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Presseberichte zum 11. Speltag VfL - Karlsruhe
#1
Beim VfL Bochum kehren wichtige Spieler zurück ins Training, doch zwei Stammkräfte fehlen weiter. Die Vorbereitung auf den KSC läuft. 

Für einen Moment musste sich Enis Cokaj sammeln, fasste sich an die Lippe und spuckte etwas Blut aus. Sein Einsteigen gegen Christian Rasmussen hatte ein wenig Schmerzen verursacht, aber Cokaj stand direkt wieder auf und setzte zur nächsten Grätsche an. Am Dienstag war der „aggressiv Leader“ des VfL Bochum nach seiner Verletzungspause voll im Training und gab wieder Vollgas. Nach gut zwei Monaten Pause aufgrund einer Muskelverletzung kämpft der defensive Mittelfeldspieler wieder um seinen Stammplatz, den aktuell Tom Meyer besetzt. 

„Er wird im Testspiel in der Länderspielpause die ersten Minuten spielen“, sagte sein Trainer Uwe Rösler nach der ersten Einheit der Woche und beendete direkt jegliche Spekulationen, dass Cokaj schon am Sonntag gegen den Karlsruher SC (13.30 Uhr/Sky) wieder im Kader stehen könnte. Wenngleich er offenbarte, dass der Blondschopf von den Rekonvaleszenten am weitesten ist und im Länderspielpausentest wohl die meisten Minuten bekommen dürfte. Vorher solle bei ihm noch kein Risiko eingegangen werden. 

Rösler froh über die Trainingsqualität
Im besagten Testspiel sollen dann auch Oliver Olsen und Jean Manuel Mbom wieder eingreifen, die wie Cokaj am Dienstag richtig mitmischten im Training. Ganz zum Gefallen des Cheftrainers. „Je mehr von den etablierten Spielern zurückkommen, die auch die Erfahrung haben, umso besser wird das Training, umso besser wird unsere Qualität auf dem Platz sein“, sagte er. „Das hat man heute sofort gemerkt. Diese erfahrenen Spieler bringen große Energie mit, wollen sich zeigen und spielen. Dadurch steigt die Trainingsqualität und ermöglicht uns die beste Vorbereitung für das nächste Spiel.“

Gut für den VfL Bochum: Nach dem Spiel gegen den KSC steht eine zweiwöchige Länderspielpause an, in der die drei Spieler wieder richtig an die erste Mannschaft herangeführt werden können. In dieser Woche sollen Mbom, Olsen und Cokaj aber bereits peu à peu integriert werden, damit sie im Testspiel allesamt über Kurzeinsätze hinauskommen können. 

Während es drei Rückkehrer am Dienstag gab, mussten zwei Startelf-Spieler aus der Cottbus-Partie am vergangenen Freitag noch passen. Gerrit Holtmann pausierte aufgrund seiner Problematik an der Hand, soll aber am Mittwoch wieder herangeführt werden und am Donnerstag bereits voll trainieren. Spätestens dann soll auch Berkan Taz wieder bei Kräften sein. Am Dienstag setzte er aufgrund von Halsschmerzen aus, bekam eine Infusion und wurde geschont, damit sich bei einem möglichen Infekt niemand ansteckt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Nach einer fordernden Woche tankt der VfL Bochum Selbstvertrauen. Nun stehen intensive Trainingstage vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC an. 

Drei freie Tage am Stück haben den Spielern des VfL Bochum offenbar gutgetan. Als am Dienstagvormittag die erste Trainingseinheit der Woche lief, zogen die Spieler von Trainer Uwe Rösler gut mit. „Jaaa“, „sehr gut“, „genau so“, rief der 57-Jährige immer wieder rein, als seine Spieler auf dem Feld ihre Pass- und Angriffsübungen durchspielten – nur unterbrochen von kleinen Verbesserungsvorschlägen. Es herrschte ordentlich Zug im Training, was wohl auch mit den drei erfahrenen Rückkehrern Oliver Olsen, Jean Manuel Mbom und Enis Cokaj zu tun hatte. Aber auch mit der erfolgreichen Woche, die hinter dem VfL Bochum liegt. 

