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Presseberichte zum 24. Spieltag Düseldorf - VfL
#1
Viel Brisanz steckt im NRW-Duell zwischen Düsseldorf und Bochum, noch gibt es ein paar Karten. Beim VfL Bochum könnten vier Spieler zurückkehren. 

Die Sorgen des VfL Bochum hätte Fortuna Düsseldorf wohl gerne. Eine latente Unzufriedenheit machte sich breit an der Castroper Straße nach der Partie gegen Nürnberg. Es war das siebte Remis in den letzten acht Partien nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem kämpferisch starken zweiten Durchgang, in dem Francis Onyeka per verwandeltem Handelfmeter zum leistungsgerechten 1:1 ausgeglichen hatte. 

Wieder kein Sieg, „das kann gefährlich sein“, mahnte etwa Stürmer Philipp Hofmann mit Blick auf den Abstiegskampf. Er schob aber nach: „Punkt ist Punkt. Wir sind schwer zu besiegen.“ Seit zehn Partien hat der VfL nicht mehr verloren: Man schwankt in Bochum zwischen leichtem Frust und zartem Stolz auf eine „gute Entwicklung in den letzten Wochen“, wie Torwart Timo Horn meinte. 

Düsseldorf hadert nach 1:2 in Darmstadt
Die Fortuna indes haderte einmal mehr mit ihrer eklatanten Abschluss-Schwäche. Sie zeigte beim Tabellenzweiten Darmstadt eine ihrer stärksten Saisonleistungen, kehrte aber nach dem späten 1:2-Nackenschlag ohne Zähler in die Landeshauptstadt zurück. Düsseldorf liegt damit weiter bedrohlich nah an den Abstiegsrängen und vier Punkte hinter dem VfL. Am Freitag (18.30 Uhr/Sky) steigt das NRW-Duell, vielleicht: ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Und mit Sicherheit eine Partie mit viel Brisanz.

Fan-Invasion, Erinnerungen ans Jahrhundertspiel
Die VfL-Fans laufen seit Wochen heiß, mehr als 8700 Anhänger werden dabei sein, noch gibt es ein paar Restkarten für den auf nun 9000 Plätze erweiterten Gästeblock – Auswärts-Saisonrekord! Es ist das erste Wiedersehen in der Merkus-Spiel-Arena seit dem Jahrhundertspiel des VfL, dem Relegations-Wunder im Mai 2024. Bochum drehte ein 0:3 nach dem Hinspiel im Elfmeterschießen, feierte die Bundesliga-Rettung. Fortuna versank wochenlang in Schockstarre. 

Röslers Rückkehr nach Düsseldorf
Und es ist auch die Rückkehr von VfL-Trainer Uwe Rösler nach Düsseldorf, der in seinen anderthalb Jahren als Fortuna-Coach zunächst den Bundesliga-Klassenerhalt und in der Corona-Zweitliga-Saison 2020/21 den Aufstieg mehr oder minder knapp verpasst hatte. Rösler heuerte im Oktober 2025 beim VfL an nach einem Katastrophen-Start mit drei Punkten aus acht Partien. Bei Düsseldorf, das bis dahin zehn Punkte gesammelt hatte, übernahm zeitgleich Markus Anfang, der pikanterweise auch in Bochum ein Kandidat war. Klarer Punktsieger im Fernduell: Uwe Rösler.

Mit einem Erfolg an seiner alten Wirkungsstätte würde Bochum einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dafür muss sich der VfL gegen die zuletzt heimstarke Fortuna (drei Siege, ein Remis) aber steigern, muss „das Maximum“ herausholen, wie Rösler immer wieder betont. Und zwar konstant. Gegen Nürnberg habe der ersatzgeschwächte VfL die erste Halbzeit „etwas verschlafen“, meinte Rösler. Er betonte aber die Leidenschaft im zweiten Abschnitt: „Ich bin nicht unzufrieden. Die Jungs haben alles rausgehauen, den Punkt nehmen wir mit.“ 

Holtmann und Morgalla : Positive Signale
In Düsseldorf sollen es drei werden, helfen könnten gleich vier Rückkehrer. Mit Philipp Strompf und Koji Miyoshi ist nach ihren Gelb-Sperren fest in der Startelf zu rechnen. Bei Gerrit Holtmann, der beim Anschwitzen über muskuläre Probleme am Oberschenkel geklagt hatte, und Leandro Morgalla, der offensichtlich mit Problemen im Brustbereich früh ausgewechselt werden musste, gibt es nach Informationen dieser Redaktion positive Signale, dass sie gegen Düsseldorf dabei sein könnten. Nach ersten Erkenntnissen vom Wochenende droht beiden Stammspielern jedenfalls kein längerer Ausfall. Weitere Untersuchungen am Montag stehen allerdings noch aus. 

Quelle: WAZ.de
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" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Die Remiskönige des VfL Bochum haben in der Rückrunde nicht mehr Punkte geholt als Fortuna Düsseldorf. Daher wäre es mal wieder an der Zeit für einen Dreier - auswärts mit 9000 VfL-Fans im Rücken. 

Auf der einen Seite ist der VfL Bochum seit Ende November ungeschlagen. Auf der anderen Seite gewinnt die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler aber auch fast kein Spiel. 

Sieben der acht letzten Begegnungen endeten mit einer Punkteteilung. Daher verwundert es nicht, dass man in der Rückrundentabelle die gleiche Punktzahl erarbeiten konnte wie Fortuna Düsseldorf, die gefühlt aber im Krisenmodus agieren. 

