08-04-2026, 08:00 AM
Trainer Uwe Rösler sieht beim VfL Bochum vor dem Zweitliga-Auftakt gegen Hertha noch Baustellen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Spielaufbau.
Die ersten Fans blickten verwundert auf die Uhr und zweifelten schon daran, dass sie ihre Idole noch zu sehen bekommen würden. Doch dann marschierten diese in Grüppchen in Richtung Trainingsplatz. Mit einer guten halben Stunde Verspätung klatschte Trainer Uwe Rösler kurz darauf in die Hände. „Okay Männer, fangen wir an“, rief er seiner Mannschaft entgegen. Die finale Woche der langen Vorbereitung hatte um 11.32 Uhr am Montag so richtig begonnen, bevor es am Freitagabend (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) gegen Hertha BSC um die ersten Punkte in der Zweiten Liga geht.
Die Verspätung hatte allerdings einen guten Grund. Nach dem 0:0 gegen Sheffield United in der Generalprobe am vergangenen Samstag bat der Cheftrainer seine Spieler zum intensiven Videostudium, um noch einmal zu verdeutlichen, worauf es ihm in der neuen Spielzeit ankommt. „Wir haben heute lange das Spiel ausgewertet. Es gab einige gute Szenen. In der ersten Halbzeit haben wir ordentlich gespielt. Das war knapp 40 Minuten lang schon so, wie wir spielen wollen“, sagte Rösler durchaus zufrieden.
VfL Bochum fand wenig Entlastung gegen Sheffield
Allerdings geht ein Fußballspiel bekanntlich 90 Minuten, was bedeutet, dass die Leistung in den übrigen 50 Minuten nicht so war, wie es sich der 57-Jährige vorstellt. „Schon in der ersten Halbzeit haben wir in den letzten Minuten nachgelassen, was sich dann im zweiten Durchgang fortgesetzt hat. Darüber mussten wir noch einmal sprechen, weil wir so nicht spielen können“, sagte Rösler deutlich. „Wir haben zu viele Chancen weggegeben. Wir haben zwar 0:0 gespielt, aber durchaus Glück gehabt, kein Tor zu kassieren. Da müssen wir nun ansetzen.“
Speziell gehe es ihm darum, dass seine Mannschaft im zweiten Durchgang gegen den Championship-Klub keine Entlastung gehabt habe, weil sie nicht mehr aktiv anlief. „Die Laufwerte waren auch dementsprechend niedrig. Das hat mich verwundert, weil wir in dem Punkt in der gesamten Vorbereitung gut waren.“
Nach sieben Testspielen in der Vorbereitung und nur einer Niederlage (gegen Werder Bremen, 0:2) ist der VfL Bochum dennoch auf einem guten Weg vor dem Saisonstart. Es gelte im normalen Vier-Tage-Aufbau vor einem Spiel, an den Kleinigkeiten und den Abläufen zu pfeilen. „Unser Aufbauspiel hat mir nicht gefallen. Das haben wir anders geplant, als es dann ausgeführt wurde“, merkte Rösler kritisch an. Zwar hatte der VfL mehrfach stark von hinten nach vorn kombiniert und sich aus der Bedrängnis der Briten befreit. Im zweiten Durchgang allerdings wurde zu häufig der Weg zurück über Torhüter Timo Horn gesucht.
Daran will Rösler beim VfL Bochum noch arbeiten
„Wir werden in dieser Woche das Umschaltspiel noch trainieren“, kündigte Rösler daher an. „Wir hatten zwei, drei richtig gute Szenen, weil wir das letzte Woche trainiert haben. Es wird aber noch einmal eine Rolle spielen. Wir müssen auch sicherer mit dem Ball werden und mehr nach vorn spielen, etwa Yigit Karademir mehr Zeit am Ball und mehr Anspielstationen bieten. Ein Fokus wird also auch auf dem Spielaufbau liegen.“
Der Trainer hat klare Vorstellungen davon, wie seine Mannschaft in der Zweiten Bundesliga agieren soll. Schon gegen Hertha BSC, das Spiel könnte richtungsweisend für die Saison werden, wollen die Bochumer dominanten Fußball spielen, den Gegner unter Druck setzen. Dabei setzt Rösler neben dem Faktor Heimspiel auch auf das Wetter am Abend. Gegen Sheffield sei es am Nachmittag noch sehr heiß gewesen, weshalb die Intensität bei dem einen oder anderen möglicherweise gefehlt habe. „Am Freitagabend wird es besser, die Temperaturen sollen ja bis dahin sinken. Dann können wir eine höhere Intensität gehen“, sagte er.
