Gestern, 03:27 PM
Beim XL-Testspiel gegen Antwerpen setzt VfL Bochums Coach Rösler auf eine A-Elf und ein Talente-Team mit einem Routinier. Das steckt dahinter.
Enis Cokaj setzte den Schlusspunkt. Sein Volltreffer war das Highlight der taktisch geprägten Trainingseinheit vor dem Testspiel am Samstag gegen Royal Antwerpen in Iserlohn (14 Uhr/Liveticker bei waz.de). „Danke, Männer“, rief Uwe Rösler und klatschte mehrmals in die Hände. Oliver Olsen hatte Koji Miyoshi in die Tiefe geschickt, der Japaner legte zurück Richtung Elfmeterpunkt, Cokaj hämmerte den Ball in den Winkel.
Eine Kombination, die der Trainer des VfL Bochum gerne auch beim XL-Test über zweimal 60 Minuten gegen den belgischen Erstligisten sehen würde. Möglich ist das, denn die Startelf steht fest und zeigt: Antwerpen wird zur ersten Standortbestimmung für den VfL. Die Zeit der bunten Mischungen ist vorbei.
Klares A-Team soll sich gegen starken Testspiel-Gegner beweisen
In den letzten Einheiten studierte Rösler sowohl in kleinen Gruppen als auch beim Abschluss-Spiel mit einem jeweils festen Stamm klare Abläufe ein, defensiv wie offensiv. In der ersten Halbzeit werden vor Torwart Timo Horn Philipp Strompf und Michael Steinwender innen sowie Talent Leon Sawas und Oliver Olsen außen verteidigen. Die Doppelsechs bilden Jean Manuel Mbom und Enis Cokaj, den Zehner spielt Berkan Taz, der Stoßstürmer Philipp Hofmann in Szene setzen soll. Auf den Flügeln greifen Alessandro Crimaldi und Koji Miyoshi an. Es ist, beim jetzigen Kaderstand, ein klares A-Team.
„Für mich ist wichtig, dass wir speziell in der ersten Halbzeit gut gegenhalten können“, sagte Rösler. Nach den Partien gegen eine Amateurauswahl (8:0) und bei Regionalligist RW Oberhausen geht es nun gegen einen deutlich härteren Gegner, auch wenn der Kader des fünfmaligen belgischen Meisters aus Antwerpen nach einem Umbruch längst nicht komplett ist. „Wir haben extra starke Gegner gewählt in der Vorbereitung, damit wir sehen und der ganze Verein sieht, wo wir stehen“, so der Coach vier Wochen vor dem Saisonstart gegen Hertha BSC auch mit Blick auf die Transferaktivitäten.
Die meisten VfL-Talente erhalten im zweiten Durchgang ihre Chance
Dafür nimmt er im Ergebnis auch „Abstriche“ in Kauf im zweiten 60-Minuten-Durchgang. Dann werden fast nur die eigenen aufgerückten und von der U21 dazu genommenen Talente sowie die jungen Neuzugänge spielen, etwa Yigit Karademir und Mo Tolba in der Innenverteidigung sowie Lasse Isbruch und Tom Meyer im Zentrum. Angeführt wird die Talente-Auswahl aber von einem Routinier: Der 29-jährige Neuzugang Daniel Hanslik wird in der zweiten Halbzeit ganz vorne angreifen. „Ich möchte sehen, dass die Jungen sich brutal zeigen, dass sie Energie haben, nicht gehemmt spielen, sondern die Partie als eine Chance sehen. So, wie Leon das die ganze Vorbereitung macht“, sagte Rösler und lobte damit erneut den 18-jährigen Linksverteidiger Sawas.
Luis Pick fällt aus, Jonathan Akaegbobi rückt auf
Fehlen wird Luis Pick. Der 18-jährige Stürmer hat sich beim Spiel in Oberhausen einen „kleinen Muskelfaserriss“ zugezogen, erklärte Rösler. Pick falle „zwölf bis maximal 14 Tage“ aus, am Freitag arbeitete er bereits wieder im Kraftraum. Für ihn rückte bereits seit Dienstag Jonathan Akaegbobi von der U21 vorübergehend zu den Profis auf.
