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So plant Bochum mit den ausgeliehenen Profis
#1
Vier Profis hat Bochum ausgeliehen. Haben sie sich durchgesetzt und eine neue Perspektive beim VfL? Bei einem Spieler laufen die Gespräche. 

Als Samuel Bamba im vergangenen Sommer im DFB-Pokal beim BFC Dynamo für den VfL Bochum traf und damit den Einzug in die zweite Runde sicherte, schien er so langsam angekommen zu sein beim Zweitligisten. Er lächelte in die Sonne von Berlin, schwärmte von Trainer Dieter Hecking. Wenig später aber war klar, dass der mittlerweile 22-Jährige noch einen Zwischenschritt machen sollte. 

Bamba wechselte auf Leihbasis zu Willem II Tilburg. Mit Mathis Clairicia, Lirim Jashari und Colin Kleine-Bekel hat der VfL im Winter drei weitere Profis ausgeliehen. Mit Erfolg und Perspektive? Das ist der Stand. 

Bamba hat bei Willem II den Durchbruch nicht geschafft
Samuel Bamba hat den Durchbruch auch in der zweiten niederländischen Liga nicht geschafft. Nach neun Startelf-Einsätzen im Spätsommer und Herbst kommt der Rechtsaußen bei Willem II nicht mehr über die Joker-Rolle hinaus. Er legte in diesem Kalenderjahr noch kein Mal von Beginn an los, 18 Mal wurde er eingewechselt. Ein Tor erzielte Bamba nicht, zwei Treffer legte er auf. Willem II schloss die Saison als Dritter ab, gewann nun das Hinspiel in der 2. Runde der Playoffs im Kampf um den Aufstieg mit 1:0 bei RKC Waalwijk. Bamba kam in der Schlussviertelstunde zum Zug. 

Der Vertrag des Flügelstürmers, der beim BVB ausgebildet wurde und mit großen Hoffnungen im Sommer 2024 vom BVB II zum VfL wechselte, läuft im Sommer 2027 aus. Der VfL Bochum strebt eine Trennung an, Bamba spielt in den Planungen für den Kader der kommenden Saison keine Rolle. 

Mathis Clairicia: Wenig Einsatzzeit in Portugal
Auch die Wege von Mathis Clairicia und dem VfL sollen sich nach dieser Spielzeit endgültig trennen. Der aus der dritten französischen Liga im vergangenen Sommer geholte Angreifer erhielt zu Saisonbeginn noch seine Chancen, nutzte sie aber nur unzureichend. Unter Trainer Uwe Rösler kam er nur noch in den ersten beiden Partien zu zwei Kurzeinsätzen, konnte sich danach weder in Testspielen noch im Training empfehlen.

Seit Mitte Januar spielt der 23-Jährige auf Leihbasis bis zum Saisonende für den portugiesischen Erstligisten FC Alverca, der die Kaufoption wohl nicht ziehen wird. Clairicia schaffte es kein Mal in die Startelf, kommt bei neun kurzen Einsätzen auf nur knapp 120 Minuten Spielzeit. In den letzten beiden Partien zählte der Angreifer nicht zum Kader des Tabellenzehnten. Sein Vertrag in Bochum gilt noch bis Juni 2028, eine sportliche Perspektive hat er beim VfL nicht. 

Lirim Jashari: Kein Durchbruch in 2. Liga der Niederlande
Auch die Leihe von Lirim Jashari zu MVV Maastricht verlief nicht wie erhofft. Der 20-jährige offensive Mittelfeldspieler war Ende Januar zum niederländischen Zweitligisten gewechselt, der die Saison als Vorletzter bereits abgeschlossen hat.

Der Jungprofi, der in der 2. Liga nur einmal im Kader stand (kein Einsatz), hatte bereits bei der U21 des VfL in der Regionalliga seit Oktober nur noch wenig Spielanteile. In Maastricht stand er vier Mal in der Startelf und wurde vier Mal eingewechselt (kein Tor, eine Torvorlage). In den letzten vier Partien spielte der Techniker gar nicht mehr. Sein VfL-Vertrag läuft bis 2028. Auch Jashari wurde bereits nahegelegt, sich einen neuen Klub zu suchen. 

Colin Kleine-Bekel: Abwehrchef beim Schweizer Spitzenklub
Seinen Zweck erfüllt indes hat die Leihe von Colin Kleine-Bekel. Nach langer Verletzungspause fasste er in Bochum im Training wieder Fuß, kam auf einen Einsatz auf Schalke, sammelte dann in der Regionalliga viel Spielpraxis. Für die 2. Liga reichte es unter Trainer Uwe Rösler aber nicht. Auch, weil der Ex-Kieler, der spielerisch gute Anlagen mitbringt, seine Stärken in einer Dreierkette hat, mit der Bochum ja noch in die Saison gestartet war. Rösler aber setzte und setzt weiterhin auf eine Viererkette. 

Im Januar wechselte Kleine-Bekel zum Schweizer Erstligisten FC St. Gallen und hat sich dort gut entwickelt, heißt es aus der Schweiz. Die Zahlen untermauern das. In zwölf der 16 möglichen Partien bisher – drei Spieltage vor Schluss ist St. Gallen Tabellenzweiter hinter dem bereits feststehenden Meister FC Thun – kam Kleine-Bekel zum Einsatz. Sieben Mal spielte er als zentraler Abwehrchef der Dreierkette von Beginn an, so auch in den letzten drei Partien der Meisterrunde. 

St. Gallen, Bochum, Kleine-Bekel: Gespräche laufen
Der 23-Jährige hat nach seinem Verletzungspech in dieser Saison den Schritt zurück in den gehobenen Profifußball geschafft. Sein Vertrag beim VfL Bochum läuft noch zwei weitere Jahre. Kleine-Bekel ist zwar auch als Innenverteidiger einer Viererkette vorstellbar, stärker aber ist er im Dreierverbund. Daher präferiert Bochum andere Lösungen für die Innenverteidigung.

Die Schweizer und Kleine-Bekel können sich nach unseren Informationen gut vorstellen, gemeinsam in die nächste Saison zu gehen. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Der Haken: Der FC St. Gallen strebt bevorzugt eine Leihe an, der VfL würde ihn lieber verkaufen. Noch ist der Ausgang offen. Auch eine Rückkehr zum VfL oder ein Verkauf an einen anderen Klub sind Optionen 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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