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Entwarnung bei Cokaj
#1
Beim 0:1 gegen Osnabrück zeigte der VfL Bochum viele Schwächen. Tom Meyer indes erhielt viel Lob - mit Einschränkungen. Auch Isbruch marschiert. 

Erschöpft klatschte Tom Meyer mit Trainer Uwe Rösler ab, als er den Rasen des Ruhrstadions nach rund einer Stunde verließ. Der 18-Jährige hatte alles gegeben, mutig gespielt, seinen Körper eingesetzt gegen rustikale Osnabrücker. Das Talent aus dem eigenen Nachwuchs, der im Sommer zu den Profis aufrückte, erlebte eine Doppel-Premiere mit gemischten Gefühlen. Erstmals stand er in der Startelf des VfL, erstmals spielte er im Ruhrstadion vor den eigenen Fans. Meyer überzeugte – doch am Ende stand eine ernüchternde 0:1-Pleite.

An Meyer lag es nicht. Nach zwei überzeugenden Einwechslungen legte er gegen den Aufsteiger los, weil sich Enis Cokaj im Training leicht verletzt hatte. Meyer übernahm die wichtige Sechserposition. Er zeigte sich sofort präsent, bekam gleich in den ersten Minuten Applaus von den Rängen nach einer Grätsche, nach einem energischen Vorstoß über die linke Seite, einer starken Balleroberung. 

Hofmann über Meyer: „Keine Bauchschmerzen“
„Wie Tom Meyer angefangen hat, das war richtig gut. Gerade in der ersten Viertelstunde hat er ein sehr gutes Startelf-Debüt gemacht“, lobte Trainer Uwe Rösler. „Ich hatte auch keine Bauchschmerzen, dass er spielt. Tom hat‘s richtig gut gemacht, von Anfang an“, meinte der 15 Jahre ältere Vizekapitän Philipp Hofmann.

Fehlerfrei in einer im ersten Abschnitt äußerst fahrigen Mannschaft agierte aber auch Meyer nicht. So hatte er Glück, als nach seinem Ballverlust Adrian Beck nur den Pfosten traf. „Er hatte auch ein, zwei Dinger drin, das ist völlig normal. Wir haben versucht, ihn zu unterstützen im Spiel, und das war sehr, sehr ordentlich von ihm“, sagte Hofmann. Rösler sah dies ähnlich: „Er hat dann auch ein, zwei Fehler gemacht. Aber er hat insgesamt bestätigt, was ich bei ihm in den letzten Wochen gesehen habe.“ 

Völlig platt: Meyer muss vom Feld - Isbruch feiert Debüt
Ein Haken: Nach 60 Minuten war Meyer komplett platt, plagten ihn Krämpfe – sonst hätte Rösler den bereits verwarnten 1,95-Mann trotz der Gelb-Rot-Gefahr nicht ausgewechselt, sagte er am späten Freitag im kleinen Journalistenkreis. Für ihn kam Lasse Isbruch zu seinem Profi-Debüt. Und auch der ebenfalls erst 18-Jährige, der sogar noch in der U19 spielen kann, zeigte eine beherzte Leistung. Isbruch spielte den offensiveren Part als Meyer. Mats Pannewig ließ sich etwas fallen. Isbruch sorgte nach den ansonsten schwachen Standards endlich für Gefahr mit zwei Kopfbällen. 

Dennoch: Der Ausfall von Enis Cokaj, einem Führungsspieler in der Kabine und auf dem Platz, schmerzte trotz des guten Meyer-Spiels. Cokaj hatte sich am Donnerstag am hinteren Oberschenkel verletzt, fällt aber nicht länger aus. „Beim Cupfinale oder dem letzten Saisonspiel hätte er heute gespielt. Aber das Risiko, dass er sich eine ernsthafte Verletzung zuzieht, wenn ich ihn gebracht hätte, ist mir zu groß gewesen“, sagte Rösler. „Wir brauchen Enis fit.“ Beim Auswärtsspiel in Dresden am kommenden Samstag (5. September, 20.30 Uhr) dürfte der Neuzugang wieder dabei sein. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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