08-27-2026, 06:15 PM
Am Dienstag schließt das Transferfenster. Bis dahin will der VfL Bochum noch zwei Zugänge präsentieren. Einem zentralen Mittelfeldspieler wurde abgesagt.
Aufgeräumt hat der VfL Bochum seinen Kader bereits. Nach dem Wechsel von Ibrahim Sissoko zum türkischen Zweitligisten Muglaspor haben 20 Spieler den Zweitligisten in diesem Sommer verlassen. Dem stehen bisher elf Neuzugänge gegenüber – doch dabei soll es nicht bleiben.
Zwei Zugänge sollen bis zum Transferschluss am 1. September, 18 Uhr, noch kommen. Nach dem Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde und dem Abgang von Topverdiener Sissoko sind die Mittel vorhanden, wobei ein Sissoko-Wechsel bei der Kaderplanung stets eingepreist war. Allerdings haben sich bei den Verantwortlichen des Klubs nach Informationen dieser Redaktion nun doch die Prioritäten verschoben und die Gespräche mit zwei Top-Kandidaten fürs Mittelfeldzentrum wurden auf Eis gelegt. Die Hintergründe.
Spätestens im Trainingslager in Bramberg sickerte bereits durch, dass der VfL auf jeden Fall im zentralen Mittelfeld noch nachlegen will. Von einem „Qualitätsspieler“ sprach Trainer Uwe Rösler vor gut zwei Wochen noch auf einer Pressekonferenz. Seitdem will er sich zu Transfers nicht mehr äußern. Wohl auch nach internen Gesprächen, um den Druck öffentlich nicht weiter zu erhöhen.
VfL Bochum war mit Mittelfeldspielern weit
Intensiv arbeitete der Klub daran, einen Achter zu verpflichten, der pressingresistent ist und das Spiel nach vorn ankurbeln kann. Mit einigen Spielern und ihren Vereinen waren die Gespräche weit fortgeschritten. Ein Kandidat war nach Informationen dieser Redaktion Sebastian Klaas. Der 28-Jährige spielt in den Planungen von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn keine Rolle mehr. Doch in dieser Woche hakte Bochum den Klaas-Plan ab.
Auch Charlie Patino stand beim VfL hoch im Kurs. Der 22‑jährige Engländer vom spanischen Erstliga-Aufsteiger Deportivo A Coruna stand nach unseren Informationen vor einer Leihe mit Kaufoption zum VfL. Doch auch dieser Deal wird wohl nicht zustande kommen. Denn diese Redaktion weiß: Beim Trainer und der sportlichen Führung hat ein Umdenken stattgefunden, die Prioritäten haben sich im dynamischen Tagesgeschäft verschoben.
Mbom-Verletzung ändert Pläne beim VfL Bochum
Hintergrund ist die schwere Sprunggelenksverletzung von Jean Manuel Mbom, der monatelang ausfallen wird, wie der Klub mitgeteilt hatte. Mbom, der auch im Mittelfeldzentrum spielen kann, war zuletzt vor allem als Konkurrent für Rechtsverteidiger Oliver Olsen vorgesehen. Auch der Däne verletzte sich beim Pokalspiel in Fürth, konnte aber am Donnerstag wieder komplett trainieren und könnte beim Heimspiel gegen Osnabrück starten. Einen direkten Ersatz für Olsen gibt es aber nicht mehr im Kader, nachdem der VfL Kacper Koscierski einige Tage vor Mboms Verletzung an den Drittligisten Alemannia Aachen ausgeliehen hat.
Yigit Karademir könnte einspringen, hat seine Stärken aber klar in der reinen Abwehrarbeit, ist auch nicht der Schnellste. Bochums Spielplan sieht indes vor, dass die Außenverteidiger weit aufrücken und mit Flankenläufen offensiv Akzente setzen. Zudem wird Karademir auch als Back-up für die Innenverteidigung benötigt. Das bisher so überzeugende Stamm-Duo Michael Steinwender, der auch rechts hinten verteidigen könnte, und Karol Mets will Rösler nicht auseinanderreißen. Daher will Bochum nun doch auf den langen Ausfall von Mbom reagieren und noch einen Rechtsverteidiger verpflichten. Das Risiko, nur auf Olsen zu setzen, ist dem Verein am Anfang einer langen Saison nach einer erneuten Bewertung und dem Testen von Alternativen aus der U21 und U19 zu groß. Luca Bernsdorf (21) und Jason Schneider (18) trainierten in dieser Woche teilweise bei den Profis mit, stehen gegen Osnabrück aber nicht im Kader, erklärte Rösler.