Noch können sich alle für mehr empfehlen, im A- wie im B-Team: Gesetzt sind bisher nur wenige wie Hofmann oder Horn. Nicht zuletzt, weil der Kader des VfL noch Lücken hat, unter anderem der Abwehrchef noch gesucht wird. „Ich würde jetzt noch nicht von einer Stamm-Mannschaft reden. Es kommen einige zurück und wir holen noch etwas“, sagte der Coach.
Auch Neuzugang Christian Rasmussen wird noch nicht sein Debüt geben. Der dänische Rechtsaußen, der am Mittwoch verpflichtet wurde, absolvierte zwei Einheiten rund 45 Minuten lang mit, soll aber „behutsam aufgebaut“ werden, weiter an den Grundlagen arbeiten. So drehte Rasmussen mit Maxi Wittek, Gerrit Holtmann und Mats Pannewig am Freitag einige Laufrunden auf der Tartanbahn des Leichtathletik-Platzes.
Pannewig könnte schon gegen Hertha wieder bereit sein
Gegen Antwerpen werden die drei langjährigen Bochumer noch nicht dabei sein, sollen aber kommende Woche wieder ins komplette Training einsteigen: Wittek „auf jeden Fall“, so Rösler, und auch Holtmann und Pannewig sollen wahrscheinlich bereits ab Montag die Qualität im Mannschaftstraining erhöhen. „Mats hat einen Laktattest gemacht, der war sehr gut. Bei ihm ist die Frage, wann wir ihn in die Zweikämpfe schicken. Aber nach jetzigem Stand fangen beide am Montag an, voll mitzutrainieren“, sagte Rösler erfreut.
Pannewig kehrt damit deutlich eher zurück als gedacht, nachdem er sich gegen Hannover im Mai am Schienbein verletzt und Rösler befürchtet hatte, dass er erst Anfang September wieder voll spielfähig sein könnte. Beim Testspiel bei Ajax Amsterdam am kommenden Mittwoch wird der 21-Jährige wohl noch aussetzen. Doch spätestens im Rahmen des Trainingslagers in Österreich vom 18. bis 25. Juli in Bramberg am Wildkogel mit zwei Testspielen gegen Swansea City und Werder Bremen ist mit dem Comeback des Mittelfeldmannes zu rechnen. Gibt es keine Rückschläge, dürfte Pannewig bereits zum Saisonstart gegen Hertha wieder eine Option für die Startelf sein.
Quelle: WAZ.de
Enis Cokaj setzte den Schlusspunkt. Sein Volltreffer war das Highlight der taktisch geprägten Trainingseinheit vor dem Testspiel am Samstag gegen Royal Antwerpen in Iserlohn (14 Uhr/Liveticker bei waz.de). „Danke, Männer“, rief Uwe Rösler und klatschte mehrmals in die Hände. Oliver Olsen hatte Koji Miyoshi in die Tiefe geschickt, der Japaner legte zurück Richtung Elfmeterpunkt, Cokaj hämmerte den Ball in den Winkel.
Eine Kombination, die der Trainer des VfL Bochum gerne auch beim XL-Test über zweimal 60 Minuten gegen den belgischen Erstligisten sehen würde. Möglich ist das, denn die Startelf steht fest und zeigt: Antwerpen wird zur ersten Standortbestimmung für den VfL. Die Zeit der bunten Mischungen ist vorbei.
Klares A-Team soll sich gegen starken Testspiel-Gegner beweisen
In den letzten Einheiten studierte Rösler sowohl in kleinen Gruppen als auch beim Abschluss-Spiel mit einem jeweils festen Stamm klare Abläufe ein, defensiv wie offensiv. In der ersten Halbzeit werden vor Torwart Timo Horn Philipp Strompf und Michael Steinwender innen sowie Talent Leon Sawas und Oliver Olsen außen verteidigen. Die Doppelsechs bilden Jean Manuel Mbom und Enis Cokaj, den Zehner spielt Berkan Taz, der Stoßstürmer Philipp Hofmann in Szene setzen soll. Auf den Flügeln greifen Alessandro Crimaldi und Koji Miyoshi an. Es ist, beim jetzigen Kaderstand, ein klares A-Team.
