09-06-2026, 08:45 PM
Der VfL Bochum verdient sich den 2:1-Erfolg in Dresden, drei Aspekte sind entscheidend. Jetzt soll der erste Heimsieg her.
Ausgelassen feierten die Spieler des VfL Bochum am späten Samstag mit den rund 1000 mitgereisten Fans im Rudolf-Harbig-Stadion den Sieg, ehe sie sich um Mitternacht auf den langen Heimweg mit dem Mannschaftsbus machten. Mit an Bord: Müdigkeit. Und gute Laune. „Die Erleichterung“, sagte Linksverteidiger Maximilian Wittek, „ist riesig.“
Mit dem 2:1 bei der SG Dynamo Dresden feierte der jahrelang notorisch auswärtsschwache Zweitligist den zweiten Auswärtssieg im zweiten Spiel, hinzu kommt ein Pokalerfolg in Fürth. Daheim indes gab es bisher zwei 0:1‑Niederlagen. Das soll sich schleunigst ändern, wenn am Samstag Greuther Fürth zum Ligaspiel im Ruhrstadion aufkreuzt (13 Uhr). „Wir nehmen das Selbstvertrauen mit“, blickte Torwart-Kapitän Timo Horn voraus. Sein Optimismus basiert dabei weniger auf dem Ergebnis als vielmehr auf der neuen Bochumer Gangart. Denn der VfL spielte in Dresden phasenweise wie eine Heimmannschaft auf. Drei Schlüssel zum Sieg.
1. Hohes Pressing – Bochum macht ordentlich Druck
„Ich bin sehr glücklich über das Resultat, aber noch glücklicher und zufriedener über die Art und Weise, wie wir uns das erspielt haben“, sagte Trainer Uwe Rösler. „Wir haben es endlich geschafft, über längere Phasen unser Spiel durchzudrücken. Die Mannschaft war sehr mutig, in Dresden so ein hohes Pressing zu spielen in der ersten Halbzeit, war top.“ Viererkette und Sechser schoben extrem hoch, die Angreifer liefen beherzt an, setzten Dynamo vor allem in der ersten halben Stunde unter Druck.
Bezeichnend die Treffer: Enis Cokaj beziehungsweise Mats Pannewig eroberten den Ball, Koji Miyoshi lief in den freien Raum, wurde einmal von Cokaj, einmal von Tom Meyer mustergültig bedient, schloss eiskalt ab und brachte Bochum auf die Siegerstraße (3./25.). Der Japaner durfte diesmal für den auf die Bank rotierten Berkan Taz als Zehner ran und glänzte nicht nur wegen seines Doppelpacks – ein wichtiger Faktor für den Erfolg.
Dresdens Trainer Thomas Stamm haderte mit den Fehlern im Aufbau, Rösler setzte dagegen: „Diese Ballgewinne haben wir provoziert mit hohem Pressing.“ Damit dies gelingt, muss die Basis stimmen: Einsatz, Leidenschaft, „Teamspirit“, wie Wittek meinte. „Diese Mannschaft hat eine Top-Mentalität“, lobte Rösler, der dies auch nach dem Nackenschlag gegen Osnabrück (0:1) bekräftigt hatte.
2. Ballbesitz: Bochum dominiert die erste Halbzeit
Dresden war bis dato die zweitbeste Mannschaft der Liga im Ballbesitz. Der VfL kam „gegen dieses Team, gegen diese Wucht des Stadions“ auf stolze 51 Prozent. „Das sagt alles“, meinte Rösler, dessen Team in der Vorsaison mit 45 Prozent zu den Schwächsten der Liga zählte. In Bochum hat man den Kader danach ausgerichtet, in dieser Spielzeit die Partien mehr und mehr zu dominieren. Wer oben mitspielen will, darf nicht nur kontern, so die feste Überzeugung.
Dafür hat der Klub den Kader kräftig umgebaut, es gab fast 40 Transferbewegungen. So hat der VfL unter anderem mit Michael Steinwender und Karol Mets zwei spielstärkere Innenverteidiger verpflichtet. In der ersten Halbzeit ging der Plan erstmals voll auf.
3. Tiefe Verteidigung: VfL hat erst drei Treffer kassiert
Nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Bob Bobzien noch vor dem Seitenwechsel und belastet von gleich sechs – berechtigten – Gelben Karten konnte der VfL sein Level zwar nicht konstant halten, wenngleich Hofmann (Pfosten) und Miyoshi das 3:1 liegen ließen. Dresden drückte am Ende auf den Ausgleich, hatte Pech bei einem Pfostentreffer. Den Rest verteidigten die Bochumer meist souverän und mal mit etwas Glück weg, konnten sich zudem auf Torwart Timo Horn verlassen. Bochum ist defensiv deutlich stabiler als in der Vorsaison. Der Lohn: drei Gegentreffer in vier Partien. Weniger Tore kassierte nur Kaiserslautern.
