05-21-2026, 02:35 PM
Der VfL Bochum arbeitet am Kader für 2026/27. Es gibt viele Baustellen, insbesondere in der Zentrale. Unser großer Check, Teil eins: Tor und Viererkette.
Es gab einen großen Umbruch nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Nach Rang neun in der abgelaufenen Zweitliga-Saison könnte es in diesem Sommer sogar noch mehr Transferbewegungen geben beim VfL Bochum. „Jetzt wird es herausfordernd, den nächsten Umbruch zu machen“, sagte Trainer Uwe Rösler nach dem abschließenden 2:1-Sieg beim Karlsruher SC. „Da gilt es, gute Arbeit zu leisten. Nicht unbedingt auf dem Platz, sondern in Büros, Meetings, Verhandlungen, beim Scouting. Da sind wir dabei.“ Nach Informationen dieser Redaktion gab es am Donnerstag eine große Transfersitzung.
Klar ist: Der Kader muss zur „VfL-DNA“ passen. Laufstärke, Intensität in der Arbeit gegen den Ball, Gewinner-Mentalität, ein Vorwärtsdenken. Es sind die Basis-Eigenschaften für alle Neuen. „Wir möchten für Spieler stehen, die die Werte des VfL Bochum bedienen. Sie sollen Charakter haben. Leidenschaft haben, für den Verein zu spielen. Sie brauchen eine gewisse Mentalität“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenz des VfL, im Frühjahr im Talk dieser Redaktion. Zudem setzt der VfL mit Rösler, langfristig auch trainierunabhängig, auf ein Grundsystem mit Viererkette und klarem Neuner im 4-2-3-1 oder 4-3-3.
VfL Bochum setzt auf neue Achse und arbeitet am Kaderumbruch
„Es wird ein Mix aus Spielern, die uns ein Gerüst geben, die eine Achse bilden. Wir wollen wieder dahinkommen, dass wir eine Bochum-Achse, eine stabile Achse mit Leadern haben. Drumherum wollen wir Charakterspieler, die zu uns passen. Sie sollen die Mentalität haben, sollen verstehen, was der VfL Bochum bedeutet. Zuletzt haben wir uns außerhalb dieser Leitplanken bewegt“, sagte Zoller. Mit Enis Cokaj und Berkan Taz stehen die ersten beiden Neuverpflichtungen fürs Zentrum fest.
Viel Arbeit gibt es dennoch weiterhin in beide Richtungen für das federführende „Transfertrio“ mit Markus Brunnschneider, dem Direktor Scouting, Recruitment & Data, Zoller und Jonas Schlevogt (Direktor Recht & Personal). Einige Spieler sollen den Klub noch verlassen, nachdem 13 Profis bereits verabschiedet wurden. Zuletzt Cajetan Lenz, der für zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim wechselt.
Kaderplanung läuft: Bisher zwei Neuzugänge, viele Talente rücken vorerst auf
Dem stehen bisher zwei Zugänge gegenüber: Zehner Berkan Taz und Enis Cokaj. Zudem bestreiten acht Jungprofis aus dem eigenen Nachwuchs die Vorbereitung, die teilweise neu zu den Profis stoßen, wie Stürmer Luis Pick oder im Training (etwa Alessandro Crimaldi) und auch in der 2. Liga (Kacper Koscierski) bereits Erfahrung mitbringen. Auf Leihspieler will der Klub möglichst verzichten, Ausnahmen könnte es für „sichere“ Stammspieler geben.
Wer bleibt, wer geht, wer kommt, wer könnte kommen? Auf welchen Positionen ist der größte Bedarf? Der große Kadercheck. Teil eins: Tor und Viererkette.
Tor: Timo Horn ist einer der Führungsspieler
Timo Horn (33) war Bochums Bester, hielt viele Punkte fest, bleibt die Nummer eins und Führungskraft. Hinter ihm reihen sich wie gehabt Niclas Thiede und Nachwuchsmann Hugo Rölleke ein, der in der U21 viel Spielpraxis sammelte.
Rechtsverteidiger: Oliver Olsen die Nummer eins
Oliver Olsen kam im Winter, hat bereits 14 Einsätze hinter sich, kennt Röslers Prinzipien. Er geht als Nummer eins in die Saison, Herausforderer ist vorerst Kacper Koscierski. Offen ist allerdings, ob Koscierski, der als Schienenspieler stärker ist, verliehen oder verkauft wird, damit er den nächsten Schritt gehen kann. Bochum schaut sich nach Informationen dieser Redaktion nach Alternativen um, sollte Koscierski eine andere Herausforderung suchen.
