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Große Sorgen um Mats Pannewig
#2
Der Ausfall von Mats Pannewig ist für den VfL Bochum ein schwerer Schlag. Zum Saisonstart 2026/2027 muss ein komplett neues Mittelfeld her. 

Der große Pep Guardiola hatte im Jahr 2013 einen Satz gesagt, der damals beim FC Bayern eine ganz besondere Beziehung zwischen dem Welttrainer und seinem Spieler verdeutlichte. „Thiago oder nix“, forderte er damals die Bosse seines neuen Arbeitgebers auf. Der Verein gehorchte und verpflichtete den Mittelfeldspieler, der überragend im Trikot des Rekordmeisters aufspielte. Bis heute ist Thiago wohl einer der besten Spieler, die je in der Bundesliga gegen den Ball traten. 

Nicht annähernd so weit ist Mats Pannewig beim VfL Bochum. Doch sein Trainer Uwe Rösler wählte in den vergangenen Wochen mehr oder minder ähnliche Worte, wenn er über den 21-Jährigen sprach. Für ihn, darin ließ der Cheftrainer keine Zweifel, ist Pannewig Dreh- und Angelpunkt, der wohl wichtigste Spieler für seine Idee vom Fußball. Speziell in der kommenden Saison, wenn Cajetan Lenz und Matus Bero nach ihren Abgängen im Sommer nicht mehr da sind, wollte Rösler Pannewig zumindest von den Spielzeiten her zu seinem Thiago machen. 

Pannewig mit Schienbeinverletzung
Daraus allerdings wird vorerst nichts. Am Montag gab der VfL Bochum bekannt, dass sich Pannewig eine nicht näher definierte Schienbeinverletzung zugezogen habe. Die Behandlung soll konservativ erfolgen, eine Operation sei nicht nötig, teilte der Verein mit. Und dennoch war ein Satz in der Pressemitteilung des VfL besorgniserregend. „Somit wird Mats Pannewig unserem Team nicht nur im letzten Saisonspiel beim Karlsruher SC fehlen, sondern auch in den ersten Wochen der neuen Spielzeit, die gegen Ende Juni mit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs startet“, hieß es. 

Die schlimmstmögliche Befürchtung, Kreuzbandriss, ist zwar nicht wahr geworden. Allerdings ist Stand heute nicht damit zu rechnen, dass Pannewig zum Start in die kommende Zweitliga-Saison am 7. August wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird. Das bringt die Verantwortlichen des VfL Bochum in die missliche Lage, die gesamte Schaltzentrale aus dieser Saison ersetzen zu müssen. Lenz wechselt zur TSG Hoffenheim, Kapitän Bero geht ablösefrei, Francis Onyeka kehrt zu seinem Stammverein Bayer Leverkusen zurück. Auch die Ergänzungsspieler Kjell Wätjen (zurück zum BVB) und Marcel Sobottka (Vertrag läuft aus) werden nicht mehr da sein. 

Cokaj kommt, laufstarker Spieler gesucht
Mit Enis Cokaj, der ablösefrei von Panathinaikos Athen kommt, ist zwar der erste Neuzugang im defensiven Mittelfeld verpflichtet, doch die Aufgaben für Markus Brunnschneider, der federführend die Spielersuche verantwortet, sind durch die Pannewig-Verletzung noch größer geworden. Ein laufstarker Achter sollte ohnehin verpflichtet werden, Faton Ademi von Alemannia Aachen ist ein Spieler, den sie in Bochum diesbezüglich genau auf dem Schirm haben. Eine Ausstiegsklausel soll eine Verpflichtung möglich machen, wenngleich auch Bundesligisten Interesse haben sollen.

Pannewig hingegen bedient ein Element, das auf dem Markt für den VfL Bochum schwer zu finden sein dürfte. „Seitdem ich hier bin, ist er der beste Mittelfeldspieler, den wir hier haben. Es ist das gesamte Paket. Er ist groß, hat einen super linken Fuß, hat Ruhe am Ball, kommt aus engen Räumen gut raus, hat einen Drang zum Tor. Er ist ein fleißiger Spieler in beide Richtungen, ist mutig und attackiert die Bälle“, sagte Rösler im Frühjahr über den 21‑Jährigen. Entsprechend förderte er ihn auch in dieser Saison als eine Art Ziehsohn – zumindest auf dem Feld. 

Pannewig-Ausfall Chance für die Talente?
Immerhin: Das Pannewig-Profil haben sie beim VfL Bochum in ihren Suchkriterien, heißt es. Der Mittelfeldspieler hatte nämlich in der Vergangenheit immer wieder gesundheitliche Probleme. 2023/2024 stoppten ihn Patellasehnenprobleme, dann war es mal der Rücken. Auch in dieser Saison musste er im Training das eine oder andere Mal kürzer treten, die Physios schoben Extra-Schichten. Ein Back-up steht daher auf der Liste. Nun allerdings verändert sich möglicherweise das Profil leicht, weil der vermeintliche Back-up zumindest zu Beginn der neuen Saison auch Stammspielerqualitäten aufbringen muss. Dabei aber möglichst ablösefrei sein soll und die Liga kennt – wie zum Beispiel Shinta Appelkamp, dessen Vertrag bei Fortuna Düsseldorf ausläuft.

Eine größere Chance auf Einsatzzeiten könnten zudem die Spieler aus dem eigenen Talentwerk bekommen. Moritz Göttlicher, Lasse Isbruch und Tom Meyer sind auf der Acht zu Hause, haben allesamt Profiverträge und sollen sich in der Vorbereitung bei Rösler zeigen. Vor allem Göttlicher kam im Winter mit vielen Vorschusslorbeeren vom FC Bayern München an die Castroper Straße. Im Idealfall kann einer von ihnen direkt überzeugen – ähnlich wie es Cajetan Lenz im vergangenen Sommer tat. Für den VfL wäre es die kostengünstigste Variante – und sie würde auf die Strategie einzahlen, eigene Stars zu produzieren. 

[URL0https://www.waz.de/sport/vfl-bochum/article411974575/nach-ausfall-von-pannewig-diese-optionen-hat-der-vfl-bochum-nun.html] qUELLE. wazBig GrinE [7URL]
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Große Sorgen um Mats Pannewig - von Herr Bert - 05-09-2026, 08:52 PM
RE: Große Sorgen um Mats Pannewig - von Herr Bert - 05-12-2026, 02:33 PM

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