Vier Punkte trennen Bochum und Düsseldorf nur, ein Blick auf die Tabelle reicht, um zu erkennen. Mit diesen ganzen Punkteteilungen kommt man nicht von der Stelle. 

Positiv: Am Montag konnte Rösler schon zwei Rückkehrer im Training begrüßen, die das Spiel gegen Nürnberg (1:1) verpassten oder nur kurzzeitig mitbestreiten konnten. 

Gerrit Holtmann kehrte ebenso ins Training zurück wie Leandro Morgalla, beide dürften am Freitag in Düsseldorf (18:30 Uhr) wieder im Kader stehen, in dem der gelbgesperrte Maximilian Wittek fehlen wird. 

Für Rösler werden die 90 Minuten eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. 53 Mal stand er als Trainer von Fortuna Düsseldorf an der Seitenlinie. Er erreichte einen Punkteschnitt von 1,45. 

Vor der Rückkehr zur Fortuna freut er sich auf das, was ihn und seine Mannschaft erwarten wird. "In dem Stadion mit 10.000 Bochumern vor vollem Haus zu spielen, das wird eine besondere Atmosphäre. Da freuen sich alle drauf." 

Kontakt hat er nicht mehr so viele nach Düsseldorf, wo seine Trainertätigkeit im Juni 2021 endete. Was den Gegner vom Freitag angeht, weiß er nur, dass die Fortuna schlechter dasteht in der Tabelle, als es nötig wäre. 

Rösler: "Sie waren oft nicht die schlechtere Mannschaft. Sie waren oft ebenbürtig. Wenn man ihre Chancen sieht, die sie erarbeiten, das wird ein hartes Stück Arbeit." 

Zuletzt hatte die Fortuna allerdings große personelle Probleme. Viele Torhüter fielen aus, aktuell muss man um einige Innenverteidiger bangen. Mit Jesper Daland sah einer der Verteidiger zuletzt in Darmstadt die Rote Karte 

Rösler weiß dennoch, wie schwer die Aufgabe wird. Seine Ansage: "In der Liga gibt es nichts for free." 

Quelle: Reviersport.de
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#3
VfL Bochum bereitet sich mit dem kompletten Kader auf das Spiel in Düsseldorf vor – ob alle Leistungsträger rechtzeitig fit werden? 

Die Sprintübungen gingen Gerrit Holtmann wieder leicht aus den Beinen. Der eine oder andere der 25 Feldspieler und vier Torhüter hatte hingegen etwas Probleme mit der Standfestigkeit auf dem inzwischen auch angeschlagenen Rasen auf dem Trainingsplatz des VfL Bochum. Anders als das Geläuf im Ruhrstadion - der neue Rasen wird dann beim Heimspiel gegen Kaiserslautern am 7. März eingeweiht - wird dort aber noch nicht gewechselt. Solange normale Trainingseinheiten wie am Montagvormittag auch noch vonstattengehen können, wird sich wohl auch niemand aus dem Kader des VfL beklagen. Zumal dafür auch gar keine Zeit ist. 

Schon am Freitagabend geht es für die Bochumer im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr/Sky) weiter, und dann dürfte auch Gerrit Holtmann wieder eine Rolle in der Startelf spielen, nachdem er vor dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg kurzfristig mit Problemen in der Oberschenkelmuskulatur ausgefallen war. „Dass er so kurz vor dem Spiel nicht auflaufen konnte, macht etwas mit der Mannschaft. Wir müssen daher auch Verständnis haben für die Mannschaft in der ersten Halbzeit“, sagte Rösler rückblickend. Doch schon am Montag war er wieder dabei – einzig beim abschließenden Turnier durfte er, genauso wie Marcel Sobottka und Ibrahim Sissoko, noch nicht mitmischen. 

Rösler erklärt: So geht es Morgalla
„Bei Gerrit war etwas vom Rücken reingezogen“, sagte sein Trainer Uwe Rösler am Montag rückblickend auf letzten Freitag. „Das kann manchmal passieren. Es ist so, wie es ist.“ Beim Anschwitzen am Vormittag hatte Holtmann über Probleme geklagt, konnte am Abend nicht mitwirken. Was sichtlich zu kleineren Anpassungsproblemen führte, weil sein Ersatzmann Farid Alfa-Ruprecht nicht überzeugen konnte. „Wir haben das Spiel auf Gerrit zugeschnitten und er war sehr wichtig in den Spielen“, sagte Rösler, der Hoffnungen hat, dass Holtmann schon am Freitag wieder von Beginn an spielen kann. „Der Plan war, dass er heute mit dem Ball etwas macht und auch an den Spielformen teilnimmt. Beim Turnier sollte er draußenbleiben. Morgen soll er voll mitmachen.“

Schon am Montag wieder voll dabei war Leandro Morgalla. Der Rechtsverteidiger musste gegen Nürnberg nach einer guten Viertelstunde vom Platz und fasste sich dabei immer wieder an die Brust. Beim VfL schrillten die Alarmglocken. Im Februar 2024 hatte ihn eine Herzmuskelentzündung infolge einer Virusinfektion als damals 19-Jährigen jäh aus dem gewohnten Leben eines Profifußballers gerissen, ein halbes Jahr später kehrte er zurück. „Wir haben bei Leo das Herz getestet, weil er früher mal Probleme mit dem Herzmuskel hatte“, sagte Rösler. „Wir haben aber grünes Licht bekommen. Ich weiß nicht genau, woran es am Freitag lag. Er hat sich unwohl gefühlt. Deshalb habe ich ihn rausgenommen. Wenn man mal sechs Monate damit raus war, macht das was mit einem.“ 

Rakneberg ersetzt Wittek
Die Entwarnung aber kam schnell – und Morgalla mischte schon wieder voll mit und dürfte gegen Fortuna Düsseldorf erneut in der Startelf stehen. Was für die Stabilität der Mannschaft wichtig sein dürfte, zumal mit dem gesperrten Maximilian Wittek bereits ein Spieler aus der Viererkette ersetzt werden muss. Für ihn spielt zu „100 Prozent“ Mikkel Rakneberg, wie Rösler schon sagte.

