02-15-2026, 08:20 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-15-2026, 09:42 PM von Herr Bert.)
Beim Spiel zwischen Bochum und Paderborn sorgten Fan-Proteste, Polizeieinsätze und hitzige Kritik an neuen Vorstößen für Aufsehen. Was steckt dahinter?
Es war ungewöhnlich leer im Gästeblock des Ruhrstadions. Zwar sind die Anhänger des SC Paderborn nicht dafür bekannt, zahlenmäßig bei Auswärtsspielen so aufzufahren wie etwa die des VfL Bochum in zwei Wochen bei Fortuna Düsseldorf, wenn über 8400 Bochumer erwartet werden. Doch die Lücken im Steh- und Sitzplatzbereich waren groß. „Es war eine tolle Atmosphäre, auch wenn unsere Fans nicht kommen durften“, sagte Paderborn-Coach Ralf Kettemann nach dem Spiel. Die Ultra-Szene der Ostwestfalen wurde nämlich schon weit vor dem Anpfiff von der Polizei wieder nach Hause geschickt.
Nach Informationen dieser Redaktion sollen sich die Paderborner gegen den ursprünglichen Plan, mit dem Bus bis zum Parkplatz hinter dem Starlight-Express zu fahren, entschieden haben. Gut zwei Stunden vor dem Spiel, das am Ende 0:0 endete, tauchten sie plötzlich in Bochum-Gerthe auf und sollen sich dort vor Ort vermummt haben, um von Gerthe aus in Richtung Ruhrstadion zu gelangen. Die Polizei war aber schnell zur Stelle und stoppte die Gäste-Anhänger.
Polizei erklärt Einsatz gegen Paderborn-Fans
„In der Vorspielphase der Fußballbegegnung VfL Bochum 1848 – SC Paderborn 07 wurde die Anreise eines geringen Teils der Gästefans aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose zur Verhinderung von Straftaten unterbunden“, teilte die Polizei selbst mit. Es wurde offenbar vermutet, dass eine Auseinandersetzung mit Fans des VfL Bochum geplant war.
Unbeirrt dessen waren die Bochumer Ultras am Sonntag gewohnt im Stadion und positionierten sich mit einem Spruchband noch einmal deutlich gegen das schwarze Sondertrikot, mit dem der VfL Bochum beim 0:0 gegen den SC Paderborn spielte. Ursprünglich war ein Einsatz dieses Trikots schon im letzten Heimspiel gegen den FC Schalke 04 geplant. Doch ein offener Brief, der von beiden Ultra-Gruppierungen und zahlreichen Fanclubs unterschrieben wurde, ließ die Verantwortlichen umdenken. So kam das Trikot nun verspätet zum Einsatz.
Zufrieden damit waren die Bochumer Ultras allerdings nicht. Auf einem großen Plakat am Zaun der Ostkurve stand beim Einlaufen der Mannschaften vor dem Spiel geschrieben: „Heimspiel in Schwarz – Was soll der Scheiß. Unsere Farben sind blau und weiß.“
Fans protestieren auch gegen neue Stadionverbotsrichtlinien
In der zweiten Halbzeit positionierten sich die Ultra-Gruppen zudem mit einem weiteren Spruchband noch gegen neue geplante Stadionverbotsrichtlinien. Sie forderten die Fans und Vereine auf, gemeinsam dagegen vorzugehen. In einem bereits am Freitag veröffentlichten Statement aller Fanszenen in Deutschland hieß es, „dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben“ würden.
