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Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Druckversion

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Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 03-31-2026

Beim VfL Bochum gibt es Entwarnung für Gerrit Holtmann, doch Mikkel Rakneberg fällt verletzt aus. Wie läuft die Vorbereitung auf Magdeburg? 

Eine Schrecksekunde gab es am Dienstagvormittag vor gut zwei Dutzend Zuschauern am untersten Trainingsplatz an der Castroper Straße. Philipp Hofmann ging einem leicht versprungenen Ball hinterher und rasselte mit Gerrit Holtmann zusammen. Beide gingen zu Boden, doch der Schreck, der dem einen oder anderen der kleinen Fans kurz ins Gesicht gesprungen war, wich direkt wieder. Die beiden Offensivspieler standen direkt auf, grinsten sich an und machten weiter. 

Dass Holtmann überhaupt wieder auf dem Platz stand, war schon beruhigend genug für alle Beteiligten. Vor allem für Trainer Uwe Rösler. Eine reine Vorsichtsmaßnahme sei es gewesen, dass er in der vergangenen Woche nach nur einer Trainingseinheit mit der philippinischen Nationalmannschaft wieder abreiste. „Gerrit hat heute das erste Mal trainiert. Es ist schade für ihn, weil er die Reisestrapazen auf sich genommen hat und bereits schnell wieder zurückkommen musste“, sagte der Cheftrainer im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir sind aber froh, dass er wieder auf dem Platz stehen kann. Er war über das Wochenende in Behandlung.“ 

Holtmann ist beim VfL Bochum wichtig fürs Offensivspiel
Obwohl Holtmann gern am Dienstag im Qualifikationsspiel für den Asien-Cup gegen Tadschikistan gespielt hätte, dürfte es für die Verantwortlichen in Bochum durchaus positiv gewesen sein, dass Holtmann in dieser Woche alle Einheiten in der Vorbereitung auf das Sechs-Punkte-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg am kommenden Samstag (13 Uhr/Sky) bestreiten kann. Schließlich ist er einer der wichtigsten Spieler im Kader von Rösler, weil er dem Spiel die nötige Tiefe geben kann und mit seiner Sprintstärke die Gegner vor Probleme stellt. Hätte Holtmann für die Philippinen auflaufen können, wäre er wohl erst im Laufe des Mittwochs wieder zurück gewesen, hätte am Donnerstag nur bedingt trainieren können. Die hohe Belastung für den ohnehin anfälligen Holtmann bleibt ihm erspart.

Verzichten muss Rösler allerdings in den kommenden Wochen auf einen Winter-Neuzugang. Mikkel Rakneberg musste im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen frühzeitig ausgewechselt werden, zu Wochenbeginn folgte die ärgerliche Diagnose: Muskelfaserriss. Der Norweger fällt somit sicher für das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg aus und auch im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Sonntag danach dürfte er weiterhin nicht zur Verfügung stehen. 

Kwarteng und Vogt fehlen
Am Dienstag waren Kevin Vogt und Moritz-Broni Kwarteng ebenfalls nicht im Training – zumindest nicht auf dem Platz. „Kevin ist zweieinhalb Wochen nach einem Infekt raus gewesen, ihn müssen wir wieder aufbauen“, sagte Rösler. „Momo Kwarteng ist erkrankt, war aber im Kraftraum. Ich habe Hoffnung, dass er morgen wieder trainieren kann.“ Es wäre das Duell gegen seinen Ex-Verein, wo er einst starke Leistungen zeigte, weshalb der VfL Bochum ihn für knapp eine Million Euro im Sommer 2023 verpflichtete. An diese Leistungen konnte Kwarteng bislang an der Castroper Straße nicht anknüpfen. 