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#4
Anderthalb Jahre coachte Uwe Rösler die Fortuna. Jetzt kehrt er als VfL-Trainer nach Düsseldorf zurück und erklärt, wie er mit Bochum siegen will. 

Zusatzmotivation? Besondere Emotionen? Uwe Rösler wiegelt ab. Der Trainer des VfL Bochum ist ja ohnehin immer on fire, wenn der Ball im Spiel ist, ob beim Training oder bei den Spielen. Am Freitag kehrt der 57-Jährige erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück: Fortuna Düsseldorf empfängt den VfL (18.30 Uhr/Sky).

Ein besonderes Spiel? „Es ist eines, das wir gewinnen wollen“, sagte Rösler nach dem Training am Montag. In der Düsseldorfer Arena zu spielen, vor mindestens 9000 anreisenden VfL-Fans, „darauf freut sich jeder. Emotionen zeige ich am Freitag. Ich fahre mich langsam hoch.“ Business as usual, sozusagen. 

Röslers Werk in Düsseldorf bleibt unvollendet
Nur ein deutsches Team hatte Rösler vor seiner Ankunft in Bochum im vergangenen Oktober gecoacht. Düsseldorf. Sein Werk blieb unvollendet. Ende Januar 2020 kam der in England und Skandinavien gereifte Trainer und Ex-Stürmer zum damaligen Bundesliga-Schlusslicht. Die Fortuna spielte mutig, holte 15 Punkte in 15 Partien, verpasste aber den Relegationsrang 16 durch ein 0:3 am letzten Spieltag bei Union Berlin. Werder Bremen rettete sich, Düsseldorf stieg ab.

Der Wiederaufstieg war dann das erklärte Ziel, der Druck groß. Die Corona-Krise, die Röslers Amtszeit von Beginn an begleitete, und leere Stadien erschwerten die Arbeit. 56 Punkte holte Düsseldorf, Rang fünf. Sechs Zähler fehlten zu Platz drei, acht zum zweiten Platz. Rösler stolperte damals ausgerechnet auch über den VfL, der sein Team im Hinspiel 5:0 abfertigte und in Düsseldorf 2:0 gewann. Es war ein Meilenstein zur Bochumer Zweitliga-Meisterschaft. 

Röslers Ende bei Fortuna: Abschied mit Anstand
Die Folge: Der am Saisonende auslaufende Vertrag wurde nicht verlängert, Düsseldorf trennte sich im Mai 2021 von Rösler. Ein Abschied mit Anstand. „Wir sind Uwe Rösler sehr dankbar für sein großes Engagement, seine Leidenschaft und akribische Arbeit mit der Mannschaft“, sagte der damalige Sportvorstand Uwe Klein. Ähnlich respektvoll äußerte sich Fortunas langjähriger Boss Klaus Allofs.

„Insgesamt müssen wir aber sehen, dass unsere gemeinsamen Ziele – wenn auch denkbar knapp – nicht erreicht wurden“, so Klein damals über die „schwierige Entscheidung“. Auch Rösler wählte wohlwollende Worte zum Abschied nach 53 Pflichtspielen (Punkteschnitt: 1,45). Er ließ aber damals schon durchblicken, dass er sich eine andere Entscheidung gewünscht hätte. 

Rösler freut sich auf Wiedersehen mit alten Bekannten bei Fortuna
Ein Jahr Pause, drei Jahre bei Aarhus GF in Dänemark und ein halbes Jahr beim VfL später läuft Rösler nun wieder in Düsseldorf ein. „Ich hatte mir den fairen Abgang verdient. Ich hätte damals gerne weitergemacht, aber Klaus Allofs und Uwe Klein hatten andere Ideen“, sagte Rösler am Montag im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir haben uns in die Augen geguckt und die Hand gegeben. Es gab kein böses Blut. Es ist alles professionell gelaufen, und wir können auch heute ein Bier zusammen trinken.“

Allofs und Klein sind bei der Fortuna mittlerweile Geschichte, andere wie Sven Mislintat, seit Dezember neuer Sportvorstand, haben das Sagen. Zahlreiche Mitarbeiter im Lizenzbereich und auch einige Spieler aus Röslers Zeit sind aber noch für Düsseldorf aktiv. Stammtorwart Florian Kastenmeier, Emmanuel Iyoha, Shinta Appelkamp kamen beim jüngsten 1:2 der Fortuna in Darmstadt zum Einsatz, Matthias Zimmermann saß auf der Bank. „Auch im Staff sind noch ein paar Leute dabei, die ich kenne. Ich freue mich, sie wiederzusehen“, sagt Rösler. 

Idealerweise müssen sie ihrem Ex-Chef hinterher gratulieren. Nach zuletzt drei Remis in Serie peilt der unter Rösler auswärts noch unbesiegte VfL einen Dreier an, könnte den Vorsprung auf Düsseldorf damit auf sieben Punkte ausbauen. Es wäre ein großer Schritt zum Klassenerhalt. Allerdings zeigte sich Düsseldorf zuletzt heimstark, holte zehn Punkte aus den letzten vier Partien in der heimischen Arena. 