Wie gut wird Crimaldi spielen?
Doch Rösler will sich nicht allein auf eine intensive Spielweise beschränken und schon gar nicht reduzieren lassen. „Es geht darum, wie wir uns bewegen, dass wir an den Ball kommen und dem Ballführenden von uns mehr Optionen geben“, sagte er. Dabei kommt auch den Flügelspielern eine wichtige Rolle zu. Gegen Sheffield etwa hatte Berkan Taz im Zentrum mehrfach die Möglichkeit, die Außen anzuspielen, allerdings waren diese durch Alessandro Crimaldi und Koji Miyoshi nicht besetzt. Beide schoben eher in die Halbräume ein. „Wir haben es am Samstag nicht geschafft, Alessandro Crimaldi ins Laufen zu bekommen. Wir müssen drüber nachdenken, in gewissen Spielphasen und gegen gewisse Gegner mit mehr Spielern zu spielen, für die das tiefe Spiel natürlicher ist“, sagte Rösler. Eine Möglichkeit: Gerrit Holtmann.
Sicher hat seinen Stammplatz in jedem Fall der Japaner Koji Miyoshi. „Koji ist ein super Kombinationsspieler, der zwischen die Linien kommt. Er war für mich einer der besten Spieler am Samstag“, sagte Rösler. Dies habe auch daran gelegen, dass er von Oliver Olsen gut unterstützt wurde, der immer wieder sehr hoch aufrückte, um den rechten Flügel zu besetzen. Das lobte auch der Cheftrainer. „Er zeigt einen klaren Aufwärtstrend, auch wenn er in den letzten Minuten sehr auf die Zähne beißen musste.“ Diesen gilt es – als gesamte Mannschaft – gegen Hertha zu bestätigen.
Quelle: WAZ.de
Die ersten Fans blickten verwundert auf die Uhr und zweifelten schon daran, dass sie ihre Idole noch zu sehen bekommen würden. Doch dann marschierten diese in Grüppchen in Richtung Trainingsplatz. Mit einer guten halben Stunde Verspätung klatschte Trainer Uwe Rösler kurz darauf in die Hände. „Okay Männer, fangen wir an“, rief er seiner Mannschaft entgegen. Die finale Woche der langen Vorbereitung hatte um 11.32 Uhr am Montag so richtig begonnen, bevor es am Freitagabend (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) gegen Hertha BSC um die ersten Punkte in der Zweiten Liga geht.
Die Verspätung hatte allerdings einen guten Grund. Nach dem 0:0 gegen Sheffield United in der Generalprobe am vergangenen Samstag bat der Cheftrainer seine Spieler zum intensiven Videostudium, um noch einmal zu verdeutlichen, worauf es ihm in der neuen Spielzeit ankommt. „Wir haben heute lange das Spiel ausgewertet. Es gab einige gute Szenen. In der ersten Halbzeit haben wir ordentlich gespielt. Das war knapp 40 Minuten lang schon so, wie wir spielen wollen“, sagte Rösler durchaus zufrieden.
