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Presseberichte zum 24. Spieltag Düseldorf - VfL
#8
Der VfL Bochum stellt einen besonderen Bestwert in der 2. Liga, die Startelf für das Duell in Düsseldorf steht – bis auf eine Position. 

Die Zeiten, in denen der VfL Bochum in Sozialen Medien als Rentner-Truppe verunglimpft wurde, sind längst vorbei. In der Bundesliga war der VfL mit vielen Routiniers jenseits der 30 unterwegs, der Jugend blieb weitgehend das Nachsehen. In dieser Saison, eine Klasse tiefer, hat sich das radikal geändert. 

Der Weg des VfL, Talente zu fordern und zu fördern, nahm in der Kaderplanung und unter Dieter Hecking seinen Anfang. Noch deutlich konsequenter setzte ihn Trainer Uwe Rösler fort, spielt mitunter mit sechs, sieben Jungprofis in der Startelf, die maximal 21 Jahre alt sind. Wie beim Pokalsieg in Augsburg, der den Trend so richtig beflügelte. „Wenn es 50:50 ist, spielt der Jüngere“, hatte er bereits bei seinem Amtsantritt gesagt. Und Wort gehalten. 

Zehn VfL-Spieler bis 21 im Einsatz
Bereits zehn Spieler zwischen 18 und 21 Jahren hat der VfL in dieser Saison eingesetzt, und vor allem: Viele von ihnen spielen immer oder oft von Beginn an wie Francis Onyeka, Cajetan Lenz, Leandro Morgalla, Mats Pannewig und der im Winter hinzugeholte Callum Marshall. Viele Minuten sammelten auch Farid Alfa-Ruprecht und der zuletzt seltener berücksichtigte Kjell Wätjen. Kacper Koscierski ist wegen der Systemumstellung derzeit Stammspieler in der U21. Zu Kurzeinsätzen bei ihrem Profidebüt zu Saisonbeginn brachten es Daniel Hülsenbusch und Darnell Keumo.

Zusammen kommen die zehn, teils ausgeliehenen VfL-Talente auf 10.000 Minuten Einsatzzeit: Das ist der Bestwert der 2. Liga in dieser Altersspanne. Dass den jungen Stammkräften da auch mal die Luft etwas ausgeht, ist daher normal. Wie zuletzt bei Franis Onyeka zu sehen, der unter Uwe Rösler bisher jede Partie von Beginn an bestritten hat. Vielleicht ist der 18-Jährige auch beim heißen NRW-Duell am Freitag, wenn der VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf antritt (18.30 Uhr/Sky), wieder von Beginn an dabei. Vielleicht auch nicht. 

Marshall oder Onyeka? Rennen ist noch offen
Denn zehn Spieler der Startelf, die einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen sollen, stehen fest. Offen ist, ob Callum Marshall oder Onyeka als Zehner hinter und neben Philipp Hofmann starten. „Francis hat immer begonnen. Er hat auf der Sechs, Acht, Zehn und Neun gespielt. Gegen Nürnberg musste er auf der rechten Seite viele Meter machen. Anfang der Woche war er etwas müde“, sagte Rösler. Allerdings konnte Marshall, der zuletzt spritziger wirkte, nicht problemfrei trainieren. Rösler: „Callum hatte in dieser Woche etwas Rückenprobleme. Wir werden sehen, wer von Anfang an spielt.“ Womöglich: eine Bauchentscheidung am Freitag.

Die beiden Mittelfeld-Talente aus dem eigenen Nachwuchs, Cajetan Lenz und Mats Pannewig, werden wieder das defensive Zentrum bilden. „Die Chemie zwischen Mats und Cajetan stimmt“, sagte Rösler. Kapitän Matus Bero bleibt auf der Bank, nachdem der 30-Jährige nach langer Verletzungspause gegen Nürnberg sein Kurz-Comeback gefeiert hatte. „Matus wird sehr wahrscheinlich wieder Minuten bekommen und wird sich über Teileinsätze wieder in die Position bringen, dass er anfangen kann“, sagte der Trainer. 

Holtmann und Morgalla sind bereit
Eine Startelf-Garantie gab er indes den gegen Nürnberg (1:1) fehlenden bzw. früh ausgewechselten Leandro Morgalla und Gerrit Holtmann. Beide trainierten durch, seien fit, werden beginnen – Holtmann auf dem linken Flügel, Morgalla hinten rechts. In die Viererkette zurückkehren wird zudem Verteidiger Philipp Strompf, auch wegen seiner Größe und Kopfballstärke. Rösler: „Standardsituationen haben wir vermehrt trainiert. Da müssen wir mal wieder treffen. Mit Pippo ist die Chance größer, er ist da eine Waffe.“

Für den gesperrten Maximilian Wittek rückt Mikkel Rakneberg als Linksverteidiger ins Team, Noah Loosli ist innen gesetzt. Rechtsaußen soll nach seiner Gelbsperre Koji Miyoshi das Spiel wieder beflügeln, ganz vorne Philipp Hofmann angreifen. Der Abschluss, erklärte Rösler, die Box-Besetzung, das Einlaufen der Stürmer stand in dieser Woche besonders im Fokus nach nur zwei Treffern aus den letzten drei Partien. Rösler hat „keine Bedenken“, dass wieder mehr Tore fallen, „solange wir uns die Chancen kreieren.“ 

Hertha-Spiel ist der Maßstab für Bochum
Entscheidend aber, das machte der Coach am Donnerstag mehrmals deutlich, wird die Mentalität sein. Der Wille, gegen die personell gebeutelte Fortuna direkt Zeichen zu setzen. Sein erstes VfL-Spiel, das 3:2 gegen Hertha, bemühte er nicht zum ersten Mal als Maßstab. „Wir müssen das Messer zwischen den Zähnen haben, müssen so ins Spiel gehen wie gegen Hertha“, sagte er. „Da gab es nur eine Marschroute: Wir müssen gewinnen“. Diese „Gier“ erwarte er in Düsseldorf, nachdem er sie gegen Nürnberg in der ersten Halbzeit vermisst hatte. Und in manch anderen Partien fehlte zuletzt der letzte Schritt. Vielleicht auch, weil man nicht mehr ganz unten und mit dem Rücken zur Wand, sondern seit Wochen im Mittelfeld der Tabelle steht.

Leidenschaft von der ersten Sekunde will er sehen bei der Fortuna, die auf bis zu acht Spieler, darunter mehrere Verteidiger, verzichten muss. Rösler gab sich vor seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte kampfbereit, stärkte sein Team: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine ordentliche Leistung abliefern, ist sehr hoch. Wir sind generell in einer guten Form, außer in der ersten Halbzeit gegen Nürnberg“, sagte er und gab den Fans sogar ein Versprechen: „Es wird ein Highlight werden vor 40.000 Fans. 10.000 VfLer werden uns unterstützen. Wir werden alles auf dem Platz lassen, das kann ich versprechen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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RE: Presseberichte zum 24. Spieltag Düseldorf - VfL - von Herr Bert - Gestern, 07:12 AM

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