05-11-2026, 08:16 AM
Der VfL Bochum hat die Heimsaison mit einer starken Leistung beendet, Trainer Rösler verdient Respekt. Worauf es jetzt ankommt: ein Kommentar.
Es war ein versöhnlicher, ein emotionaler Abschied, den der VfL Bochum am Samstag vor den eigenen Fans im Ruhrstadion hinlegte. Beim letzten Heimspiel der Saison trotzten die Spieler von Einpeitscher-Trainer Uwe Rösler dem Aufstiegskandidaten Hannover 96 mit leidenschaftlichem Einsatz ein verdientes 1:1 ab.
Dabei war der Klassenerhalt schon vorher perfekt, dabei werden zahlreiche Spieler den Klub verlassen. Elf Profis wurden offiziell verabschiedet, es wird weitere Abgänge geben. Sicher: Für gut bezahlte Fußballer sollte es selbstverständlich sein, immer alles zu geben. Ist es in der Realität nach einer langen Saison aber nicht, wenn es nur noch um Rang neun oder zwölf geht.
VfL Bochum muss Mentalität auch auswärts zeigen
Sich vernünftig von den eigenen Fans, die in dieser schwierigen und insgesamt enttäuschenden Saison vorbildlich immer hinter ihrer Mannschaft standen, zu verabschieden, war wichtig, auch mit Blick auf die Zukunft. Der letzte Eindruck trägt zumindest ein Stück weit durch die lange Sommerpause, weshalb der VfL auch in Karlsruhe am letzten Spieltag noch einmal alles raushauen sollte. Nicht nur, um die miserable Auswärtsbilanz zu verbessern. Sondern auch, um die richtigen Signale zu senden für eine bessere kommende Saison.
Die Mentalität, die Bochum noch einmal vor heimischem Publikum auf den Platz legte, muss der Maßstab sein, auch auswärts. Diesen Anspruch hat Trainer Uwe Rösler bereits mehrmals betont. Der 57-Jährige hat Energie, den unbedingten Siegeswillen vom ersten Tag an vorgelebt. Er hat einer verunsicherten Mannschaft, die mit drei Punkten aus acht Partien verheerend in die Saison gestartet war, Selbstvertrauen zurückgebracht, Teamspirit, eine klare Struktur.
Die Schlüsselsiege: Wende gegen Hertha, Rettung gegen Fürth
Das 3:2 gegen Hertha BSC bei seinem Debüt war der wichtige Sieg, um die Stimmung zu drehen. Es folgte eine starke Phase mit teils auch glücklichen Erfolgen, in der Rückrunde eine spielerische Entwicklung mit zu vielen Remis, ehe es noch einmal brenzlig wurde aufgrund eklatanter Auswärtsauftritte.
Doch die Mannschaft behielt nach Nackenschlägen wie in Düsseldorf und vor allem Magdeburg in der entscheidenden Phase die Nerven. Im eigenen Stadion machte sie den Klassenerhalt klar. Der Erfolg gegen Braunschweig unter größtem Druck war existenziell wichtig, der Sieg gegen Fürth der entscheidende Schritt zum Ligaerhalt. Röslers Punkteschnitt von aktuell 1,52 hätte den VfL hochgerechnet vor dem letzten Saisonspiel auf Rang 6 geführt, mit 50 Punkten. Damit wäre Bochum, angetreten als Bundesliga-Absteiger mit dem Ziel, im oberen Drittel mitzuspielen, zumindest halbwegs im Soll gewesen.
XXL-Kaderumbruch bei Bochum ist nötig
Rösler musste mit einem Kader arbeiten, auf den er keinen Einfluss hatte. Er hat seinen Auftrag, den Klub vor dem Absturz zu bewahren, vorzeitig erfüllt. Das hätte Anfang Oktober wohl jeder sofort unterschrieben. Eine starke Leistung, die Respekt verdient. Jetzt muss der nächste Schritt folgen. Einfach wird der nicht.
Die neuen Kaderplaner um Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt sind gefordert, mit Rösler eine neue Mannschaft aufzustellen, die stimmig ist. Die als Einheit den höheren Ansprüchen des VfL gerecht werden kann, die zum „Heavy-Metal-Fußball“ Röslers passt.