VfL Bochum sucht noch schnellen Offensivspieler
Zudem soll noch ein Stürmer kommen, der idealerweise mehrere Offensivpositionen besetzen kann, vor allem aber auf dem linken Flügel für die im Rösler-Fußball wichtige Geschwindigkeit und Geradlinigkeit sorgen soll. Die bringt derzeit nur der verletzungsanfällige Gerrit Holtmann mit, mit Abstrichen noch Christian Rasmussen. Der Däne ist aber kein Sprinter wie Holtmann, der nach einer kompletten Trainingswoche gegen Osnabrück wieder im Kader und vermutlich auch in der Startelf stehen wird. Oder wie der in der Vorsaison noch schnellere Farid Alfa-Ruprecht, der nun für Hertha BSC angreift. Nach unseren Informationen ist der VfL mit zwei Kandidaten in weit fortgeschrittenen Gesprächen.
Auf den Flügeln hat der VfL mit dem zurzeit gesetzten Koji Miyoshi und Talent Alessandro Crimaldi zwar weitere Optionen, beide aber ziehen eher in die Halbräume als die Linie entlang. Holtmann traut man intern keine komplette Saison zu. Auch Rösler sprach am Donnerstag davon, dass der 31-Jährige wohl nicht Woche für Woche über 90 Minuten gehen könne. Da das Kader-Budget mit den zwei anvisierten Zugängen für die rechte Abwehrseite und den Flügel wohl ausgereizt ist, fehlt für einen dritten Neuzugang, der eine echte Verstärkung darstellt, im Transferendspurt das Geld.
Große Chance für Bochums Talente Meyer und Isbruch
Im Mittelfeldzentrum (Sechser/Achter) setzt Bochum damit, anders als ursprünglich geplant, wohl ganz auf Enis Cokaj und Mats Pannewig sowie zwei eigene Talente als Herausforderer. Für die 18-jährigen Tom Meyer, der bereits zwei Einsätze hatte und dabei überzeugte, und Lasse Isbruch kann das auch eine große Chance sein. Viel passieren darf dann allerdings nicht. Der VfL Bochum würde mit den aktuellen Planungen durchaus ein Risiko eingehen.
Quelle: WAZ.de
Aufgeräumt hat der VfL Bochum seinen Kader bereits. Nach dem Wechsel von Ibrahim Sissoko zum türkischen Zweitligisten Muglaspor haben 20 Spieler den Zweitligisten in diesem Sommer verlassen. Dem stehen bisher elf Neuzugänge gegenüber – doch dabei soll es nicht bleiben.
Zwei Zugänge sollen bis zum Transferschluss am 1. September, 18 Uhr, noch kommen. Nach dem Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde und dem Abgang von Topverdiener Sissoko sind die Mittel vorhanden, wobei ein Sissoko-Wechsel bei der Kaderplanung stets eingepreist war. Allerdings haben sich bei den Verantwortlichen des Klubs nach Informationen dieser Redaktion nun doch die Prioritäten verschoben und die Gespräche mit zwei Top-Kandidaten fürs Mittelfeldzentrum wurden auf Eis gelegt. Die Hintergründe.
Spätestens im Trainingslager in Bramberg sickerte bereits durch, dass der VfL auf jeden Fall im zentralen Mittelfeld noch nachlegen will. Von einem „Qualitätsspieler“ sprach Trainer Uwe Rösler vor gut zwei Wochen noch auf einer Pressekonferenz. Seitdem will er sich zu Transfers nicht mehr äußern. Wohl auch nach internen Gesprächen, um den Druck öffentlich nicht weiter zu erhöhen.
VfL Bochum war mit Mittelfeldspielern weit
Intensiv arbeitete der Klub daran, einen Achter zu verpflichten, der pressingresistent ist und das Spiel nach vorn ankurbeln kann. Mit einigen Spielern und ihren Vereinen waren die Gespräche weit fortgeschritten. Ein Kandidat war nach Informationen dieser Redaktion Sebastian Klaas. Der 28-Jährige spielt in den Planungen von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn keine Rolle mehr. Doch in dieser Woche hakte Bochum den Klaas-Plan ab.