Linksverteidiger: Wittek ist der Platzhirsch
Neben dem Tor ist das die einzige Position, auf der kein Handlungsbedarf besteht. Maximilian Wittek soll als Führungsspieler weiter vorangehen, Mikkel Rakneberg ihn herausfordern, wenn er wieder gesund ist. Nach einer Meniskus-Operation fällt der Winterzugang noch länger aus. Eine Chance für Darnell Keumo. Der 18-Jährige hat gerade offensiv viel Potenzial und kann sich in der Vorbereitung für mehr empfehlen. In Karlsruhe feierte er sein Rösler-Debüt, machte seine Sache ordentlich.
Innenverteidigung: Abwehrchef wird gesucht
DIE Baustelle. Mit Erhan Masovic, Kevin Vogt und Noah Loosli verlassen drei der vier Innenverteidiger den Klub. Loosli liegt seit Wochen ein Vertragsangebot vor, die Gespräche laufen weiter, Rösler würde ihn gerne halten – aber wohl eher als Nummer drei oder vier denn als Stammkraft in dieser Spielzeit. Das wiederum will Loosli nicht. Ausgang offen.
Im Kampf um den Klassenerhalt beschränkte sich Bochum aufs „einfache“, rustikale Verteidigen. Nächste Saison will der VfL besser, sicherer, sauberer von hinten heraus spielen, benötigt zudem mehr Tempo. Rösler plant weiterhin fest mit Philipp Strompf, den er wegen seiner Mentalität, Wucht und Kopfballstärke auch bei Standards sehr schätzt. Spielstark ist er nicht, schnell auch nicht. An seine Seite soll daher eine neue „Nummer eins“ rücken, die so ziemlich alles mitbringt: Größe, Kopfball- und Zweikampfstärke, Geschwindigkeit, Spielstärke, Ballsicherheit. Ein Schlüsseltransfer, der sich ziehen könnte: Ein Abwehrchef dieser Güte ist teuer, der VfL sucht ihn schon seit dem Winter.
Kleine-Bekel und Loosli: Was für und gegen sie spricht
Sollte Loosli seinen Vertrag nicht verlängern, fehlen zwei weitere Verteidiger. Einer könnte Colin Kleine-Bekel, dessen erfolgreiche Leihe zum FC St. Gallen endet. Bei den Schweizern war der 22-Jährige Stamm als Abwehrchef einer Dreierkette. In diesem System fühlt er sich wohler, weshalb die Zeichen eher darauf hindeuten, dass Kleine-Bekel verkauft wird. St. Gallen hat Interesse, der Preis der vereinbarten Kaufoption (mindestens zwei Millionen Euro) war dem Klub aber zu hoch. Lose Anfragen soll es geben. Zum Trainingsstart darf er auf jeden Fall bei den Profis aufschlagen.
Idealerweise sollen drei gestandene und ein junger Mann die Innenverteidigung bilden, eigene Talente wie der aus der U19 aufrückende Gustav Schjott (U19) kommen hinzu. Gut möglich, dass der Däne, der schon bei seiner Verpflichtung einen Profivertrag unterschrieben hatte, durch eine starke U19-EM-Teilnahme weitere Interessenten anlockt. Ein Verbleib ist daher längst nicht sicher, wenngleich er sich bei den Profis im Sommer empfehlen soll. Im Verein halten sie große Stücke auf ihn. Auf dem Zettel hat der VfL den jungen Serben Ahmed Hadzimujovic (18) von Novi Pazar.
In einem zweiten Teil des Kaderchecks beschäftigen wir uns mit dem Mittelfeld und der Offensive.
Der Kader des VfL Bochum 2026/27 – Stand 20. Mai
Zugänge:
Abgänge
Quelle: WAZ.de
Es gab einen großen Umbruch nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Nach Rang neun in der abgelaufenen Zweitliga-Saison könnte es in diesem Sommer sogar noch mehr Transferbewegungen geben beim VfL Bochum. „Jetzt wird es herausfordernd, den nächsten Umbruch zu machen“, sagte Trainer Uwe Rösler nach dem abschließenden 2:1-Sieg beim Karlsruher SC. „Da gilt es, gute Arbeit zu leisten. Nicht unbedingt auf dem Platz, sondern in Büros, Meetings, Verhandlungen, beim Scouting. Da sind wir dabei.“ Nach Informationen dieser Redaktion gab es am Donnerstag eine große Transfersitzung.