Quelle: WAZ.de
Es war ein versöhnlicher, ein emotionaler Abschied, den der VfL Bochum am Samstag vor den eigenen Fans im Ruhrstadion hinlegte. Beim letzten Heimspiel der Saison trotzten die Spieler von Einpeitscher-Trainer Uwe Rösler dem Aufstiegskandidaten Hannover 96 mit leidenschaftlichem Einsatz ein verdientes 1:1 ab.
Dabei war der Klassenerhalt schon vorher perfekt, dabei werden zahlreiche Spieler den Klub verlassen. Elf Profis wurden offiziell verabschiedet, es wird weitere Abgänge geben. Sicher: Für gut bezahlte Fußballer sollte es selbstverständlich sein, immer alles zu geben. Ist es in der Realität nach einer langen Saison aber nicht, wenn es nur noch um Rang neun oder zwölf geht.
VfL Bochum muss Mentalität auch auswärts zeigen
Sich vernünftig von den eigenen Fans, die in dieser schwierigen und insgesamt enttäuschenden Saison vorbildlich immer hinter ihrer Mannschaft standen, zu verabschieden, war wichtig, auch mit Blick auf die Zukunft. Der letzte Eindruck trägt zumindest ein Stück weit durch die lange Sommerpause, weshalb der VfL auch in Karlsruhe am letzten Spieltag noch einmal alles raushauen sollte. Nicht nur, um die miserable Auswärtsbilanz zu verbessern. Sondern auch, um die richtigen Signale zu senden für eine bessere kommende Saison.
Die Mentalität, die Bochum noch einmal vor heimischem Publikum auf den Platz legte, muss der Maßstab sein, auch auswärts. Diesen Anspruch hat Trainer Uwe Rösler bereits mehrmals betont. Der 57-Jährige hat Energie, den unbedingten Siegeswillen vom ersten Tag an vorgelebt. Er hat einer verunsicherten Mannschaft, die mit drei Punkten aus acht Partien verheerend in die Saison gestartet war, Selbstvertrauen zurückgebracht, Teamspirit, eine klare Struktur.
Die Schlüsselsiege: Wende gegen Hertha, Rettung gegen Fürth
Das 3:2 gegen Hertha BSC bei seinem Debüt war der wichtige Sieg, um die Stimmung zu drehen. Es folgte eine starke Phase mit teils auch glücklichen Erfolgen, in der Rückrunde eine spielerische Entwicklung mit zu vielen Remis, ehe es noch einmal brenzlig wurde aufgrund eklatanter Auswärtsauftritte.
Doch die Mannschaft behielt nach Nackenschlägen wie in Düsseldorf und vor allem Magdeburg in der entscheidenden Phase die Nerven. Im eigenen Stadion machte sie den Klassenerhalt klar. Der Erfolg gegen Braunschweig unter größtem Druck war existenziell wichtig, der Sieg gegen Fürth der entscheidende Schritt zum Ligaerhalt. Röslers Punkteschnitt von aktuell 1,52 hätte den VfL hochgerechnet vor dem letzten Saisonspiel auf Rang 6 geführt, mit 50 Punkten. Damit wäre Bochum, angetreten als Bundesliga-Absteiger mit dem Ziel, im oberen Drittel mitzuspielen, zumindest halbwegs im Soll gewesen.
XXL-Kaderumbruch bei Bochum ist nötig
Rösler musste mit einem Kader arbeiten, auf den er keinen Einfluss hatte. Er hat seinen Auftrag, den Klub vor dem Absturz zu bewahren, vorzeitig erfüllt. Das hätte Anfang Oktober wohl jeder sofort unterschrieben. Eine starke Leistung, die Respekt verdient. Jetzt muss der nächste Schritt folgen. Einfach wird der nicht.
Die neuen Kaderplaner um Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt sind gefordert, mit Rösler eine neue Mannschaft aufzustellen, die stimmig ist. Die als Einheit den höheren Ansprüchen des VfL gerecht werden kann, die zum „Heavy-Metal-Fußball“ Röslers passt.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."