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Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL
#2
Nach der bitteren 0:4-Pleite gegen Essen steht Bochums Trainer Rösler vor wichtigen Umstellungen gegen Magdeburg – wie reagiert das Team? 

Ein lautes „come on“, ein kleiner Anpfiff hier, eine Verbesserung da. Uwe Rösler war am Dienstag wieder ganz der Alte, nachdem er noch vor den drei freien Tagen übers Wochenende voller Enttäuschung über das Gelände an der Castroper Straße gestiefelt war. Der Ärger nach der 0:4-Pleite gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Freitag war verfolgen, wie der Trainer des VfL Bochum versicherte. „Es geht bei mir schnell, dass der Ärger verfliegt. Ich habe mir das Spiel auch nicht noch einmal angeguckt“, offenbarte er. Viel Erkenntnisgewinn hätte es vermutlich auch nicht gebracht, das einzig richtige Fazit zog er schließlich schon am Freitag, als er den Auftritt als „bodenlos“ bezeichnete. 

Nun gelte es, den Fokus auf das Spiel am kommenden Samstag beim 1. FC Magdeburg zu richten. Aber vergessen würde er nicht, was er zuletzt gesehen habe. „Alle Erfahrungen im Leben sind auf der Festplatte abgespeichert“, so Rösler. Vor allem die Dateien mit den Gegentreffern dürften dem 57-Jährigen dabei besonders schmerzhaft in Erinnerung bleiben. Denn zuletzt fehlte bei einigen Spielern die Übersicht, das Verständnis für Raum und Gegner, der letzte Wille, das Gegentor zu verhindern. Bei aller berechtigten Kritik sei es im Saisonendspurt aber wichtig, die „Positivität“ zu behalten, so Rösler. „Die Spieler wissen alle, worum es geht.“ 

Rösler will nicht alles schlechtreden
Lange Zeit spielte der VfL Bochum unter Rösler auf einem anständigen Niveau, hielt die Defensive kompakt und punktete konstant. Doch zuletzt hagelte es Gegentore. Es bringe aber nichts, alles schlechtzureden, so der Trainer. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, dass wir zu tief fallen“, sagte Rösler und blickte voraus auf das nächste Sechs-Punkte-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg. 

„Wir schauen nur auf uns und wollen uns nicht mit dem Gedanken unter Druck setzen, dass wir dieses eine Spiel unbedingt gewinnen müssen. Wir brauchen generell Punkte, sollten aber jedes Spiel einzeln angehen.“ Es sei nicht ratsam, „jedes Spiel zu einem Endspiel auszurufen“, weil kein Spieler dazu mental in der Lage wäre. „Wir nehmen das Spiel an, wir wissen alle um die Wichtigkeit“, versprach der Trainer, der als Spieler gut zwei Jahre in Magdeburg spielte. 

VfL Bochum kann sich aus Abstiegszone absetzen
Mit einem Sieg könnte sich der VfL Bochum je nach Ausgang der anderen Partien am Osterwochenende nachhaltig aus der Abstiegszone absetzen, bei einer Niederlage würde der VfL tief hineingerissen in den Abstiegsstrudel. Ein Szenario, das sich an der Castroper Straße eigentlich niemand vorstellen möchte. Doch die Magdeburger sind trotz der bislang schlechten Ausbeute von nur acht Heimpunkten ein schwerer Brocken.

„Die Magdeburger haben schon im Hinspiel nicht wie ein Absteiger gespielt“, sagte Rösler. „Sie haben hier ihre Nadelstiche gesetzt, sahen bei Eckbällen auch gut aus.“ Dies müsse Warnung genug sein für ihn und seine Spieler. Zumal der FCM mit Spieler wie Baris Atik auf Ballbesitzfußball setzt. „Wir müssen gut stehen und es hängt auch davon ab, wen wir aufstellen können“, sagte Rösler. „Generell brauchen wir eine gute Balance. Magdeburg ist sehr, sehr stark im Konterspiel.“ Eben in jener Disziplin, in der sich der VfL zuletzt äußerst anfällig zeigte. Holstein Kiel etwa nutzte die Schwächen in der Absicherung gnadenlos aus. „Das wird eine Herausforderung. Wir müssen die Box und die Tiefe besser verteidigen“, sagte Rösler. 

Rückt Rösler vom Weg ab?
Möglicherweise rückt Rösler deshalb auch von seinem zuletzt eingeschlagenen Weg ab, könnte seine Mannschaft defensiver und zurückhaltender agieren lassen. „Es geht darum, wie die Mannschaft sich am wohlsten fühlt“, sagte er und deutete an, dass die Absicherung wichtiger werden könnte und entsprechend darauf auch der Fokus in der Trainingswoche liegt. Gegen Kiel sei es noch der offensive Ansatz gewesen, was über weite Strecken auch gut funktioniert habe. „Generell müssen wir eine Balance finden zwischen der Offensive und der Defensive. Wenn wir zu kompakt stehen, kreieren wir zu wenig. Wenn wir zu hoch stehen, sind wir defensiv anfällig. Wir müssen das Mittelmaß finden.“

Genau dieses Mittelmaß kam allerdings zuletzt abhanden. Nach vorn sah es immer wieder gut aus, der VfL Bochum traf auch regelmäßig. Erst in der vergangenen Woche betonte Rösler, dass er seiner Mannschaft diesbezüglich vertrauen würde. Doch in der Defensive haperte es gewaltig. Bleibt für alle in Bochum zu hoffen, dass die Spieler in dieser Woche den Ernst der Lage erfassen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - von Herr Bert - 04-01-2026, 07:38 AM

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