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Kaenzig: „Müssen gute Transfers machen, nicht nur gute Spieler holen“
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In einem Interview blicken Bochums Vereinschef Andreas Luthe und Geschäftsführer Ilja Kaenzig zurück und voraus. Auch Etat und Transfers sind Thema. 

Der VfL Bochum arbeitet am neuen Kader für die kommende Saison. In einem Interview des Vereins, das der VfL auf seiner Homepage veröffentlichte, ziehen der Vorstandsvorsitzende Andreas Luthe und Geschäftsführer Ilja Kaenzig eine Bilanz der Vorsaison und schildern einige Herausforderungen und Ziele für die Zukunft. 

Das neue Präsidium um Luthe wurde vor knapp einem Jahr gewählt, die Amtszeit des Ex-Profis begann sportlich mit einem Fehlstart in die Saison. Von einem „intensiven und herausfordernden Jahr“ spricht Luthe, von einem „Stresstest für alle“ Kaenzig und dass man gemeinsam „Resilienz“ bewiesen habe. „Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und den Turnaround sportlich geschafft – als Ergebnis eines sehr strukturierten Prozesses“, sagt Luthe. 

Appell von Bochum-Vorstand Luthe: „Es geht ausschließlich gemeinschaftlich“
Für Trainer Dieter Hecking übernahm Uwe Rösler, für Sportgeschäftsführer Dirk Dufner installierte der Klub ein neues Sport-Führungsteam. „Die Arbeit der neuen sportlichen Leitung gemeinsam mit Ilja Kaenzig und seinem Team ist bislang sehr zielführend – intern wie extern“, sagt Luthe, der vor allem die „interne Ruhe“ in der schwierigen Phase um Ostern hervorhebt nach den Niederlagen gegen Kiel und Magdeburg. Auch auf vielen anderen Ebenen habe man etliche Investitionen und Prozesse angestoßen, teils umgesetzt.

Die Einheit der VfL-Gemeinde vom Fan und Mitarbeiter übers Talentwerk bis zu den Profis beschwören beide mehrmals mit Blick auch auf die neuen Herausforderungen. Luthe: „Es geht ausschließlich gemeinschaftlich, im Team. Wir werden uns weiter enorm strecken müssen, wenn wir dauerhaft mithalten wollen – die Rahmenbedingungen sind andernorts besser, da müssen wir uns nichts vormachen.“ 

Kaenzig zur wirtschaftlichen Lage: So hilft das Lenz-Geld
So wird der VfL deutlich weniger TV-Geld kassieren als zuletzt, das Stadion wird drei Jahre lang eine Baustelle. „Die 2. Liga ist – bei aller Attraktivität – ein hartes Brot“, betont Kaenzig. „Der gesamte Verein wird auf die Zähne beißen, jeder wird Opfer bringen müssen – das ist die Realität bei all den Herausforderungen, die uns bevorstehen. Aber das soll gar nicht negativ klingen, denn häufig wächst man in solchen Phasen noch mehr zusammen, es kann ein Spirit entstehen. Wenn alle vereint waren, hat dieser Verein immer außergewöhnliche Dinge geschafft. Da müssen wir wieder hinkommen.“

Auf den Transfer von Cajetan Lenz, der für rund 10 Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim wechselt, sei man „stolz“, erklärt Kaenzig. „Das Geld hilft uns dabei, ungefähr die wirtschaftliche Flughöhe der vergangenen Saison zu halten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Einige Annehmlichkeiten werden wir dennoch nicht beibehalten können.“ Zuletzt lag der Lizenzspieler-Etat bei rund 22 Millionen Euro. 

Transfers: VfL Bochum setzt auf „Hunger und Verantwortlichkeit“
Mit Daniel Hanslik, Enis Cokaj und Berkan Taz hat der VfL bisher drei Spieler verpflichtet bei 13 Abgängen, hinzu kommen etliche Jungprofis, die sich beweisen wollen. Talentförderung bleibe essenziell, so die Chefs sinngemäß. „Wir müssen gute Transfers machen, nicht nur gute Spieler holen“, betont Kaenzig. „Also Spieler, die zum VfL passen, die Hunger und Verantwortlichkeit mitbringen. Dazu müssen und werden wir weiter unsere Talente einbauen, von denen wir einige in der Pipeline haben. Dann ist es an Uwe und seinem Team alles herauszukitzeln, möglichst konstant.“

Luthe äußert sich ähnlich: Bei der Auswahl der Spieler werde man „genau darauf achten, dass sie Bock auf die Aufgabe hier haben, auf diesen tollen Klub – allen Widrigkeiten zum Trotz. Wenn wir diese Spieler finden, werden wir in der neuen Saison ganz viel Spaß haben, davon bin ich überzeugt. Das Vonovia Ruhrstadion mit unseren tollen Fans muss und wird die Mannschaft weiter tragen – und die Jungs auf dem Platz werden es zurückgeben.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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