Klar ist: Der Kader muss zur „VfL-DNA“ passen. Laufstärke, Intensität in der Arbeit gegen den Ball, Gewinner-Mentalität, ein Vorwärtsdenken. Es sind die Basis-Eigenschaften für alle Neuen. „Wir möchten für Spieler stehen, die die Werte des VfL Bochum bedienen. Sie sollen Charakter haben. Leidenschaft haben, für den Verein zu spielen. Sie brauchen eine gewisse Mentalität“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenz des VfL, im Frühjahr im Talk dieser Redaktion. Zudem setzt der VfL mit Rösler, langfristig auch trainierunabhängig, auf ein Grundsystem mit Viererkette und klarem Neuner im 4-2-3-1 oder 4-3-3.
VfL Bochum setzt auf neue Achse und arbeitet am Kaderumbruch
„Es wird ein Mix aus Spielern, die uns ein Gerüst geben, die eine Achse bilden. Wir wollen wieder dahinkommen, dass wir eine Bochum-Achse, eine stabile Achse mit Leadern haben. Drumherum wollen wir Charakterspieler, die zu uns passen. Sie sollen die Mentalität haben, sollen verstehen, was der VfL Bochum bedeutet. Zuletzt haben wir uns außerhalb dieser Leitplanken bewegt“, sagte Zoller. Mit Enis Cokaj und Berkan Taz stehen die ersten beiden Neuverpflichtungen fürs Zentrum fest.
Viel Arbeit gibt es dennoch weiterhin in beide Richtungen für das federführende „Transfertrio“ mit Markus Brunnschneider, dem Direktor Scouting, Recruitment & Data, Zoller und Jonas Schlevogt (Direktor Recht & Personal). Einige Spieler sollen den Klub noch verlassen, nachdem 13 Profis bereits verabschiedet wurden. Zuletzt Cajetan Lenz, der für zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim wechselt.
Kaderplanung läuft: Bisher zwei Neuzugänge, viele Talente rücken vorerst auf
Dem stehen bisher zwei Zugänge gegenüber: Zehner Berkan Taz und Enis Cokaj. Zudem bestreiten acht Jungprofis aus dem eigenen Nachwuchs die Vorbereitung, die teilweise neu zu den Profis stoßen, wie Stürmer Luis Pick oder im Training (etwa Alessandro Crimaldi) und auch in der 2. Liga (Kacper Koscierski) bereits Erfahrung mitbringen. Auf Leihspieler will der Klub möglichst verzichten, Ausnahmen könnte es für „sichere“ Stammspieler geben.
Wer bleibt, wer geht, wer kommt, wer könnte kommen? Auf welchen Positionen ist der größte Bedarf? Der große Kadercheck. Teil eins: Tor und Viererkette.
Tor: Timo Horn ist einer der Führungsspieler
Timo Horn (33) war Bochums Bester, hielt viele Punkte fest, bleibt die Nummer eins und Führungskraft. Hinter ihm reihen sich wie gehabt Niclas Thiede und Nachwuchsmann Hugo Rölleke ein, der in der U21 viel Spielpraxis sammelte.
Rechtsverteidiger: Oliver Olsen die Nummer eins
Oliver Olsen kam im Winter, hat bereits 14 Einsätze hinter sich, kennt Röslers Prinzipien. Er geht als Nummer eins in die Saison, Herausforderer ist vorerst Kacper Koscierski. Offen ist allerdings, ob Koscierski, der als Schienenspieler stärker ist, verliehen oder verkauft wird, damit er den nächsten Schritt gehen kann. Bochum schaut sich nach Informationen dieser Redaktion nach Alternativen um, sollte Koscierski eine andere Herausforderung suchen.
Linksverteidiger: Wittek ist der Platzhirsch
Neben dem Tor ist das die einzige Position, auf der kein Handlungsbedarf besteht. Maximilian Wittek soll als Führungsspieler weiter vorangehen, Mikkel Rakneberg ihn herausfordern, wenn er wieder gesund ist. Nach einer Meniskus-Operation fällt der Winterzugang noch länger aus. Eine Chance für Darnell Keumo. Der 18-Jährige hat gerade offensiv viel Potenzial und kann sich in der Vorbereitung für mehr empfehlen. In Karlsruhe feierte er sein Rösler-Debüt, machte seine Sache ordentlich.
Innenverteidigung: Abwehrchef wird gesucht
DIE Baustelle. Mit Erhan Masovic, Kevin Vogt und Noah Loosli verlassen drei der vier Innenverteidiger den Klub. Loosli liegt seit Wochen ein Vertragsangebot vor, die Gespräche laufen weiter, Rösler würde ihn gerne halten – aber wohl eher als Nummer drei oder vier denn als Stammkraft in dieser Spielzeit. Das wiederum will Loosli nicht. Ausgang offen.