Auch deshalb muss er sich derzeit etwa hinter einem Spieler wie Francis Onyeka anstellen, der genauso wie die U21-Nationalspieler am Dienstag noch mit der U19 unterwegs war. Insgesamt neun Nationalspieler musste, beziehungsweise durfte, der VfL Bochum in der letzten Abstellungsperiode der Saison auf Reisen schicken. Alle sollen am Mittwoch wieder an der Castroper Straße aufkreuzen. „Die meisten Nationalspieler sind nicht überbelastet worden“, sagte Rösler am Dienstag. „Das ist gut für uns. Die Jungs kommen alle am Mittwoch wieder, werden hier behandelt und sollen am Donnerstag im Training das machen, was möglich ist.“ 

VfL Bochum will nicht in Panik verfallen
Wichtig wird sein, dass sich diese Spieler erholen, um fit für das Kellerduell gegen Magdeburg zu sein. In dieser Partie könnte sich bereits entscheiden, ob der VfL Bochum in den kommenden Wochen die Saison einigermaßen in Ruhe zu Ende spielen kann oder nach einer Pleite noch einmal kräftig in den Abstiegsstrudel hineingerissen wird. 

„Wir brauchen generell Punkte, sollten aber jedes Spiel einzeln angehen“, mahnte Rösler vor dem wichtigen Duell. „Wir dürfen nicht jedes Spiel zu einem Endspiel aufrufen, weil das mental nicht ratsam wäre. Wir nehmen das Spiel an, wir wissen alle um die Wichtigkeit.“ Das soll sich in dieser Woche dann auch im Training weiter bestätigen. „Die erste Trainingseinheit der Woche hat das direkt unterstrichen“, sagte der Trainer. „So stelle ich mir das nach drei freien Tagen vor.“ Diese seien wichtig gewesen, um mental noch einmal einen Schub für den Saisonendspurt zu bekommen. 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-01-2026

Nach der bitteren 0:4-Pleite gegen Essen steht Bochums Trainer Rösler vor wichtigen Umstellungen gegen Magdeburg – wie reagiert das Team? 

Ein lautes „come on“, ein kleiner Anpfiff hier, eine Verbesserung da. Uwe Rösler war am Dienstag wieder ganz der Alte, nachdem er noch vor den drei freien Tagen übers Wochenende voller Enttäuschung über das Gelände an der Castroper Straße gestiefelt war. Der Ärger nach der 0:4-Pleite gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Freitag war verfolgen, wie der Trainer des VfL Bochum versicherte. „Es geht bei mir schnell, dass der Ärger verfliegt. Ich habe mir das Spiel auch nicht noch einmal angeguckt“, offenbarte er. Viel Erkenntnisgewinn hätte es vermutlich auch nicht gebracht, das einzig richtige Fazit zog er schließlich schon am Freitag, als er den Auftritt als „bodenlos“ bezeichnete. 

Nun gelte es, den Fokus auf das Spiel am kommenden Samstag beim 1. FC Magdeburg zu richten. Aber vergessen würde er nicht, was er zuletzt gesehen habe. „Alle Erfahrungen im Leben sind auf der Festplatte abgespeichert“, so Rösler. Vor allem die Dateien mit den Gegentreffern dürften dem 57-Jährigen dabei besonders schmerzhaft in Erinnerung bleiben. Denn zuletzt fehlte bei einigen Spielern die Übersicht, das Verständnis für Raum und Gegner, der letzte Wille, das Gegentor zu verhindern. Bei aller berechtigten Kritik sei es im Saisonendspurt aber wichtig, die „Positivität“ zu behalten, so Rösler. „Die Spieler wissen alle, worum es geht.“ 

Rösler will nicht alles schlechtreden
Lange Zeit spielte der VfL Bochum unter Rösler auf einem anständigen Niveau, hielt die Defensive kompakt und punktete konstant. Doch zuletzt hagelte es Gegentore. Es bringe aber nichts, alles schlechtzureden, so der Trainer. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, dass wir zu tief fallen“, sagte Rösler und blickte voraus auf das nächste Sechs-Punkte-Spiel gegen den 1. FC Magdeburg. 

„Wir schauen nur auf uns und wollen uns nicht mit dem Gedanken unter Druck setzen, dass wir dieses eine Spiel unbedingt gewinnen müssen. Wir brauchen generell Punkte, sollten aber jedes Spiel einzeln angehen.“ Es sei nicht ratsam, „jedes Spiel zu einem Endspiel auszurufen“, weil kein Spieler dazu mental in der Lage wäre. „Wir nehmen das Spiel an, wir wissen alle um die Wichtigkeit“, versprach der Trainer, der als Spieler gut zwei Jahre in Magdeburg spielte. 

