02-09-2026, 05:24 PM
Nach intensiven Wochen steht der VfL Bochum im Duell mit Paderborn vor einer wichtigen Bewährungsprobe – gelingt der nächste Schritt nach vorn?
Das Bild, das Uwe Rösler am Sonntag bei Instagram teilte, zeugte von tiefster Entspannung. Auf einem schwarzen Stuhl saß er mit einem Hut auf dem Kopf vor einem geöffneten Fenster. Draußen strahlte die Sonne Mallorcas ins Zimmer, während er am Handy scrollte. Vielleicht machte er sich in diesem Moment Gedanken über den VfL Bochum, vielleicht suchte er auch gerade nach einem passenden Lied für diese Szenerie. Jedenfalls nutzte er das freie Wochenende, um noch einmal Kraft zu tanken nach intensiven Wochen zum Start ins Jahr 2026.
Nach sechs Punkten aus Duellen gegen drei Teams aus den aktuellen Top vier der Liga und einem 1:1 gegen Preußen Münster, wartet am Sonntag bereits das nächste Spiel gegen ein Spitzenteam der 2. Bundesliga. Der SC Paderborn gastiert dann an der Castroper Straße (13.30 Uhr, Sky) zu einem echten Spitzenspiel – zumindest wenn man die Formtabelle unter Rösler zurate zieht. Seitdem die VfL-Mannschaft von dem 57-Jährigen trainiert wird, ist sie der zweitbeste Punktesammler der gesamten Liga und hat sogar zwei Punkte mehr als Paderborn gesammelt.
Terrazzino freut sich auf Spitzenspiel
„Es ist ein Spitzenspiel“, sagte daher auch Marco Terrazzino. Der ehemalige Profi spielte in seiner Karriere für beide Vereine und kennt den kommenden Gegner entsprechend auch aus dem Inneren. „Paderborn macht sehr gute Arbeit, sie spielen guten Fußball, mutig, laufstark, intensiv“, sagt er. Sein Herz hat er dennoch an den VfL verloren. 65 Spiele absolvierte er für die Bochumer zwischen 2014 und 2016, bevor es ihn vom damaligen Zweitligisten zum Bundesligisten TSG Hoffenheim zog. Mit 34 Jahren ist er inzwischen Ex-Profi und zurückgezogen in jene Stadt, in der er die „schönste Zeit“ seiner Karriere hatte, wie er am Montag in einer Folge „Inside VfL – Der Stadtwerke-Bochum-Talk der WAZ und Radio Bochum“ sagte.
„Ich bin dankbar, dass ich wieder so eng am VfL dran bin“, sagte er. „Ich bin hier sesshaft geworden und habe an den Traditionsevents teilgenommen“, sagte der ehemalige Offensivspieler. Erst kürzlich lief er in Mülheim wieder im VfL-Trikot beim Traditionsmasters auf. „Es ehrt mich total und natürlich trage ich die blau-weiße Brille.“ Mit dieser sagt er auch: „Ich glaube, dass der VfL ohne die ersten acht Spiele oben eine gute Rolle spielen könnte.“ Das liegt für ihn vor allem an Rösler. „Uwe Rösler kommt über Intensität, Physis und Kompaktheit. Das hat den VfL immer ausgemacht. Deshalb war der Trainerwechsel enorm wichtig und hat die DNA zurückgebracht. Das braucht der VfL“, so Terrazzino.
VfL Bochum weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt
Der schwache Saisonstart unter Dieter Hecking hat allerdings dazu beigetragen, dass der VfL Bochum aktuell trotz Tabellenplatz acht weiterhin gegen den Abstieg spielt. Gerade einmal fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, weiterhin sind es nur sechs Punkte auf einen Abstiegsplatz. Und dennoch sieht Terrazzino wie wohl so viele im Umfeld den VfL derzeit auf „dem richtigen Weg“, weil „die Leistung stimmt“. Daran ändere auch ein Unentschieden gegen Preußen Münster nichts, obwohl sich der eine oder andere vor allem nach dem Derbysieg gegen Schalke 04 am vergangenen Freitag mehr erhofft hatte.
Terrazzino hat Verständnis für die Spieler. „Ein Spiel nach so einem Highlight wie gegen Schalke ist unterbewusst immer schwer“, sagte er. „Jeder, der Fußball gespielt hat, weiß, dass es die hohe Kunst ist, nach einem Sieg gegen den Tabellenführer nachzulegen.“ Und die beherrscht der VfL bislang nicht, was die Mannschaft wohl auch von den ganz großen Teams der Liga momentan noch unterscheidet – wenngleich die Bochumer auch in Münster ein gutes Spiel machten und durchaus Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden.
Terrazzino lobt Offensivspiel
„Ich sehe es positiv, dass man auswärts so viele Chancen herausspielt nach so einer Woche“, sagte Terrazzino über Koji Miyoshi, Gerrit Holtmann, Philipp Hofmann und Co. Generell sehe man die Arbeit Röslers in Bochum immer mehr zum Vorschein kommen. „Die Angriffe sind super“, sagte er und nannte beispielhaft den Treffer zum 2:0 gegen Schalke: „Der Ablauf vor dem 2:0 gegen Schalke – das war sensationell. Die Jungs sind immer besser aufeinander abgestimmt.“
Nur beim Torabschluss gibt es noch Nachholbedarf. Ein Tipp des ehemaligen Offensivspielers, der für den VfL immerhin zwölf Tore schoss und 17 weitere vorbereitete. „Es geht im Fußball immer um Wiederholungen im Training. Der Kopf ist entscheidend, du musst dich im Training messen, dir nochmal nach dem Training die Abschlüsse nehmen. Üben, üben, üben – aber die Jungs sind auf einem guten Weg“, so der 34-Jährige. Dieser gute Weg soll nach Möglichkeit am Sonntag weitergegangen werden.
