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Presseberichte zum 27. Spieltag VfL - Kiel
#2
Uwe Rösler drückte beim Training des VfL Bochum mächtig aufs Tempo. Sein Plan gegen Kiel ist erkennbar. Vogt fehlt, Masovic empfiehlt sich. 

Tempo, Tempo, Tempo. Nie abschalten. Selbst bei Einwürfen zählte Trainer Uwe Rösler die Sekunden runter im intensiven Training am Donnerstag, nach dem manch ein Profi des VfL Bochum in der strahlenden Sonne ein wenig nach Luft schnappte. 

Der VfL erwartet mit Holstein Kiel eine Mannschaft, die unter dem neuen Trainer Tim Walter bisher zwar rein bilanziell weitgehend erfolglos agierte, mit zwei Niederlagen und einem Remis. Die aber bereits einen Walter-Stil erkennen ließ, die viel in Bewegung ist, Druck macht, überzeugter auftritt als in den fünf sieglosen Partien zuvor. Und die Räume anbietet in der Defensive. 

Diese Kiel-Schwächen will Bochum nutzen
Diese Schwächen, zuletzt sichtbar beim 2:3 gegen Nürnberg, will Bochum nutzen im Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky), wenn der Tabellenneunte VfL mit einem Sieg einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen kann. Es geht um Geschwindigkeit, auch mental. Es geht um beherztes Attackieren und dann, nach Ballgewinnen, um ein schnelles, vertikales Umschaltspiel, um Tempo über die Außen. Mit wem? Was im Training noch auffiel.

Vogt fehlt weiterhin, Thiede bei der U21
Personal. 21 Feldspieler und drei Torhüter waren am Ball. Dabei trainierten Niklas Jahn und Keeper Niklas Thiede bei der U21, die am Freitag gegen Siegen spielt (Ruhrstadion, 19.30 Uhr). Ersatztorwart Thiede soll Spielpraxis in der Regionalliga erhalten. Weiterhin erkrankt fehlte Verteidiger Kevin Vogt auf dem Platz, der es damit sicherlich nicht in die Startelf schaffen wird gegen Kiel. Auch Marcel Sobottka fällt erneut aus.

Wer verteidigt innen? Rösler legte sich fürs Kiel-Spiel bereits auf Philipp Strompf fest. Er bildete mit Erhan Masovic in der gesamten Einheit ein Innenverteidiger-Duo, auch im Spiel elf gegen elf. Masovic könnte für Noah Loosli, der in Berlin einen schwachen Tag erwischt hatte, in die Startelf rotieren, zeigte sich im Training aufmerksam im Zweikampf, solide im Aufbau. Allerdings stehen noch zwei nicht-öffentliche Einheiten an. Strompf und Loosli sind eingespielt. 

Gemischte Teams: Onyekas Stammplatz wackelt
Insgesamt mischte der Trainer durch, es gab keine klare A- oder B-Elf. So wurden Strompf/Masovic flankiert von Oliver Olsen und Mikkel Rakneberg. Für letzteren wird definitiv Maximilian Wittek auflaufen. Das Rennen um den Posten des rechten Außenverteidigers bleibt offen zwischen Leandro Morgalla und Olsen.

Das Zentrum. Mats Pannewig ackerte wie eh und je über den Platz beim Training, erzielte eines der wenigen Tore, überzeugte mit Präsenz und Dynamik. Er spielte mit Matus Bero, diese Doppelsechs ist zu erwarten. Weiter vorne war der normalerweise gesetzte Francis Onyeka im Pannewig-Team. Der 18-Jährige hatte das Training am Vortag wegen Oberschenkel-Problemen abgebrochen, hielt diesmal durch. Überzeugend wirkte er allerdings nicht. 

Der Angriff. Im anderen Team ließ Rösler neben und hinter dem gesetzten Stoßstürmer Philipp Hofmann Callum Marshall ran, der seine Zehenverletzung überwunden hat. Mehrmals führte er auch Einzelgespräche mit dem Duo. Sollte Onyeka nicht fit genug sein oder „durchhängen“, könnte Marshall mit Hofmann den Angriff bilden. 

Die Flügel. Auf dem Flügel ist Koji Miyoshi rechts die Nummer eins, war auch am Donnerstag einer der auffälligsten Spieler. Links agierte in seinem Team Moritz-Broni Kwarteng, der zuletzt keine Rolle spielte. Wahrscheinlicher ist ein Comeback von Gerrit Holtmann. Der linke Flügelstürmer zeigte gute Sprints und Vorstöße, wirkte nach zwei verpassten Partien wegen eines kleinen Muskelfaserrisses in der Wade wieder bereit. Farid Alfa-Ruprecht trainierte diesmal auf der rechten Seite, konnte in den letzten Wochen nicht überzeugen. Kjell Wätjen, auch eine Alternative, spielte zentral. 

Das A-Jugend-Talent. Zudem durfte sich wie schon am Dienstagnachmittag ein Talent der U19 bei den Profis zeigen. Innenverteidiger Daryl Tschoumy Nana zeigte sein Spielverständnis an Noah Looslis Seite. Mit 1,89 Metern bringt er eine gute Größe mit, ist spiel- und zweikampfstark und bei den A-Junioren auch torgefährlich, ein Spezialist nach Ecken und Freistößen. Zudem ist er der Mann für die Elfmeter. 

Nach einer geplanten und gut verlaufenen Hüft-Operation im vergangenen Spätherbst ist der 19-jährige Hagener bei der U19 von David Siebers, die am Samstag das DFB-Pokalhalbfinale gegen den VfB Stuttgart bestreitet (11 Uhr/LA-Platz am Stadion), seit Jahresbeginn wieder komplett dabei und längst wieder gesetzt, wie schon im Vorjahr. 

Anders als etliche andere A-Junioren wie Kacper Koscierski oder Darnell Keumo hat Tschoumy Nana, dessen Kontrakt nach dieser Saison ausläuft, noch keinen Profivertrag. Er könnte, wenn es zu einer Einigung kommt, in der kommenden Saison auch in der U21 Spielpraxis sammeln, wenn er den Sprung nach oben nicht direkt schaffen sollte. Gespräche mit dem VfL Bochum laufen. Es gibt nach unseren Informationen aber auch andere Interessenten. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 27. Spieltag VfL - Kiel - von Herr Bert - 03-19-2026, 06:48 PM

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