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Bochums überzeugende Rückkehrer
#1
In Braunschweig hat der VfL Bochum seinen ersten Saisonsieg errungen. Dieser gelang mit drei zurückgekehrten Stammkräften - und mit viel Erfahrung. 

Die Parallele ist unverkennbar: Auf den Tag genau 55 Jahre nach dem allerersten Bundesliga-Spiel des VfL Bochum, damals gegen Eintracht Braunschweig, trafen die beiden Klubs wieder aufeinander - und das Endergebnis ist ebenfalls das gleiche. Nur hieß der Siegtorschütze beim 1:0 am Freitagabend nicht Hans-Werner Hartl, sondern Philipp Hofmann. "Dieser Sieg", betonte Trainer Uwe Rösler nach dem Schlusspfiff, "ist Gold wert für die kommenden Wochen. Gerade nach der Auftaktniederlage". 

Der VfL steigerte sich gegenüber dem Auftritt gegen Hertha BSC zumindest in kleinen Schritten. Der entscheidende: Den Bochumern gelang ihr erstes Saisontor. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Berkan Taz landete über Koji Miyoshi bei Hofmann, der elegant vollstreckte. Es war die erste Torchance nach einer schwachen Anfangsphase aus der VfL-Sicht, und gleichzeitig auch ein Brustlöser. Denn mit der Führung im Rücken übernahm der VfL bis zur Halbzeitpause die Spielkontrolle. Dass im zweiten Durchgang nichts mehr passierte, war der stabilen Defensive zu verdanken. Vor allem das neue Innenverteidiger-Duo, bestehend aus den Zugängen Michael Steinwender und Karol Mets, überzeugte mit einem klugen Stellungsspiel, einer abgeklärten Zweikampfführung und im Vergleich zur Vorsaison mit einem souveräneren Spielaufbau. 

Drei Rückkehrer überzeugen
Generell tat es dem Bochumer Spiel gut, dass mit Mets, Gerrit Holtmann und Mats Pannewig drei zuletzt angeschlagene Stammkräfte in die Startelf zurückgekehrt sind. Rösler konnte damit auf seine momentane Wunschformation setzen - und zugleich auf reichlich Routine. Im Schnitt waren die Akteure in der Startelf 29,2 Jahre alt; fünf von ihnen sind jenseits der 30, einige andere nicht weit davon entfernt. Größer könnte der Kontrast im Vergleich zur vergangenen Saison kaum sein. Da lief Rösler zeitweise mit fünf Startspielern unter 21 auf, unter anderem im November 2025 beim Auswärtssieg in Braunschweig. Diesmal fiel kein einziger Akteur bei Anpfiff unter diese Altersgrenze. 

Wobei Rösler nicht nur angesichts der extrem hohen Temperaturen darauf hinwies, dass neben der Startelf auch die im Schnitt deutlich jüngeren Einwechselspieler am ersten Saisonsieg beteiligt waren. Darunter waren mit Profidebütant Tom Meyer sowie Alessandro Crimaldi auch zwei vielversprechende Jungspunde. Rösler lobte sie für eine "reife Leistung". Perspektivistisch wird der Fußballlehrer die Talente noch mehr einbinden müssen. Denn das erklärte Ziel der Vereinsführung ist es, Jahr für Jahr Transfererlöse im mindestens hohen einstelligen Millionenbereich zu erzielen. Realistisch ist das nur mit Spielern, die den Großteil ihrer Laufbahn noch vor sich haben. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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