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Bubi-Duo im Mittelfeld
#1
Beim VfL Bochum findet das junge Mittelfeld-Duo Pannewig und Meyer immer besser zusammen. Eine Systemumstellung zeigt dabei spürbare Wirkung. 

Einen Schluck isotonisches Getränk gönnte sich Mats Pannewig am Mittwoch zu seinem Geburtstag. Viel mehr war für den Mittelfeldspieler schon am Dienstagabend nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Mainz 05 nicht drin. Dabei hätte sich eine kleine Party nach dem unerwarteten Sieg gut mit einer Feier in seinen 22. Geburtstag hinein verbinden lassen können. Doch Pannewig und der VfL Bochum stecken mitten in einer stressigen Woche. Am Freitag bei Energie Cottbus (18.30 Uhr, Sky) steht das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen an. „Wir legen gerade einen großen Wert auf die Erholung“, sagte Pannewig deshalb. 

Er selbst allerdings freut sich, dass es schon wieder weitergeht mit den Pflichtspielen, er möge die englischen Wochen, sagt er. Womöglich auch, weil er sich seines Stammplatzes unter seinem Trainer Uwe Rösler sicher sein kann. Nachdem er in den ersten Wochen der Saison nach seiner langwierigen Verletzung noch Anlaufschwierigkeiten hatte, scheint er inzwischen wieder in Richtung seines besten Leistungsniveaus zu kommen. Gegen Mainz 05 überzeugte das Eigengewächs im Mittelfeldzentrum, gewann viele Bälle und schaltete direkt um. Diesbezüglich kommt dem lang aufgeschossenen Rotschopf die Systemumstellung mit zwei Zehnern vor ihm sichtbar entgegen. Die Wege sind kürzer, das Gegenpressing lösen mehrere Spieler im engen Raum aus. 

Ständiger Austausch
„Ich halte die Formation für gut, weil wir so spielstarke Zehner haben, die sich gut in den Räumen aufdrehen und auch auf uns Sechser klatschen lassen können“, sagte Pannewig. „Dadurch kommen wir spielerisch besser nach vorn und wenn wir den Ball verlieren, sind alle da im Gegenpressing. Wir spielen uns so mehr Chancen heraus, verteidigen gut und haben häufiger den Ball. Das kommt auch mir entgegen“, sagte der 22-Jährige.

Dem Vernehmen nach soll auch er, der im Mannschaftsrat sitzt, einen Teil zur Veränderung beigetragen haben. Intern wie extern wurden in den schwierigen Wochen mit drei Niederlagen in Serie viele Gespräche mit dem Cheftrainer geführt. „Im Fußball ist man immer viel im Austausch“, sagte Pannewig. „Wir haben darüber gesprochen, in welcher Situation wir sind und was wir verbessern können. Nun haben wir etwas angepasst und es kommt uns zugute.“ 

Pannewig und Meyer profitieren von Umstellung
Vor allem er selbst und sein noch jüngerer Kompagnon Tom Meyer (18) profitieren scheinbar davon. Das Bubi-Mittelfeld des VfL Bochum harmoniert immer besser zusammen, sie scheinen ihre Rollen im Zusammenspiel inzwischen gefunden zu haben. „Das ist die Konsequenz daraus, dass wir ein paar Spiele miteinander gemacht haben. Mir kommt es entgegen, dass Tom eher die Sechserposition hält und ich nach vorn mitmachen kann“, so Pannewig. „Und auch mit dem Ball haben wir gute Abläufe drin.“ Für einen jungen Kollegen, der in dieser Saison eigentlich bei den Profis erst einmal reinschnuppern sollte und derzeit von den verletzungsbedingten Ausfällen von Enis Cokaj und Jean Manuel Mbom profitiert, überzeugt Meyer immer mehr. „Tom ist sehr zweikampfstark, gewinnt viele Bälle. Das hilft mir, wenn ich weiß, dass ich mich auf den Mann hinter mir verlassen kann und er mir den Rücken freihält“, sagte Pannewig.

Er selbst kann dadurch vermehrt die Rolle einnehmen, die Trainer Rösler von ihm fordert. Pannewig soll beim VfL Bochum der klassische Box-to-Box-Spieler sein, der zwischen und möglichst auch in den Strafräumen agiert. Vom 22-Jährigen fordert Rösler deshalb immer wieder, mit seiner Körpergröße von 1,95 Meter im Strafraum des Gegners Präsenz zu zeigen. Das tut er inzwischen häufiger, wenngleich es mit dem Treffer noch nicht klappen sollte. „Gegen Wolfsburg hatte ich drei Abschlüsse, von denen einer reingehen muss“, ärgerte sich Pannewig. Die Rolle füllt er aber auch aufgrund dieser Abschlusssituationen gern aus. „Ich gehe gern mit nach vorn. Das ist auch mein Spiel.“ 

Hohe Messlatte für Pannewig
Die Messlatte für Pannewig liegt inzwischen hoch. Seit Jahren wird er als das Toptalent angesehen, das den letzten Schritt bislang aber noch nicht vollends gemacht hat. In dieser Saison soll sich das eigentlich ändern. „Ich versuche, das, was ich jetzt gut gemacht habe in den letzten Spielen, mitzunehmen und genau da anzuknüpfen“, sagte er.

Das wird auch nötig sein, denn in Cottbus dürfte auf ihn viel Arbeit zukommen. Energie presst hoch, stiftet dadurch gerade in den Räumen, die Pannewig und Meyer bespielen, viel Chaos. „Das wird für uns eine Herausforderung. Wir müssen gedanklich schnell sein, uns früh bewegen, um Anspielstationen und Zeit am Ball zu schaffen“, sagte Rösler auf der Pressekonferenz und gab damit auch gleich die Anforderung für Pannewig für das Spiel aus. Der allerdings ist ohnehin gewarnt: „Wir müssen unserer Linie, die wir eingeschlagen haben, treu bleiben. Wir wollen dem Spiel die nötige Ruhe auch aufzwingen.“ 

]url=https://www.waz.de/sport/vfl-bochum/article413529851/bubi-duo-im-mittelfeld-warum-pannewig-und-meyer-beim-vfl-bochum-gut-harmonieren.html] Quelle: WAZ.de [/url]
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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