Quelle: WAZ.de
Ausgelassen feierten die Spieler des VfL Bochum am späten Samstag mit den rund 1000 mitgereisten Fans im Rudolf-Harbig-Stadion den Sieg, ehe sie sich um Mitternacht auf den langen Heimweg mit dem Mannschaftsbus machten. Mit an Bord: Müdigkeit. Und gute Laune. „Die Erleichterung“, sagte Linksverteidiger Maximilian Wittek, „ist riesig.“
Mit dem 2:1 bei der SG Dynamo Dresden feierte der jahrelang notorisch auswärtsschwache Zweitligist den zweiten Auswärtssieg im zweiten Spiel, hinzu kommt ein Pokalerfolg in Fürth. Daheim indes gab es bisher zwei 0:1‑Niederlagen. Das soll sich schleunigst ändern, wenn am Samstag Greuther Fürth zum Ligaspiel im Ruhrstadion aufkreuzt (13 Uhr). „Wir nehmen das Selbstvertrauen mit“, blickte Torwart-Kapitän Timo Horn voraus. Sein Optimismus basiert dabei weniger auf dem Ergebnis als vielmehr auf der neuen Bochumer Gangart. Denn der VfL spielte in Dresden phasenweise wie eine Heimmannschaft auf. Drei Schlüssel zum Sieg.
1. Hohes Pressing – Bochum macht ordentlich Druck
„Ich bin sehr glücklich über das Resultat, aber noch glücklicher und zufriedener über die Art und Weise, wie wir uns das erspielt haben“, sagte Trainer Uwe Rösler. „Wir haben es endlich geschafft, über längere Phasen unser Spiel durchzudrücken. Die Mannschaft war sehr mutig, in Dresden so ein hohes Pressing zu spielen in der ersten Halbzeit, war top.“ Viererkette und Sechser schoben extrem hoch, die Angreifer liefen beherzt an, setzten Dynamo vor allem in der ersten halben Stunde unter Druck.
Bezeichnend die Treffer: Enis Cokaj beziehungsweise Mats Pannewig eroberten den Ball, Koji Miyoshi lief in den freien Raum, wurde einmal von Cokaj, einmal von Tom Meyer mustergültig bedient, schloss eiskalt ab und brachte Bochum auf die Siegerstraße (3./25.). Der Japaner durfte diesmal für den auf die Bank rotierten Berkan Taz als Zehner ran und glänzte nicht nur wegen seines Doppelpacks – ein wichtiger Faktor für den Erfolg.
Dresdens Trainer Thomas Stamm haderte mit den Fehlern im Aufbau, Rösler setzte dagegen: „Diese Ballgewinne haben wir provoziert mit hohem Pressing.“ Damit dies gelingt, muss die Basis stimmen: Einsatz, Leidenschaft, „Teamspirit“, wie Wittek meinte. „Diese Mannschaft hat eine Top-Mentalität“, lobte Rösler, der dies auch nach dem Nackenschlag gegen Osnabrück (0:1) bekräftigt hatte.
2. Ballbesitz: Bochum dominiert die erste Halbzeit
Dresden war bis dato die zweitbeste Mannschaft der Liga im Ballbesitz. Der VfL kam „gegen dieses Team, gegen diese Wucht des Stadions“ auf stolze 51 Prozent. „Das sagt alles“, meinte Rösler, dessen Team in der Vorsaison mit 45 Prozent zu den Schwächsten der Liga zählte. In Bochum hat man den Kader danach ausgerichtet, in dieser Spielzeit die Partien mehr und mehr zu dominieren. Wer oben mitspielen will, darf nicht nur kontern, so die feste Überzeugung.
Dafür hat der Klub den Kader kräftig umgebaut, es gab fast 40 Transferbewegungen. So hat der VfL unter anderem mit Michael Steinwender und Karol Mets zwei spielstärkere Innenverteidiger verpflichtet. In der ersten Halbzeit ging der Plan erstmals voll auf.
3. Tiefe Verteidigung: VfL hat erst drei Treffer kassiert
Nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Bob Bobzien noch vor dem Seitenwechsel und belastet von gleich sechs – berechtigten – Gelben Karten konnte der VfL sein Level zwar nicht konstant halten, wenngleich Hofmann (Pfosten) und Miyoshi das 3:1 liegen ließen. Dresden drückte am Ende auf den Ausgleich, hatte Pech bei einem Pfostentreffer. Den Rest verteidigten die Bochumer meist souverän und mal mit etwas Glück weg, konnten sich zudem auf Torwart Timo Horn verlassen. Bochum ist defensiv deutlich stabiler als in der Vorsaison. Der Lohn: drei Gegentreffer in vier Partien. Weniger Tore kassierte nur Kaiserslautern.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."