07-06-2026, 07:49 AM
Farid Alfa-Ruprecht war der schnellste Mann der 2. Liga, Babis Drakas will ihn toppen. Der neue Flügelflitzer des VfL Bochum hat einen klaren Plan.
Es ist noch nicht die Zeit, in der Babis Drakas seine Kernqualitäten richtig zeigen kann beim VfL Bochum. In der vergangenen Trainingswoche und beim 3:2-Sieg im Testspiel in Oberhausen spielte der 23-Jährige als Rechtsverteidiger, weil Kacper Koscierski bei der U19-EM ist und nur Oliver Olsen zur Verfügung steht. „Er muss als Rechtsverteidiger aushelfen, wofür er nicht geholt worden ist. Das ist gerade etwas schade“, sagte Trainer Uwe Rösler fast schon entschuldigend.
Denn seine Stärken hat der Neuzugang auf dem offensiven, bevorzugt rechten Flügel. So zu sehen auch bei RWO, als Drakas nach einem Vorstoß eine Maßflanke auf den Kopf von Philipp Hofmann schlug und der Stürmer zum 2:1 einnetzte. Es war Drakas’ erster Assist für den VfL, während er defensiv Probleme hatte, auch im Stellungsspiel.
Was Drakas beim VfL Bochum noch lernen muss
Letztlich aber soll er ja weiter vorne attackieren, das Tempo erhöhen, für Tiefgang sorgen. Der Sohn griechischer Eltern, geboren und aufgewachsen in Waiblingen bei Stuttgart und fußballerisch groß geworden beim VfB Stuttgart, kam ablösefrei als bester Scorer des BVB II aus der Regionalliga.
„Im Moment sind die Beine schwer, sieht man seine Explosivität vielleicht noch nicht so. Die kommt in zwei, drei Wochen, wenn wir vom Volumen immer mehr runtergehen und immer mehr spritzigere Sachen machen“, meint Rösler.
Er hat einen guten ersten Eindruck von Drakas, von dessen Willen, zu lernen. Der Coach wird ihm aber auch die Zeit geben, sich an das höhere Niveau zu gewöhnen, im athletischen, im taktischen Bereich. „Wir müssen ihm einen klaren Plan an die Hand geben, wie und wo er laufen soll. Dann sehen wir 100-prozentig die Qualitäten, die wir bei ihm auch bei Dortmund II gesehen haben“, ist Rösler überzeugt.
Bester Scorer des BVB II in der Regionalliga
Geschwindigkeit, Intensität auch gegen den Ball, Zug zum Tor zeichneten ihn aus beim BVB, wo er zunächst in der 3. Liga auf 31 Einsätze kam (drei Tore/ein Assist), meist allerdings als Joker. Nach dem Abstieg machte der 1,73 Meter große Angreifer in der vergangenen Saison mit sechs Toren und zehn Torvorlagen auf sich aufmerksam, spielte konsequent als Rechtsaußen. Auch beim VfB Stuttgart II war er zuvor zwei Jahre lang Stammspieler in der Regionalliga Südwest, spielte offensiv mal links, mal zentral, mal rechts, kam auf 9 Tore und 14 Torvorlagen in 58 Spielen. Am liebsten, sagt er, spielt er rechts vorne, „weil ich gerne meinen starken Fuß in der Tiefe habe. Aber links ist auch kein Problem.“
Zumindest in der 4. Liga nicht. Jetzt folgt der Sprung um gleich zwei Klassen. „Das ist von der Physis, der Qualität ein anderes Level“, sagt Drakas nach anderthalb Trainingswochen beim VfL, wobei er in Länderspielpausen auch immer mal wieder mit den Bundesliga-Stars des BVB trainiert hatte. „Ich bin immer bereit für neue Herausforderungen, das ist eine perfekte“, sagt er mit einem Lächeln.
Wechsel zum VfL Bochum geht schnell über die Bühne: „gutes Gefühl“
Nach dem Saisonfinale kam der VfL erstmals auf ihn zu, rund eine Woche vor dem Trainingsstart wurden die Gespräche intensiver, dann ging es schnell. Drakas erhielt einen Vertrag bis 2029 mit der Option auf eine weitere Saison im Erfolgsfall. Bei den Gesprächen habe er schnell „ein gutes Gefühl bekommen“, sagt Drakas. Sein Ziel? „Ich bin mit einer Challenger-Aufgabe gekommen, um die Spieler, die in der 2. Liga erfahrener sind, sozusagen zu jagen und zu versuchen, mich für einen Platz in der Mannschaft zu empfehlen.“ In Bochum soll und will er „meine Stärken zeigen, mit meiner Mentalität gegen den Ball und mit dem Ball“. Und: mit Tempo.
