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Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Druckversion

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Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Herr Bert - 02-09-2026

Nach intensiven Wochen steht der VfL Bochum im Duell mit Paderborn vor einer wichtigen Bewährungsprobe – gelingt der nächste Schritt nach vorn? 

Das Bild, das Uwe Rösler am Sonntag bei Instagram teilte, zeugte von tiefster Entspannung. Auf einem schwarzen Stuhl saß er mit einem Hut auf dem Kopf vor einem geöffneten Fenster. Draußen strahlte die Sonne Mallorcas ins Zimmer, während er am Handy scrollte. Vielleicht machte er sich in diesem Moment Gedanken über den VfL Bochum, vielleicht suchte er auch gerade nach einem passenden Lied für diese Szenerie. Jedenfalls nutzte er das freie Wochenende, um noch einmal Kraft zu tanken nach intensiven Wochen zum Start ins Jahr 2026. 

Nach sechs Punkten aus Duellen gegen drei Teams aus den aktuellen Top vier der Liga und einem 1:1 gegen Preußen Münster, wartet am Sonntag bereits das nächste Spiel gegen ein Spitzenteam der 2. Bundesliga. Der SC Paderborn gastiert dann an der Castroper Straße (13.30 Uhr, Sky) zu einem echten Spitzenspiel – zumindest wenn man die Formtabelle unter Rösler zurate zieht. Seitdem die VfL-Mannschaft von dem 57-Jährigen trainiert wird, ist sie der zweitbeste Punktesammler der gesamten Liga und hat sogar zwei Punkte mehr als Paderborn gesammelt. 

Terrazzino freut sich auf Spitzenspiel
„Es ist ein Spitzenspiel“, sagte daher auch Marco Terrazzino. Der ehemalige Profi spielte in seiner Karriere für beide Vereine und kennt den kommenden Gegner entsprechend auch aus dem Inneren. „Paderborn macht sehr gute Arbeit, sie spielen guten Fußball, mutig, laufstark, intensiv“, sagt er. Sein Herz hat er dennoch an den VfL verloren. 65 Spiele absolvierte er für die Bochumer zwischen 2014 und 2016, bevor es ihn vom damaligen Zweitligisten zum Bundesligisten TSG Hoffenheim zog. Mit 34 Jahren ist er inzwischen Ex-Profi und zurückgezogen in jene Stadt, in der er die „schönste Zeit“ seiner Karriere hatte, wie er am Montag in einer Folge „Inside VfL – Der Stadtwerke-Bochum-Talk der WAZ und Radio Bochum“ sagte.

„Ich bin dankbar, dass ich wieder so eng am VfL dran bin“, sagte er. „Ich bin hier sesshaft geworden und habe an den Traditionsevents teilgenommen“, sagte der ehemalige Offensivspieler. Erst kürzlich lief er in Mülheim wieder im VfL-Trikot beim Traditionsmasters auf. „Es ehrt mich total und natürlich trage ich die blau-weiße Brille.“ Mit dieser sagt er auch: „Ich glaube, dass der VfL ohne die ersten acht Spiele oben eine gute Rolle spielen könnte.“ Das liegt für ihn vor allem an Rösler. „Uwe Rösler kommt über Intensität, Physis und Kompaktheit. Das hat den VfL immer ausgemacht. Deshalb war der Trainerwechsel enorm wichtig und hat die DNA zurückgebracht. Das braucht der VfL“, so Terrazzino. 

VfL Bochum weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt
Der schwache Saisonstart unter Dieter Hecking hat allerdings dazu beigetragen, dass der VfL Bochum aktuell trotz Tabellenplatz acht weiterhin gegen den Abstieg spielt. Gerade einmal fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, weiterhin sind es nur sechs Punkte auf einen Abstiegsplatz. Und dennoch sieht Terrazzino wie wohl so viele im Umfeld den VfL derzeit auf „dem richtigen Weg“, weil „die Leistung stimmt“. Daran ändere auch ein Unentschieden gegen Preußen Münster nichts, obwohl sich der eine oder andere vor allem nach dem Derbysieg gegen Schalke 04 am vergangenen Freitag mehr erhofft hatte.

