sich in den letzten Wochen topfit, zweikampfstark und teils auch torgefährlich, erzielte gegen Darmstadt sein viertes Saisontor. Auch als Anläufer und Ballverteiler zeigte er sich in guter Form. Christian Gomis hingegen tut sich auf Schalke noch immer schwer. Der Senegalese ist seit seinem Sommer-Transfer noch nicht so richtig in Deutschland angekommen. Zuletzt beim 2:2 gegen Lautern spielte er als Mittelstürmer und enttäuschte. Weil Edin Dzeko aber noch nicht fit genug für die Startelf ist, wird Gomis wohl auch in Bochum wieder das Vertrauen bekommen . Punkt für den VfL. 9:7 für Bochum.
Fazit: Noch in der Hinrunde fiel der Startelf-Vergleich überraschend klar für die Schalker aus, vor dem Rückspiel hat der VfL Bochum kleine Vorteile. Ein Grund dafür ist auch die Personalsituation von S04: So fehlen etwa Abwehr-Kante Hasan Kurucay (Sperre), Linksverteidiger Vitalie Becker (Knieverletzung), Rechtsverteidiger Adrian Gantenbein (Wadenverletzung), Flügelstürmer Christopher Antwi-Adjei (Verletzung an der Achillessehne) oder Top-Joker Bryan Lasme (Knieverletzung). Auch Edin Dzeko ist wenige Wochen nach seinem Wechsel noch keine Startelf-Option – mit all diesen Profis wäre der Vergleich anders ausgefallen. Beim VfL fehlen nur Ibrahim Sissoko, Matus Bero und Kevin Vogt. Außer Bero spielten sie unter Rösler ohnehin noch keine Rolle.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
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