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U21 schafft den Klassenerhalt
#1
Die U21 des VfL Bochum hat vorzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga geschafft, weil die Konkurrenz patzte. Das ist gut für die Planungen der nächsten Saison. 

Die U21 des VfL Bochum hat den Klassenerhalt in der Regionalliga West vorzeitig geschafft. Und das, ohne selbst zu spielen. Da die SSVg. Velbert gegen die U23 des 1. FC Köln 3:3 spielte, gelang den Bochumern der Klassenerhalt quasi auf dem Sofa. Bochum spielt erst am Montag gegen die U21 von Borussia Mönchengladbach. Für die Planungen der nächsten Saison bei der Bochumer U21 ist der vorzeitige Klassenerhalt enorm hilfreich.

Selbst, wenn Bochum noch einen Punkt aus dem Bonn-Spiel abgezogen bekommen würde, könnte Velbert nicht mehr am Team von Trainer Heiko Butscher vorbeiziehen. Bochum hat - ohne Punktabzug - 37 Punkte, Velbert hat nun 25, bei drei noch ausstehenden Spielen. Dazu hat Bochum das deutlich bessere Torverhältnis. 

Perspektivgespräche entscheiden über Zukunft
Die Perspektivgespräche laufen bei der U21 des VfL Bochum weiter. Und es es in diesen Tagen um mehr als nur Vertragsfragen. Es geht um Wege: Es geht um Wege: Wer bleibt, wer geht, wer entwickelt sich weiter – und wer hat realistische Chancen, den Sprung nach oben zu schaffen?

Im Tor steht mit Hugo Rölleke ein besonderes Profil. Der 20-Jährige gehört bereits zum erweiterten Profikader und ist langfristig gebunden. Die Regionalliga? Nur ein Kapitel für Rölleke. Sein Weg führt klar nach oben.
In der Abwehr hat sich vor allem Mohammed Tolba stabilisiert. Der Innenverteidiger, der auch auf Außen verteidigen kann und der im Winter zum VfL Bochum zurückkehrte, gehört zu den konstantesten Akteuren. Er bringt Physis und Entwicklungspotenzial mit. Er ist ein Kandidat für den nächsten Schritt – zumindest in die Nähe des Profikaders.

Holtkamp überzeugt als U21-Kapitän und bleibt Schlüsselspieler
Dahinter ist die Lage offener: Innenverteidiger Daniel Hülsenbusch sammelt regelmäßig Einsatzzeit und zeigte mit Treffern seine Offensivqualitäten bei Standards. Unter Dieter Hecking feierte er sein Zweitliga-Debüt. Für ihn spricht die Konstanz – ein Verbleib ist wahrscheinlich, der Sprung nach oben eher mittelfristig. Ähnlich bei Darnell Keumo, der sogar noch in der U19 spielen könnte, als flexibler Defensivspieler immer wieder eingebunden wird, aber noch weiter an Stabilität gewinnen muss.

Die liefert Lars Holtkamp Woche für Woche. Der Kapitän ist der klassische U21-Anker, der Räume zuläuft, wichtige Zweikämpfe gewinnt, der auch verbal voran geht. Zudem ist er bereits über das Spieler sein hinaus in die Nachwuchsarbeit des VfL eingebunden. Ihn würden die Verantwortlichen auch deshalb gerne halten. 

Nachwuchsspieler kämpfen um Schritte Richtung Profiteam
Im Mittelfeld kommt auch auf regelmäßige Einsätze und sammelt wichtige Minuten. Er zeigt eine mehr als solide Entwicklung. Seine Perspektive liegt klar im weiteren Aufbau in der Regionalliga. Sein Vertrag läuft bis 2027. Auch bei ihm hängt viel davon ab, was er selber will. Er war aus Nürnberg mit der Perspektive Profi-Team nach Bochum gewechselt. Er schien und scheint immer mal nah oder näher dran am Profiteam zu sein. Bisher hat er noch keinen Trainer des Bochumer Profiteams komplett von sich überzeugen können. 

Ciwan Günes ist ein anderer Fall: noch etwas jünger, offensiver, aber ebenfalls mit Entwicklungspotenzial. Auch er kommt auf Scorerpunkte, ihm fehlt aber noch die nötige Konstanz. Für ihn gilt: U21 als Plattform – mit Blick nach oben, aber ohne unmittelbaren Druck. 

Angriffstalente Akaegbobi und Wagbe rücken ins Profi-Visier
Im Angriff bündeln sich die vielleicht spannendsten Personalien. Jonathan Akaegbobi hat sich in seinem ersten Seniorenjahr innerhalb weniger Monate vom Talent zum Leistungsträger entwickelt. Sechs Tore und mehrere Vorlagen belegen seine Entwicklung, die auch intern registriert wird. Er scheint einer der heißesten Kandidaten für höhere Aufgaben – zumindest für eine Einladung in den Profibereich.

Auch Aurel Wagbe profitiert vom Aufschwung. Auch er stieß im Winter zum Team, war sofort ein Faktor. Als dynamischer Offensivspieler bringt er Struktur ins Spiel, ist aber noch nicht so konstant in Zahlen messbar, auch wenn er zuletzt seine ersten Tore in der Regionalliga erzielte. Profi-Coach Uwe Rösler hat ihn längst auf dem Zettel. 

Leihspieler Luis Hartwig steht vor Rückkehr oder nächstem Karriereschritt
Das gilt auch für Alessandro Crimaldi. Der italienische U-Nationalspieler, der einen Vertrag beim VfL bis 2029 hat, könnte auch noch in der U19 spielen. Er wurde zuletzt durch Verletzungen zurückgeworfen, gilt aber als eins der Talente beim VfL mit der größten Profi-Perspektive.

Komplexer wird es bei den Leihspielern. Luis Hartwig ist statistisch der effektivste Angreifer im Kader. Neun Tore, sechs Vorlagen sprechen für sich. Doch seine Situation ist klar: Er ist vom MSV Duisburg ausgeliehen und hat bereits Profi-Erfahrung gesammelt. Eine Rückkehr oder ein nächster Karriereschritt scheint wahrscheinlicher als ein Verbleib in Bochum. Zumal er in der nächsten Saison 24 Jahre alt ist und damit kein U23-Spieler.

Louis Köster: Bochum prüft festen Transfer nach starker Leihe
Ähnlich gelagert ist der Fall Louis Köster. Der Offensivspieler ist vom Holstein Kiel ausgeliehen, hat dort einen Vertrag bis 2028. Er hat mit starker Quote – sechs Tore in wenigen Einsätzen – direkt Impact gezeigt. Seine Perspektive liegt klar bei den Profis in Kiel oder einer erneuten höherklassigen Leihe – nicht dauerhaft in der U21 des VfL Bochum. Möglich scheint, nachdem er zuletzt beim Spiel der Profis in Dresden im Kader stand, dass sich die Bochumer ernsthaft bemühen, ihn fest zu verpflichten. 

So entsteht ein klares Bild: Die U21 des VfL ist das, was sie sein soll – ein Übergangsteam. Spieler wie Akaegbobi oder Tolba klopfen oben an, andere wie Jahn oder Hülsenbusch stabilisieren die Struktur. Und wieder andere – vor allem Leihspieler – nutzen die Bühne für den nächsten Schritt.

Die Gespräche dieser Tage werden deshalb richtungsweisend. Für einige ist die Regionalliga Endstation – für andere nur eine Zwischenstation.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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