Terrazzino hat Verständnis für die Spieler. „Ein Spiel nach so einem Highlight wie gegen Schalke ist unterbewusst immer schwer“, sagte er. „Jeder, der Fußball gespielt hat, weiß, dass es die hohe Kunst ist, nach einem Sieg gegen den Tabellenführer nachzulegen.“ Und die beherrscht der VfL bislang nicht, was die Mannschaft wohl auch von den ganz großen Teams der Liga momentan noch unterscheidet – wenngleich die Bochumer auch in Münster ein gutes Spiel machten und durchaus Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. 

Terrazzino lobt Offensivspiel
„Ich sehe es positiv, dass man auswärts so viele Chancen herausspielt nach so einer Woche“, sagte Terrazzino über Koji Miyoshi, Gerrit Holtmann, Philipp Hofmann und Co. Generell sehe man die Arbeit Röslers in Bochum immer mehr zum Vorschein kommen. „Die Angriffe sind super“, sagte er und nannte beispielhaft den Treffer zum 2:0 gegen Schalke: „Der Ablauf vor dem 2:0 gegen Schalke – das war sensationell. Die Jungs sind immer besser aufeinander abgestimmt.“ 

Nur beim Torabschluss gibt es noch Nachholbedarf. Ein Tipp des ehemaligen Offensivspielers, der für den VfL immerhin zwölf Tore schoss und 17 weitere vorbereitete. „Es geht im Fußball immer um Wiederholungen im Training. Der Kopf ist entscheidend, du musst dich im Training messen, dir nochmal nach dem Training die Abschlüsse nehmen. Üben, üben, üben – aber die Jungs sind auf einem guten Weg“, so der 34-Jährige. Dieser gute Weg soll nach Möglichkeit am Sonntag weitergegangen werden. 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Herr Bert - 02-12-2026

Uwe Rösler ist angetan von der taktischen Vielfalt in der 2. Liga. Bochums Trainer tüftelt am Matchplan und verrät eine Schwäche von Paderborn. 

Uwe Rösler hat in seiner Karriere als Trainer und Spieler viel erlebt. Die 2. Liga 2025/26 aber, sagte er unlängst sinngemäß, hebt sich von seinen bisherigen Erfahrungen in England oder Skandinavien ab und sorgt dafür, dass auch der 57-Jährige immer wieder neu denken, flexibel bleiben muss. Viele verschiedene Systeme und taktische Ansätze der Gegner erfordern ständige Anpassungen bei der eigenen Herangehensweise, die entscheidend sein können. 

Beim 3:3-Spektakel gegen Spitzenreiter Darmstadt gab es einen offenen Schlagabtausch. Den Tabellenzweiten Schalke nahm man tiefer auf und dann mit geradlinigem Umschaltspiel über die Flügel auseinander (2:0). Zuletzt in Münster (1:1) presste der VfL die im Ballbesitz eigentlich starken Preußen früh, hatte erst zum dritten Mal unter Rösler sogar mehr Ballbesitz als der Gegner. 

Rösler lobt Spielstärke von Paderborns Torwart
Jetzt kommt das nächste Topteam ins Ruhrstadion. Der SC Paderborn gastiert am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) als Tabellendritter mit Aufstiegsambitionen in Bochum. „Paderborn verfolgt einen ganz anderen Ansatz als Münster und auch als Schalke. Woche für Woche ist es eine Herausforderung. Aber eine, die mir gefällt. So entwickeln wir uns als Trainerteam“, sagte Uwe Rösler am Mittwoch.