Auch Charlie Patino stand beim VfL hoch im Kurs. Der 22‑jährige Engländer vom spanischen Erstliga-Aufsteiger Deportivo A Coruna stand nach unseren Informationen vor einer Leihe mit Kaufoption zum VfL. Doch auch dieser Deal wird wohl nicht zustande kommen. Denn diese Redaktion weiß: Beim Trainer und der sportlichen Führung hat ein Umdenken stattgefunden, die Prioritäten haben sich im dynamischen Tagesgeschäft verschoben.
Mbom-Verletzung ändert Pläne beim VfL Bochum
Hintergrund ist die schwere Sprunggelenksverletzung von Jean Manuel Mbom, der monatelang ausfallen wird, wie der Klub mitgeteilt hatte. Mbom, der auch im Mittelfeldzentrum spielen kann, war zuletzt vor allem als Konkurrent für Rechtsverteidiger Oliver Olsen vorgesehen. Auch der Däne verletzte sich beim Pokalspiel in Fürth, konnte aber am Donnerstag wieder komplett trainieren und könnte beim Heimspiel gegen Osnabrück starten. Einen direkten Ersatz für Olsen gibt es aber nicht mehr im Kader, nachdem der VfL Kacper Koscierski einige Tage vor Mboms Verletzung an den Drittligisten Alemannia Aachen ausgeliehen hat.
Yigit Karademir könnte einspringen, hat seine Stärken aber klar in der reinen Abwehrarbeit, ist auch nicht der Schnellste. Bochums Spielplan sieht indes vor, dass die Außenverteidiger weit aufrücken und mit Flankenläufen offensiv Akzente setzen. Zudem wird Karademir auch als Back-up für die Innenverteidigung benötigt. Das bisher so überzeugende Stamm-Duo Michael Steinwender, der auch rechts hinten verteidigen könnte, und Karol Mets will Rösler nicht auseinanderreißen. Daher will Bochum nun doch auf den langen Ausfall von Mbom reagieren und noch einen Rechtsverteidiger verpflichten. Das Risiko, nur auf Olsen zu setzen, ist dem Verein am Anfang einer langen Saison nach einer erneuten Bewertung und dem Testen von Alternativen aus der U21 und U19 zu groß. Luca Bernsdorf (21) und Jason Schneider (18) trainierten in dieser Woche teilweise bei den Profis mit, stehen gegen Osnabrück aber nicht im Kader, erklärte Rösler.
VfL Bochum sucht noch schnellen Offensivspieler
Zudem soll noch ein Stürmer kommen, der idealerweise mehrere Offensivpositionen besetzen kann, vor allem aber auf dem linken Flügel für die im Rösler-Fußball wichtige Geschwindigkeit und Geradlinigkeit sorgen soll. Die bringt derzeit nur der verletzungsanfällige Gerrit Holtmann mit, mit Abstrichen noch Christian Rasmussen. Der Däne ist aber kein Sprinter wie Holtmann, der nach einer kompletten Trainingswoche gegen Osnabrück wieder im Kader und vermutlich auch in der Startelf stehen wird. Oder wie der in der Vorsaison noch schnellere Farid Alfa-Ruprecht, der nun für Hertha BSC angreift. Nach unseren Informationen ist der VfL mit zwei Kandidaten in weit fortgeschrittenen Gesprächen.
Auf den Flügeln hat der VfL mit dem zurzeit gesetzten Koji Miyoshi und Talent Alessandro Crimaldi zwar weitere Optionen, beide aber ziehen eher in die Halbräume als die Linie entlang. Holtmann traut man intern keine komplette Saison zu. Auch Rösler sprach am Donnerstag davon, dass der 31-Jährige wohl nicht Woche für Woche über 90 Minuten gehen könne. Da das Kader-Budget mit den zwei anvisierten Zugängen für die rechte Abwehrseite und den Flügel wohl ausgereizt ist, fehlt für einen dritten Neuzugang, der eine echte Verstärkung darstellt, im Transferendspurt das Geld.
Große Chance für Bochums Talente Meyer und Isbruch
Im Mittelfeldzentrum (Sechser/Achter) setzt Bochum damit, anders als ursprünglich geplant, wohl ganz auf Enis Cokaj und Mats Pannewig sowie zwei eigene Talente als Herausforderer. Für die 18-jährigen Tom Meyer, der bereits zwei Einsätze hatte und dabei überzeugte, und Lasse Isbruch kann das auch eine große Chance sein. Viel passieren darf dann allerdings nicht. Der VfL Bochum würde mit den aktuellen Planungen durchaus ein Risiko eingehen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."