VfL Bochum kann sich aus Abstiegszone absetzen
Mit einem Sieg könnte sich der VfL Bochum je nach Ausgang der anderen Partien am Osterwochenende nachhaltig aus der Abstiegszone absetzen, bei einer Niederlage würde der VfL tief hineingerissen in den Abstiegsstrudel. Ein Szenario, das sich an der Castroper Straße eigentlich niemand vorstellen möchte. Doch die Magdeburger sind trotz der bislang schlechten Ausbeute von nur acht Heimpunkten ein schwerer Brocken.

„Die Magdeburger haben schon im Hinspiel nicht wie ein Absteiger gespielt“, sagte Rösler. „Sie haben hier ihre Nadelstiche gesetzt, sahen bei Eckbällen auch gut aus.“ Dies müsse Warnung genug sein für ihn und seine Spieler. Zumal der FCM mit Spieler wie Baris Atik auf Ballbesitzfußball setzt. „Wir müssen gut stehen und es hängt auch davon ab, wen wir aufstellen können“, sagte Rösler. „Generell brauchen wir eine gute Balance. Magdeburg ist sehr, sehr stark im Konterspiel.“ Eben in jener Disziplin, in der sich der VfL zuletzt äußerst anfällig zeigte. Holstein Kiel etwa nutzte die Schwächen in der Absicherung gnadenlos aus. „Das wird eine Herausforderung. Wir müssen die Box und die Tiefe besser verteidigen“, sagte Rösler. 

Rückt Rösler vom Weg ab?
Möglicherweise rückt Rösler deshalb auch von seinem zuletzt eingeschlagenen Weg ab, könnte seine Mannschaft defensiver und zurückhaltender agieren lassen. „Es geht darum, wie die Mannschaft sich am wohlsten fühlt“, sagte er und deutete an, dass die Absicherung wichtiger werden könnte und entsprechend darauf auch der Fokus in der Trainingswoche liegt. Gegen Kiel sei es noch der offensive Ansatz gewesen, was über weite Strecken auch gut funktioniert habe. „Generell müssen wir eine Balance finden zwischen der Offensive und der Defensive. Wenn wir zu kompakt stehen, kreieren wir zu wenig. Wenn wir zu hoch stehen, sind wir defensiv anfällig. Wir müssen das Mittelmaß finden.“

Genau dieses Mittelmaß kam allerdings zuletzt abhanden. Nach vorn sah es immer wieder gut aus, der VfL Bochum traf auch regelmäßig. Erst in der vergangenen Woche betonte Rösler, dass er seiner Mannschaft diesbezüglich vertrauen würde. Doch in der Defensive haperte es gewaltig. Bleibt für alle in Bochum zu hoffen, dass die Spieler in dieser Woche den Ernst der Lage erfassen. 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-01-2026

Beim VfL Bochum nutzten junge Talente die Trainingspause, um sich zu beweisen – und der Trainer überraschte mit einer taktischen Neuerung. 

Es war voll an der Castroper Straße am sonnigen Mittwochvormittag. Auf dem Leichtathletikplatz tummelten sich Dutzende Kinder, die in den Osterferien an der Fußballschule des VfL Bochum teilnehmen. Auf dem oberen Trainingsplatz bereitete VfL-Ikone Heiko Butscher seine U21-Mannschaft auf das anstehende Regionalliga-Spiel bei den Sportfreunden Lotte vor und unten absolvierten die Profis ihre dritte Einheit der Woche vor dem Zweitliga-Duell gegen den 1. FC Magdeburg. Viele Zuschauer zog es an den Rand des Zauns, um zu bestaunen, was Trainer Uwe Rösler denn da mit seiner Mannschaft einstudierte. 