Quelle: WAZ.de
Das Bild, das Uwe Rösler am Sonntag bei Instagram teilte, zeugte von tiefster Entspannung. Auf einem schwarzen Stuhl saß er mit einem Hut auf dem Kopf vor einem geöffneten Fenster. Draußen strahlte die Sonne Mallorcas ins Zimmer, während er am Handy scrollte. Vielleicht machte er sich in diesem Moment Gedanken über den VfL Bochum, vielleicht suchte er auch gerade nach einem passenden Lied für diese Szenerie. Jedenfalls nutzte er das freie Wochenende, um noch einmal Kraft zu tanken nach intensiven Wochen zum Start ins Jahr 2026.
Nach sechs Punkten aus Duellen gegen drei Teams aus den aktuellen Top vier der Liga und einem 1:1 gegen Preußen Münster, wartet am Sonntag bereits das nächste Spiel gegen ein Spitzenteam der 2. Bundesliga. Der SC Paderborn gastiert dann an der Castroper Straße (13.30 Uhr, Sky) zu einem echten Spitzenspiel – zumindest wenn man die Formtabelle unter Rösler zurate zieht. Seitdem die VfL-Mannschaft von dem 57-Jährigen trainiert wird, ist sie der zweitbeste Punktesammler der gesamten Liga und hat sogar zwei Punkte mehr als Paderborn gesammelt.
Terrazzino freut sich auf Spitzenspiel
„Es ist ein Spitzenspiel“, sagte daher auch Marco Terrazzino. Der ehemalige Profi spielte in seiner Karriere für beide Vereine und kennt den kommenden Gegner entsprechend auch aus dem Inneren. „Paderborn macht sehr gute Arbeit, sie spielen guten Fußball, mutig, laufstark, intensiv“, sagt er. Sein Herz hat er dennoch an den VfL verloren. 65 Spiele absolvierte er für die Bochumer zwischen 2014 und 2016, bevor es ihn vom damaligen Zweitligisten zum Bundesligisten TSG Hoffenheim zog. Mit 34 Jahren ist er inzwischen Ex-Profi und zurückgezogen in jene Stadt, in der er die „schönste Zeit“ seiner Karriere hatte, wie er am Montag in einer Folge „Inside VfL – Der Stadtwerke-Bochum-Talk der WAZ und Radio Bochum“ sagte.
„Ich bin dankbar, dass ich wieder so eng am VfL dran bin“, sagte er. „Ich bin hier sesshaft geworden und habe an den Traditionsevents teilgenommen“, sagte der ehemalige Offensivspieler. Erst kürzlich lief er in Mülheim wieder im VfL-Trikot beim Traditionsmasters auf. „Es ehrt mich total und natürlich trage ich die blau-weiße Brille.“ Mit dieser sagt er auch: „Ich glaube, dass der VfL ohne die ersten acht Spiele oben eine gute Rolle spielen könnte.“ Das liegt für ihn vor allem an Rösler. „Uwe Rösler kommt über Intensität, Physis und Kompaktheit. Das hat den VfL immer ausgemacht. Deshalb war der Trainerwechsel enorm wichtig und hat die DNA zurückgebracht. Das braucht der VfL“, so Terrazzino.
VfL Bochum weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt
Der schwache Saisonstart unter Dieter Hecking hat allerdings dazu beigetragen, dass der VfL Bochum aktuell trotz Tabellenplatz acht weiterhin gegen den Abstieg spielt. Gerade einmal fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, weiterhin sind es nur sechs Punkte auf einen Abstiegsplatz. Und dennoch sieht Terrazzino wie wohl so viele im Umfeld den VfL derzeit auf „dem richtigen Weg“, weil „die Leistung stimmt“. Daran ändere auch ein Unentschieden gegen Preußen Münster nichts, obwohl sich der eine oder andere vor allem nach dem Derbysieg gegen Schalke 04 am vergangenen Freitag mehr erhofft hatte.
Terrazzino hat Verständnis für die Spieler. „Ein Spiel nach so einem Highlight wie gegen Schalke ist unterbewusst immer schwer“, sagte er. „Jeder, der Fußball gespielt hat, weiß, dass es die hohe Kunst ist, nach einem Sieg gegen den Tabellenführer nachzulegen.“ Und die beherrscht der VfL bislang nicht, was die Mannschaft wohl auch von den ganz großen Teams der Liga momentan noch unterscheidet – wenngleich die Bochumer auch in Münster ein gutes Spiel machten und durchaus Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden.
Terrazzino lobt Offensivspiel
„Ich sehe es positiv, dass man auswärts so viele Chancen herausspielt nach so einer Woche“, sagte Terrazzino über Koji Miyoshi, Gerrit Holtmann, Philipp Hofmann und Co. Generell sehe man die Arbeit Röslers in Bochum immer mehr zum Vorschein kommen. „Die Angriffe sind super“, sagte er und nannte beispielhaft den Treffer zum 2:0 gegen Schalke: „Der Ablauf vor dem 2:0 gegen Schalke – das war sensationell. Die Jungs sind immer besser aufeinander abgestimmt.“
Nur beim Torabschluss gibt es noch Nachholbedarf. Ein Tipp des ehemaligen Offensivspielers, der für den VfL immerhin zwölf Tore schoss und 17 weitere vorbereitete. „Es geht im Fußball immer um Wiederholungen im Training. Der Kopf ist entscheidend, du musst dich im Training messen, dir nochmal nach dem Training die Abschlüsse nehmen. Üben, üben, üben – aber die Jungs sind auf einem guten Weg“, so der 34-Jährige. Dieser gute Weg soll nach Möglichkeit am Sonntag weitergegangen werden.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."