„Es ist wichtig, dass wir bei unseren Prinzipien bleiben“, betonte der Coach. „Aber ein, zwei Sachen werden wir verändern müssen. Die haben immer vier, fünf Spieler auf der letzten Linie, spielen viele lange oder diagonale Bälle.“ Torwart Dennis Seimen, so Rösler, „ist mit einer der spielstärksten Torhüter der Liga, den man fast gar nicht pressen kann.“ 

VfL setzt auf schnelles Umschaltspiel gegen Paderborns Schwächen
Viel spricht daher dafür, dass der VfL nicht so hoch anläuft und den SCP vor allem mit schnellem Umschaltspiel, das zuletzt Callum Marshall mit Traumpässen auf Gerrit Holtmann prägte, vor Probleme stellen will. „Wir haben in Münster ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir waren sehr, sehr mutig“, sagte Rösler. „Jetzt gegen Paderborn wird es einen anderen Ansatz geben. Ich habe Paderborn im Trainingslager gegen Charleroi gesehen. Da haben sie viele Konter zugelassen. Sie haben also auch ihre Schwächen.“ 

Quelle: WAZ.de


RE: Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Herr Bert - 02-13-2026

   
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„Wollen bei uns und unseren Prinzipien bleiben“
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Der VfL Bochum 1848 empfängt am 22. Spieltag den Tabellendritten. Am Sonntag, 15. Februar, ist der SC Paderborn zu Gast im Vonovia Ruhrstadion. VfL-Cheftrainer Uwe Rösler beantwortete auf der Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten. 
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Neben Ibrahim Sissoko fehlt Romario Rösch, der immer noch krank ist. Matus Bero hat jetzt die erste Woche trainiert und es ordentlich gemacht. Er hat eine sehr hohe Grundfitness. Ich glaube aber, er braucht noch mindestens eine Woche.
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… den Kader: Ich kann nur 20 Spieler in den Spieltagskader berufen, nur elf von Anfang an spielen lassen und habe nur fünf Einwechslungen. Das ist mein Job, diese Entscheidungen zu treffen. Ich sammle alle Eindrücke, bespreche mich mit meinem Staff und es hängt auch vom Matchplan ab. Wir haben ein Heimspiel, wollen bei uns und unseren Prinzipien bleiben, müssen aber ein, zwei Dinge für Paderborn anpassen.
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… den Gegner: Paderborn steht absolut zurecht da oben in der Tabelle. Sie haben eine interessante Spielweise, sind eine der Mannschaften, die mit den meisten langen Bällen in der Liga agiert. Dazu ein Torhüter, der weit vor seinem Tor und sehr Ballsicher fast als Feldspieler mitspielt, was es schwer macht, sie zu pressen. Sie bringen viele Spieler auf die letzte Linie, was es schwierig macht für unsere Abwehrspieler, wenn wir vorne keinen Druck draufbekommen. Sie sammeln dann die zweiten Bälle ein, um ihren Ballbesitz in der gegnerischen Hälfe zu etablieren, und schlagen dazu viele Flanken.