Unter den Beobachtern waren dann auch besondere Gäste. Auf dem einst unter Gertjan Verbeek gebauten und schon länger nicht mehr genutzten Sprinthügel versammelten sich immer mehr Spieler aus der U21, die genau hinschauten, während Trainer Heiko Butscher mit seinem Team immer wieder auf einzelne Dinge hinwies. Wahrscheinlich schauten sie auch genau hin, weil insgesamt acht Spieler bei den Profis mitwirkten, die eher zu ihren Kollegen gehören. 

VfL Bochum trainiert mit mehreren U21-Spielern
Niklas Jahn, Alessandro Crimaldi, Mohammed Tolba, Lars Holtkamp, Aurel Wagbe, Louis Köster und Jamil Najjar füllten den aufgrund der Länderspielpause immer noch dezimierten Kader auf und hinterließen mitunter durchaus Eindruck. Vor allem Wagbe, der als einer der wenigen Akteure bereits bei der 0:4-Testpleite gegen Rot-Weiss Essen Akzente setzen konnte, zeigte den einen oder anderen guten Laufweg und Abschluss. 

Auffällig in der Einheit war zudem, dass der 57-jährige Rösler in einer gut eineinhalbstündigen Einheit einen leicht veränderten Ansatz gegenüber der vergangenen Wochen zu festigen versuchte. „Generell brauchen wir eine gute Balance. Magdeburg ist sehr, sehr stark im Konterspiel. Das wird eine Herausforderung. Wir müssen die Box und die Tiefe besser verteidigen“, sagte er bereits am Dienstag im Gespräch mit dieser Redaktion. Am Mittwoch setzte er es um, verdichtete die Defensive mit einer Fünferkette gegen den Ball. Gerrit Holtmann rückte auf der linken Seite tief nach hinten. Es scheint durchaus eine Option zu sein, dass der VfL Bochum beim 1. FC Magdeburg am Samstag (13 Uhr, Sky) tiefer stehen wird, mehr auf Konter setzt. 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-02-2026

   
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„Mit Mut, Geduld und Disziplin“ nach Magdeburg
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Länderspielpause vorbei, bereit für das nächste Auswärtsspiel. Am Osterwochenende ist der VfL Bochum 1848 beim 1. FC Magdeburg zu Gast. Anstoß ist am Samstag, 4. April, um 13 Uhr. Vorab beantwortete VfL-Cheftrainer Uwe Rösler auf der Pressekonferenz die Fragen der Journalisten. 
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Matus Bero fehlt gesperrt, Mikkel Rakneberg hat es im Testspiel erwischt und Kevin Vogt befindet sich derzeit im Lauftraining. Francis Onyeka hat am Dienstag beim Länderspiel mit der deutschen U19-Nationalmannschaft einen Schlag abbekommen. Bei ihm werden wir morgen mehr wissen.
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... die Nationalspieler: Sie sind größtenteils mit einem guten Momentum zurückgekommen und bringen uns Energie. Bis auf Cajetan Lenz haben auch alle gespielt. Für ihn war es aber das erste Mal bei der U21-Nationalmannschaft, was eine Wertschätzung für seine Leistung und Entwicklung bei uns ist. Deshalb bin ich froh, dass ich sie alle wiederhabe. Sie kommen mit guter Laune, was natürlich auch die Stimmung in der Kabine insgesamt hebt. Diese Unbeschwertheit und diesen Siegeswillen müssen wir mit nach Magdeburg nehmen.
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… die aktuelle Form: Das Testspiel gegen Essen ist abgehakt. Davor haben wir gegen Kiel die richtige Einstellung gezeigt. Meine Mannschaft hat in dieser Saison zum Großteil eine sehr gute Mentalität. In Düsseldorf hatten wir einen Hänger, aber in den allermeisten Spielen haben wir alles auf dem Platz gelassen. Sonst hätten wir in dieser Zeit nicht 30 Punkte geholt. Wir sind immer noch in einer sehr guten Position und so müssen wir auch nach Magdeburg fahren.
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… die Vorbereitung: Das Training unter der Woche war gut. Man hat heute gemerkt, dass mit den zurückgekehrten Nationalspielern noch eine andere Qualität auf dem Platz ist. Ich war sehr zufrieden mit der Einheit. Die Spieler haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt und sich Fortschritte erarbeitet. Wir sind gut vorbereitet und wissen, was wir machen müssen. Wenn wir diese Dinge mit voller Konsequenz umsetzen, dann haben wir eine sehr gute Chance.
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… den Gegner: Magdeburg kommt über Ballbesitz, da gehören sie zu den besten in der Liga. Die Mannschaft ist talentiert, hat aber Herausforderungen, was die Effizienz angeht. Von daher ist es wichtig, dass wir unsere Schlüsse daraus ziehen, wie wir die Gegentore bekommen haben. Da haben wir angesetzt, dass wir die Räume verengen, kompakter stehen und es dem Gegner schwer machen, uns bei Ballverlusten auszukontern. Unsere Abläufe mit Ball sind klar. Wir müssen mutig sein. Sie werden uns bei sich zuhause über den ganzen Platz im Eins gegen Eins pressen, weil das Spiel für sie eine große Chance ist, den Abstand zu verkürzen. Wir müssen gegen den Ball sehr gut sein und akzeptieren, dass wir nicht so viel den Ball haben werden. Dafür braucht es Mentalität und Disziplin. Im Hinspiel hatten wir 38 Prozent Ballbesitz und haben 2:0 gewonnen. Da dürfen wir nicht ungeduldig werden und müssen selbstbewusst bleiben. Wir werden zu unseren Chancen kommen, die wir dann effizient nutzen müssen. Die Spiele werden immer hintenraus entschieden, deshalb werden die Spieler, die für die letzten 20 Minuten reinkommen, enorm wichtig sein.
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RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-03-2026

