05-31-2026, 09:25 AM
Sprints, Laufdistanz, Zweikämpfe: Der VfL Bochum landet in vielen Rankings der 2. Liga im Mittelmaß, es gibt aber auch Tiefst- und Topwerte.
Mehr laufen, mehr sprinten, mehr Fußball spielen soll der VfL Bochum in der kommenden Saison. Er soll schneller, dynamischer, flexibler werden. Eigenschaften, die auch bei der Kaderplanung eine gewichtige Rolle spielen. In der abgelaufenen Saison zeigte sich auch bei vielen wesentlichen statistischen Werten, dass der VfL in etlichen Bereichen zulegen muss, wenn er 2026/27 weiter vorn eine Rolle spielen will. Das gilt fürs Team wie für einzelne Spieler. Allerdings gab es neben Tiefst- auch Topwerte – nicht nur für Torwart Timo Horn. Zahlen zur Saison.
VfL Bochum stabilisiert seine Abwehr – zu viele Remis
Elf Mal spielte der VfL remis, nur Darmstadt (13), Hannover und Münster (je 12) trennten sich häufiger unentschieden. Das reichte zu Platz neun mit 44 Punkten, mit 49 erzielten Toren (Rang elf) und 47 kassierten Treffern (Rang acht) – Schalke fing sich nur 31 Tore ein. In der Heimtabelle wurde der VfL Achter (29 Punkte), auswärts dank des Sieges am letzten Spieltag in Karlsruhe noch Elfter (15).
Einsätze: VfL Bochum überzeugt mit starker Achse und jungen Stammspielern
Zum Einsatz kamen insgesamt 32 Spieler. Torwart Timo Horn bestritt alle 34 Partien über die gesamte Distanz (3060 Minuten). Der 33-Jährige war Bochums konstantester und bester Spieler, wie auch unsere Notenbilanz eindeutig zeigte (Schnitt 2,4). Er hielt unter anderem 8 Mal die Null fest (Rang acht in der Liga) und mit 112 Bällen die viertmeisten Schüsse aller Zweitliga-Keeper (1.: Christian Bernat vom KSC/132).
Mit Stürmer Philipp Hofmann (2486 Einsatzminuten/32 Einsätze) und Linksverteidiger Maximilian Wittek (2464/29) waren zwei weitere Spieler gesetzt, die auch kommende Saison eine Führungsachse bilden sollen. Über 2000 Minuten sammelten zudem die Verteidiger Philipp Strompf (2311/27) und Noah Loosli (2268/28) sowie Leandro Morgalla (2253/33), Cajetan Lenz (2190/31) und Francis Onyeka (2135/30).
Die wenigste Einsatzzeit hatten Daniel Hülsenbusch (8), Michael Obafemi und Coline Kleine-Bekel (20). Stark: Zehn Spieler waren zwischen 18 und 21, viele von ihnen Stammkraft. Hinter Nürnberg kommt der VfL auf den zweitbesten Wert bei den Einsatzminuten junger Profis, womit auch die TV-Geld-Einnahmen gesteigert werden konnten.
Bochum setzt auf neue Balance zwischen aggressivem Fußball und Ballkontrolle
Dabei setzte Trainer Uwe Rösler, der nach verkorkstem Start mit drei Punkten aus acht Partien im Oktober übernahm, auf eine Viererkette mit schnellem Umschaltspiel. Ballbesitz spielte in den meisten Saisonphasen keine größere Rolle – auch, weil die Qualität dazu fehlte. Mit nur 45 Prozent Ballbesitz im Schnitt landet der VfL in diesem Ranking ganz unten, wobei auch Meister Schalke nur auf 46 Prozent kam. Hannover erreichte mit 56 Prozent den Spitzenwert.
In der nächsten Saison will der VfL dominanter werden. „Wir wollen künftig eine Mischung aus dem gradlinigen und aggressiven Bochum-Fußball und einer gewissen Ballkontrolle entwickeln“, erklärte Rösler im Interview mit dieser Redaktion. „In der Vorbereitung müssen wir an dieser Balance arbeiten und versuchen, die traditionellen VfL-Eigenschaften mit einem spielerischen Ansatz zu verbinden.“
Gelbe Karten: VfL Bochum knackt die 100er-Grenze
Einen unrühmlichen Topwert erreichte Bochum auch bei den Gelben Karten – 101! Dresden kam nur auf 58. Allerdings gab es nur eine Gelb-Rote Karte (Bero) und keine einzige Rote Karte. Bochums Kartenkönig war Lenz (10/Rang vier in der Liga), gefolgt von Bero (9), der mit 45 Fouls am häufigsten zulangte vom VfL, Wittek, Morgalla, Strompf und Koji Miyoshi (je 7).
