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Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Herr Bert - 02-15-2026 Beim Spiel zwischen Bochum und Paderborn sorgten Fan-Proteste, Polizeieinsätze und hitzige Kritik an neuen Vorstößen für Aufsehen. Was steckt dahinter? Es war ungewöhnlich leer im Gästeblock des Ruhrstadions. Zwar sind die Anhänger des SC Paderborn nicht dafür bekannt, zahlenmäßig bei Auswärtsspielen so aufzufahren wie etwa die des VfL Bochum in zwei Wochen bei Fortuna Düsseldorf, wenn über 8400 Bochumer erwartet werden. Doch die Lücken im Steh- und Sitzplatzbereich waren groß. „Es war eine tolle Atmosphäre, auch wenn unsere Fans nicht kommen durften“, sagte Paderborn-Coach Ralf Kettemann nach dem Spiel. Die Ultra-Szene der Ostwestfalen wurde nämlich schon weit vor dem Anpfiff von der Polizei wieder nach Hause geschickt. Nach Informationen dieser Redaktion sollen sich die Paderborner gegen den ursprünglichen Plan, mit dem Bus bis zum Parkplatz hinter dem Starlight-Express zu fahren, entschieden haben. Gut zwei Stunden vor dem Spiel, das am Ende 0:0 endete, tauchten sie plötzlich in Bochum-Gerthe auf und sollen sich dort vor Ort vermummt haben, um von Gerthe aus in Richtung Ruhrstadion zu gelangen. Die Polizei war aber schnell zur Stelle und stoppte die Gäste-Anhänger. Polizei erklärt Einsatz gegen Paderborn-Fans „In der Vorspielphase der Fußballbegegnung VfL Bochum 1848 – SC Paderborn 07 wurde die Anreise eines geringen Teils der Gästefans aufgrund einer polizeilichen Gefahrenprognose zur Verhinderung von Straftaten unterbunden“, teilte die Polizei selbst mit. Es wurde offenbar vermutet, dass eine Auseinandersetzung mit Fans des VfL Bochum geplant war. Unbeirrt dessen waren die Bochumer Ultras am Sonntag gewohnt im Stadion und positionierten sich mit einem Spruchband noch einmal deutlich gegen das schwarze Sondertrikot, mit dem der VfL Bochum beim 0:0 gegen den SC Paderborn spielte. Ursprünglich war ein Einsatz dieses Trikots schon im letzten Heimspiel gegen den FC Schalke 04 geplant. Doch ein offener Brief, der von beiden Ultra-Gruppierungen und zahlreichen Fanclubs unterschrieben wurde, ließ die Verantwortlichen umdenken. So kam das Trikot nun verspätet zum Einsatz. Zufrieden damit waren die Bochumer Ultras allerdings nicht. Auf einem großen Plakat am Zaun der Ostkurve stand beim Einlaufen der Mannschaften vor dem Spiel geschrieben: „Heimspiel in Schwarz – Was soll der Scheiß. Unsere Farben sind blau und weiß.“ Fans protestieren auch gegen neue Stadionverbotsrichtlinien In der zweiten Halbzeit positionierten sich die Ultra-Gruppen zudem mit einem weiteren Spruchband noch gegen neue geplante Stadionverbotsrichtlinien. Sie forderten die Fans und Vereine auf, gemeinsam dagegen vorzugehen. In einem bereits am Freitag veröffentlichten Statement aller Fanszenen in Deutschland hieß es, „dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben“ würden. Die Fans kritisieren einen intransparenten Prozess. „Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.“ VfL Bochum reagiert auf Fanproteste Am Sonntagabend reagierte der VfL Bochum selbst auf den Protest der Fans. „Der VfL nimmt den friedlichen Protest sehr ernst, wird auch weiterhin die aktuellen Entwicklungen beobachten und den Dialog mit seinen Fans fortsetzen“, heißt es in einem Statement. „Im Rahmen der Möglichkeiten werden die aktuellen Prozesse (Entscheidungen sind noch nicht beschlossen!) intensiv begleitet und auf vermeintliche Risiken und Fehlentwicklungen hingewiesen. Dies gilt auch mit Blick auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit – sowie die Besetzung – der Stadionverbotskommission in Bochum. Wir werden nicht akzeptieren, dass die gute, transparente Arbeit am Standort künftig Nachteile erfährt.