Mit einer starken Serie hat Uwe Rösler den VfL Bochum aus dem Keller geführt. Aktuell erlebt der Revierklub nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen allerdings eine Punktedelle. Allzu weit weg ist die Abstiegszone nicht. Das weiß auch Verteidiger Maximilian Wittek. 

Der 2:3-Niederlage gegen Kiel in der Liga folgte in der Länderspielpause ein 0:4 im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen. Auch wenn diese mit einer B-Elf zustande kam, sollte diese Pleite für die Bochumer ebenfalls als Wachrüttler dienen. 

Magdeburg kann Tuchfühlung aufnehmen
Mit 33 Punkten steht der VfL auf Platz 10 im Mittelfeld des Tableaus. Scheinbar komfortabel und dennoch eine trügerische Situation, denn Kiel auf dem Relegationsplatz hat nur fünf Zähler weniger und ein Heimspiel gegen Schlusslicht Münster vor der Brust. Der kommende Gegner Magdeburg hat 27 Punkte auf der Habenseite, könnte also ebenfalls Tuchfühlung aufnehmen. 

Bei einer weiteren Niederlage am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) droht es erneut knifflig zu werden für die Bochumer. Das weiß auch Maximilian Wittek. "Ich denke, dass jedem bewusst ist, in welcher Situation wir uns befinden. Das haben wir zum Wochenstart noch einmal besprochen", sagte der Routinier gegenüber Reviersport

Der Tenor: "Wichtig wird sein, dass wir erst einmal wieder zu unseren Basics, zu unserer Kompaktheit zurückfinden", so der 30-Jährige, der zu viele Gegentore vor allem in den letzten Spielen moniert und fordert, am besten mal wieder zu null zu spielen - was ein Heranrücken des FCM vermeiden würde. "Das, was uns sonst stark gemacht hat, müssen wir auf den Platz bringen. Es geht um die wichtigsten Eigenschaften im Fußball: Intensität, Zweikämpfe gewinnen, laufen, kämpfen. Das sind nicht nur Floskeln, es ist einfach so." 

Wittek prognostiziert beim FCM ein "sehr, sehr schwieriges Spiel", bei einem Gegner, der eine sehr hohe Qualität am Ball und hohe Ballbesitzzeiten habe. Trainer Rösler, der um den am Dienstag im U 19-EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich bei einem Zusammenprall verletzt ausgewechselten Francis Onyeka bangt ("Wenn er nicht trainieren kann, macht es keinen Sinn, ihn mitzunehmen"), schärfe zusätzlich die Sinne, müsse dies aber eigentlich gar nicht explizit tun. "Es ist uns allen bewusst, jeder weiß, dass wir noch Punkte holen müssen." Und deshalb habe man in der Länderspielpause "weiter an unseren Prinzipien gearbeitet". 