Über 36 km/h Topspeed: Drakas jagt Rekord von Alfa-Ruprecht
Seine Topspeed? Drakas muss kurz überlegen, erinnert sich an mal gemessene 36,2 km/h. Farid Alfa-Ruprecht war in der Vorsaison mit 36,42 km/h der schnellste Mann der 2. Liga. Der Leihspieler von Leverkusen ist zunächst wieder bei Bayer – und Drakas sein Geschwindigkeits-Nachfolger, wenn er sich denn durchsetzt.
„Er hat das Profil als geradliniger Spieler, ein bisschen wie Gerrit“, sagt Rösler. Gerrit Holtmann ist derzeit noch im Lauftraining, wird erst im Laufe der Vorbereitung ins Mannschaftstraining einsteigen. Alessandro Crimaldi hat bisher überzeugt auf dem linken Flügel. Rechts spielte in der vergangenen Saison meist Koji Miyoshi, ein anderer Spielertyp, der mehr in die Halbräume zieht. Ebenso wie Moritz-Broni Kwarteng, der diese Rolle in der Vorsaison bevorzugt auf der linken Bahn ausübte. Samuel Bamba konnte bisher nicht überzeugen, ein Wechsel in diesem Transfersommer gilt als wahrscheinlich. Ein Flügelstürmer mit Stammplatz-Potenzial indes soll noch kommen.
Vorfreude auf den Heimstart gegen Hertha BSC
Viel Konkurrenz also für Drakas, der erstmal rundum glücklich wirkt, in Bochum gut gelandet zu sein. „Ich bin hier super aufgenommen worden, von den Mitspielern, vom Trainerteam“, sagt er. Am vergangenen Freitag bezog er seine neue Wohnung, und seine Augen leuchten, wenn er an das erste Heimspiel im Ruhrstadion denkt. „Auf Hertha“, sagt er, „freue ich mich am meisten. Wir haben direkt ein Heimspiel und den starken Rückenwind von unseren Fans.“
Quelle: WAZ.de
Es ist noch nicht die Zeit, in der Babis Drakas seine Kernqualitäten richtig zeigen kann beim VfL Bochum. In der vergangenen Trainingswoche und beim 3:2-Sieg im Testspiel in Oberhausen spielte der 23-Jährige als Rechtsverteidiger, weil Kacper Koscierski bei der U19-EM ist und nur Oliver Olsen zur Verfügung steht. „Er muss als Rechtsverteidiger aushelfen, wofür er nicht geholt worden ist. Das ist gerade etwas schade“, sagte Trainer Uwe Rösler fast schon entschuldigend.
Denn seine Stärken hat der Neuzugang auf dem offensiven, bevorzugt rechten Flügel. So zu sehen auch bei RWO, als Drakas nach einem Vorstoß eine Maßflanke auf den Kopf von Philipp Hofmann schlug und der Stürmer zum 2:1 einnetzte. Es war Drakas’ erster Assist für den VfL, während er defensiv Probleme hatte, auch im Stellungsspiel.
Was Drakas beim VfL Bochum noch lernen muss
Letztlich aber soll er ja weiter vorne attackieren, das Tempo erhöhen, für Tiefgang sorgen. Der Sohn griechischer Eltern, geboren und aufgewachsen in Waiblingen bei Stuttgart und fußballerisch groß geworden beim VfB Stuttgart, kam ablösefrei als bester Scorer des BVB II aus der Regionalliga.
„Im Moment sind die Beine schwer, sieht man seine Explosivität vielleicht noch nicht so. Die kommt in zwei, drei Wochen, wenn wir vom Volumen immer mehr runtergehen und immer mehr spritzigere Sachen machen“, meint Rösler.
Er hat einen guten ersten Eindruck von Drakas, von dessen Willen, zu lernen. Der Coach wird ihm aber auch die Zeit geben, sich an das höhere Niveau zu gewöhnen, im athletischen, im taktischen Bereich. „Wir müssen ihm einen klaren Plan an die Hand geben, wie und wo er laufen soll. Dann sehen wir 100-prozentig die Qualitäten, die wir bei ihm auch bei Dortmund II gesehen haben“, ist Rösler überzeugt.