VfL Bochum fand wenig Entlastung gegen Sheffield
Allerdings geht ein Fußballspiel bekanntlich 90 Minuten, was bedeutet, dass die Leistung in den übrigen 50 Minuten nicht so war, wie es sich der 57-Jährige vorstellt. „Schon in der ersten Halbzeit haben wir in den letzten Minuten nachgelassen, was sich dann im zweiten Durchgang fortgesetzt hat. Darüber mussten wir noch einmal sprechen, weil wir so nicht spielen können“, sagte Rösler deutlich. „Wir haben zu viele Chancen weggegeben. Wir haben zwar 0:0 gespielt, aber durchaus Glück gehabt, kein Tor zu kassieren. Da müssen wir nun ansetzen.“
Speziell gehe es ihm darum, dass seine Mannschaft im zweiten Durchgang gegen den Championship-Klub keine Entlastung gehabt habe, weil sie nicht mehr aktiv anlief. „Die Laufwerte waren auch dementsprechend niedrig. Das hat mich verwundert, weil wir in dem Punkt in der gesamten Vorbereitung gut waren.“
Nach sieben Testspielen in der Vorbereitung und nur einer Niederlage (gegen Werder Bremen, 0:2) ist der VfL Bochum dennoch auf einem guten Weg vor dem Saisonstart. Es gelte im normalen Vier-Tage-Aufbau vor einem Spiel, an den Kleinigkeiten und den Abläufen zu pfeilen. „Unser Aufbauspiel hat mir nicht gefallen. Das haben wir anders geplant, als es dann ausgeführt wurde“, merkte Rösler kritisch an. Zwar hatte der VfL mehrfach stark von hinten nach vorn kombiniert und sich aus der Bedrängnis der Briten befreit. Im zweiten Durchgang allerdings wurde zu häufig der Weg zurück über Torhüter Timo Horn gesucht.
Daran will Rösler beim VfL Bochum noch arbeiten
„Wir werden in dieser Woche das Umschaltspiel noch trainieren“, kündigte Rösler daher an. „Wir hatten zwei, drei richtig gute Szenen, weil wir das letzte Woche trainiert haben. Es wird aber noch einmal eine Rolle spielen. Wir müssen auch sicherer mit dem Ball werden und mehr nach vorn spielen, etwa Yigit Karademir mehr Zeit am Ball und mehr Anspielstationen bieten. Ein Fokus wird also auch auf dem Spielaufbau liegen.“
Der Trainer hat klare Vorstellungen davon, wie seine Mannschaft in der Zweiten Bundesliga agieren soll. Schon gegen Hertha BSC, das Spiel könnte richtungsweisend für die Saison werden, wollen die Bochumer dominanten Fußball spielen, den Gegner unter Druck setzen. Dabei setzt Rösler neben dem Faktor Heimspiel auch auf das Wetter am Abend. Gegen Sheffield sei es am Nachmittag noch sehr heiß gewesen, weshalb die Intensität bei dem einen oder anderen möglicherweise gefehlt habe. „Am Freitagabend wird es besser, die Temperaturen sollen ja bis dahin sinken. Dann können wir eine höhere Intensität gehen“, sagte er.
Wie gut wird Crimaldi spielen?
Doch Rösler will sich nicht allein auf eine intensive Spielweise beschränken und schon gar nicht reduzieren lassen. „Es geht darum, wie wir uns bewegen, dass wir an den Ball kommen und dem Ballführenden von uns mehr Optionen geben“, sagte er. Dabei kommt auch den Flügelspielern eine wichtige Rolle zu. Gegen Sheffield etwa hatte Berkan Taz im Zentrum mehrfach die Möglichkeit, die Außen anzuspielen, allerdings waren diese durch Alessandro Crimaldi und Koji Miyoshi nicht besetzt. Beide schoben eher in die Halbräume ein. „Wir haben es am Samstag nicht geschafft, Alessandro Crimaldi ins Laufen zu bekommen. Wir müssen drüber nachdenken, in gewissen Spielphasen und gegen gewisse Gegner mit mehr Spielern zu spielen, für die das tiefe Spiel natürlicher ist“, sagte Rösler. Eine Möglichkeit: Gerrit Holtmann.
Sicher hat seinen Stammplatz in jedem Fall der Japaner Koji Miyoshi. „Koji ist ein super Kombinationsspieler, der zwischen die Linien kommt. Er war für mich einer der besten Spieler am Samstag“, sagte Rösler. Dies habe auch daran gelegen, dass er von Oliver Olsen gut unterstützt wurde, der immer wieder sehr hoch aufrückte, um den rechten Flügel zu besetzen. Das lobte auch der Cheftrainer. „Er zeigt einen klaren Aufwärtstrend, auch wenn er in den letzten Minuten sehr auf die Zähne beißen musste.“ Diesen gilt es – als gesamte Mannschaft – gegen Hertha zu bestätigen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."