Gestern, 05:51 PM
Die DJK TuS Hordel war kein Gradmesser – trotzdem nimmt der Trainer der Bochumer U21 Butscher aus dem 10:0 einiges mit. Zwei Talente drängen sich auf.
Mit 10:0 (4:0) gewann die U21 des VfL Bochum das Einweihungsspiel auf dem neuen Naturrasenplatz „H4“ des Talentwerks gegen Oberliga-Aufsteiger DJK TuS Hordel. Unter anderem Direktor Lizenzfußball Simon Zoller, VfL-Legende und Hordels neuer Co-Trainer Toto Losilla sowie Geschäftsführer Ilja Kaenzig waren vor Ort.
Die Mannschaft von Trainer Heiko Butscher ist bereits vor drei Wochen in die Vorbereitung gestartet, die Hordeler hingegen erst vor knapp einer Woche.
Ein wirklicher Gradmesser war der Test daher noch nicht. Trotzdem fielen bei der Butscher-Elf bereits einige Dinge auf. Außerdem waren einige neue Gesichter dabei.
Der Hunger in der Mannschaft stimmt
Der VfL gestaltete das Spiel von Beginn an sehr intensiv und hatte große Lust, Tore zu schießen. „Wir waren sehr gierig, das hat mir unheimlich gut gefallen“, erklärte Butscher und ergänzte: „Gegen einen so tief stehenden Gegner so viele Tore zu machen, ist schwierig. Wir mussten auf dem Gaspedal bleiben und das haben wir gemacht – das fand ich herausragend.“
Der 45-Jährige betonte aber auch: „Wir wissen das Spiel einzuordnen. Wir sind seit drei Wochen im Training, Hordel seit einer. Das Spiel war gut, aber wir haben noch nichts erreicht. Es ging darum, Selbstvertrauen zu tanken.“
Am Dienstag steht für das Team von Butscher noch ein nicht öffentliches Testspiel an. Kurz darauf geht es ins Trainingslager.
Der Kader steht noch nicht: Welche Gastspieler dabei waren und wer auffiel
Mit Karim Bellomo (Hertha BSC II) und Ismael Dabo (Benfica Lissabon) waren zwei Gastspieler dabei, die sich beweisen durften. Sieben Spieler, die für den Tag darauf beim Testspiel der Profis gegen Rot-Weiß Oberhausen eingeplant waren, fehlten Butscher.
„Wir werden in den kommenden Wochen immer wieder Spieler dazubekommen, die wir testen. Für beide war es heute nicht leicht, weil der eine Spieler erst drei Tage da war und kein Deutsch spricht und der andere erst einmal mit der Mannschaft trainiert hat. Dafür haben sie ihre Sache aber ordentlich gemacht.“
Darüber hinaus konnten unter anderem Ole van Eck und Amos Gerth Werbung in eigener Sache machen. Beide kommen aus der U19 des VfL. Gerth kam bereits in der vergangenen Saison zu einem Kurzeinsatz in der Regionalliga: „Amos hat sich sehr gut bewegt. Er lernt aktuell viel dazu, vor allem variabler zu spielen. Ole war zwei Jahre raus, das muss man berücksichtigen. Trotzdem macht er aktuell wahnsinnig viele Läufe und arbeitet komplett am Limit – das imponiert mir sehr.“
Lirim Jashari, der in der vergangenen Saison an den MVV Maastricht ausgeliehen war, wusste ebenfalls zu überzeugen. Der 20-Jährige erzielte zwei Tore: „Dass er Qualität hat, ist unbestritten. Es liegt ausschließlich an ihm: Wenn er gut spielt, dann spielt er auch. Wenn er mal 25 oder 30 Spiele auf diesem Niveau macht, wird er auch den nächsten Schritt gehen. Da bin ich mir relativ sicher.“
Butschers Erkenntnisse
„Die Phasen, die wir thematisiert haben, haben mir sehr gut gefallen“, sagte Butscher. Dabei gehe es um „viele Basics“: „Wie wollen wir gegen den Ball stehen? In welcher Höhe greifen wir den Gegner an? Wie mutig sind wir? Welche Räume stellen wir zu? Und natürlich auch um den Spielaufbau, auch wenn der heute gegen einen so tiefstehenden Gegner nicht ganz so gefragt war, weil wir viel in ihrer Hälfte gespielt haben.“
Darüber hinaus sei die Restverteidigung ein wichtiges Thema: „Dabei geht es auch darum, Zugriff zu haben. Wir haben ein sehr gutes Gegenpressing gespielt, obwohl wir das im Training noch gar nicht gemacht haben. Das freut mich sehr, dass die Mannschaft das von sich aus erkannt hat.“
Angesprochen auf die neue Spielstätte sagte Butscher abschließend: „Wir sind froh, einen so tollen Trainingsplatz zu haben“, und ergänzte: „Es hört sich doof an, aber ganz Fußballdeutschland sollte sich mal wieder mehr auf Fußball konzentrieren und ein bisschen herunterfahren. Was brauchst du zum Fußballspielen? Einen guten Platz, ein paar willige Spieler, die Leistung bringen, ein paar Bälle, Hütchen – und los geht’s.“
Tore: 1:0 Gerth (10.), 2:0 Günes (13.), 3:0/4:0/8:0 Volkmer (30./39./82.), 5:0/9:0 Göttlicher (58./82.), 6:0/10:0 Jashari (61./87.), 7:0 Lang (68.)