Bester Scorer des BVB II in der Regionalliga
Geschwindigkeit, Intensität auch gegen den Ball, Zug zum Tor zeichneten ihn aus beim BVB, wo er zunächst in der 3. Liga auf 31 Einsätze kam (drei Tore/ein Assist), meist allerdings als Joker. Nach dem Abstieg machte der 1,73 Meter große Angreifer in der vergangenen Saison mit sechs Toren und zehn Torvorlagen auf sich aufmerksam, spielte konsequent als Rechtsaußen. Auch beim VfB Stuttgart II war er zuvor zwei Jahre lang Stammspieler in der Regionalliga Südwest, spielte offensiv mal links, mal zentral, mal rechts, kam auf 9 Tore und 14 Torvorlagen in 58 Spielen. Am liebsten, sagt er, spielt er rechts vorne, „weil ich gerne meinen starken Fuß in der Tiefe habe. Aber links ist auch kein Problem.“
Zumindest in der 4. Liga nicht. Jetzt folgt der Sprung um gleich zwei Klassen. „Das ist von der Physis, der Qualität ein anderes Level“, sagt Drakas nach anderthalb Trainingswochen beim VfL, wobei er in Länderspielpausen auch immer mal wieder mit den Bundesliga-Stars des BVB trainiert hatte. „Ich bin immer bereit für neue Herausforderungen, das ist eine perfekte“, sagt er mit einem Lächeln.
Wechsel zum VfL Bochum geht schnell über die Bühne: „gutes Gefühl“
Nach dem Saisonfinale kam der VfL erstmals auf ihn zu, rund eine Woche vor dem Trainingsstart wurden die Gespräche intensiver, dann ging es schnell. Drakas erhielt einen Vertrag bis 2029 mit der Option auf eine weitere Saison im Erfolgsfall. Bei den Gesprächen habe er schnell „ein gutes Gefühl bekommen“, sagt Drakas. Sein Ziel? „Ich bin mit einer Challenger-Aufgabe gekommen, um die Spieler, die in der 2. Liga erfahrener sind, sozusagen zu jagen und zu versuchen, mich für einen Platz in der Mannschaft zu empfehlen.“ In Bochum soll und will er „meine Stärken zeigen, mit meiner Mentalität gegen den Ball und mit dem Ball“. Und: mit Tempo.
Über 36 km/h Topspeed: Drakas jagt Rekord von Alfa-Ruprecht
Seine Topspeed? Drakas muss kurz überlegen, erinnert sich an mal gemessene 36,2 km/h. Farid Alfa-Ruprecht war in der Vorsaison mit 36,42 km/h der schnellste Mann der 2. Liga. Der Leihspieler von Leverkusen ist zunächst wieder bei Bayer – und Drakas sein Geschwindigkeits-Nachfolger, wenn er sich denn durchsetzt.
„Er hat das Profil als geradliniger Spieler, ein bisschen wie Gerrit“, sagt Rösler. Gerrit Holtmann ist derzeit noch im Lauftraining, wird erst im Laufe der Vorbereitung ins Mannschaftstraining einsteigen. Alessandro Crimaldi hat bisher überzeugt auf dem linken Flügel. Rechts spielte in der vergangenen Saison meist Koji Miyoshi, ein anderer Spielertyp, der mehr in die Halbräume zieht. Ebenso wie Moritz-Broni Kwarteng, der diese Rolle in der Vorsaison bevorzugt auf der linken Bahn ausübte. Samuel Bamba konnte bisher nicht überzeugen, ein Wechsel in diesem Transfersommer gilt als wahrscheinlich. Ein Flügelstürmer mit Stammplatz-Potenzial indes soll noch kommen.
Vorfreude auf den Heimstart gegen Hertha BSC
Viel Konkurrenz also für Drakas, der erstmal rundum glücklich wirkt, in Bochum gut gelandet zu sein. „Ich bin hier super aufgenommen worden, von den Mitspielern, vom Trainerteam“, sagt er. Am vergangenen Freitag bezog er seine neue Wohnung, und seine Augen leuchten, wenn er an das erste Heimspiel im Ruhrstadion denkt. „Auf Hertha“, sagt er, „freue ich mich am meisten. Wir haben direkt ein Heimspiel und den starken Rückenwind von unseren Fans.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."