Bochum überzeugt in Braunschweig mit einer stabilen Innenverteidigung. Neuzugang Michael Steinwender wird zum Schlüsselspieler beim Auswärtssieg.
Das Spiel gegen Eintracht Braunschweig hätte wahrscheinlich noch einmal 90 Minuten gehen können, Michael Steinwender hätte trotzdem immer wieder ein Bein, einen Kopf oder ein anderes Körperteil zwischen sein eigenes Tor und den Ball gebracht. Der Innenverteidiger des VfL Bochum war beim 1:0-Sieg seines neuen Klubs im Eintracht-Stadion am Freitagabend der Mann des Tages und trug mit seiner Präsenz und Ruhe maßgeblich zum Erfolg bei. Das war dem Österreicher im Nachgang allerdings nur begrenzt anzumerken. So abgeklärt, wie er zuvor die 90 Minuten bestritt, so wenig Emotionen zeigte er kurz nach Abpfiff vor den Mikrofonen. Nicht einmal ein richtiges Lächeln kam ihm über die Lippen. Ein echter Arbeiter, ohne Kompromisse also.
„Ich glaube, die ersten 15 Minuten waren wir nicht gut im Spiel, aber dann hat man gesehen, welche Qualität wir haben“, sagte der 26-Jährige, der im Verbund mit Karol Mets in der zweiten Partie der Saison direkt die Null hielt. Die Qualität wurde dem VfL nach der Auftaktpleite gegen Hertha BSC noch von einigen Fans abgesprochen, die Spieler zeigten eine Woche später direkt die richtige Reaktion. „Du spielst jetzt nicht gegen Kreisliga-Mannschaften“, sagte Steinwender rückblickend zur Auftaktniederlage. Man habe aber hart gearbeitet und den Sieg verdient. Auch dank der Innenverteidigung.
Rösler: „Darum haben wir sie geholt“
„Darum haben wir sie geholt“, sagte Trainer Uwe Rösler zunächst knapp auf der Pressekonferenz. „Die Innenverteidiger haben es gut gemacht, haben die Linie versucht zu schieben. Wenn alle fit sind, können wir noch aggressiver sein. Aber die Boxverteidigung war sehr gut, speziell in der zweiten Halbzeit“, sagte ein sichtlich zufriedener Cheftrainer, der allerdings auch die Vorderleute von Mets und Steinwender lobte. „Wir hatten die Ruhe am Ball, hatten die Räume besetzt und gefunden. Wir hatten dadurch mehr Kontrolle als in der letzten Woche.“
Vor allem durch Steinwender und Mets, die nach einer schwierigen Anfangsviertelstunde immer besser reinkamen und dann auch von hinten versuchten, das Spiel aufzubauen. „Es ist ganz wichtig, dass wir als Innenverteidiger Ruhe ausstrahlen. Karol und ich haben das gut gemacht. Wir haben die Passwege gefunden. Jetzt gilt es an Details zu arbeiten“, sagte Steinwender, der im Sommer für rund 600.000 Euro von den Hearts of Midlothian an die Castroper Straße kam und schon in der Vorbereitung andeutete, dass er das Niveau der Innenverteidigung gegenüber der Vorsaison auf ein neues Level heben wird. Er war es somit in Braunschweig, der die meisten VfL-Ballkontakte hatte.
Zusammenspiel von Mets und Steinwender schon jetzt gut
Dass das Zusammenspiel mit seinem neuen Kompagnon Mets bereits jetzt so gut klappt, überraschte nicht nur die Beobachter, sondern auch Steinwender selbst. Schließlich spielten sie in der Vorbereitung nur einmal gegen Werder Bremen 40 Minuten zusammen. Hinzu kamen 45 Minuten gegen Hertha BSC am ersten Spieltag. „Karol ist ein super Typ, ich verstehe mich richtig gut am Platz mit ihm“, sagte er. „Man merkt natürlich, dass er eine Riesenerfahrung hat. Und ich habe mit meinen 26 Jahren auch schon was gesehen.“ Beide zusammen werden dem VfL Bochum in der Spielzeit sicherlich viel Freude machen, weil sie auf dem Platz zudem viel kommunizieren und die Mannschaft führen.
„Dass das noch besser werden kann, ist auch klar“, warnte Steinwender die gegnerischen Stürmer schon jetzt. „Ich glaube, man sieht, dass wir uns gut verstehen am Platz.“ Dennoch gelte es weiter, an Details zu arbeiten. „Es gilt immer am Anfang der Saison, wenn du noch nicht so viele Pflichtspiele eben gemacht hast mit dem Team, die Abstimmungen zu finden“, so „Steini“, wie er genannt wird. Daran arbeite man beim VfL Bochum hart im Training, analysiere sehr viel und es werde auch täglich besser.
Zumal Mets zwar 90 Minuten durchhielt und ohne Blessuren durchkam, doch noch längst nicht auf dem höchsten Leistungsniveau angekommen ist. Dennoch schwärmen seine Mitspieler bereits. „Er hat Ruhe am Ball, ist abgezockt, sein Stellungsspiel ist richtig gut, er ist kopfballstark. Er gibt uns richtig viel“, sagte Stürmer Philipp Hofmann, der mit seinem satten Linksschuss den Siegtreffer in der 18. Minute besorgte.
Danach mussten die Bochumer sich vor allem überwinden, viel laufen und energisch zur Sache gehen. Auch aufgrund der hohen Temperaturen jenseits der 30 Grad war es für alle Beteiligten keine leichte Partie, weshalb Rösler neben Mats Pannewig und Gerrit Holtmann auch Berkan Taz früh vom Platz nahm, weil dieser die Intensität nicht mehr hochhalten konnte. Durchgezogen haben es aber die Innenverteidiger – und die haben somit einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen.