„Wir müssen eine gute Pressinghöhe finden. Wenn wir zu hoch stehen, ist Kastenmeier da, wenn wir zu tief stehen, werden sie viele Flanken schlagen“, erklärte Rösler einen Teil des Plans. Und: „Die Boxverteidigung wird wichtig sein. Wir hätten das Tor gegen Nürnberg kollektiv besser verteidigen können“, so Rösler mit dem Blick zurück aufs Nürnberg-Spiel (1:1), als Mohamed Ali Zoma zum 1:0 getroffen hatte. 

Düsseldorf habe „generell sechs große Spieler“ auf dem Platz, sei „im offensiven Bereich gefährlich“. Allein: Im Abschluss haperte es oft, zuletzt in Darmstadt. „Sie sind oft Minimum ebenbürtig und manchmal die bessere Mannschaft. Es wir ein hartes Stück Arbeit. Wie jedes Spiel in dieser Liga“, so Rösler. 

Rösler über Rakneberg: „Er pusht das Team“
Seine komplette Startelf habe er, anders als in den Vorwochen, diesmal noch nicht frühzeitig im Kopf. Wenn nichts passiert, hat Rösler viel Auswahl: 25 Feldspieler und vier Torhüter trainierten am Montag. Die zuletzt angeschlagenen Gerrit Holtmann und Leandro Morgalla dürften ebenso loslegen wie die gegen Nürnberg gesperrt fehlenden Philipp Strompf und Koji Miyoshi.

Dagegen wird Maximilian Wittek fehlen nach seiner fünften Gelben Karte. Für den Stamm-Linksverteidiger spielt Winterzugang Mikkel Rakneberg erstmals von Beginn an, nachdem der 23-Jährige bereits gegen Elversberg, Schalke und Nürnberg eingewechselt wurde. Darauf legte sich Rösler bereits fest. „Ich wollte ihn unbedingt reinbringen im letzten Spiel, damit er sich ans Tempo gewöhnt“, erklärte der Trainer. „Er ist fit, kann 90 Minuten ohne Probleme gehen. Er trainiert immer zuverlässig und im Sinne der Mannschaft. Er pusht die Jungs. Er kann sich auf das super Spiel vor 40.000 Fans freuen.“ 

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#5
Fortuna Düsseldorf blickt auf ein Wochenende zum Vergessen zurück: Last-Minute-Pleite und ein weiterer Ausfall. 

Fortuna Düsseldorfs Innenverteidiger Jordy de Wijs hat sich bei seinem Startelf-Comeback eine Adduktorenverletzung zugezogen. Damit wird der Niederländer vorerst ausfallen, wie der Fußball-Zweitligist zwei Tage nach der 1:2-Niederlage in Darmstadt mitteilte. 

Bereits nach einer Viertelstunde hatte sich de Wijs bei einem Zweikampf mit Darmstadt-Stürmer Isac Lidberg verletzt und war kurz darauf ausgewechselt worden. Nur vier Minuten zuvor war dem 31-Jährigen noch sein erster Saisontreffer zum 1:1-Ausgleich gelungen. 

De Wijs war bis dato nur als Ergänzungsspieler gefragt gewesen. Und nach seiner Auswechslung sollte das Spiel gegen die Lilien auch kein gutes Ende mehr nehmen. Denn nach 88 Minuten besorgte Matej Maglica den 2:1-Siegtreffer für die Lilien. 

"Es ist extrem bitter, denn wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich muss nur aufpassen, denn ich sage oft, dass wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben, und am Ende fahren wir mit null Punkten nach Hause. Das ärgert einen. Wenn wir hier gewinnen, kann sich keiner beschweren. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt und den Gegner gut beherrscht", analysierte Fortuna-Trainer Markus Anfang im Nachgang bei "Sky". 

Und weiter: "Dass man eine solche Mannschaft nicht komplett ausschalten kann, ist natürlich auch klar. Bitter ist zudem, dass wir zwei weitere Innenverteidiger verloren haben. Mit Kenneth Schmidt unter der Woche sind es insgesamt drei. Wir dürfen letztlich aber nicht immer nur jammern über fehlende Punkte, sondern müssen auch Tore machen. Da ist jeder gefragt. Jeder Profi kann Tore schießen. Und hinten können wir auch zu Null spielen. Ich gehe mit keinem guten Gefühl nach Hause." 

Torwart Florian Kastenmeier ergänzte: "Es ist sehr enttäuschend und ein Stück weit Wut dabei. Wir haben es wieder nicht geschafft, uns zu belohnen und vorne die Tore zu machen. Hinten sind wir zweimal unachtsam. So fahren wir wieder mit null Punkten nach Hause. Natürlich können wir auch was mitnehmen: Es war ein Riesenspiel von uns, wir waren super in den Räumen unterwegs und kamen ins letzte Drittel. Dort war es wie zuletzt zu ineffizient. Letztlich kriegen wir in der 88. Minute das Gegentor und fahren mit leeren Händen nach Hause. Das begleitet uns schon über Monate." 

Neben de Wijs fallen, Stand jetzt, Jesper Daland (gesperrt), Florian Schock, Kenneth Schmidt, Tim Breithaupt, Hamza Anhari, Julian Hettwer, Tim Rossmann und Marin Ljubicic (alle verletzt) gegen den VfL Bochum aus. 

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#6
Vor dem Spiel des VfL Bochum in Düsseldorf bieten sich Uwe Rösler einige Optionen. Im Mittelfeld und Angriff muss er ein Luxusproblem lösen. 