Apropos: Die Niederlage gegen einen Drittligisten in einer Länderspielpause war übrigens ein Déjà-vu für die Bochumer. Im November gab es ein 1:4 gegen den VfL Osnabrück, in der Liga gefolgt von einem 1:2 gegen Dresden. Hoffentlich ist das aus Sicht des VfL kein schlechtes Omen. 

Quelle: Kicker.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-03-2026

Beim 1. FC Magdeburg startet der VfL Bochum am Samstag in den Saisonendspurt. Der Gegner ist heimschwach, hat aber womöglich frischen Rückenwind. 

Mehr als vier Monate und fünf Auswärtsspiele sind vergangen, seit der VfL Bochum zuletzt einen Sieg in der Fremde feierte. Das möchte die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler am Samstag ändern, und auf dem Papier stehen die Vorzeichen günstig. Zum Auftakt in den Zweitliga-Endspurt geht es zum 1. FC Magdeburg (13 Uhr, Sky). 

Der Gegner steckt als Tabellenvorletzter tief im Abstiegskampf und diente in dieser Saison für beinahe alle Teams, die in der Avnet-Arena aufliefen, als Punktelieferant. Nur zwei von 13 Heimspielen hat Magdeburg gewonnen (zwei Remis, neun Niederlagen, 16:26-Tore).

Neuer Sportdirektor bei Gegner 1. FC Magdeburg
Es ist eine erschreckende Bilanz, die den FCM zudem um den Lohn einiger starker Auswärtsauftritte bringt. „Auswärts ist sensationell, was die Mannschaft spielt. Das auch mal zu Hause zu schaffen, wäre ein großer Wunsch“, sagte Trainer Petrik Sander daher vor dem Spiel gegen den VfL. Immerhin trotzte sein Team Aufstiegsaspirant Darmstadt im jüngsten Heimspiel ein 1:1 ab. Und auch der folgende Sieg im Keller-Gipfel bei Preußen Münster (3:1) wird Auftrieb geben. 

Dazu könnte eine Entscheidung in der sportlichen Führung den Magdeburgern zusätzlichen Rückenwind für Samstag verleihen. Mit Peer Jaekel stellte der Klub in dieser Woche einen neuen Sportdirektor vor. Der 43-Jährige folgte auf Otmar Schork. Er war zuletzt für Austria Klagenfurt tätig und sammelte noch keine Erfahrung in einer vergleichbaren Position für einen Klub aus den deutschen Bundesligen. 

Zwar steht Jaekel nicht auf dem Rasen und trainiert die Mannschaft nicht, doch kurzfristige positive Auswirkungen seiner Ankunft scheinen möglich: Denn Jaekel positionierte sich bei seiner Vorstellung ganz klar in der Trainerfrage, sprach Sander und dessen Kollegen Pascal Ibold eindeutig das Vertrauen aus. 

„Am Ende macht das Trainerteam in der aktuellen Konstellation einen sehr, sehr guten Job“, sagte Jaekel. Auch eine Zusammenarbeit über den Sommer kann er sich vorstellen. „Dementsprechend ist es überhaupt kein Thema, das ich in den nächsten Wochen angehen will.“ Sander und Ibold hatten Anfang Oktober von Markus Fiedler übernommen, zunächst interimsweise, dann dauerhaft. Doch im Frühjahr gerieten sie in die Kritik. Nun hat der neue Sportdirektor ihnen den Rücken gestärkt. 

VfL Bochum kann Magdeburger Heimkrise verschlimmern
Das bringt ihnen Klarheit, die für ihre Arbeit mit dem Team förderlich sein dürfte. Und auch bei den FCM-Profis sind positive Effekte zu erwarten: Sie wissen nun, dass sie in den Endspurt um den Klassenerhalt mit Sander und Ibold gehen – und sie wissen, dass sie sich beim neuen Sportdirektor Jaekel mit guten Leistungen anbieten müssen. Er plant schließlich die Mannschaft für die neue Saison und wird den aktuellen Kader genau unter die Lupe nehmen.