Quelle: WAZ.de
Mit 10:0 (4:0) gewann die U21 des VfL Bochum das Einweihungsspiel auf dem neuen Naturrasenplatz „H4“ des Talentwerks gegen Oberliga-Aufsteiger DJK TuS Hordel. Unter anderem Direktor Lizenzfußball Simon Zoller, VfL-Legende und Hordels neuer Co-Trainer Toto Losilla sowie Geschäftsführer Ilja Kaenzig waren vor Ort.
Die Mannschaft von Trainer Heiko Butscher ist bereits vor drei Wochen in die Vorbereitung gestartet, die Hordeler hingegen erst vor knapp einer Woche.
Ein wirklicher Gradmesser war der Test daher noch nicht. Trotzdem fielen bei der Butscher-Elf bereits einige Dinge auf. Außerdem waren einige neue Gesichter dabei.
Der Hunger in der Mannschaft stimmt
Der VfL gestaltete das Spiel von Beginn an sehr intensiv und hatte große Lust, Tore zu schießen. „Wir waren sehr gierig, das hat mir unheimlich gut gefallen“, erklärte Butscher und ergänzte: „Gegen einen so tief stehenden Gegner so viele Tore zu machen, ist schwierig. Wir mussten auf dem Gaspedal bleiben und das haben wir gemacht – das fand ich herausragend.“
Der 45-Jährige betonte aber auch: „Wir wissen das Spiel einzuordnen. Wir sind seit drei Wochen im Training, Hordel seit einer. Das Spiel war gut, aber wir haben noch nichts erreicht. Es ging darum, Selbstvertrauen zu tanken.“
Am Dienstag steht für das Team von Butscher noch ein nicht öffentliches Testspiel an. Kurz darauf geht es ins Trainingslager.
Der Kader steht noch nicht: Welche Gastspieler dabei waren und wer auffiel
Mit Karim Bellomo (Hertha BSC II) und Ismael Dabo (Benfica Lissabon) waren zwei Gastspieler dabei, die sich beweisen durften. Sieben Spieler, die für den Tag darauf beim Testspiel der Profis gegen Rot-Weiß Oberhausen eingeplant waren, fehlten Butscher.
„Wir werden in den kommenden Wochen immer wieder Spieler dazubekommen, die wir testen. Für beide war es heute nicht leicht, weil der eine Spieler erst drei Tage da war und kein Deutsch spricht und der andere erst einmal mit der Mannschaft trainiert hat. Dafür haben sie ihre Sache aber ordentlich gemacht.“
Darüber hinaus konnten unter anderem Ole van Eck und Amos Gerth Werbung in eigener Sache machen. Beide kommen aus der U19 des VfL. Gerth kam bereits in der vergangenen Saison zu einem Kurzeinsatz in der Regionalliga: „Amos hat sich sehr gut bewegt. Er lernt aktuell viel dazu, vor allem variabler zu spielen. Ole war zwei Jahre raus, das muss man berücksichtigen. Trotzdem macht er aktuell wahnsinnig viele Läufe und arbeitet komplett am Limit – das imponiert mir sehr.“
Lirim Jashari, der in der vergangenen Saison an den MVV Maastricht ausgeliehen war, wusste ebenfalls zu überzeugen. Der 20-Jährige erzielte zwei Tore: „Dass er Qualität hat, ist unbestritten. Es liegt ausschließlich an ihm: Wenn er gut spielt, dann spielt er auch. Wenn er mal 25 oder 30 Spiele auf diesem Niveau macht, wird er auch den nächsten Schritt gehen. Da bin ich mir relativ sicher.“
Butschers Erkenntnisse
„Die Phasen, die wir thematisiert haben, haben mir sehr gut gefallen“, sagte Butscher. Dabei gehe es um „viele Basics“: „Wie wollen wir gegen den Ball stehen? In welcher Höhe greifen wir den Gegner an? Wie mutig sind wir? Welche Räume stellen wir zu? Und natürlich auch um den Spielaufbau, auch wenn der heute gegen einen so tiefstehenden Gegner nicht ganz so gefragt war, weil wir viel in ihrer Hälfte gespielt haben.“
Darüber hinaus sei die Restverteidigung ein wichtiges Thema: „Dabei geht es auch darum, Zugriff zu haben. Wir haben ein sehr gutes Gegenpressing gespielt, obwohl wir das im Training noch gar nicht gemacht haben. Das freut mich sehr, dass die Mannschaft das von sich aus erkannt hat.“
Angesprochen auf die neue Spielstätte sagte Butscher abschließend: „Wir sind froh, einen so tollen Trainingsplatz zu haben“, und ergänzte: „Es hört sich doof an, aber ganz Fußballdeutschland sollte sich mal wieder mehr auf Fußball konzentrieren und ein bisschen herunterfahren. Was brauchst du zum Fußballspielen? Einen guten Platz, ein paar willige Spieler, die Leistung bringen, ein paar Bälle, Hütchen – und los geht’s.“
Tore: 1:0 Gerth (10.), 2:0 Günes (13.), 3:0/4:0/8:0 Volkmer (30./39./82.), 5:0/9:0 Göttlicher (58./82.), 6:0/10:0 Jashari (61./87.), 7:0 Lang (68.)
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."