Im Kampf um den Klassenerhalt beschränkte sich Bochum aufs „einfache“, rustikale Verteidigen. Nächste Saison will der VfL besser, sicherer, sauberer von hinten heraus spielen, benötigt zudem mehr Tempo. Rösler plant weiterhin fest mit Philipp Strompf, den er wegen seiner Mentalität, Wucht und Kopfballstärke auch bei Standards sehr schätzt. Spielstark ist er nicht, schnell auch nicht. An seine Seite soll daher eine neue „Nummer eins“ rücken, die so ziemlich alles mitbringt: Größe, Kopfball- und Zweikampfstärke, Geschwindigkeit, Spielstärke, Ballsicherheit. Ein Schlüsseltransfer, der sich ziehen könnte: Ein Abwehrchef dieser Güte ist teuer, der VfL sucht ihn schon seit dem Winter.
Kleine-Bekel und Loosli: Was für und gegen sie spricht
Sollte Loosli seinen Vertrag nicht verlängern, fehlen zwei weitere Verteidiger. Einer könnte Colin Kleine-Bekel, dessen erfolgreiche Leihe zum FC St. Gallen endet. Bei den Schweizern war der 22-Jährige Stamm als Abwehrchef einer Dreierkette. In diesem System fühlt er sich wohler, weshalb die Zeichen eher darauf hindeuten, dass Kleine-Bekel verkauft wird. St. Gallen hat Interesse, der Preis der vereinbarten Kaufoption (mindestens zwei Millionen Euro) war dem Klub aber zu hoch. Lose Anfragen soll es geben. Zum Trainingsstart darf er auf jeden Fall bei den Profis aufschlagen.
Idealerweise sollen drei gestandene und ein junger Mann die Innenverteidigung bilden, eigene Talente wie der aus der U19 aufrückende Gustav Schjott (U19) kommen hinzu. Gut möglich, dass der Däne, der schon bei seiner Verpflichtung einen Profivertrag unterschrieben hatte, durch eine starke U19-EM-Teilnahme weitere Interessenten anlockt. Ein Verbleib ist daher längst nicht sicher, wenngleich er sich bei den Profis im Sommer empfehlen soll. Im Verein halten sie große Stücke auf ihn. Auf dem Zettel hat der VfL den jungen Serben Ahmed Hadzimujovic (18) von Novi Pazar.
In einem zweiten Teil des Kaderchecks beschäftigen wir uns mit dem Mittelfeld und der Offensive.
Der Kader des VfL Bochum 2026/27 – Stand 20. Mai
- Tor: Timo Horn (Vertrag bis 2028), Niclas Thiede (2027), Hugo Rölleke (2029)
- Außenverteidiger: Oliver Olsen (2030), Kacper Koscierski, Maximilian Wittek (2028), Mikkel Rakneberg (2029), Darnell Keumo (2028)
- Innenverteidiger: Philipp Strompf (2028), Colin Kleine-Bekel (nach Leihe/2028), Gustav Schjott
- Mittelfeldzentrum (Sechser/Achter): Mats Pannewig (2028), Enis Cokaj (2028), Moritz Göttlicher, Lasse Isbruch, Tom Meyer
- Mittelfeldzentrum (Zehner): Berkan Taz (2028)
- Außenangreifer: Gerrit Holtmann (2027), Moritz-Broni Kwarteng (2027), Koji Miyoshi (2028), Mathis Clairicia (nach Leihe /2028), Alessandro Crimaldi (U19), Lirim Jashari (nach Leihe/2028), Samuel Bamba (nach Leihe/2027)
- Stoßstürmer: Philipp Hofmann (2029), Ibrahim Sissoko (2028), Luis Pick
Zugänge:
- Berkan Taz (SC Verl), Enis Cokaj (Panathinaikos Athen)
Abgänge
- Kevin Vogt (Karriereende), Matus Bero, Marcel Sobottka, Romario Rösch, Erhan Masovic, Noah Loosli, Callum Marshall (nach Leihe West Ham), Farid Alfa-Ruprecht, Francis Onyeka (beide nach Leihe Bayer Leverkusen), Kjell Wätjen (nach Leihe BVB), Leandro Morgalla (nach Leihe RB Salzburg), Niklas Jahn (Viktoria Köln), Cajetan Lenz (TSG Hoffenheim)
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."