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"Jetzt müssen wir zu Potte kommen"
#1
Der Umbruch wird groß ausfallen beim VfL Bochum. Am Mittwoch sprach VfL-Coach Uwe Rösler auch über die Transferperiode. 

Bei elf Spielern ist bereits klar, dass sie den Fußball-Zweitligisten VfL Bochum verlassen werden. Der Umbruch wird erneut groß ausfallen. Denn vermutlich wird es nicht bei diesen elf Abgängen bleiben. 

Auch Cajetan Lenz wird die Castroper Straße vermutlich verlassen. Er soll die dringend benötigte Ablöse einbringen und vor einem Wechsel zur TSG Hoffenheim stehen. 

Daher wird der VfL viele neue Spieler verpflichten müssen. Das Ziel ist klar: Trainer Uwe Rösler möchte seinen Kader so schnell wie möglich beisammenhaben, um die Vorbereitung bestmöglich nutzen zu können. 

Er weiß aber auch, dass das nicht vollständig möglich sein wird. Mit Blick auf die Transferphase betonte er am Mittwoch: „Wir haben Planungssicherheit. Jetzt müssen wir zu Potte kommen. Wir werden aber nicht alle Plätze besetzen. Denn einige Transfers werden erst am Ende der Transferperiode über die Bühne gehen. Um einen Großteil der Spieler muss man sich jetzt aber kümmern, das machen wir.“ 

Denn vermutlich wird der VfL auch in diesem Jahr wieder Akteure ausleihen. Solche Deals lassen sich oft erst spät umsetzen. Auch der Ex-Profi kennt das: „Ich bin lange genug dabei. Es geht oft nicht so schnell, wie der Trainer das haben möchte. Das ist normal. Mir ist klar, dass es hier etwas länger dauern wird. Wir müssen ein gutes Händchen beweisen. Wir dürfen uns keine großen Fehler erlauben – vor allem bei den Spielern nicht, die mit hohem Gehalt kommen oder Ablöse kosten.“ 

Wobei der VfL eher selten eine Ablöse zahlen möchte. Ganz ohne wird es aber wohl auch schwer gehen, denn die Ziele für das kommende Jahr sind klar: Es soll in der Tabelle nach oben gehen. Der Abstiegskampf sollte in Bochum kein Thema mehr sein. 

Und dann kann es auch mal teurer werden. Zumal die Bochumer ihren Kapitän Matus Bero ersetzen müssen, zudem vermutlich Lenz sowie Leistungsträger wie Francis Onyeka oder Leandro Morgalla. 

Quelle: Reviersport.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Acht U19-Spieler des VfL Bochum sind für die Vorbereitung auf die kommende Saison fest eingeplant. Trainer Rösler äußert sich zum Transferfahrplan. 

Der Kaderumbruch beim VfL Bochum fällt groß aus in diesem Sommer. Das ist auch eine Chance für eigene Talente, sich in den Fokus zu spielen. Gleich acht Jungprofis, die in dieser Spielzeit auch noch in der U19 zum Zug kamen, werden Ende Juni die Vorbereitung auf die nächste Zweitliga-Spielzeit mitmachen, wie Cheftrainer Uwe Rösler am Mittwoch im Gespräch mit dieser Redaktion sagte. 

Neuland sind Trainingslager oder Einheiten bei den Profis freilich für die meisten nicht. Mitgezählt ist etwa Kacper Koscierski, der bereits in dieser Spielzeit im Training zum Stamm der Profis zählte und in der 2. Liga elf Einsätze hatte. Neben Rechtsverteidiger Koscierski, der zudem in dieser Spielzeit in der U19 und U21 auflief, können sich im Sommer folgende Talente bei Uwe Rösler empfehlen: Linksverteidiger Darnell Keumo, der im Winter aus Dänemark verpflichtete Innenverteidiger Gustav Schjott, die zentralen Mittelfeldspieler Moritz Göttlicher, Tom Meyer und Lasse Isbruch, Flügelstürmer Alessandro Crimaldi und Stoßstürmer Luis Pick. 

