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Der VfL Bochum geizt mit Toren
#1
In Hannover zeigt der VfL Bochum über weite Strecken eine überzeugende Leistung, steht am Ende aber ohne Punkte da. Das Problem ist nicht neu: Es hapert an der Effektivität. 

Die Statistik in Kombination mit einem 0:2-Rückstand versprach nichts Gutes. Noch kein einziges Mal war dem VfL Bochum in dieser Zweitliga-Saison ein Tor nach der Halbzeitpause gelungen. Das änderte sich beim Auswärtsspiel in Hannover zwar, Punkte brachte es der Elf um Trainer Uwe Rösler aber keine bei der 1:2-Auswärtsniederlage
Das größte Manko bleibt demzufolge: Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein. 

Es fehlen Spieler mit nachgewiesener Torgefahr
In fast allen Statistiken lag der VfL am Sonntagnachmittag vorn, in der entscheidenden aber nicht. "Wir kennen doch das Sprichwort: 'Wer sie vorn nicht macht, kriegt sie hinten rein.' Dieses Spiel war ein Paradebeispiel dafür", sagte Flügelstürmer Gerrit Holtmann. Zahlreiche Chancen hatte der VfL schon im ersten Durchgang ungenutzt gelassen, während Hannover zweimal zugeschlagen hatte. 

Die fehlende Durchschlagskraft ist beim VfL kein neues Phänomen. Mit nur fünf Toren nach sechs Spieltagen stellen die Bochumer - gemeinsam mit Darmstadt 98 - die ungefährlichste Offensive der Liga. Chancen für deutlich mehr Treffer waren in fast allen Spielen in vorhanden. Es mangelte aber an der Qualität der Torabschlüsse, an der Entscheidungsfindung oder der passenden Strafraumbesetzung. 

Was auffällt: Es fehlen Spieler mit nachgewiesener Torgefahr. Mit Ausnahme von Philipp Hofmann gehörte gegen Hannover kein Spieler zur Startelf, der - bezogen auf seine Position - in der jüngeren Vergangenheit mit einer guten Torquote aufgefallen ist. Neben Hofmann sind in dieser Saison lediglich Koji Miyoshi und Tom Meyer als Torschützen in Erscheinung getreten. Christian Rasmussen, einer der Hoffnungsträger in Bochums Offensive, vergab gegen Hannover gleich mehrere gute Chancen. 

Witteks Wunsch
Das Problembewusstsein ist beim VfL jedenfalls vorhanden. "Wir müssen am Punch arbeiten", weiß Verteidiger Maximilian Wittek. Dass der VfL trotz seiner schlechten Torquote im Mittelfeld platziert ist, liegt nicht nur an der Ausgeglichenheit der Liga, sondern auch an seiner grundsoliden Abwehr. Mit sechs Gegentoren stellt die Rösler-Elf die zweitbeste Defensive der Liga; gegen Hannover kassierte sie im siebten Pflichtspiel zum ersten Mal mehr als ein Gegentor. 

Das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag zusammenzubringen, wird nun zur zentralen Aufgabe. "Wir sollten am Plan festhalten und weiter an den Abläufen arbeiten", wünscht sich Wittek, für den die Vorteile der Spielpause überwiegen. Zum einen, weil verletzte Spieler zurückkehren könnten - und zum anderen, um die drei Last-Minute-Neuzugänge weiter zu integrieren. 

Wobei die ersten Eindrücke überwiegend positiv sind: Sean Klaiber und Charlie Patino zählten gemeinsam mit Meyer zu den besten Bochumern gegen Hannover. Der eingewechselte Jarne Steuckers fiel dagegen erneut nicht auf. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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