… Philipp Hofmann: Seitdem ich hier bin, hat er sich voll damit identifiziert, wie wir spielen wollen. Ich habe ihm auch klare Dinge mitgegeben, zum Beispiel dass er sich immer zentral bewegen soll. Er wollte immer wieder außen aushelfen, das habe ich ihm strikt verboten. Ich brauche ihn im Zentrum, wo er den kürzesten Weg zum Tor hat, damit er seine Kräfte für die entscheidenden Situationen in beiden Boxen schont. Er ist sowohl offensiv als auch defensiv wichtig. Es wird aber auch mal ein Spiel geben, wo ich ihn nicht von Anfang an bringen werde, weil es unser Matchplan verlangt. Aber generell bin ich mit seiner Entwicklung, seiner Leistung und auch Leadership innerhalb der Mannschaft sehr zufrieden. Er hat eine gute Ausstrahlung, ist für mich ein Führungsspieler, aber auch er muss immer weitermachen.
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… Mats Pannewig: Er war der Spieler, der bis vor dem Schalke-Spiel die konstantesten Leistungen im Mittelfeldzentrum gebracht hat. Dann ist er krank geworden, was jede gute Mannschaft auffangen muss. Das haben wir sehr gut gegen Schalke und auch Münster gemacht. Da haben sich andere Spieler in den Dienst der Mannschaft gestellt, in diesem Fall Francis Onyeka. So ist das im Fußball, es gilt immer der Ist-Zustand. Mats hatte jetzt eine sehr gute Einwechslung gegen Münster und ist jetzt wieder voll auf seinem Leistungsniveau. Du hast in jeder guten Mannschaft Konkurrenzkampf. Dem muss sich jeder stellen und da gibt es keinen Freifahrtschein. Wir haben alle das Ziel, die Liga so schnell wie möglich zu halten. Diesem muss sich jeder im Dienst der Mannschaft unterordnen.
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... Farid Alfa-Ruprecht: Gegen Münster war seine Einwechslung sehr effektiv, er hat uns fast noch den Sieg gebracht. Er ist ein junger Spieler, ich beschäftige mich viel mit ihm, sei es per Video oder auf dem Trainingsplatz und er versucht, die Dinge anzunehmen. Wenn ihm im Spiel die ersten Aktionen nicht gelangen, ist er ein bisschen in ein Loch gefallen. Das verzeihe ich ihm, weil er jung ist und seine erste Saison als Profi hat. Da ist sein Lernprozess, dass er sich wieder auf die einfachen Dinge konzentriert, und versucht, innerhalb des Spieles das ungute Gefühl von misslungenen Aktionen schnellstmöglich verarbeitet. Damit ihn das in den folgenden Aktionen nicht beeinflusst. Er ist ein guter Junge, hat gut trainiert, ist willig und hat gegen Münster gezeigt, dass ich mich auf ihn verlassen kann.
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... Oliver Olsen: Mit ihm und Leandro Morgalla sind wir auf der Rechtsverteidiger sehr stark besetzt. Die beiden pushen sich, das ist gut für sie. Wir geben Oliver die Zeit zu lernen, wie wir spielen. Er hat jetzt auch unsere Abläufe bei offensiven und defensiven Standardsituationen mitgemacht. Da kann er mit seiner Kopfballstärke eine Waffe sein. Das braucht einfach seine Zeit, dass er unsere Spielweise kennenlernt, wie wir aufbauen, wie wir verteidigen. Er ist ein sehr schlauer Spieler mit guter Ausbildung in Dänemark und lernt jeden Tag.
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RE: Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Herr Bert - 02-13-2026

VfL-Trainer Uwe Rösler hat vor dem Duell mit Paderborn insbesondere im Mittelfeld die Qual der Wahl. Wer fällt dem Luxusproblem des Coaches zum Opfer? Eine Rolle bei der Entscheidung dürften auch die sieben (!) drohenden Gelb-Sperren der Bochumer Akteure spielen 

Lange hielt die VfL-Hintermannschaft beim vergangenen Duell am 3. Spieltag mit dem SC Paderborn dicht - falls man es so nennen möchte. Schließlich erspielte sich der SCP Chance um Chance, scheiterte aber am Aluminium und Bochums Keeper Timo Horn, bevor Lucas Copado das Team aus dem Ruhrpott kurz vor Schluss tief ins Mark traf (0:1-Niederlage). Ein hochverdienter Sieg der Paderborner (3,11 xGoals), der die Bochumer Krise damals weiterverschärfte. 

Auch wenn damals noch Dieter Hecking an der Seitenlinie stand, ist der Spielverlauf natürlich auch dem aktuellen VfL-Trainer Uwe Rösler nicht verborgen geblieben. Eine Wiederholung der Paderborner Dominanz möchte Rösler naturgemäß vermeiden. "Jeder kann sich daran noch erinnern. Ich habe mir nochmal die Daten angelesen. Sie hatten über drei xGoals. Das deutet auf eine klare Dominanz hin", konstatierte der 57-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Tabellendritten am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker). 

