05-18-2026, 12:09 AM
Nach dem Schlusspfiff waren es emotionale Worte, die Uwe Rösler für sein Gegenüber Christian Eichner und seine Mannschaft fand.
Der Kommentar zum Spiel? Den ließ Uwe Rösler bei der öffentlichen Pressekonferenz gekonnt wegfallen. Zwar gewann der VfL Bochum zum Abschluss der Saison gegen den Karlsruher SC noch einmal mit 2:1 und verabschiedete sich mit einem guten Gefühl in die Sommerpause. Aber schon kurz nach Abpfiff geriet dieser Erfolg, der Platz neun in der Abschlusstabelle bedeutete, in den Hintergrund. Im Stadion war nun nur noch Platz für die großen Emotionen. Im Wildpark wurde am Sonntagabend die KSC-Legende Christian Eichner verabschiedet.
Die meisten Spiele der Karriere absolvierte er in Baden, war seit 2017 Trainer im Verein, stand seit Februar 2020 bei den Profis an der Seitenlinie. Entsprechend eröffnete der erfahrene Rösler die Pressekonferenz in den Katakomben des Wildparks mit drei Schulterklopfern für sein Gegenüber, der den KSC nun verlassen wird. „Es war eine super Verabschiedung für Christian Eichner, es war sehr emotional“, sagte Rösler. „Sechs, sieben Jahre durch Corona und einen Stadionneubau durchzukommen und dabei Toparbeit abzuliefern, ist ein Gütesiegel eines Trainers. Leider gibt es in diesem Land die Kontinuität nicht mehr so häufig wie hier. Ich gratuliere den Verantwortlichen, dass sie ihm in guten und nicht so guten Zeiten den Rücken gestärkt haben. Es ist phänomenal, wenn ich das sehe“, sagte der 57-Jährige und sprach Eichner gute Jobchancen in Deutschland zu.
VfL Bochum beendet Saison mit 44 Punkten
Sich nicht nach einem neuen Arbeitgeber umsehen muss sich Uwe Rösler. Auch wenn er sich jetzt zunächst in den Urlaub verabschiedet, seine Mutter besucht und dann nach Mallorca reist, wird er sich bereits intensiv mit dem neuen Kader beschäftigen. Denn der Sieg am Sonntagnachmittag konnte auch als Auftrag für die kommende Saison verstanden werden. „Es war ein versöhnlicher Abschluss. Hätte mir am 6. Oktober jemand gesagt, dass wir 44 Punkte holen und Tabellenneunter werden, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte Rösler im kleinen Journalistenkreis, als die Kameras ausgeschaltet waren.
Mit nur drei Punkten übernahm er, nachdem Dieter Hecking und Interimstrainer David Siebers die Mannschaft nicht nachhaltig auf die Siegerstraße führen konnten. Erst ein Heimsieg unter Rösler in seinem ersten Spiel gegen Hertha BSC (3:2) war der Auftakt für eine Aufholjagd, die am 32. Spieltag mit einem 1:1 bei Arminia Bielefeld im Klassenerhalt endete. Durch den Erfolg in Karlsruhe sprang der VfL sogar noch in die erste Tabellenhälfte und beendet die Saison als Tabellenneunter einigermaßen versöhnlich.
Rösler bedankt sich bei Mannschaft und Fans
„Es war eine absolute Topleistung der Mannschaft, des Staffs und der Fans, hier mit einem einstelligen Tabellenplatz zu stehen und dem Verein dadurch finanziell auch Mehrwert geschaffen zu haben“, freute sich Rösler. Besonders stolz war er auf eine Tatsache: „Wir haben junge Spieler entwickelt und sind die Mannschaft, die nach Nürnberg die meisten jungen Spieler eingesetzt hat.“
Doch Rösler ist Profi genug, dass es im Fußball nur um den Moment geht. Und der bedeutet schon am Montag: Zukunftsplanung. „Jetzt wird es herausfordernd, den nächsten Umbruch zu machen“, sagte er. „Da gilt es, gute Arbeit zu leisten. Nicht unbedingt auf dem Platz, sondern in Büros, Meetings, Verhandlungen, beim Scouting. Da sind wir dabei.“ Mit Berkan Taz und Enis Cokaj sind die ersten beiden Transfers bereits fix. Weitere müssen allerdings folgen. Mit elf Verabschiedungen schaffte der VfL Bochum in der vergangenen Woche bereits Tatsachen, zudem verlassen Cajetan Lenz (Hoffenheim) und Niklas Jahn sicher den Verein. Weitere sollen folgen.
