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Was in der Pause wirklich passierte
#1
Der VfL Bochum gruselt sich in Bielefeld in die Pause, Trainer Rösler wird laut und verrät, wer ihm wie extrem geholfen hat. 

Uwe Rösler sah auch knapp eine Stunde nach dem 1:1 in Bielefeld nicht wie ein Trainer aus, der soeben mit seinem Team den Klassenerhalt so gut wie sicher eingetütet hat, am drittletzten Spieltag der Saison. Angefressen wirkte Rösler, als er in die Journalistenrunde auf der Pressekonferenz blickte. Bevor er die Leistung seiner Mannschaft, die Einstellung in der zweiten Halbzeit lobte, geißelte er den Auftritt im ersten Durchgang.

Wie in den vergangenen Auswärtspartien zeigte der VfL viel zu wenig Biss, zu wenig Galligkeit, ließ sich vom „biederen Bielefelder Fußball hinten reindrücken“, wie Torwart Timo Horn feststellte. „Inakzeptabel in allen Bereichen“ nannte Rösler den ersten Durchgang, als der VfL erst in der Nachspielzeit die erste Torannäherung zustande brachte und Bielefeld dank eines berechtigten Foulelfmeters, den Joel Grodowski verwandelte, mit 1:0 führte. Nur mit 1:0, „das Ergebnis war noch das einzig Positive“, meinte Horn.

Bochum zeigt nach schwacher erster Hälfte Moral und erzwingt Remis
„Bielefeld hat uns erdrückt, mit vielen langen Bällen. Wir konnten uns nicht lösen, den Ball nicht in den eigenen Reihen halten, mussten 24 Standards im Strafraum verteidigen, das ist bei weitem zu viel“, sagte Rösler. „Zweite Bälle, das Eins gegen Eins, ein Spiel mit Ball, speziell in der eigenen Hälfte, waren nicht vorhanden.“ Rumms.

Dank der Einwechselspieler, wie Rösler lobte und einer anderen Intensität habe man dann in der zweiten Halbzeit eine „gute Leistung“ gezeigt: „So muss man auswärts auftreten.“ Bereits früh war Leandro Morgalla gekommen für den verletzten Maxi Wittek (37.). Nach der Pause kamen Mats Pannewig und Callum Marshall, später der Torvorbereiter Farid Alfa-Ruprecht und der Torschütze Moritz-Broni Kwarteng, der mit dem 1:1 alle Abstiegssorgen vertrieb. 

Insgesamt ging ein Ruck durchs Team nach dem Seitenwechsel. Bochum spielte weiterhin nicht gut, zeigte nun aber Mentalität, eroberte mehr Bälle, gewann endlich auch mal Zweikämpfe, hatte wenigstens ein paar Abschlüsse. Der VfL zeigte ein anderes Gesicht. Vielleicht auch, weil nicht nur Trainer Uwe Rösler den Spielern in der Pause den Marsch blies. 

Kapitän Bero motiviert Team – Horn rettet mit starker Parade den Punkt
Rösler arbeitete noch mit seinem Staff an den Wechselplänen, als er die Kabine betrat – und dort einen offenbar äußerst wütenden Matus Bero erlebte, der seinen Kollegen die Leviten las. Der Kapitän rüttelte auf, sprach Tacheles, nahm kein Blatt vor den Mund. „Matus hat damit auch mir unheimlich viel Energie gegeben“, sagte Rösler gegenüber dieser Redaktion. „Er hat mir unheimlich geholfen mit seiner Ansprache.“

Auch der Coach wurde dann nochmal richtig laut. „In der ersten Halbzeit war das leblos und deutlich zu wenig, das hat der Trainer diesmal energischer angesprochen“, sagte Torwart Horn. „Wir haben in der Pause eine deutliche Ansage bekommen, was gefruchtet hat und absolut richtig und nötig war.“ 

Horn rettet Punkt: Erst Parade, dann Ausgleich
Horn war letztlich der Punkt-Retter. Mit seiner Glanzparade gegen Roberts Uldrikis‘ Kopfball verhinderte er das 0:2 und leitete zugleich den Ausgleich ein. „Das fühlt sich dann wie ein Tor an“, sagte der 32-Jährige hinterher, „wenn du mit einer Parade das Tor einleiten kannst und unmittelbar danach der Ausgleich fällt. Da ging mein Blick direkt Richtung Torwart-Trainer (Sebastian Baumgartner, die Red.), der das dann auch gefeiert hat. Das sind die Momente, wofür man im Tor steht.“

Lenz fehlt gesperrt, Wittek-Einsatz fraglich
Dank des „extrem wichtigen Punktes“, so Horn, kann der VfL anders als die Arminia die zwei ausstehenden Saisonspiele ohne großen Druck angehen. Zum letzten Heimspiel kommt Hannover am kommenden Samstag ins Ruhrstadion (13 Uhr/Sky). Offen ist, ob Wittek dann wieder mitwirken kann. Der 30-Jährige trug nach einem Schlag auf den Oberschenkel ein Hämatom davon, weitere Untersuchungen stehen noch aus. Sicher fehlen wird Cajetan Lenz. Der 19-Jährige holte sich mit seinem Foul, der zum Strafstoß führte, seine zehnte Gelbe Karte ab. Lenz kann sich damit auf dem Rasen des Ruhrstadions nicht von den Fans des VfL Bochum verabschieden. Das VfL-Eigengewächs wechselt im Sommer zur TSG Hoffenheim.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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