Dabei könnten Isbruch und Göttlicher auch kommende Spielzeit noch in der U19 spielen. Zudem könnten alle, wenn sie den Sprung in der 2. Liga nicht sofort schaffen, auch in der U21 und damit in der Regionalliga Spielpraxis im Männerfußball sammeln. So machten vor allem Keumo und Crimaldi bereits diese Saison große Schritte nach vorn. Und das war auch der ursprüngliche Plan mit Cajetan Lenz. Doch der heute 19-Jährige empfahl sich von Beginn an in der Vorbereitung 2025, stieg schnell zum Stammspieler auf, wechselt nun für rund zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim. 

Ein Sprung, von dem Alessandro Crimaldi noch ein Stück weit entfernt ist. Dabei hat er in diesem Jahr meistens bei den Profis trainiert, genau wie Koscierski. Der technisch versierte Außenangreifer bestritt 14 Partien in der U19, elf Spiele in der Regionalliga, war dreimal im Zweitliga-Kader. Zum Debüt hat es noch nicht gereicht – womöglich wird der U-Nationalspieler Italiens aber in Karlsruhe zum Saisonabschluss am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) eingewechselt. 

„Er ist mit am längsten dabei, macht Schritte voran“, sagte Rösler über Crimaldi am Mittwoch gegenüber dieser Redaktion. „Er hat manchmal gute Tage, manchmal nicht so einen guten Tag. Er setzt Akzente, macht teilweise gute Spiele bei der U21. Die Konstanz muss sich entwickeln“, so der Coach. Rösler sieht viel Potenzial beim dribbelstarken 18-Jährigen: „Ich bin angetan von ihm. Ich sehe Talent und einen jungen Spieler, der richtig will. Das ist eine gute Kombination.“ 

Auch über die großen Fortschritte von Darnell Keumo hatte sich Rösler bereits positiv geäußert. Nach den Ausfällen von Mikkel Rakneberg, der nach seiner Menikus-OP auch in der Vorbereitung noch fehlen wird, und Maxi Wittek rückte Keumo gegen Hannover in den Kader. Er wird wohl auch in Karlsruhe dabei sein. Sein Debüt hatte er bereits unter Dieter Hecking gegen Münster gegeben. 

Fußballerisch vielleicht am stärksten einzuschätzen sind die Mittelfeldspieler Moritz Göttlicher, der im Winter von der U19 des FC Bayern kam, und Lasse Isbruch. Beide laborierten allerdings lange an Verletzungen am Schambein. Auch Tom Meyer fiel in der Rückrunde lange aus, nachdem er sich bereits im Winter-Trainingslager bei den Profis empfehlen konnte. Meyer erinnert an das Profil von Mats Pannewig, der mindestens die Vorbereitung verpassen wird (Schienbein-Verletzung). 

„Können nicht jetzt alle Kaderplätze besetzen“
Derweil läuft die Suche nach externen Zugängen naturgemäß auf Hochtouren. Als Sechser bereits verpflichtet wurde Enis Cokaj, der zuletzt auf Leihbasis für den griechischen Erstligisten Levadiakos spielte. Sein Vertrag bei Panathinaikos läuft nun aus. Der 27-Jährige unterschrieb beim VfL einen Dreijahresvertrag, er kommt ablösefrei. Elf Profis wurden vom VfL bereits offiziell verabschiedet, weitere Abgänge sind fix oder geplant.

Beim Trainingsauftakt am 24. Juni (Leistungstests) wird es noch Lücken geben, da legte sich Trainer Rösler bereits fest. „Wir müssen jetzt zu Potte kommen“, sagte er zwar, und „um einen Großteil der Spieler muss man sich jetzt kümmern, das machen wir.“ Er schränkte jedoch ein: „Aber wir können jetzt nicht alle Kaderplätze besetzen. Einige Transfers werden erst vor dem Transferende kommen oder bevor die Saison losgeht.“ 

Ein Trainer, sagte der 57-Jährige, „will immer die Mannschaft relativ zeitig zusammen haben. Ich bin mir aber schon im Klaren, dass es hier länger dauern wird. Wir müssen ein gutes Händchen haben, dürfen uns keine Fehler erlauben, speziell bei den Spielern, die dann vielleicht mit Ablöse kommen oder einem relativ hohen Gehalt.“ Anders gesagt: Vor allem die teuren Toptransfers müssen sitzen. Und ihre Verpflichtung könnte noch dauern, zumal im Sommer der Ball auf der großen Bühne WM rollt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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