"Wir haben uns einen Matchplan erarbeitet, der ein anderer sein wird als der gegen Münster. Weil Paderborn das auch einfach abverlangt", kündigte Rösler an. Dabei kann der Trainer fast aus den Vollen schöpfen. Bis auf Kevin Vogt, Matus Bero (beide Trainingsrückstand) und Ibrahim Sissoko (Sprunggelenksverletzung) steht dem Trainer der komplette Kader zur Verfügung. 

"Ich bin immer noch nicht klar, ehrlich", schmunzelte Rösler auf die Frage hin, auf wen der Trainer gerade im üppig besetzten Mittelfeld zurückgreifen möchte. "Ich habe mir gerade nochmal das Training angeschaut, morgen spielen wir auch noch mal elf gegen elf, ich schiebe das gerne immer ein bisschen auf." 

Von Rösler gehuldigt, dann zweite Wahl
Dabei drängt sich vor allem die Frage auf, wie Rösler mit Mats Pannewig umgeht. Der 21-Jährige, den Rösler nach dem Spiel samt Treffer gegen Elversberg (1:1-Endstand) noch als den besten Mittelfeldspieler, den er beim VfL zur Verfügung hätte, bezeichnete, fiel beim Heimspiel gegen Schalke kurzfristig erkrankt aus und fand sich danach auch im Duell mit Münster auf der Bank wieder. Ist der vor drei Wochen noch von Rösler gehuldigte Youngster nun wieder ein Kandidat für die Startelf? 

"Mats war der Spieler, der bis vor dem Schalke-Spiel die konstanteste Leistung gebracht hat, dann ist er leider erkrankt. Das muss jede gute Mannschaft dann auffangen. Das haben wir gegen Schalke und Münster sehr gut aufgefangen. Andere Spieler wie Francis (Onyeka, Anm. d. Red.) haben sich dann in den Dienst der Mannschaft gestellt" erklärte Rösler und bescheinigte Onyeka im gleichen Zuge eine sehr ordentliche Leistung. Das befeuert den Konkurrenzkampf an der Castroper Straße natürlich zusätzlich. "In jeder guten Mannschaft hast du Competition. Da muss sich auch jeder stellen. Da gibt es keine Freifahrtscheine zu verteilen." 

Eine Komponente könnte dem Bochum-Trainer die Personalentscheidungen erleichtern. Schließlich droht Pannewig, der bereits viermal Gelb gesehen hat, eine Sperre. Gleich sechs Teamkollegen, zu denen unter anderem Phillip Hoffmann und Maximilian Wittek zählen, befinden sich in der selben Situation. Verteilt Schiedsrichter Tom Bauer im Duell mit Paderborn weitere Karten an die robuste Bochumer Mannschaft, könnte sich Röslers Luxusproblem schneller auflösen, als es dem Trainer lieb ist. 

Ganz egal, wer im kommenden Heimspiel auf dem Platz stehen wird, eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung wird gegen Paderborn unumgänglich sein. Denn abermals bekommt es der Tabellenachte mit einer formstarken Mannschaft zu tun. "Wir spielen im Prinzip jetzt Woche für Woche gegen die Mannschaften, die gerade ein Momentum haben. Paderborn steht absolut zu Recht gerade da oben, sie haben eine sehr interessante Spielweise", lobte Rösler. Mit welchen Akteuren er dieser "interessanten Spielweise" begegnen wird, zeigt sich dann rund eine Stunde vor Anpfiff, wenn die Aufstellungen veröffentlicht werden. 

