08-24-2026, 03:07 PM
Etwas glücklich hat der VfL Bochum beim ligainternen Duell in Fürth die nächste Pokalrunde erreicht. Finanziell war der Sieg eminent wichtig. Doch es gibt neue Personalsorgen.
Das Wechselkontingent war bereits ausgeschöpft, als Jean Manuel Mbom vom Spielfeld humpelte. Der Bochumer Außenverteidiger war in der ersten Halbzeit für den ebenfalls angeschlagenen Oliver Olsen in die Partie gekommen. Trotz notwendiger Unterzahl ging der VfL beim Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten aus Fürth als Sieger vom Platz. "Wir haben mit der ersten Chance zugeschlagen und waren auch danach mega effizient", freute sich Torschütze von Philipp Hofmann über den Einzug in die zweite Runde. "Ich bin szolz, aber auf Dauer müssen wir uns spielerisch verbessern", ergänzte Trainer Uwe Rösler. "Wenn du häufiger so spielst, wirst du eher verlieren als gewinnen."
Rösler freute sich wegen der wahrscheinlich schweren Knöchelverletzung von Mbom nur begrenzt. Im schlimmsten Fall werden die Bochumer ihre nicht eingeplante Pokalprämie in einen Ersatz investieren müssen. Wobei ein ähnlicher Spielertyp kaum zu finden sein wird. Mbom ist als rechter Außenverteidiger, aber auch als defensiver Mittelfeldspieler eingeplant.
Zahlreiche Einnahmen sind weggebrochen
So oder so hilft die nicht eingeplante Pokalprämie natürlich bei der weiteren Kaderplanung. Der Saisonvergleich zeigt, dass dem VfL zahlreiche Einnahmen weggebrochen sind. Weil der Vertrag mit Stadionsponsor Vonovia seitens des Immobilienkonzerns nach zehn Jahren nicht verlängert wurde und noch kein Nachfolger in Sicht ist, fehlt nach jetzigem Stand ein hoher sechsstelliger Betrag im Jahr.
Zudem können während der im Oktober beginnenden Stadionsanierung nicht mehr alle Zuschauerplätze genutzt werden; zeitweise könnten pro Spiel bis zu 8.000 weniger zur Verfügung stehen. Der VfL rechnet bis zum Abschluss der Bauarbeiten mit Einnahmeverlusten zwischen zwei und drei Millionen Euro.
Noch bedeutender sind die Verschiebungen im TV-Ranking der Liga, die nach Auskunft von Geschäftsführer Ilja Kaenzig "rund sechs Millionen Euro" ausmachen, die der VfL in dieser Saison weniger erhält. "Wir verlieren Plätze im TV-Geld-Ranking durch die drei Absteiger, dazu werden wir wohl deutlich weniger aus der Nachwuchssäule generieren." In der zurückliegenden Spielzeit kamen beim VfL zahlreiche in Deutschland ausgebildete Nachwuchkräfte zum Einsatz, wofür die Vereine finanziell belohnt werden. Davon wird der VfL in dieser Saison wohl kaum profitieren. Zuletzt gegen Eintracht Braunschweig schickten die Bochumer die älteste Startelf der Liga ins Rennen.
Im Kader fehlt Tiefe
Aufgefangen werden all diese Verluste vor allem durch den Verkauf von Cajetan Lenz an die TSG Hoffenheim, der rund zehn Millionen Euro eingebracht hat. Hinzu kommen kleinere Ablösesummen sowie Ausbildungsentschädigungen, etwa für die früheren VfL-Jugendspieler Tjark Ernst und Armel Bella Kotchap, die in Summe einen Betrag knapp über der Millionengrenze ergeben. Weil der VfL in der vergangenen Saison mehr Geld ausgegeben als eingenommen hat, ist der Spieleretat gegenüber dem Vorjahr trotzdem leicht gesunken.
Dennoch: Ein zentraler Mittelfeldspieler sowie ein linker Flügelstümer stehen noch auf der Wunschliste. Aktuell fehlt dem Kader die Tiefe, das war auch nach den Einwechslungen in Fürth nicht zu übersehen. Die zusätzlichen Einnahmen aus dem DFB-Pokal sollten bei der Umsetzung der Transferideen helfen. Die Verletzung von Mbom könnte die Pläne in Teilen verändern.