Quelle: WAZ.de
Der Kommentar zum Spiel? Den ließ Uwe Rösler bei der öffentlichen Pressekonferenz gekonnt wegfallen. Zwar gewann der VfL Bochum zum Abschluss der Saison gegen den Karlsruher SC noch einmal mit 2:1 und verabschiedete sich mit einem guten Gefühl in die Sommerpause. Aber schon kurz nach Abpfiff geriet dieser Erfolg, der Platz neun in der Abschlusstabelle bedeutete, in den Hintergrund. Im Stadion war nun nur noch Platz für die großen Emotionen. Im Wildpark wurde am Sonntagabend die KSC-Legende Christian Eichner verabschiedet.
Die meisten Spiele der Karriere absolvierte er in Baden, war seit 2017 Trainer im Verein, stand seit Februar 2020 bei den Profis an der Seitenlinie. Entsprechend eröffnete der erfahrene Rösler die Pressekonferenz in den Katakomben des Wildparks mit drei Schulterklopfern für sein Gegenüber, der den KSC nun verlassen wird. „Es war eine super Verabschiedung für Christian Eichner, es war sehr emotional“, sagte Rösler. „Sechs, sieben Jahre durch Corona und einen Stadionneubau durchzukommen und dabei Toparbeit abzuliefern, ist ein Gütesiegel eines Trainers. Leider gibt es in diesem Land die Kontinuität nicht mehr so häufig wie hier. Ich gratuliere den Verantwortlichen, dass sie ihm in guten und nicht so guten Zeiten den Rücken gestärkt haben. Es ist phänomenal, wenn ich das sehe“, sagte der 57-Jährige und sprach Eichner gute Jobchancen in Deutschland zu.
VfL Bochum beendet Saison mit 44 Punkten
Sich nicht nach einem neuen Arbeitgeber umsehen muss sich Uwe Rösler. Auch wenn er sich jetzt zunächst in den Urlaub verabschiedet, seine Mutter besucht und dann nach Mallorca reist, wird er sich bereits intensiv mit dem neuen Kader beschäftigen. Denn der Sieg am Sonntagnachmittag konnte auch als Auftrag für die kommende Saison verstanden werden. „Es war ein versöhnlicher Abschluss. Hätte mir am 6. Oktober jemand gesagt, dass wir 44 Punkte holen und Tabellenneunter werden, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte Rösler im kleinen Journalistenkreis, als die Kameras ausgeschaltet waren.
Mit nur drei Punkten übernahm er, nachdem Dieter Hecking und Interimstrainer David Siebers die Mannschaft nicht nachhaltig auf die Siegerstraße führen konnten. Erst ein Heimsieg unter Rösler in seinem ersten Spiel gegen Hertha BSC (3:2) war der Auftakt für eine Aufholjagd, die am 32. Spieltag mit einem 1:1 bei Arminia Bielefeld im Klassenerhalt endete. Durch den Erfolg in Karlsruhe sprang der VfL sogar noch in die erste Tabellenhälfte und beendet die Saison als Tabellenneunter einigermaßen versöhnlich.
Rösler bedankt sich bei Mannschaft und Fans
„Es war eine absolute Topleistung der Mannschaft, des Staffs und der Fans, hier mit einem einstelligen Tabellenplatz zu stehen und dem Verein dadurch finanziell auch Mehrwert geschaffen zu haben“, freute sich Rösler. Besonders stolz war er auf eine Tatsache: „Wir haben junge Spieler entwickelt und sind die Mannschaft, die nach Nürnberg die meisten jungen Spieler eingesetzt hat.“
Doch Rösler ist Profi genug, dass es im Fußball nur um den Moment geht. Und der bedeutet schon am Montag: Zukunftsplanung. „Jetzt wird es herausfordernd, den nächsten Umbruch zu machen“, sagte er. „Da gilt es, gute Arbeit zu leisten. Nicht unbedingt auf dem Platz, sondern in Büros, Meetings, Verhandlungen, beim Scouting. Da sind wir dabei.“ Mit Berkan Taz und Enis Cokaj sind die ersten beiden Transfers bereits fix. Weitere müssen allerdings folgen. Mit elf Verabschiedungen schaffte der VfL Bochum in der vergangenen Woche bereits Tatsachen, zudem verlassen Cajetan Lenz (Hoffenheim) und Niklas Jahn sicher den Verein. Weitere sollen folgen.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."