In den meisten Statistiken landete der VfL im Mittelmaß: etwa bei der Zahl der Torschüsse (468/8., 1.: Magdeburg 528), der Laufdistanz (3967 km/12.), den Sprints (5267/8. – Schalke hatte fast 500 mehr, Fürth fast 1000 weniger), den intensiven Läufen (21928/10. - 1. Bielefeld/27476) oder Flanken aus dem Spiel (331/7.). Auch bei den gewonnenen Zweikämpfen liegt der VfL auf Platz zehn (3521). Eine Top-Drei-Platzierung aber gibt es auch: In der Luft war Bochum stark mit 763 gewonnenen Kopfballduellen – Rang drei, wenn auch deutlich hinter Schalke (937).
Hofmann führt ein Ranking beim VfL Bochum an
Garant dafür war einmal mehr Philipp Hofmann, der ligaweit Dritter wurde (163 gewonnene Kopfballduelle) hinter Schalkes Nikola Katic (192) und Nürnbergs Fabio Gruber (169). Auch die Innenverteidiger Strompf (112/10.) und Loosli (96/19.) erzielten gute Kopfball-Werte. Bei den gewonnenen Zweikämpfen insgesamt landete Hofmann auf Platz zwölf (367), teamintern gefolgt von Mats Pannewig (271/52.) und Strompf (268/57).
Hofmann ragte dank bärenstarker Rückrunde auch als bester VfL-Torschütze (12) und Torvorbereiter (neun) heraus. In der Scorerliste der 2. Liga belegte der 33-Jährige mit 21 Punkten Rang vier hinter Torschützenkönig Noel Futkeu (25), Fabian Reese und Marvin Wanitzek (je 24). Zweitbester Bochumer Torschütze war Onyeka mit acht Treffern, Dritter Gerrit Holtmann (5).
Spitze: Alfa-Ruprecht ist der schnellste Zweitliga-Spieler
Immerhin ein Spitzenreiter bei Spieler-Statistiken trug auch das VfL-Trikot: Keiner war schneller als Farid Alfa-Ruprecht. Der Flügelstürmer kam auf eine Top-Speed von 36,42 km/h und lag damit vor Schalkes Bryan Lasme. Vom VfL schafften es noch Morgalla (35,42 km/h/16. Platz), Mathis Clairicia (35,07/31.) und Holtmann 34,78/ 45) in die Top 50.
Keine Rolle in den höheren Gefilden spielten die Bochumer etwa in der Laufdistanz, wo Schalkes Soufiane El-Faouzi mit 427 km alle in den Schatten stellte und Wittek mit 291 Kilometern das VfL-Ranking anführt (47. in der 2. Liga) vor Lenz (284/54.) und Onyeka (269/77). Wittek erreichte VfL-intern auch bei den Sprints (413/49.) den Bestwert vor Holtmann (403) und Morgalla (381). Bei den intensiven Läufen war Onyeka vorne (1797/36.), Wittek Zweiter (1577/65.) und Lenz Dritter (1567/67.).
Quelle: WAZ.de
Mehr laufen, mehr sprinten, mehr Fußball spielen soll der VfL Bochum in der kommenden Saison. Er soll schneller, dynamischer, flexibler werden. Eigenschaften, die auch bei der Kaderplanung eine gewichtige Rolle spielen. In der abgelaufenen Saison zeigte sich auch bei vielen wesentlichen statistischen Werten, dass der VfL in etlichen Bereichen zulegen muss, wenn er 2026/27 weiter vorn eine Rolle spielen will. Das gilt fürs Team wie für einzelne Spieler. Allerdings gab es neben Tiefst- auch Topwerte – nicht nur für Torwart Timo Horn. Zahlen zur Saison.
VfL Bochum stabilisiert seine Abwehr – zu viele Remis
Elf Mal spielte der VfL remis, nur Darmstadt (13), Hannover und Münster (je 12) trennten sich häufiger unentschieden. Das reichte zu Platz neun mit 44 Punkten, mit 49 erzielten Toren (Rang elf) und 47 kassierten Treffern (Rang acht) – Schalke fing sich nur 31 Tore ein. In der Heimtabelle wurde der VfL Achter (29 Punkte), auswärts dank des Sieges am letzten Spieltag in Karlsruhe noch Elfter (15).
Einsätze: VfL Bochum überzeugt mit starker Achse und jungen Stammspielern
Zum Einsatz kamen insgesamt 32 Spieler. Torwart Timo Horn bestritt alle 34 Partien über die gesamte Distanz (3060 Minuten). Der 33-Jährige war Bochums konstantester und bester Spieler, wie auch unsere Notenbilanz eindeutig zeigte (Schnitt 2,4). Er hielt unter anderem 8 Mal die Null fest (Rang acht in der Liga) und mit 112 Bällen die viertmeisten Schüsse aller Zweitliga-Keeper (1.: Christian Bernat vom KSC/132).
Mit Stürmer Philipp Hofmann (2486 Einsatzminuten/32 Einsätze) und Linksverteidiger Maximilian Wittek (2464/29) waren zwei weitere Spieler gesetzt, die auch kommende Saison eine Führungsachse bilden sollen. Über 2000 Minuten sammelten zudem die Verteidiger Philipp Strompf (2311/27) und Noah Loosli (2268/28) sowie Leandro Morgalla (2253/33), Cajetan Lenz (2190/31) und Francis Onyeka (2135/30).