Quelle: Kicker.de
Das Wechselkontingent war bereits ausgeschöpft, als Jean Manuel Mbom vom Spielfeld humpelte. Der Bochumer Außenverteidiger war in der ersten Halbzeit für den ebenfalls angeschlagenen Oliver Olsen in die Partie gekommen. Trotz notwendiger Unterzahl ging der VfL beim Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten aus Fürth als Sieger vom Platz. "Wir haben mit der ersten Chance zugeschlagen und waren auch danach mega effizient", freute sich Torschütze von Philipp Hofmann über den Einzug in die zweite Runde. "Ich bin szolz, aber auf Dauer müssen wir uns spielerisch verbessern", ergänzte Trainer Uwe Rösler. "Wenn du häufiger so spielst, wirst du eher verlieren als gewinnen."
Rösler freute sich wegen der wahrscheinlich schweren Knöchelverletzung von Mbom nur begrenzt. Im schlimmsten Fall werden die Bochumer ihre nicht eingeplante Pokalprämie in einen Ersatz investieren müssen. Wobei ein ähnlicher Spielertyp kaum zu finden sein wird. Mbom ist als rechter Außenverteidiger, aber auch als defensiver Mittelfeldspieler eingeplant.
Zahlreiche Einnahmen sind weggebrochen
So oder so hilft die nicht eingeplante Pokalprämie natürlich bei der weiteren Kaderplanung. Der Saisonvergleich zeigt, dass dem VfL zahlreiche Einnahmen weggebrochen sind. Weil der Vertrag mit Stadionsponsor Vonovia seitens des Immobilienkonzerns nach zehn Jahren nicht verlängert wurde und noch kein Nachfolger in Sicht ist, fehlt nach jetzigem Stand ein hoher sechsstelliger Betrag im Jahr.
Zudem können während der im Oktober beginnenden Stadionsanierung nicht mehr alle Zuschauerplätze genutzt werden; zeitweise könnten pro Spiel bis zu 8.000 weniger zur Verfügung stehen. Der VfL rechnet bis zum Abschluss der Bauarbeiten mit Einnahmeverlusten zwischen zwei und drei Millionen Euro.
Noch bedeutender sind die Verschiebungen im TV-Ranking der Liga, die nach Auskunft von Geschäftsführer Ilja Kaenzig "rund sechs Millionen Euro" ausmachen, die der VfL in dieser Saison weniger erhält. "Wir verlieren Plätze im TV-Geld-Ranking durch die drei Absteiger, dazu werden wir wohl deutlich weniger aus der Nachwuchssäule generieren." In der zurückliegenden Spielzeit kamen beim VfL zahlreiche in Deutschland ausgebildete Nachwuchkräfte zum Einsatz, wofür die Vereine finanziell belohnt werden. Davon wird der VfL in dieser Saison wohl kaum profitieren. Zuletzt gegen Eintracht Braunschweig schickten die Bochumer die älteste Startelf der Liga ins Rennen.
Im Kader fehlt Tiefe
Aufgefangen werden all diese Verluste vor allem durch den Verkauf von Cajetan Lenz an die TSG Hoffenheim, der rund zehn Millionen Euro eingebracht hat. Hinzu kommen kleinere Ablösesummen sowie Ausbildungsentschädigungen, etwa für die früheren VfL-Jugendspieler Tjark Ernst und Armel Bella Kotchap, die in Summe einen Betrag knapp über der Millionengrenze ergeben. Weil der VfL in der vergangenen Saison mehr Geld ausgegeben als eingenommen hat, ist der Spieleretat gegenüber dem Vorjahr trotzdem leicht gesunken.
Dennoch: Ein zentraler Mittelfeldspieler sowie ein linker Flügelstümer stehen noch auf der Wunschliste. Aktuell fehlt dem Kader die Tiefe, das war auch nach den Einwechslungen in Fürth nicht zu übersehen. Die zusätzlichen Einnahmen aus dem DFB-Pokal sollten bei der Umsetzung der Transferideen helfen. Die Verletzung von Mbom könnte die Pläne in Teilen verändern.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