Die Fans kritisieren einen intransparenten Prozess. „Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.“
VfL Bochum reagiert auf Fanproteste
Am Sonntagabend reagierte der VfL Bochum selbst auf den Protest der Fans. „Der VfL nimmt den friedlichen Protest sehr ernst, wird auch weiterhin die aktuellen Entwicklungen beobachten und den Dialog mit seinen Fans fortsetzen“, heißt es in einem Statement. „Im Rahmen der Möglichkeiten werden die aktuellen Prozesse (Entscheidungen sind noch nicht beschlossen!) intensiv begleitet und auf vermeintliche Risiken und Fehlentwicklungen hingewiesen. Dies gilt auch mit Blick auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit – sowie die Besetzung – der Stadionverbotskommission in Bochum. Wir werden nicht akzeptieren, dass die gute, transparente Arbeit am Standort künftig Nachteile erfährt.“
Quelle: WAZ.de
Es war ungewöhnlich leer im Gästeblock des Ruhrstadions. Zwar sind die Anhänger des SC Paderborn nicht dafür bekannt, zahlenmäßig bei Auswärtsspielen so aufzufahren wie etwa die des VfL Bochum in zwei Wochen bei Fortuna Düsseldorf, wenn über 8400 Bochumer erwartet werden. Doch die Lücken im Steh- und Sitzplatzbereich waren groß. „Es war eine tolle Atmosphäre, auch wenn unsere Fans nicht kommen durften“, sagte Paderborn-Coach Ralf Kettemann nach dem Spiel. Die Ultra-Szene der Ostwestfalen wurde nämlich schon weit vor dem Anpfiff von der Polizei wieder nach Hause geschickt.
Nach Informationen dieser Redaktion sollen sich die Paderborner gegen den ursprünglichen Plan, mit dem Bus bis zum Parkplatz hinter dem Starlight-Express zu fahren, entschieden haben. Gut zwei Stunden vor dem Spiel, das am Ende 0:0 endete, tauchten sie plötzlich in Bochum-Gerthe auf und sollen sich dort vor Ort vermummt haben, um von Gerthe aus in Richtung Ruhrstadion zu gelangen. Die Polizei war aber schnell zur Stelle und stoppte die Gäste-Anhänger.
Polizei erklärt Einsatz gegen Paderborn-Fans
„In der Vorspielphase der Fußballbegegnung VfL Bochum 1848 – SC Paderborn 07 wurde die Anreise eines geringen Teils der Gästefans aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose zur Verhinderung von Straftaten unterbunden“, teilte die Polizei selbst mit. Es wurde offenbar vermutet, dass eine Auseinandersetzung mit Fans des VfL Bochum geplant war.
Unbeirrt dessen waren die Bochumer Ultras am Sonntag gewohnt im Stadion und positionierten sich mit einem Spruchband noch einmal deutlich gegen das schwarze Sondertrikot, mit dem der VfL Bochum beim 0:0 gegen den SC Paderborn spielte. Ursprünglich war ein Einsatz dieses Trikots schon im letzten Heimspiel gegen den FC Schalke 04 geplant. Doch ein offener Brief, der von beiden Ultra-Gruppierungen und zahlreichen Fanclubs unterschrieben wurde, ließ die Verantwortlichen umdenken. So kam das Trikot nun verspätet zum Einsatz.
Zufrieden damit waren die Bochumer Ultras allerdings nicht. Auf einem großen Plakat am Zaun der Ostkurve stand beim Einlaufen der Mannschaften vor dem Spiel geschrieben: „Heimspiel in Schwarz – Was soll der Scheiß. Unsere Farben sind blau und weiß.“
Fans protestieren auch gegen neue Stadionverbotsrichtlinien
In der zweiten Halbzeit positionierten sich die Ultra-Gruppen zudem mit einem weiteren Spruchband noch gegen neue geplante Stadionverbotsrichtlinien. Sie forderten die Fans und Vereine auf, gemeinsam dagegen vorzugehen. In einem bereits am Freitag veröffentlichten Statement aller Fanszenen in Deutschland hieß es, „dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben“ würden.
Die Fans kritisieren einen intransparenten Prozess. „Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.“
VfL Bochum reagiert auf Fanproteste
Am Sonntagabend reagierte der VfL Bochum selbst auf den Protest der Fans. „Der VfL nimmt den friedlichen Protest sehr ernst, wird auch weiterhin die aktuellen Entwicklungen beobachten und den Dialog mit seinen Fans fortsetzen“, heißt es in einem Statement. „Im Rahmen der Möglichkeiten werden die aktuellen Prozesse (Entscheidungen sind noch nicht beschlossen!) intensiv begleitet und auf vermeintliche Risiken und Fehlentwicklungen hingewiesen. Dies gilt auch mit Blick auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit – sowie die Besetzung – der Stadionverbotskommission in Bochum. Wir werden nicht akzeptieren, dass die gute, transparente Arbeit am Standort künftig Nachteile erfährt.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."