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Frauen schlagen Topteam und sind Erster
#1
Mit zwei späten Toren drehen Bochums Fußballerinnen das Spiel bei Viktoria Berlin und verteidigen nach zwei Siegen die Tabellenspitze - damit hatte fast niemand mehr gerechnet. 

Es war keine Gala wie am ersten Spieltag, aber dieser Sieg fühlt sich für die Fußballerinnen des VfL Bochum wohl noch besser an. Beim selbst erklärten Aufstiegskandidaten Viktoria Berlin gewann der VfL 2:1 nach einem verrückten Spielverlauf. Ganz lange lag Bochum hinten, mit zwei Toren in der 88. und 91. Minute drehte der VfL aber das Spiel. Mit Schlusspfiff fielen sich die Bochumerinnen in die Arme - zehn Minuten vorher hätten sie wohl kaum daran geglaubt. 

30-Meter-Schuss ins Glück von Amelie Fölsing
Grund für den unerwarteten war auch das glückliche Händchen von Trainerin Kyra Malinowski, die knapp zehn Minuten vor Schluss Dörthe Hoppius und Amelie Fölsing brachte. Fünf Minuten später hatte sich das schon ausgezahlt - Hoppius setzte sich als Mittelstürmerin bei einem Kopfballduell im Strafraum gut durch und leitete den Ball weiter auf die ebenfalls eingewechselte Angerer, die aus vollem Lauf mit links abschloss und ins Eck traf. 

Als sich im Stadion Lichterfelde alle fragten, ob Viktoria noch eine Antwort auf das 1:1 hätte, legte Amelie Fölsing mit einem 30-Meter-Hammer noch das Siegtor für Bochum nach. Der VfL hat nun sechs Punkte aus zwei Spielen auf dem Konto und nach drei sieglosen Duellen mit der Viktoria in der Vorsaison eine offene Rechnung beglichen. 

Bochum gewinnt - Viktoria lange spielbestimmend
Noch wichtiger: Nach dem klaren Auftaktsieg über Aufsteiger Hertha schlägt der VfL nun auch eins der Topteams. Viktoria hat immerhin den Aufstieg als klares Saisonziel ausgegeben und war auch über weite Strecken spielbestimmend. 

Im Vergleich zum Auftaktspiel veränderte Trainerin Malinowski ihr Team nur auf einer Position, Sarah Freutel begann für Emely Joester auf der rechten Seite. Freutel vergab auch die erste Chance der Partie in einer offenen Anfangsphase, Viktoria machte es besser: Nach einem abgewehrten Ball auf der rechten Abwehrseite herrschte Chaos in der VfL-Abwehr. Melina Reuter stand am hinteren Pfosten ganz frei und erzielte die Führung. Wenige Minuten später hatte Torhüterin Anne Moll Glück, als ein Freistoß der Viktoria an die Latte ging. 

Lange sah es so aus, als ob Viktoria diese Führung über die Zeit bringen würde - bis Trainerin Kyra Malinowski mit ihren Einwechslungen genau die richtigen Entscheidungen traf. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#3
Was für eine Mentalität! Die Frauen des VfL Bochum 1848 gewinnen 2:1 (0:1) in Berlin und drehen die Partie in der 2. Frauen-Bundesliga gegen Viktoria in den letzten fünf Minuten. 
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„Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel noch für uns entscheiden konnten“, freute sich VfL-Cheftrainerin Kyra Malinowski im Anschluss. „Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie bis zum Schluss an sich geglaubt und einfach weitergemacht haben.“ 
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Dabei musste der VfL früh einem Rückstand hinterherlaufen. Melina Reuter traf in der 9. Minute für die Gastgeberinnen. „Wir haben in der ersten Halbzeit selbst einige Chancen liegenlassen. Entsprechend hatten wir uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und sind auch mit Schwung aus der Kabine gekommen.“ 
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Trotzdem musste sich der VfL bis zur 87. Minute gedulden, ehe Alina Angerer nach Kopfballablage von Didi Hoppius per strammen Linksschuss die Offensiv-Bemühungen mit dem Ausgleich belohnte. Doch damit nicht genug. In der ersten Minute der Nachspielzeit führte Kapitänin Noemi Gentile einen Freistoß kurz aus. Amelie Fölsing nahm sich ein Herz und hielt aus über 30 Metern drauf. Der Ball senkte sich unhaltbar im Viktoria-Kasten – Traumtor und Auswärtssieg! 
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„Es ist sehr schön, dass zwei Einwechselspielerinnen treffen und mit die Wende gebracht haben. Die beiden späten Treffer sagen viel über uns aus. Wir haben das Selbstvertrauen und die Mentalität, einfach dranzubleiben, und uns von dem Gegentor nicht aus der Spur haben bringen lassen. Das zeugt auf jeden Fall von Charakter.“ Dazu kommt, dass die bisherigen fünf Saisontore von fünf Spielerinnen geschossen wurden. 
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Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel und dem besten Torverhältnis bleibt der VfL Tabellenführer. Am nächsten Wochenende wartet in der Play-off-Runde im DFB-Pokal Hansa Rostock aus der Regionalliga Nordost. „Es ist immer wichtig, gut in die Saison zu starten. Den Schwung wollen wir mitnehmen, auch das Spiel in Rostock für uns ziehen und die nächste Runde erreichen.“ Anstoß ist am Samstag, den 15. August, um 11 Uhr.
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