“ Quelle: WAZ.de RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Herr Bert - 02-15-2026 Ich finde, so langsam ist es an der Zeit, den Ultras mal klar zu machen, dass es um den VfL geht, und nicht um die Ultras, die z.I. schmückendes, aber teures Beiwerk sind.Dieses ständige protestieren, aus jedem sich bietenden Grund, nervt und bestärkt mich mit meiner Meinung: Den Ultras geht es nicht um den VfL oder Fußball, die benutzen den VfL als Bühne zur Selbstdarstellung. Heute wäre ich durch die gesungene Dauerschleife fast eingeschlafen, jegliche aufkommende Stimmung wurde dadurch unterdrückt. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - panther - 02-16-2026 Ich habe im Grundsatz eine geteilte Meinung zu den Ultras. Was die so manchmal organisieren ist schon klasse, denn es ist aufwendig , kostet Geld und wir alle !! sehen manche Choreos und gemeinsame Märsche, Auftritte und was die auf sich nehmen schon positiv. Nur zum VFL zu gehen, wenn Bayern oder Lüdenscheid kommt, ist mich mich auch nicht die Vertretung des VFL. Auch manche gemeinsame Aktionen mit anderen Vereinen sind sehr wohl richtig gewesen, wie z.B. die gegen die Sicherheitsplanungen der Bundesländer, die sicherlich uns allen nicht gepasst hätten. Auf der anderen Seite müssen sich genau die gleichen Leute mal fragen, was sie wollen. Es ist wie bei manchen politischen Vertretungen: Einfach mal dagegen poltern ohne Sinn und Verstand wie beim Beispiel der Sondertrikots. Kohle , Bergbau und diese Bochumer Historie ist nicht blau und weiss, deshalb war diese Grundsatzidee sehr wohl gut. Und sorry liebe Ultra, wo war denn Eure blaue / weiße Kluft selbst gegen Ueckendorf ??? das wäre mal eine Zeichen gewesen, wenn Ihr nach dem Entgegenkommen des Vereins auch alle in blau/weiß gekommen wärd. Denkt mal drüber nach. Vielleicht sollte sich die gewählten Fanclubvertreter auch mal gemeinsam mit den verantwortlichen Ultras zusammensetzen, um hier auch mehr Gemeinsamkeiten bei den Spielen, bei den Gesängen, bei den Auswärtsauftritten etc. an den Tag zu legen. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - webjogi73 - 02-16-2026 Das Problem ist meiner Meinung, dass für viele Fußball eben nicht mehr die schönste Nebensache der Welt ist und gerade bei den Ultras offensichtlich eher zur Hauptsache geworden ist. Sie suchen Sinn im Leben und das im Fußball macht halt keinen Sinn und ist völlig der falsche Weg. Ich finde diese Diskussion und diese Publicity für diese Ultras erbärmlich und fußballfeindlich und wäre froh, wenn sie weg wären, auch wenn ich dafür auf tolle Choreos verzichten müsste. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Slyer. - 02-17-2026 Jeder darf und sollte sein Hobby so ausleben dürfen wie er es für richtig hält. Vereinsarbeit lebt auch von den Fans und sollte in Teilen auch so getragen werden. Ich möchte keine englischen Verhältnisse im Stadien, selbst wenn mich die Blockfahne derzeit oft zur Weißglut bringt, weil mir der Blick aufs Tor genommen wird. Es wäre einfach mal an der Zeit miteinander zu reden und nicht, wie so häufig, übereinander. Geht vor dem Spiel zu den Ultras, sprecht mit Ihnen, nutzt die Kommunikationsmittel. Und für die Stimmung im Stadion sind nicht nur die Ultras zuständig. Jeder kann singen und sich einbringen. Der "push" nach den Coronajahren ist aber anscheinend derzeit verpufft und es bedarf einer Neuausrichtung. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Herr Bert - 02-17-2026 (02-17-2026, 10:33 AM)Slyer. schrieb: Jeder darf und sollte sein Hobby so ausleben dürfen wie er es für richtig hält Es kommt auf das Hobby an, wenn Straftaten Teile des Hobbys sind, soll und darf dieses Hobby so nicht ausüben wie er es für richtig hält. Gespräche nutzen auch nicht viel. Ich habe ab 2011 über mehr als 10 Jahre an jeder Fanclubvertreterversammlung und diversen anderen Veranstaltungen teilgenommen. Ein "Problem" bei den Ultras ist ja auch, dass es unterschiedliche Strömungen (Clubs ) gibt. Zitat:Vereinsarbeit lebt auch von den Fans und sollte in Teilen auch so getragen werden.Das ist sicherlich richtig, und wird auch so gehandhabt, allerdings kann es nicht sein, das jede Vereinsentscheidung, die den Ultras nicht gefällt, mit Protesten und Boykott im Stadion bestraft wird. Die Ultras sind ein Teil der Fans, und nicht die Fans. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - BomS - 02-17-2026 Slyers Statement schließe ich mich allumfänglich an. Mehr miteinander reden als übereinander. Es könnte so einfach sein. Und ja, ich mag diesen Oldschool-Touch weiterhin. Ich bin gegen ein neues Stadion gegen jeglicher Vernunft und sehe mich in vielen Ansichten auch eher ultra-nah, da ich vieles an Kommerzialisierung verteufle, erst Recht, wenn ich mir anschaue, was gerade die Verbände aus dieser so tollen Sportart herausquetschen. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Herr Bert - 02-17-2026 (02-17-2026, 08:41 PM)BomS schrieb: Mehr miteinander reden als übereinander. Es könnte so einfach sein. Zu 1. Frag mal Mattes oder Moppel wie das mit dem Reden so ist. Zu 2. Der VfL hat eine Regionalliga Mannschaft, eine gute U19 und U17.Eine Frauen Mannschaft in der 2. Liga und die Zweite spielt Bezirksliga, soweit ich weiß Das NLZ hat zwar gute Plätze ist aber ansonsten mit "Oldschool-Touch", aber die Zeiten sind im Profi-Fußball schon seit Jahren vorbei. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - Slyer. - 02-18-2026 Ich habe bei den letzten Fanclubvertreterversammlungen und Informationsveranstaltungen um die Fangesangskoordinierungsbeschallungsanlage gute Gespräche mit Ultra-Funktionären geführt. Ebenso mit FaBu vor seiner Kanditatur zum Fanvertreter. Warum dürfen Entscheidungen vom Verein nicht mit Boykott und Protesten reagiert werden? Das ist ja nunmal auch eine Art der Meinungsäußerung. RE: Ultras erneuern Trikot-Kritik – Polizei schickt Paderborner nach Hause - MarWiBo - 02-18-2026 (02-18-2026, 02:22 PM)Slyer. schrieb: Ich habe bei den letzten Fanclubvertreterversammlungen und Informationsveranstaltungen um die Fangesangskoordinierungsbeschallungsanlage gute Gespräche mit Ultra-Funktionären geführt. Ebenso mit FaBu vor seiner Kanditatur zum Fanvertreter. Natürlich dürfen die Ultras Entscheidungen boykottieren. Das steht jedem frei. Was mich allerdings stört, ist die Ablehnung eines Diskurses seitens der Ultras, die ihre Meinung als die einzig Richtige ansehen und andersdenkende weder zu Wort kommen lassen (Stichwort Gewaltandrohung oder sogar Ausübung). Ich sehe vieles pragmatischen, als bspw BomS oder Slyer. Tradition ist wichtignund richtig, sichert dir aber weder das sportliche, noch das wirtschaftliche Überleben. Zieht man dann eben noch die diversen Geldstrafen hinzu, die die Ultras den Verein jahrein jahraus kosten, dann erschließt sich mir die Argumentationsgrundlage der Ultras nicht. Darüberhinaus bin ich aber völlig bei Slyer. : Miteinander reden, nicht übereinander. |