Die wenigste Einsatzzeit hatten Daniel Hülsenbusch (8), Michael Obafemi und Coline Kleine-Bekel (20). Stark: Zehn Spieler waren zwischen 18 und 21, viele von ihnen Stammkraft. Hinter Nürnberg kommt der VfL auf den zweitbesten Wert bei den Einsatzminuten junger Profis, womit auch die TV-Geld-Einnahmen gesteigert werden konnten.
Bochum setzt auf neue Balance zwischen aggressivem Fußball und Ballkontrolle
Dabei setzte Trainer Uwe Rösler, der nach verkorkstem Start mit drei Punkten aus acht Partien im Oktober übernahm, auf eine Viererkette mit schnellem Umschaltspiel. Ballbesitz spielte in den meisten Saisonphasen keine größere Rolle – auch, weil die Qualität dazu fehlte. Mit nur 45 Prozent Ballbesitz im Schnitt landet der VfL in diesem Ranking ganz unten, wobei auch Meister Schalke nur auf 46 Prozent kam. Hannover erreichte mit 56 Prozent den Spitzenwert.
In der nächsten Saison will der VfL dominanter werden. „Wir wollen künftig eine Mischung aus dem gradlinigen und aggressiven Bochum-Fußball und einer gewissen Ballkontrolle entwickeln“, erklärte Rösler im Interview mit dieser Redaktion. „In der Vorbereitung müssen wir an dieser Balance arbeiten und versuchen, die traditionellen VfL-Eigenschaften mit einem spielerischen Ansatz zu verbinden.“
Gelbe Karten: VfL Bochum knackt die 100er-Grenze
Einen unrühmlichen Topwert erreichte Bochum auch bei den Gelben Karten – 101! Dresden kam nur auf 58. Allerdings gab es nur eine Gelb-Rote Karte (Bero) und keine einzige Rote Karte. Bochums Kartenkönig war Lenz (10/Rang vier in der Liga), gefolgt von Bero (9), der mit 45 Fouls am häufigsten zulangte vom VfL, Wittek, Morgalla, Strompf und Koji Miyoshi (je 7).
In den meisten Statistiken landete der VfL im Mittelmaß: etwa bei der Zahl der Torschüsse (468/8., 1.: Magdeburg 528), der Laufdistanz (3967 km/12.), den Sprints (5267/8. – Schalke hatte fast 500 mehr, Fürth fast 1000 weniger), den intensiven Läufen (21928/10. - 1. Bielefeld/27476) oder Flanken aus dem Spiel (331/7.). Auch bei den gewonnenen Zweikämpfen liegt der VfL auf Platz zehn (3521). Eine Top-Drei-Platzierung aber gibt es auch: In der Luft war Bochum stark mit 763 gewonnenen Kopfballduellen – Rang drei, wenn auch deutlich hinter Schalke (937).
Hofmann führt ein Ranking beim VfL Bochum an
Garant dafür war einmal mehr Philipp Hofmann, der ligaweit Dritter wurde (163 gewonnene Kopfballduelle) hinter Schalkes Nikola Katic (192) und Nürnbergs Fabio Gruber (169). Auch die Innenverteidiger Strompf (112/10.) und Loosli (96/19.) erzielten gute Kopfball-Werte. Bei den gewonnenen Zweikämpfen insgesamt landete Hofmann auf Platz zwölf (367), teamintern gefolgt von Mats Pannewig (271/52.) und Strompf (268/57).
Hofmann ragte dank bärenstarker Rückrunde auch als bester VfL-Torschütze (12) und Torvorbereiter (neun) heraus. In der Scorerliste der 2. Liga belegte der 33-Jährige mit 21 Punkten Rang vier hinter Torschützenkönig Noel Futkeu (25), Fabian Reese und Marvin Wanitzek (je 24). Zweitbester Bochumer Torschütze war Onyeka mit acht Treffern, Dritter Gerrit Holtmann (5).
Spitze: Alfa-Ruprecht ist der schnellste Zweitliga-Spieler
Immerhin ein Spitzenreiter bei Spieler-Statistiken trug auch das VfL-Trikot: Keiner war schneller als Farid Alfa-Ruprecht. Der Flügelstürmer kam auf eine Top-Speed von 36,42 km/h und lag damit vor Schalkes Bryan Lasme. Vom VfL schafften es noch Morgalla (35,42 km/h/16. Platz), Mathis Clairicia (35,07/31.) und Holtmann 34,78/ 45) in die Top 50.
Keine Rolle in den höheren Gefilden spielten die Bochumer etwa in der Laufdistanz, wo Schalkes Soufiane El-Faouzi mit 427 km alle in den Schatten stellte und Wittek mit 291 Kilometern das VfL-Ranking anführt (47. in der 2. Liga) vor Lenz (284/54.) und Onyeka (269/77). Wittek erreichte VfL-intern auch bei den Sprints (413/49.) den Bestwert vor Holtmann (403) und Morgalla (381). Bei den intensiven Läufen war Onyeka vorne (1797/36.), Wittek Zweiter (1577/65.) und Lenz Dritter (1567/67.).
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."