06-23-2026, 07:50 AM
Enis Cokaj verstärkt künftig den VfL Bochum. Was den Mittelfeldmann auszeichnet und wie er für Überraschungen sorgt, verrät ein ehemaliger Mitspieler.
Manchmal hält der Fußball seine Kuriositäten bereit. Dass Enis Cokaj und Joel Abu Hanna in einem Sommer beide nach Deutschland wechselten und beide bei einem VfL unterschrieben, künftig nicht allzu weit voneinander entfernt Fußball spielen – es ist so eine Kuriosität. Beide spielten in den vergangenen eineinhalb Jahren zusammen für Levadiakos in Griechenland Fußball. Cokaj unterschrieb beim VfL Bochum einen Vertrag bis 2028, Hanna schloss sich dem Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück an. Aus Mitspielern und Freunden werden in der kommenden Saison also Konkurrenten.
„Wir haben ein gutes Verhältnis und sind befreundet. Da wir nun beide nicht so weit voneinander entfernt Fußball spielen, werden wir sicher auch mal einen Kaffee trinken“, sagt Hanna im Gespräch mit dieser Redaktion und schwärmt vom Charakter des Bochumer Neuzugangs. „Enis ist hilfsbereit, aufgeschlossen und für jeden Spaß zu haben. Er ist ein wirklich cooler Typ, der aber immer genau weiß, wann es darum geht, zu arbeiten.“
Hanna schwärmt von VfL-Neuzugang Cokaj
Genau diese Einstellung hat offenbar auch den VfL Bochum vom Albaner überzeugt, der etwas überraschend den Weg nach Bochum fand, aufgrund seiner Daten und seiner Spielweise aber von den Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller sowie Trainer Uwe Rösler als echte Verstärkung angesehen wird. „Er ist ein Spieler, der niemals aufgibt und genau die Attribute mitbringt, die wir für unsere VfL-DNA benötigen: Kampf, Leidenschaft und Herz auf dem Platz, Zusammenhalt, Demut und Respekt im Mannschaftsgefüge“, sagte Zoller bei der Verpflichtung.
Das bestätigt auch Hanna, der in Troisdorf geboren und bei Bayer Leverkusen ausgebildet wurde. „Coki ist ein typischer Sechser, der 90 Minuten marschiert und ackert. Er zeigt in jeder Sekunde Einsatz, Wille und Leidenschaft“, sagte der Osnabrücker Neuzugang, der am Montag mit seinem neuen Klub in die Vorbereitung startete. „Er kommt über die Physis und seine Athletik und kann einen Gegenspieler auch mal hart rannnehmen.“ Doch auch fußballerisch sei Cokaj nicht zu unterschätzen. „Er kann gute Bälle spielen. Vor allem seine Diagonalbälle sind brandgefährlich. Seine größte Stärke ist wahrscheinlich die Konstanz. Enis ist ein Spieler, von dem man immer weiß, was man bekommt – Woche für Woche.“
Cokaj lernt schon Deutsch
In Bochum soll Cokaj als klarer Sechser agieren, soll die Fans mit seinen Defensivaktionen mitreißen. Hanna erzählt, dass dies auch in Griechenland immer wieder gelungen sei, der eine oder andere Gegenspieler auch mal mit einem Pressschlag zur Strecke gebracht wurde oder Grätschen perfekt gesessen hätten. Hanna benutzte das Bild eines Rottweilers, der sich in seine Gegenspieler verbeißt – ohne unfair dabei zu werden.
Vielmehr sei Cokaj immer wieder für Überraschungen gut. „Ich erinnere mich an ein Training, als wir eine Pressingform gespielt haben. Da hatte er auf einmal angefangen zu bellen und sein Gegenspieler hat sich so stark erschreckt, dass er den Ball ins Aus gespielt hat. Das war typisch Coki – immer für einen Spaß zu haben. Einmal hat er es sogar in einem Spiel gemacht“, sagt Hanna lachend.