Quelle: WAZ.de
Das Spiel gegen Eintracht Braunschweig hätte wahrscheinlich noch einmal 90 Minuten gehen können, Michael Steinwender hätte trotzdem immer wieder ein Bein, einen Kopf oder ein anderes Körperteil zwischen sein eigenes Tor und den Ball gebracht. Der Innenverteidiger des VfL Bochum war beim 1:0-Sieg seines neuen Klubs im Eintracht-Stadion am Freitagabend der Mann des Tages und trug mit seiner Präsenz und Ruhe maßgeblich zum Erfolg bei. Das war dem Österreicher im Nachgang allerdings nur begrenzt anzumerken. So abgeklärt, wie er zuvor die 90 Minuten bestritt, so wenig Emotionen zeigte er kurz nach Abpfiff vor den Mikrofonen. Nicht einmal ein richtiges Lächeln kam ihm über die Lippen. Ein echter Arbeiter, ohne Kompromisse also.
„Ich glaube, die ersten 15 Minuten waren wir nicht gut im Spiel, aber dann hat man gesehen, welche Qualität wir haben“, sagte der 26-Jährige, der im Verbund mit Karol Mets in der zweiten Partie der Saison direkt die Null hielt. Die Qualität wurde dem VfL nach der Auftaktpleite gegen Hertha BSC noch von einigen Fans abgesprochen, die Spieler zeigten eine Woche später direkt die richtige Reaktion. „Du spielst jetzt nicht gegen Kreisliga-Mannschaften“, sagte Steinwender rückblickend zur Auftaktniederlage. Man habe aber hart gearbeitet und den Sieg verdient. Auch dank der Innenverteidigung.
Rösler: „Darum haben wir sie geholt“
„Darum haben wir sie geholt“, sagte Trainer Uwe Rösler zunächst knapp auf der Pressekonferenz. „Die Innenverteidiger haben es gut gemacht, haben die Linie versucht zu schieben. Wenn alle fit sind, können wir noch aggressiver sein. Aber die Boxverteidigung war sehr gut, speziell in der zweiten Halbzeit“, sagte ein sichtlich zufriedener Cheftrainer, der allerdings auch die Vorderleute von Mets und Steinwender lobte. „Wir hatten die Ruhe am Ball, hatten die Räume besetzt und gefunden. Wir hatten dadurch mehr Kontrolle als in der letzten Woche.“
Vor allem durch Steinwender und Mets, die nach einer schwierigen Anfangsviertelstunde immer besser reinkamen und dann auch von hinten versuchten, das Spiel aufzubauen. „Es ist ganz wichtig, dass wir als Innenverteidiger Ruhe ausstrahlen. Karol und ich haben das gut gemacht. Wir haben die Passwege gefunden. Jetzt gilt es an Details zu arbeiten“, sagte Steinwender, der im Sommer für rund 600.000 Euro von den Hearts of Midlothian an die Castroper Straße kam und schon in der Vorbereitung andeutete, dass er das Niveau der Innenverteidigung gegenüber der Vorsaison auf ein neues Level heben wird. Er war es somit in Braunschweig, der die meisten VfL-Ballkontakte hatte.
Zusammenspiel von Mets und Steinwender schon jetzt gut
Dass das Zusammenspiel mit seinem neuen Kompagnon Mets bereits jetzt so gut klappt, überraschte nicht nur die Beobachter, sondern auch Steinwender selbst. Schließlich spielten sie in der Vorbereitung nur einmal gegen Werder Bremen 40 Minuten zusammen. Hinzu kamen 45 Minuten gegen Hertha BSC am ersten Spieltag. „Karol ist ein super Typ, ich verstehe mich richtig gut am Platz mit ihm“, sagte er. „Man merkt natürlich, dass er eine Riesenerfahrung hat. Und ich habe mit meinen 26 Jahren auch schon was gesehen.“ Beide zusammen werden dem VfL Bochum in der Spielzeit sicherlich viel Freude machen, weil sie auf dem Platz zudem viel kommunizieren und die Mannschaft führen.
„Dass das noch besser werden kann, ist auch klar“, warnte Steinwender die gegnerischen Stürmer schon jetzt. „Ich glaube, man sieht, dass wir uns gut verstehen am Platz.“ Dennoch gelte es weiter, an Details zu arbeiten. „Es gilt immer am Anfang der Saison, wenn du noch nicht so viele Pflichtspiele eben gemacht hast mit dem Team, die Abstimmungen zu finden“, so „Steini“, wie er genannt wird. Daran arbeite man beim VfL Bochum hart im Training, analysiere sehr viel und es werde auch täglich besser.
Zumal Mets zwar 90 Minuten durchhielt und ohne Blessuren durchkam, doch noch längst nicht auf dem höchsten Leistungsniveau angekommen ist. Dennoch schwärmen seine Mitspieler bereits. „Er hat Ruhe am Ball, ist abgezockt, sein Stellungsspiel ist richtig gut, er ist kopfballstark. Er gibt uns richtig viel“, sagte Stürmer Philipp Hofmann, der mit seinem satten Linksschuss den Siegtreffer in der 18. Minute besorgte.
Danach mussten die Bochumer sich vor allem überwinden, viel laufen und energisch zur Sache gehen. Auch aufgrund der hohen Temperaturen jenseits der 30 Grad war es für alle Beteiligten keine leichte Partie, weshalb Rösler neben Mats Pannewig und Gerrit Holtmann auch Berkan Taz früh vom Platz nahm, weil dieser die Intensität nicht mehr hochhalten konnte. Durchgezogen haben es aber die Innenverteidiger – und die haben somit einen wichtigen Teil zum Sieg beigetragen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."