Ob der VfL Bochum in Sachsen-Anhalt trotzdem seine Auswärts-Negativserie beenden – und die Magdeburger Heimkrise verschlimmern – kann, zeigt sich am Samstagnachmittag. 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-04-2026

  Vor dem wichtigen Spiel beim 1. FC Magdeburg muss der VfL Bochum auf seinen Toptorjäger verzichten. Wer kann die Lücke im Abstiegskampf füllen? 

Schlechte Nachrichten für den VfL Bochum vor dem Auswärtsspiel am Samstagmittag beim 1. FC Magdeburg (13 Uhr, Sky). Ausgerechnet Toptorschütze Francis Onyeka wird Trainer Uwe Rösler nach Informationen dieser Redaktion in der Avnet-Arena fehlen. Der 18-Jährige kehrte angeschlagen von der U19-Nationalmannschaft zurück und kann in Magdeburg nicht dabei sein. 

„Wir untersuchen ihn morgen und entscheiden dann. Wenn er nicht trainieren kann, macht es keinen Sinn, ihn mitzunehmen“, sagte Rösler noch am Donnerstagmittag auf der obligatorischen Pressekonferenz. „Er hat einen Schlag abbekommen und war zur Untersuchung im Krankenhaus. Er wird täglich untersucht. Morgen werden wir wissen, wie es ihm geht. Er war symptomfrei“, so der Cheftrainer. 

Onyeka fehlt in Magdeburg
Allerdings: Nach Informationen dieser Redaktion erlitt Onyeka im U19-EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich eine leichte Gehirnerschütterung, weshalb er in Magdeburg nicht zur Verfügung stehen wird. Für das Sechs-Punkte-Spiel, in dem der VfL Bochum einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt machen kann, ein Rückschlag für Rösler und die Mannschaft.

Onyeka war im dritten Spiel der Länderspielperiode am vergangenen Dienstag in der 55. Minute nach einem Luftzweikampf zu Boden gegangen und musste vorerst behandelt werden. Nach dem Zusammenstoß wirkte Onyeka zunächst etwas wackelig auf den Beinen, konnte bei den anschließenden Feierlichkeiten nach der geglückten Qualifikation der deutschen U19-Nationalmannschaft aber mit seinen Mannschaftskollegen mitfeiern. Für einen Einsatz reicht es aber nun nicht. 

Wer spielt für Onyeka?
Ohnehin wäre Onyeka wohl nach drei Spielen in nur eineinhalb Wochen keine Option für die Startelf gewesen. Für ihn könnte Moritz-Broni Kwarteng in die Mannschaft rücken, der unter der Woche in den Trainingseinheiten auf der Mittelfeldposition hinter Stürmer Philipp Hofmann spielte. Auch Callum Marshall, der in der Länderspielpause allerdings mit der nordirischen Nationalmannschaft unterwegs war, ist eine Option. Er spielte diese Position bereits häufiger.

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 28. Spieltag: Magdeburg - VfL - Herr Bert - 04-04-2026

Nach einer sehr einseitigen ersten Halbzeit zwischen Magdeburg und Bochum sah alles nach einem Erfolg für den FCM aus. Doch dann kam Bochum wie die Feuerwehr aus der Pause und beinahe zum Ausgleich. Am Ende gelang die Aufholjagd aufgrund eines Magdeburger Doppelschlags aber nicht. Dadurch steckt der VfL jetzt wieder im Abstiegskampf. 

Vor dem Spiel lagen zwischen Magdeburg (17.) und Bochum (10.) noch sechs Mannschaften in der Tabelle - aber es trennten die beiden Teams nur sechs Punkte. So war es für den FCM eine Gelegenheit, Bochum wieder mit in den Abstiegskampf reinzuziehen. 

Um dies zu schaffen, nahm FCM-Trainer Petrik Sander nach dem 3:1 in Münster zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Der Ex-Bochumer Bockhorn, der zum ersten Mal seit dem 2. Spieltag in der Startelf stand, ersetzte den gelbgesperrten Hercher hinten rechts. Außerdem bekam Tachie auf dem rechten Flügel den Vorzug vor Ghrieb (Bank). 