In den letzten Wochen hatte Uwe Rösler stets zu Wochenbeginn seine Wunsch-Startelf schon im Kopf. Vor der Partie des VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf am Freitag (18.30 Uhr/Sky) sei dies aber nicht der Fall, versicherte der Trainer im Gespräch mit dieser Redaktion. 

Seine Auswahl ist groß: Kein einziger Profi fehlte bei der langen Einheit am Dienstag krank oder verletzt. Klar ist damit lediglich, dass Maximilian Wittek nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ausfallen wird. Weitere Startelf-Änderungen sind zu erwarten: Was im Training auffiel. 

Intensives Training: Rösler setzt Fokus auf Konsequenz im Angriff
Intensiv ging es auf dem unteren Trainingsplatz zur Sache, mit langen Sprints im zwei gegen zwei samt Abschluss und Verteidigung gleich zu Beginn, mit einem Fokus auf Flanken und schnellen Abschlüssen danach. Rösler legte einen Schwerpunkt aufs letzte Drittel, wo es zuletzt an Konsequenz und Schärfe haperte. Für die Verteidiger ging es um die Box-Verteidigung.

Flanken von außen – eher flach als hoch – auf den ersten Pfosten oder in den Rückraum, Direktspiel mit Tempo, One-Touch-Abschluss, das will Rösler sehen. Immer mal wieder rief er ein „Bravo“ oder „Guter Ball“ über den Platz, im Wechsel mit lautstarker Kritik. „Eye, Jungs, das ist der Grund, warum wir so wenig Tore schießen. Haut den Ball rein!“, schnaubte der Ex-Stürmer einmal, als Gerrit Holtmann zu lange zögerte. „Gerrit, schieß!“ Wichtiger: Holtmann, der gegen Nürnberg ja kurzfristig ausgefallen war, konnte wie geplant das gesamte Pensum absolvieren, ebenso wie Leandro Morgalla und Marcel Sobottka. 

Viererkette spielt sich ein – Rakneberg ersetzt Wittek
Mit Spielformen zum Pressing, Gegenpressing und sauberem Herausspielen aus der Abwehr ging es weiter: Zunächst neun gegen neun, dann elf gegen elf, während der Rest Torschussübungen absolvierte oder mit Anthony Losilla auf dem Nebenplatz arbeitete. Dabei blieb die in Düsseldorf zu erwartende Viererkette in allen Übungen zusammen: mit Mikkel Rakneberg als Wittek-Ersatz links, mit dem nach Gelb-Sperre zurückkehrenden Philipp Strompf und Noah Loosli innen, mit Leandro Morgalla rechts.

Die Kette verteidigte zunächst gegen einen möglichen Düsseldorf-Angriff. Den bildeten Gerrit Holtmann und Koji Miyoshi über die Außen sowie Callum Marshall und Philipp Hofmann zentral. Auffallend: Francis Onyeka agierte am Dienstag in keiner Spielform gemeinsam mit Zielstürmer Hofmann. Auch im A-Team beim Abschluss-Spiel bildeten Marshall und Hofmann ein Duo, flankiert von Miyoshi und Moritz-Broni Kwarteng, der gegen Nürnberg als Joker für frischen Wind gesorgt hatte. 

Hofmann und Miyoshi dürften starten
Auf Hofmanns Präsenz dürfte Rösler bei den groß gewachsenen Fortunen wohl nicht verzichten; auf die gute Form von Miyoshi, der gegen Nürnberg gesperrt gefehlt hatte, ebenfalls nicht. Das Wechselspiel Holtmann/Kwarteng könnte es auch im Spielverlauf geben. Starten wird wohl der in den letzten Wochen starke Holtmann, auf den die VfL-Angriffe zuletzt auch zugeschnitten waren, wie Rösler am Montag erklärt hatte.

Offen scheint das Rennen zwischen Onyeka und Marshall zu sein. Der 18-jährige Onyeka zählte unter Rösler bisher immer zur Startelf auf verschiedenen Positionen, ist mit acht Treffern bester VfL-Torschütze, körperlich robust, spielintelligent, gut im Pressing, eigentlich: gesetzt. Er zeigte in den letzten Wochen aber schwankende Leistungen. Winterzugang Marshall überzeugte mit guten Pässen, intensiven Zweikämpfen, viel Herzblut. Eine knifflige Entscheidung, die Rösler womöglich erst nach den beiden nicht-öffentlichen Einheiten am Mittwoch und Donnerstag trifft. 

Matus Bero trainiert im A-Team
Einen guten, zielstrebigen Eindruck hinterließ auch Matus Bero, der zumindest perspektivisch für ein weiteres „Luxusproblem“ sorgt für Bochumer Zweitliga-Verhältnisse. Der Kapitän durfte zum Abschluss als Sechser/Achter neben Cajetan Lenz im A-Team ran. Mats Pannewig spielte auf der anderen Seite. 

Pannewig hatte gegen Nürnberg nicht seinen besten Tag, Bero feierte nach langer Zwangspause mit seiner Einwechslung in der Schlussphase sein Comeback. Fraglich ist allerdings, ob der 30-Jährige bereits die Kraft hat für 90 Minuten. Bero fehlte seit Mitte Dezember wegen einer Verletzung am Sprunggelenk, kehrte erst vor gut zwei Wochen ins Mannschaftstraining zurück. 