Mit Levadiakos überzeugten Hanna und Cokaj in der abgelaufenen Saison, spielten als Underdog sogar um die Teilnahme am internationalen Geschäft mit. Nun zieht es beide nach Deutschland. Ein Problem für Cokaj, der bislang keine Berührungspunkte mit der Sprache hatte? „Er spricht ein sehr gutes Englisch und erst letzte Woche haben wir telefoniert. Da hat er mir schon einzelne Sachen in Deutsch gesagt“, sagt Hanna. „Er lernt die Sprache gerade, um sich direkt anzupassen. Er ist sehr lernwillig und ich glaube, dass er nach einer kurzen Anlaufphase hier gut reinpasst in die Zweite Liga.“
Abu Hanna will sich mit Osnabrück etablieren
Das erhofft sich Hanna auch für sich selbst, der nach Stationen in Magdeburg, Kaiserslautern und Fortuna Köln zuletzt sieben Jahre im Ausland spielte. Er war in der Ostukraine und in Polen aktiv, spielte beim Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 für Maccabi Netanya, bevor er nach einem halben Jahr ohne Klub im Januar 2025 in Griechenland unterschrieb. Nun zieht es ihn zurück nach Deutschland. „Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekomme, mich nach sieben Jahren im Ausland beim VfL Osnabrück wieder in der Zweiten Bundesliga zu zeigen“, sagt er. „Ich freue mich auf Deutschland und das geregelte Leben – das lernt man nach so einer langen Zeit im Ausland auch zu schätzen. Aber ich will keine Erfahrung missen, es waren super Stationen und wir haben uns auch in Griechenland sehr wohlgefühlt.“
Nun will er sich – wie der VfL Osnabrück auch – in der Zweiten Liga „festsetzen“, wie er es sagt. „Ich freue mich sehr darauf, mit Timo Schultz zu arbeiten. Ich habe viele gute Dinge von ihm gehört und ich glaube, dass mein Spielstil zu ihm und dem VfL passt. Ich freue mich sehr, dass es für mich jetzt beim VfL losgeht.“ Und bald trifft er dann mit seinem neuen Klub auf seinen Kumpel beim VfL Bochum
Quelle: WAZ.de
Manchmal hält der Fußball seine Kuriositäten bereit. Dass Enis Cokaj und Joel Abu Hanna in einem Sommer beide nach Deutschland wechselten und beide bei einem VfL unterschrieben, künftig nicht allzu weit voneinander entfernt Fußball spielen – es ist so eine Kuriosität. Beide spielten in den vergangenen eineinhalb Jahren zusammen für Levadiakos in Griechenland Fußball. Cokaj unterschrieb beim VfL Bochum einen Vertrag bis 2028, Hanna schloss sich dem Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück an. Aus Mitspielern und Freunden werden in der kommenden Saison also Konkurrenten.
„Wir haben ein gutes Verhältnis und sind befreundet. Da wir nun beide nicht so weit voneinander entfernt Fußball spielen, werden wir sicher auch mal einen Kaffee trinken“, sagt Hanna im Gespräch mit dieser Redaktion und schwärmt vom Charakter des Bochumer Neuzugangs. „Enis ist hilfsbereit, aufgeschlossen und für jeden Spaß zu haben. Er ist ein wirklich cooler Typ, der aber immer genau weiß, wann es darum geht, zu arbeiten.“
Hanna schwärmt von VfL-Neuzugang Cokaj
Genau diese Einstellung hat offenbar auch den VfL Bochum vom Albaner überzeugt, der etwas überraschend den Weg nach Bochum fand, aufgrund seiner Daten und seiner Spielweise aber von den Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller sowie Trainer Uwe Rösler als echte Verstärkung angesehen wird. „Er ist ein Spieler, der niemals aufgibt und genau die Attribute mitbringt, die wir für unsere VfL-DNA benötigen: Kampf, Leidenschaft und Herz auf dem Platz, Zusammenhalt, Demut und Respekt im Mannschaftsgefüge“, sagte Zoller bei der Verpflichtung.