Quelle: Kicker.de


RE: Presseberichte zum 22. Spieltag VfL - Paderborn - Herr Bert - 02-15-2026

Bochum und Paderborn trennen sich 0:0 - nach einem Chancenfestival par excellence ein unfassbares Ergebnis, über das sich vor allem der VfL angesichts einer Masse an Hochkarätern ärgern muss. 

Bochums Coach Uwe Rösler nahm gegenüber dem 1:1 in Münster einen Personaltausch vor: Pannewig verdrängte Marshall auf die Bank. Bei Paderborn vertraute Ralf Kettemann im Vergleich zum 2:1 gegen Nürnberg auf exakt dieselbe Anfangsformation. 

Trotz äußerst viel Ballkontrolle des SCP gegen lauernde Bochumer, die durch Miyoshi in der 1. Minute fast einen Blitzstart hingelegt hätten, verstrich die Anfangsviertelstunde ohne nennenswerten Abschluss der überlegenen Gäste, die nicht in die Tiefe fanden. 

Mit einem ersten VfL-Konter von Onyeka (16.) verschoben sich die Kräfteverhältnisse, die Offensivaktionen der Gastgeber wurden konkreter und gipfelten in der bis dorthin besten Chance durch Hofmann - Paderborns Keeper Seimen parierte großartig (20.). 

VAR kassiert Elfmeter ein - Bochumer Chancenwucher
Die Offensive des SCP blieb harmlos, auf der Gegenseite entwickelte sich diesbezüglich ein wahres Feuerwerk. Zunächst wurde ein durch Götze verursachter Handelfmeter vom VAR wieder einkassiert, weil Miyoshi in der Entstehung im Abseits gestanden hatte (30.). 

Immer nach dem gleichen Muster - mit Initiator Holtmann vom linken Flügel - spielte sich Bochum in einen Rausch, betrieb allerdings Chancenwucher. Nach Miyoshis Schlenzer (33.) stand wiederholt Seimen der überfälligen Führung im Weg: Der Keeper bewahrte sein Team bei mehreren Hochkarätern von Hofmann (37.) und Miyoshi (40., 44.) vor dem Rückstand. 

Die letzte Szene gehörte auf der anderen Seite Tigges, dessen Kopfball noch die Oberkante der Latte touchierte ((45.) - eine Pausenführung des Aufstiegsaspiranten wäre aber auch absurd gewesen. 

Miyoshi kommt einfach nicht an Seimen vorbei
Nach Wiederanpfiff ging es zunächst fröhlich offensiv weiter. Holtmann (46.) und Onyeka (48.) erweiterten das Chancenplus des VfL, Baur meldete immerhin auch den SCP an (47.). Es folgte die nächste große Bochumer Möglichkeit, wieder zog Miyoshi im Privatduell gegen Seimen den Kürzeren (51.). 

Auf der anderen Seite zeigte Horn gegen Michel sein Können, ein Treffer hätte wegen Abseits wohl nicht gezählt (57.). Bei Holtmann schon - wohl überflüssig zu erwähnen, dass Seimen auch die nächste dicke Gelegenheit vereitelte (60.). 

Nach einer Stunde Offensivfeuerwerk flaute das Spiel zwar nicht in seiner Intensität, aber doch in Sachen zwingende Chancen deutlich ab. Der VfL agierte nicht mehr so präzise, was den Kettemann-Schützlingen das Verteidigen erleichterte. 

Eine Topchance gab es noch: Fast nicht mehr verwunderlich war es, dass Seimen auch Bochums Lucky Punch durch Wittek beim 22. Torschuss der Gastgeber im Weg stand (90.+4). Es blieb bei der Nullnummer, mit der der Aufstiegsaspirant sicherlich sehr gut leben kann. 

Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) empfängt Bochum den 1. FC Nürnberg und muss dabei auf die gelbgesperrten Strompf und Miyoshi verzichten. Am Sonntag (13.30 Uhr) trifft Paderborn auf Hertha BSC

Quelle: Kicker.de