Quelle: WAZ.de
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#7
   
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„Fahren mit gutem Gefühl nach Düsseldorf“
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PK-Zeit anne Castroper. Vor dem Spiel am Freitagabend (Anstoß 18:30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf beantwortete VfL-Cheftrainer Uwe Rösler im Mediengespräch die Fragen der anwesenden Journalisten. 
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Maxi Wittek ist gesperrt. Ibrahim Sissoko ist zurück auf dem Platz, aber für Freitag noch keine Option. Alle anderen sind fit, auch Gerrit Holtmann und Leandro Morgalla.
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… die Chancenverwertung: Wir werden nicht auf Knopfdruck auf einmal alle Chancen nutzen. Das ist ein Prozess. Einige Spieler, die jetzt teilweise gute Chancen haben liegen lassen, haben alle schon in ihrer Karriere bewiesen, dass sie regelmäßig scoren können, ob es nun Tore oder Vorlagen sind. Ich habe da überhaupt keine Bedenken, solange wir in diese Räume kommen und diese Torchancen kreieren. In dieser Woche ging es in der Offensive wieder um die Boxbesetzung. Das ist ein großes Thema, da müssen die Abläufe klar sein, welcher Stürmer welchen Raum besetzt. Dazu haben wir vermehrt Standardsituationen trainiert, daraus müssen wir auch mal wieder treffen. Da wird mit der Rückkehr von Philipp Strompf die Chance wieder größer.
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… die Herangehensweise: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine ordentliche Leistung abliefern werden, ist aus meiner Sicht sehr hoch, wenn man sich die letzten Spiele anschaut. Wir sind in einer guten Form, mit Ausnahme der ersten Halbzeit gegen Nürnberg, haben insgesamt ein gutes Momentum. Wir sind sowohl auf Dreier- als auch Viererkette beim Gegner vorbereitet. Wir alle fahren mit einem guten Gefühl nach Düsseldorf, auch mit Blick auf die letzten Ergebnisse. Da ist natürlich das Relegationsspiel, aber ich kann mich auch daran erinnern, dass der VfL in seinem Aufstiegsjahr gegen meine damalige Mannschaft erfolgreich war. Es wird ein Highlight werden, denn es kommt nicht häufig vor, dass wir vor 40.000 Zuschauern spielen werden und davon 10.000 VfL-Fans sind, die uns unterstützen. Wir werden dort alles auf dem Platz lassen, das kann ich versprechen.
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… die Startelf: Es gibt immer ein, zwei Positionen, wo ich mir noch eine Tür offenlasse. Aber generell weiß ich schon, wie wir morgen spielen werden. Es ist wichtig, dass wir morgen dieses gute Gefühl, das ich spüre, auf den Platz bringen, unabhängig von der Startformation. Wir müssen das Spiel so angehen, wie gegen Münster, Paderborn und die zweite Halbzeit gegen Nürnberg. Wir müssen so spielen, wie zu meiner Anfangszeit hier. Da sind wir in die Spiele reingegangen und es gab nur eine Marschroute: Wir müssen gewinnen. Diese Gier müssen wir wieder bekommen, wenn wir nach Düsseldorf fahren. Um dort zu gewinnen, müssen wir alles auf dem Platz lassen. Und solange wir Chancen kreieren, die Box besetzen und uns an unsere Prinzipien halten, werden wir uns in eine Position bringen, dass wir gegen die Fortuna gewinnen können.
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… das junge Team: Wir haben die meisten Spielminuten von Spielern unter 21 Jahren in der Liga. Das ist schon außergewöhnlich. Francis hat unter mir fast jede Minute gespielt, war immer einer der ersten, der auf meinem Mannschaftsbogen stand. Anfang der Woche war er etwas müde, weil er gegen Nürnberg auf dem Flügel gespielt hat und viele Meter machen musste. Callum hatte etwas Rückenprobleme, weshalb die beiden sich im Training die Belastung geteilt haben. 

… Mikkel Rakneberg: Er ist noch am Anfang seiner Karriere. Es ist ein sehr guter Zeitpunkt für ihn. Er hatte jetzt Zeit, zu lernen und zu adaptieren. Es ist schon noch ein Unterschied zwischen der Eliteserien in Norwegen und der 2. Bundesliga, was Mannorientierung, Pressing und Physis angeht. Aufgrund seiner physischen Komponenten macht er das schon sehr gut. Er hat positive Einwechslungen gehabt und kann es jetzt zum ersten Mal von Anfang an zeigen. Ich bin mir sicher, dass der Junge eine gute Leistung abliefern wird.
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… Matus Bero: Im Moment gibt es aus meiner Sicht die Situation nicht her, etwas im Mittelfeld-Zentrum zu verändern. Mats und Cajetan sind eingespielt und haben eine sehr gute Chemie. Matus hat gegen Nürnberg seine ersten Minuten bekommen und wir diese auch auf jeden Fall gegen Düsseldorf bekommen. So ist der Plan. Über diese Teileinsätze wird er sich in eine Position bringen, Spiele auch wieder anzufangen.
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#8
Der VfL Bochum stellt einen besonderen Bestwert in der 2. Liga, die Startelf für das Duell in Düsseldorf steht – bis auf eine Position. 

Die Zeiten, in denen der VfL Bochum in Sozialen Medien als Rentner-Truppe verunglimpft wurde, sind längst vorbei. In der Bundesliga war der VfL mit vielen Routiniers jenseits der 30 unterwegs, der Jugend blieb weitgehend das Nachsehen. In dieser Saison, eine Klasse tiefer, hat sich das radikal geändert. 