Wenngleich die drei Spiele in nur sieben Tagen eine Menge Stress bedeuteten – nicht nur für die Spieler, sondern auch für das Trainerteam. „Wir können nach dieser stressigen Woche, in der viele Spielvorbereitungen aufeinanderfolgten, wieder ruhiger arbeiten“, sagte Rösler. Rund um die Partie gegen den VfL Wolfsburg (1:1), dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Mainz und dem 2:1‑Sieg bei Energie Cottbus ging es derweil Schlag auf Schlag. „Wir mussten die Vor- und die Nachbereitung machen. Wenn du Freitag, Dienstag, Freitag spielst, sitzt du Stunden vor dem Computer. Das wird diesmal besser vor dem Karlsruhe-Spiel, weil wir eine lange Woche haben“, freute sich Rösler. „Wir können wirklich Tag für Tag Sachen abarbeiten. Das tut uns auch gut.“ 

VfL Bochum verschafft sich Luft
Der Aufwand in der vergangenen Woche hatte sich allemal gelohnt. „Dann tut man sich auch leichter, vielleicht ein, zwei Tage dann noch mal durchschnaufen zu können“, sagte der Cheftrainer. Doch bereits jetzt liegt der Fokus auf dem kommenden Spiel gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, Sky). Zwar konnte sich der VfL Bochum mit vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen wieder etwas Luft in der Zweiten Liga verschaffen, doch nur mit einem Heimsieg könnte sich die Mannschaft beruhigt in die Länderspielpause verabschieden. Noch sind die Klubs in der Tabelle nämlich eng beieinander und mit einer Niederlage droht erneut der Absturz in den Tabellenkeller.

Davon will derzeit in Bochum niemand etwas wissen. Die Stimmung scheint so gut wie lange nicht mehr. Weil die Mannschaft immer mehr zusammenwächst und der Trainingskader wieder größer wird, der Konkurrenzkampf zunimmt. Und endlich auch Erfolge eingefahren werden. Rösler betonte vor dem Spiel gegen den KSC, dass seine Mannschaft inzwischen ein gesundes Maß an Selbstvertrauen habe, und die Spiele gegen Wolfsburg und Cottbus in der Liga dazu beigetragen hätten. 

VfL Bochum hat Selbstvertrauen getankt
„Diese Woche und auch unser Auswärtsrekord – die geben uns ein gutes Level an Selbstvertrauen“, sagte Rösler. „Wenn nichts weiter passieren sollte, werden wir eine gute Mannschaft haben, um das Spiel gewinnen zu können“, sagte er mit Blick auf das letzte Spiel vor einer zweiwöchigen Länderspielpause. Wohlwissend, dass es „kein Selbstläufer“ sein wird. „Nur weil wir gegen Wolfsburg gut gespielt haben und gegen Mainz und Cottbus gewonnen haben, werden wir den KSC nicht automatisch weghauen“, sagte der Cheftrainer. „So funktioniert die Liga nicht.“

Damit es trotzdem gelingt, hat sich Rösler zusammen mit seinem Trainerteam um Co-Trainer Alessandro Riedle für die Woche etwas einfallen lassen. Fünf Trainingstage vor dem Spiel sind in der aktuellen Phase schon nahezu Luxus, zumal sich vor der erfolgreichen Woche auch das System verändert hatte. „Heute haben wir wieder Passform geübt und wie wir attackieren wollen“, sagte Rösler. „In der Spielform danach haben wir unsere Struktur im Spiel abbilden wollen, um diese zu entwickeln. Wir müssen uns ballsicher bewegen und daraus konzentriert agieren.“ 

Richtig zur Sache gehen soll es dann am Mittwoch und Donnerstag in den beiden Trainingseinheiten, wenn wieder Elf-gegen-Elf über das gesamte Feld gespielt wird. Dann möchten die Bochumer einstudieren, wie sie sich zu bewegen haben, Abläufe und die Struktur im neuen 4-2-2-2-System festigen. „Wir müssen aber auch auf kleineren Räumen mit vielen Zweikämpfen und mit viel Gegenpressing trainieren, damit wir uns durchsetzen“, sagte Rösler. 

Denn mit dem Karlsruher SC kommt eine giftige und laufstarke Mannschaft an die Castroper Straße, die am Wochenende den Lauf des 1. FC Heidenheim stoppte und selbst einen Schritt aus der Krise machte. Die Bochumer wollen entsprechend gegenhalten am Sonntag, wenn es auch um die Stimmung für die Länderspielpause geht. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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