Das bestätigt auch Hanna, der in Troisdorf geboren und bei Bayer Leverkusen ausgebildet wurde. „Coki ist ein typischer Sechser, der 90 Minuten marschiert und ackert. Er zeigt in jeder Sekunde Einsatz, Wille und Leidenschaft“, sagte der Osnabrücker Neuzugang, der am Montag mit seinem neuen Klub in die Vorbereitung startete. „Er kommt über die Physis und seine Athletik und kann einen Gegenspieler auch mal hart rannnehmen.“ Doch auch fußballerisch sei Cokaj nicht zu unterschätzen. „Er kann gute Bälle spielen. Vor allem seine Diagonalbälle sind brandgefährlich. Seine größte Stärke ist wahrscheinlich die Konstanz. Enis ist ein Spieler, von dem man immer weiß, was man bekommt – Woche für Woche.“
Cokaj lernt schon Deutsch
In Bochum soll Cokaj als klarer Sechser agieren, soll die Fans mit seinen Defensivaktionen mitreißen. Hanna erzählt, dass dies auch in Griechenland immer wieder gelungen sei, der eine oder andere Gegenspieler auch mal mit einem Pressschlag zur Strecke gebracht wurde oder Grätschen perfekt gesessen hätten. Hanna benutzte das Bild eines Rottweilers, der sich in seine Gegenspieler verbeißt – ohne unfair dabei zu werden.
Vielmehr sei Cokaj immer wieder für Überraschungen gut. „Ich erinnere mich an ein Training, als wir eine Pressingform gespielt haben. Da hatte er auf einmal angefangen zu bellen und sein Gegenspieler hat sich so stark erschreckt, dass er den Ball ins Aus gespielt hat. Das war typisch Coki – immer für einen Spaß zu haben. Einmal hat er es sogar in einem Spiel gemacht“, sagt Hanna lachend.
Mit Levadiakos überzeugten Hanna und Cokaj in der abgelaufenen Saison, spielten als Underdog sogar um die Teilnahme am internationalen Geschäft mit. Nun zieht es beide nach Deutschland. Ein Problem für Cokaj, der bislang keine Berührungspunkte mit der Sprache hatte? „Er spricht ein sehr gutes Englisch und erst letzte Woche haben wir telefoniert. Da hat er mir schon einzelne Sachen in Deutsch gesagt“, sagt Hanna. „Er lernt die Sprache gerade, um sich direkt anzupassen. Er ist sehr lernwillig und ich glaube, dass er nach einer kurzen Anlaufphase hier gut reinpasst in die Zweite Liga.“
Abu Hanna will sich mit Osnabrück etablieren
Das erhofft sich Hanna auch für sich selbst, der nach Stationen in Magdeburg, Kaiserslautern und Fortuna Köln zuletzt sieben Jahre im Ausland spielte. Er war in der Ostukraine und in Polen aktiv, spielte beim Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 für Maccabi Netanya, bevor er nach einem halben Jahr ohne Klub im Januar 2025 in Griechenland unterschrieb. Nun zieht es ihn zurück nach Deutschland. „Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekomme, mich nach sieben Jahren im Ausland beim VfL Osnabrück wieder in der Zweiten Bundesliga zu zeigen“, sagt er. „Ich freue mich auf Deutschland und das geregelte Leben – das lernt man nach so einer langen Zeit im Ausland auch zu schätzen. Aber ich will keine Erfahrung missen, es waren super Stationen und wir haben uns auch in Griechenland sehr wohlgefühlt.“
Nun will er sich – wie der VfL Osnabrück auch – in der Zweiten Liga „festsetzen“, wie er es sagt. „Ich freue mich sehr darauf, mit Timo Schultz zu arbeiten. Ich habe viele gute Dinge von ihm gehört und ich glaube, dass mein Spielstil zu ihm und dem VfL passt. Ich freue mich sehr, dass es für mich jetzt beim VfL losgeht.“ Und bald trifft er dann mit seinem neuen Klub auf seinen Kumpel beim VfL Bochum
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."