Der Weg des VfL, Talente zu fordern und zu fördern, nahm in der Kaderplanung und unter Dieter Hecking seinen Anfang. Noch deutlich konsequenter setzte ihn Trainer Uwe Rösler fort, spielt mitunter mit sechs, sieben Jungprofis in der Startelf, die maximal 21 Jahre alt sind. Wie beim Pokalsieg in Augsburg, der den Trend so richtig beflügelte. „Wenn es 50:50 ist, spielt der Jüngere“, hatte er bereits bei seinem Amtsantritt gesagt. Und Wort gehalten. 

Zehn VfL-Spieler bis 21 im Einsatz
Bereits zehn Spieler zwischen 18 und 21 Jahren hat der VfL in dieser Saison eingesetzt, und vor allem: Viele von ihnen spielen immer oder oft von Beginn an wie Francis Onyeka, Cajetan Lenz, Leandro Morgalla, Mats Pannewig und der im Winter hinzugeholte Callum Marshall. Viele Minuten sammelten auch Farid Alfa-Ruprecht und der zuletzt seltener berücksichtigte Kjell Wätjen. Kacper Koscierski ist wegen der Systemumstellung derzeit Stammspieler in der U21. Zu Kurzeinsätzen bei ihrem Profidebüt zu Saisonbeginn brachten es Daniel Hülsenbusch und Darnell Keumo.

Zusammen kommen die zehn, teils ausgeliehenen VfL-Talente auf 10.000 Minuten Einsatzzeit: Das ist der Bestwert der 2. Liga in dieser Altersspanne. Dass den jungen Stammkräften da auch mal die Luft etwas ausgeht, ist daher normal. Wie zuletzt bei Franis Onyeka zu sehen, der unter Uwe Rösler bisher jede Partie von Beginn an bestritten hat. Vielleicht ist der 18-Jährige auch beim heißen NRW-Duell am Freitag, wenn der VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf antritt (18.30 Uhr/Sky), wieder von Beginn an dabei. Vielleicht auch nicht. 

Marshall oder Onyeka? Rennen ist noch offen
Denn zehn Spieler der Startelf, die einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen sollen, stehen fest. Offen ist, ob Callum Marshall oder Onyeka als Zehner hinter und neben Philipp Hofmann starten. „Francis hat immer begonnen. Er hat auf der Sechs, Acht, Zehn und Neun gespielt. Gegen Nürnberg musste er auf der rechten Seite viele Meter machen. Anfang der Woche war er etwas müde“, sagte Rösler. Allerdings konnte Marshall, der zuletzt spritziger wirkte, nicht problemfrei trainieren. Rösler: „Callum hatte in dieser Woche etwas Rückenprobleme. Wir werden sehen, wer von Anfang an spielt.“ Womöglich: eine Bauchentscheidung am Freitag.

Die beiden Mittelfeld-Talente aus dem eigenen Nachwuchs, Cajetan Lenz und Mats Pannewig, werden wieder das defensive Zentrum bilden. „Die Chemie zwischen Mats und Cajetan stimmt“, sagte Rösler. Kapitän Matus Bero bleibt auf der Bank, nachdem der 30-Jährige nach langer Verletzungspause gegen Nürnberg sein Kurz-Comeback gefeiert hatte. „Matus wird sehr wahrscheinlich wieder Minuten bekommen und wird sich über Teileinsätze wieder in die Position bringen, dass er anfangen kann“, sagte der Trainer. 

Holtmann und Morgalla sind bereit
Eine Startelf-Garantie gab er indes den gegen Nürnberg (1:1) fehlenden bzw. früh ausgewechselten Leandro Morgalla und Gerrit Holtmann. Beide trainierten durch, seien fit, werden beginnen – Holtmann auf dem linken Flügel, Morgalla hinten rechts. In die Viererkette zurückkehren wird zudem Verteidiger Philipp Strompf, auch wegen seiner Größe und Kopfballstärke. Rösler: „Standardsituationen haben wir vermehrt trainiert. Da müssen wir mal wieder treffen. Mit Pippo ist die Chance größer, er ist da eine Waffe.“

Für den gesperrten Maximilian Wittek rückt Mikkel Rakneberg als Linksverteidiger ins Team, Noah Loosli ist innen gesetzt. Rechtsaußen soll nach seiner Gelbsperre Koji Miyoshi das Spiel wieder beflügeln, ganz vorne Philipp Hofmann angreifen. Der Abschluss, erklärte Rösler, die Box-Besetzung, das Einlaufen der Stürmer stand in dieser Woche besonders im Fokus nach nur zwei Treffern aus den letzten drei Partien. Rösler hat „keine Bedenken“, dass wieder mehr Tore fallen, „solange wir uns die Chancen kreieren.“ 

Hertha-Spiel ist der Maßstab für Bochum
Entscheidend aber, das machte der Coach am Donnerstag mehrmals deutlich, wird die Mentalität sein. Der Wille, gegen die personell gebeutelte Fortuna direkt Zeichen zu setzen. Sein erstes VfL-Spiel, das 3:2 gegen Hertha, bemühte er nicht zum ersten Mal als Maßstab. „Wir müssen das Messer zwischen den Zähnen haben, müssen so ins Spiel gehen wie gegen Hertha“, sagte er. „Da gab es nur eine Marschroute: Wir müssen gewinnen“. Diese „Gier“ erwarte er in Düsseldorf, nachdem er sie gegen Nürnberg in der ersten Halbzeit vermisst hatte. Und in manch anderen Partien fehlte zuletzt der letzte Schritt. Vielleicht auch, weil man nicht mehr ganz unten und mit dem Rücken zur Wand, sondern seit Wochen im Mittelfeld der Tabelle steht.

