Vor 2 Stunden
In Bochum bleiben zahlreiche Dauerkarten trotz großer Nachfrage ungenutzt. Der Verein sollte harte Konsequenzen ziehen. Ein Kommentar.
Zweifelsohne gibt es gute Gründe, warum ein Fan das Stadion nicht besuchen kann. Krankheiten, Urlaube, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Geburten – die Liste lässt sich, je nach Prioritäten des jeweiligen Fans, weiterführen. Nicht jeder stellt seinen Verein „auf die Eins“, wie es Jugendliche heutzutage ausdrücken. Nicht jeder opfert sein Privatleben für ein bisschen Fußball, für 90 Minuten Stadion.
Wer allerdings eine Dauerkarte oder eine normale Eintrittskarte für seinen Verein besitzt und diese bewusst verfallen lässt, der handelt in einer Solidargemeinschaft – und nichts anderes bilden Fans eines Vereins – unsolidarisch und respektlos. Dieses Verhalten sollte bestraft, das Dauerkartenrecht sollte entzogen werden. Dauerkarte bedeutet schließlich nicht, Rosinen herauszupicken oder für den Fall der Fälle eine Karte sicher zu haben, sondern sich bewusst für ein Abo auf 17 Heimspiele zu entscheiden.
Zehn Prozent der Eintrittskarten verfallen
So auch beim VfL Bochum, wo in der vergangenen Saison satte 10 Prozent aller Dauerkarten ungenutzt blieben. Durchschnittlich ließen 2280 Anhänger in der Spielzeit 2025/2026 ihre Eintrittskarten verfallen, wie der Verein am Donnerstagabend beim Fanforum bezüglich der Stadionsanierung bekanntgab. Insgesamt 38.548 Tickets blieben in der gesamten Saison ungenutzt. Selbst gegen Schalke 04 waren es noch 3,5 Prozent.
Es sind Zahlen, die bei anderen Vereinen ähnlich hoch sind, keine Frage. In manchen Stadien liegt die Quote sogar noch höher. Dass aber ausgerechnet in Bochum, wo über viele Jahre eine erhöhte Kartenknappheit herrschte und durch die Stadionsanierung für die kommenden drei Jahre noch extremer herrschen wird, Karten einfach so verfallen, darf der Verein nicht akzeptieren. Während des Fanforums kündigten die Verantwortlichen an, vermehrt auf die geltenden AGBs hinzuweisen, wonach Dauerkarten gekündigt werden dürfen, wenn weniger als 14 Spiele besucht werden. Bislang drückt der VfL ein Auge zu, will es auch in Zukunft eher tun. Dabei lernt man schon in Kindertagen: Wer nicht hören will, muss fühlen.
VfL Bochum muss Dauerkarten entziehen
Zumal es die Möglichkeit des digitalen Zweitmarkts gibt, in den jeder Dauerkarten-Besitzer bei guten oder weniger guten Gründen seine Karte für andere Fans zur Verfügung stellen kann – und sein gezahltes Geld zurückbekommt. Wer nicht einmal diesen Schritt geht, hat den Grundgedanken des Fußballs gänzlich vergessen und handelt entgegen des Gemeinschaftsgefühls. Wer seine Dauerkarte nur besitzt, um bei Topspielen anwesend sein zu können, hat den Kern dieses Abos nicht verstanden. Eine Dauerkarte zu besitzen, ist ein Privileg, das vielen Fans nicht zuteilwird. Wer es missachtet, sollte es verlieren. Wie etwa beim ungeliebten Nachbarn Borussia Dortmund.
Quelle: WAZ.de
Zweifelsohne gibt es gute Gründe, warum ein Fan das Stadion nicht besuchen kann. Krankheiten, Urlaube, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Geburten – die Liste lässt sich, je nach Prioritäten des jeweiligen Fans, weiterführen. Nicht jeder stellt seinen Verein „auf die Eins“, wie es Jugendliche heutzutage ausdrücken. Nicht jeder opfert sein Privatleben für ein bisschen Fußball, für 90 Minuten Stadion.
Wer allerdings eine Dauerkarte oder eine normale Eintrittskarte für seinen Verein besitzt und diese bewusst verfallen lässt, der handelt in einer Solidargemeinschaft – und nichts anderes bilden Fans eines Vereins – unsolidarisch und respektlos. Dieses Verhalten sollte bestraft, das Dauerkartenrecht sollte entzogen werden. Dauerkarte bedeutet schließlich nicht, Rosinen herauszupicken oder für den Fall der Fälle eine Karte sicher zu haben, sondern sich bewusst für ein Abo auf 17 Heimspiele zu entscheiden.
Zehn Prozent der Eintrittskarten verfallen
So auch beim VfL Bochum, wo in der vergangenen Saison satte 10 Prozent aller Dauerkarten ungenutzt blieben. Durchschnittlich ließen 2280 Anhänger in der Spielzeit 2025/2026 ihre Eintrittskarten verfallen, wie der Verein am Donnerstagabend beim Fanforum bezüglich der Stadionsanierung bekanntgab. Insgesamt 38.548 Tickets blieben in der gesamten Saison ungenutzt. Selbst gegen Schalke 04 waren es noch 3,5 Prozent.
Es sind Zahlen, die bei anderen Vereinen ähnlich hoch sind, keine Frage. In manchen Stadien liegt die Quote sogar noch höher. Dass aber ausgerechnet in Bochum, wo über viele Jahre eine erhöhte Kartenknappheit herrschte und durch die Stadionsanierung für die kommenden drei Jahre noch extremer herrschen wird, Karten einfach so verfallen, darf der Verein nicht akzeptieren. Während des Fanforums kündigten die Verantwortlichen an, vermehrt auf die geltenden AGBs hinzuweisen, wonach Dauerkarten gekündigt werden dürfen, wenn weniger als 14 Spiele besucht werden. Bislang drückt der VfL ein Auge zu, will es auch in Zukunft eher tun. Dabei lernt man schon in Kindertagen: Wer nicht hören will, muss fühlen.
VfL Bochum muss Dauerkarten entziehen
Zumal es die Möglichkeit des digitalen Zweitmarkts gibt, in den jeder Dauerkarten-Besitzer bei guten oder weniger guten Gründen seine Karte für andere Fans zur Verfügung stellen kann – und sein gezahltes Geld zurückbekommt. Wer nicht einmal diesen Schritt geht, hat den Grundgedanken des Fußballs gänzlich vergessen und handelt entgegen des Gemeinschaftsgefühls. Wer seine Dauerkarte nur besitzt, um bei Topspielen anwesend sein zu können, hat den Kern dieses Abos nicht verstanden. Eine Dauerkarte zu besitzen, ist ein Privileg, das vielen Fans nicht zuteilwird. Wer es missachtet, sollte es verlieren. Wie etwa beim ungeliebten Nachbarn Borussia Dortmund.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."