Auf der Gegenseite tauschte Bochum-Coach Uwe Rösler nach dem 2:3 gegen Holstein Kiel auf fünf Positionen. Loosli, Morgalla, Lenz, Wätjen und Alfa-Ruprecht begannen für Masovic, Olsen, Marshall, Holtmann (alle Bank) und Masovic (gesperrt nach Gelb-Rot). 

Sehr einseitige Partie in Halbzeit eins
Die Partie war von Beginn an sehr einseitig: Magdeburg hatte viel den Ball und ließ ihn ohne Probleme in den eigenen Reihen laufen. Bochum kam kaum hinterher. Bereits nach sechs Minuten klingelte es im VfL-Tor, weil ausgerechnet Bockhorn eine Flanke von rechts in den Strafraum brachte, die von Musonda per Kopf zum 1:0 verwertet wurde. 

Danach änderte sich nichts daran, dass der FCM das Geschehen dominierte. Die Hausherren mussten sich lediglich vorwerfen lassen, dass trotz der Überlegenheit nur wenige Chancen erspielt wurden. Bochum trat offensiv kaum in Erscheinung, doch in der 28. Minute stand es trotzdem beinahe 1:1. Ein Steilpass von Wätjen erreichte Alfa-Ruprecht, der im direkten Duell aber an Reimann scheiterte. 

Atik erzielt das überfällige 2:0
Nach 32 erschreckend schwachen Minuten des VfL nahm Uwe Rösler die erste Korrektur vor und brachte Olsen für Morgalla in die Rechtsverteidigung. Aber auch das änderte nichts. Magdeburg kontrollierte das Spiel und belohnte sich kurz vor der Pause doch noch mit dem 2:0. Ein hoher Ball von Mathisen wurde von Atik herausragend verarbeitet und dann mit dem Knie ins Bochumer Tor bugsiert (44.). Das 2:0 zur Pause war hochverdient. 

Nach der Pause war es ein völlig anderes Spiel: Bochum war viel griffiger, gewann die Zweikämpfe und hatte direkt durch Miyoshi eine Chance (49.). Kurz darauf hätte Zukowski dann jedoch schon den Deckel draufmachen können. Er setzte den Abschluss aus zentraler Position im Strafraum aber links am Tor vorbei (50.). 

Bochum schnuppert am Ausgleich
Der VfL drückte daraufhin weiter und kam tatsächlich zum Anschlusstreffer: Nach einem Pass von Miyoshi drehte sich Hofmann viel zu einfach um Mathisen und versenkte den Ball unten links im Tor (56.). Und nur vier Minuten später hätte es beinahe 2:2 gestanden, aber Marshall kam mit seinem Abschluss aufs kurze Eck nicht an Reimann vorbei. Bochum war in dieser Phase drückend überlegen, ging aber auch hohes Risiko. 

Zukowskis Doppelschlag entscheidet das Spiel
Das wurde in der 71. Minute bestraft. Im Konter hatte Atik viel Platz. Der Magdeburger Strippenzieher ging mit Tempo über die linke Seite, legte gut 40 Meter mit dem Ball zurück, ließ dann im Strafraum noch Loosli stehen und bediente Zukowski zentral vor dem Tor. Der Pole musste nur noch zum 3:1 einschieben. Und nur zwei Minuten später war das Spiel dann gelaufen: Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Pannewig ging Tachie auf den VfL-Strafraum zu. Er spielte nach rechts auf Zukowski, der zum 4:1 ins lange Eck traf (73.). 

Danach kam kein Aufbäumen der Bochumer mehr. Magdeburg hätte beinahe noch durch Ulrich das 5:1 erzielt (83.). Durch den deutlichen Sieg rückt der FCM auf drei Punkte an den VfL heran und verlässt vorübergehend die Abstiegsränge. 

Für Magdeburg geht es nächste Woche Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel in Paderborn weiter. Bochum trifft zeitgleich zu Hause auf Braunschweig. 

Quelle: Kicker.de