Leidenschaft von der ersten Sekunde will er sehen bei der Fortuna, die auf bis zu acht Spieler, darunter mehrere Verteidiger, verzichten muss. Rösler gab sich vor seiner Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte kampfbereit, stärkte sein Team: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine ordentliche Leistung abliefern, ist sehr hoch. Wir sind generell in einer guten Form, außer in der ersten Halbzeit gegen Nürnberg“, sagte er und gab den Fans sogar ein Versprechen: „Es wird ein Highlight werden vor 40.000 Fans. 10.000 VfLer werden uns unterstützen. Wir werden alles auf dem Platz lassen, das kann ich versprechen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Fortuna Düsseldorf hat sich knapp gegen den VfL Bochum durchgesetzt und damit wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt gefeiert. Vor allem in Durchgang eins zeigte sich F95 sehr dominant, die Gäste wachten zu spät auf. 

Weniger als 50 Kilometer liegen zwischen den Stadien der Fortuna aus Düsseldorf und des VfL Bochum. Am Freitagabend trafen beide Teams in der Merkur Spiel-Arena aufeinander und peilten nach jeweils drei sieglosen Partien mal wieder einen Dreier an. Dennoch ging der VfL mit Rückenwind in die Partie: Bochum war seit neun Pflichtspielen ohne Niederlage. 

Nach der bitteren 1:2-Niederlage beim SV Darmstadt 98, bei der die Fortuna eine gute Leistung gezeigt hatte, jedoch letztlich ohne Zähler die Heimreise angetreten hatte, tauschte F95-Coach Markus Anfang dreimal: Für de Wijs (Adduktorenbeschwerden), Lenz (nicht im Kader) und Muslija (Bank) begannen Lunddal, Suso und Rasmussen. 

Auch auf der Gegenseite nahm VfL-Trainer Uwe Rösler im Vergleich zum 1:1-Remis gegen 1. FC Nürnberg einige Änderungen vor - und schraubte vor allem an der Innenverteidigung: Dort begannen Rakneberg und Loosli für Masovic (Bank) und Wittek (Gelbsperre). Auf den Flügeln verdrängten Miyoshi und Holtmann Alfa-Ruprecht und Onyeka auf die Bank. 

Düsseldorf drückt und drückt - und belohnt sich
Bochum lauerte von Anfang an auf Düsseldorfer Fehler und kam infolge eines Fehlpasses im Aufbauspiel der Hausherren zum ersten Abschluss der Partie: Holtmann traf die Hereingabe von Lenz nicht sauber (2.). Kurz darauf setzte der Flügelspieler einen Versuch ans Außennetz (13.). Das war es dann erst einmal von den Gästen, die der Fortuna in der Folge beim Spielen zusahen. 

Während Düsseldorf zunächst nur Torannäherungen zu verzeichnen hatte, wurde Fortuna nach einer knappen Viertelstunde gefährlicher. So musste VfL-Schlussmann Horn erst einen Volley-Versuch von Appelkamp entschärfen (23.), dann parierte er einen harten Abschluss von Iyoha (29.). Und auch im Eins-gegen-eins gegen Al Azzouzi behielt der Keeper die Oberhand (31.). Doch kurz vor der Halbzeit war auch er chancenlos: Nach einem Abschluss von Pannewig rollte der Gegenangriff über Iyoha, der mit seiner Flanke den Kopf von Itten fand. In bester Stürmermanier nickte der Schweizer die Kugel ins linke Eck (45.). 

Zur Pause wechselten die Gäste offensiv: Unter anderem kam Onyeka, dem Trainer Rösler zunächst eine Pause vergönnt hatte. Und der Mittelfeldspieler hatte direkt die erste Großchance in Durchgang zwei, doch sein Versuch verfehlte das Tor (55.). Chance auf den Ausgleich vergeben, stattdessen erhöhte dann die Fortuna: Muslija setzte einen Distanzschuss unwiderstehlich in den rechten Winkel (57.). In der Folge wechselte Rösler aufseiten der Gäste erneut mehrfach und brachte mit Alfa-Ruprecht neuen offensiven Schwung. Die vielen Wechsel der Bochumer wirkten sich in der Tat aus, denn der VfL entwickelte neuen Druck. Beinahe hätte die Fortuna ungewollt nachgeholfen, doch Kastenmeier klärte nach dem Luftloch von Egouli (64.). 

Bochum verkürzt, verliert aber denoch
Düsseldorf drängte dann darauf, den Sack zuzumachen, jedoch scheiterte Itten erneut am stark parierenden Horn (68.). Dann folgte ein letztes Aufbäumen des VfL: Während Kastenmeier noch einen Versuch von Morgalla mit einer Glanzparade über die Latte lenkte (70.), konnte er in Minute 74 den Anschluss nicht verhindern: Olsen brachte den Ball mit dem rechten Außenrist an den zweiten Pfosten, wo Alfa-Ruprecht nur noch einschieben musste (79.). Danach verschleppte die Fortuna das Tempo. Nachdem auch die letzte Möglichkeit der Bochumer durch Onyeka in der Nachspielzeit ungenutzt blieb (90.+5), holte Düsseldorf einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf und brachte die Ungeschlagen-Serie des VfL zu einem Ende. 

Weiter geht's für die Fortuna am Samstag um 13 Uhr, wenn es zum 1. FC Nürnberg geht (LIVE! bei kicker). Der VfL Bochum ist am selben Tag abends gefordert, im Topspiel trifft die Mannschaft von Uwe Rösler um 20.30 Uhr auf den 1. FC Kaiserslautern. 

Quelle: Kicker.de
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" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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