„Für mich ist wichtig, dass wir speziell in der ersten Halbzeit gut gegenhalten können“, sagte Rösler. Nach den Partien gegen eine Amateurauswahl (8:0) und bei Regionalligist RW Oberhausen geht es nun gegen einen deutlich härteren Gegner, auch wenn der Kader des fünfmaligen belgischen Meisters aus Antwerpen nach einem Umbruch längst nicht komplett ist. „Wir haben extra starke Gegner gewählt in der Vorbereitung, damit wir sehen und der ganze Verein sieht, wo wir stehen“, so der Coach vier Wochen vor dem Saisonstart gegen Hertha BSC auch mit Blick auf die Transferaktivitäten.
Die meisten VfL-Talente erhalten im zweiten Durchgang ihre Chance
Dafür nimmt er im Ergebnis auch „Abstriche“ in Kauf im zweiten 60-Minuten-Durchgang. Dann werden fast nur die eigenen aufgerückten und von der U21 dazu genommenen Talente sowie die jungen Neuzugänge spielen, etwa Yigit Karademir und Mo Tolba in der Innenverteidigung sowie Lasse Isbruch und Tom Meyer im Zentrum. Angeführt wird die Talente-Auswahl aber von einem Routinier: Der 29-jährige Neuzugang Daniel Hanslik wird in der zweiten Halbzeit ganz vorne angreifen. „Ich möchte sehen, dass die Jungen sich brutal zeigen, dass sie Energie haben, nicht gehemmt spielen, sondern die Partie als eine Chance sehen. So, wie Leon das die ganze Vorbereitung macht“, sagte Rösler und lobte damit erneut den 18-jährigen Linksverteidiger Sawas.
Luis Pick fällt aus, Jonathan Akaegbobi rückt auf
Fehlen wird Luis Pick. Der 18-jährige Stürmer hat sich beim Spiel in Oberhausen einen „kleinen Muskelfaserriss“ zugezogen, erklärte Rösler. Pick falle „zwölf bis maximal 14 Tage“ aus, am Freitag arbeitete er bereits wieder im Kraftraum. Für ihn rückte bereits seit Dienstag Jonathan Akaegbobi von der U21 vorübergehend zu den Profis auf.
Noch können sich alle für mehr empfehlen, im A- wie im B-Team: Gesetzt sind bisher nur wenige wie Hofmann oder Horn. Nicht zuletzt, weil der Kader des VfL noch Lücken hat, unter anderem der Abwehrchef noch gesucht wird. „Ich würde jetzt noch nicht von einer Stamm-Mannschaft reden. Es kommen einige zurück und wir holen noch etwas“, sagte der Coach.
Auch Neuzugang Christian Rasmussen wird noch nicht sein Debüt geben. Der dänische Rechtsaußen, der am Mittwoch verpflichtet wurde, absolvierte zwei Einheiten rund 45 Minuten lang mit, soll aber „behutsam aufgebaut“ werden, weiter an den Grundlagen arbeiten. So drehte Rasmussen mit Maxi Wittek, Gerrit Holtmann und Mats Pannewig am Freitag einige Laufrunden auf der Tartanbahn des Leichtathletik-Platzes.
Pannewig könnte schon gegen Hertha wieder bereit sein
Gegen Antwerpen werden die drei langjährigen Bochumer noch nicht dabei sein, sollen aber kommende Woche wieder ins komplette Training einsteigen: Wittek „auf jeden Fall“, so Rösler, und auch Holtmann und Pannewig sollen wahrscheinlich bereits ab Montag die Qualität im Mannschaftstraining erhöhen. „Mats hat einen Laktattest gemacht, der war sehr gut. Bei ihm ist die Frage, wann wir ihn in die Zweikämpfe schicken. Aber nach jetzigem Stand fangen beide am Montag an, voll mitzutrainieren“, sagte Rösler erfreut.
Pannewig kehrt damit deutlich eher zurück als gedacht, nachdem er sich gegen Hannover im Mai am Schienbein verletzt und Rösler befürchtet hatte, dass er erst Anfang September wieder voll spielfähig sein könnte. Beim Testspiel bei Ajax Amsterdam am kommenden Mittwoch wird der 21-Jährige wohl noch aussetzen. Doch spätestens im Rahmen des Trainingslagers in Österreich vom 18. bis 25. Juli in Bramberg am Wildkogel mit zwei Testspielen gegen Swansea City und Werder Bremen ist mit dem Comeback des Mittelfeldmannes zu rechnen. Gibt es keine Rückschläge, dürfte Pannewig bereits zum Saisonstart gegen Hertha wieder eine Option für die Startelf sein.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."