04-22-2026, 11:10 AM
Die Sanierung des maroden Ruhrstadions geht in die nächste Phase. Der WAZ haben die Verantwortlichen nun Einblicke gegeben – mit Überraschungen.
Das Ruhrstadion in Bochum wird für rund 90 Millionen Euro saniert. Drei Jahre soll der Umbau dauern, seit April steht fest, dass die Hellmich-Gruppe die Bauarbeiten koordinieren wird. Baunternehmer Walter Hellmich und Ralf Meyer von der Sportstättenbesitzgesellschaft der Stadt Bochum haben der WAZ exklusiv einen Einblick in den Stand der Planungen gegeben.
Auf der Westtribüne sollen verteilt sogenannte Vario-Plätze entstehen. Was heißt das für die Fans mit Dauerkarten, die dort sitzen?
Im Bundesliga-Alltag werden die Vario-Plätze Stehplätze sein, nur so kommt das Stadion auf die 28.000 Plätze. Diese Plätze werden an der Tageskasse verfügbar sein. Das ist eine Bedingung der DFL, heißt es. Die betroffenen Fans müssen sich auf Veränderungen einstellen. Sorgen um ihre Dauerkarten müssen sie grundsätzlich aber nicht haben, so heißt es weiter. Wer eine Sitzplatzkarte hat, soll auch weiter sitzen können. Bei Junioren-Turnieren oder im Frauenfußball werden die Vario-Plätze Stehplätze sein.
Wird sich für die Fans bei der Anreise zum Stadion etwas ändern?
Ja. Für Heimfans wird es nur noch über den Osten – also über die neu gestaltete Plaza – Zugang zum Stadion geben. Es sind große, überdachte Eingangsbereiche geplant. Im Inneren soll ein Umlauf rund ums Stadion – abgesehen vom Gästebereich – möglich sein. Darüber sollen auch mehr Kioske erreichbar sein.
Wird der sehr breite Bürgersteig an der Castroper Straße dem Stadion zugeschlagen?
Ja, dort wird der Bereich des Stadions wesentlich erweitert. Es wird dort nur Ausgänge, keine Eingänge mehr geben. Die Castroper Straße wird weiter zu den Spielen stadteinwärts gesperrt sein. Insgesamt wird sie umgebaut, danach wird sie nur noch einspurig sein.
Was werden wir demnächst als Erstes vom Umbau des Ruhrstadions sehen können?
Die Baustelleneinrichtung kommt in der nächsten Woche, das wird zuerst sichtbar sein. Das Gebäude unter der Nordkurve, wo auch der Pressebereich ist, muss abgerissen werden. Dafür müssen die dort befindlichen Räume aber erst einmal ins Stadioncenter umziehen. Und dann schauen sich die Experten an, welche Tribüne für die Betonsanierung als Erstes dran ist. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen worden.
Spielt der VfL Bochum jetzt über drei Jahre lang nur vor 18.000 Zuschauern?
Nein. Das ist das Minimum. Ralf Meyer und Walter Hellmich versichern, dass sie immer so viele Fans wie möglich im Stadion haben wollen. Der VfL Bochum – so sagt es Ralf Meyer – benötigt mindestens 18.000 Fans im Stadion, um finanziell zu überleben. Ziel sei es, dass der VfL Bochum immer vor möglichst vollem Haus spielen kann.
Wird es einen Livestream von der Baustelle geben?
Ja, das ist geplant.
Wo genau entstehen die neuen VIP-Plätze?
Dort, wo früher die Moritz-Fiege-Lounge gewesen ist, wird der neue VIP-Bereich entstehen. Der soll deutlich größer werden. Dort sollen 600 neue Plätze entstehen. Einzel-Logen wird es nicht geben, da sind sich die Verantwortlichen einig.
Wird es an den Treppen Handläufe für Menschen mit Gehbehinderung geben?
Das geht aus Fluchtweggründen nicht. Es gebe Überlegungen, ob Menschen mit Gehbehinderungen bestimmte Plätze reservieren können, die sie mit möglichst wenig Treppen erreichen können.
Zeiten, in denen Frauen eine Seltenheit auf der Tribüne waren, sind vorbei. Wird es nach dem Umbau mehr Damentoiletten geben?
Ja, das wird eine andere Welt. Es werden wesentlich mehr. Eine exakte Zahl haben die Verantwortlichen nicht genannt.
Bleibt bei den Männern die traditionelle „Pissrinne“ erhalten?
Ja, bleibt sie. Aber nicht in der Form, wie sie jetzt im Stadion zu sehen ist.
Sollte der VfL Bochum doch noch absteigen: Ändert das etwas an den Umbau-Plänen?
Nein, das soll keine Auswirkungen haben.
Quelle: WAZ.de
Das Ruhrstadion in Bochum wird für rund 90 Millionen Euro saniert. Drei Jahre soll der Umbau dauern, seit April steht fest, dass die Hellmich-Gruppe die Bauarbeiten koordinieren wird. Baunternehmer Walter Hellmich und Ralf Meyer von der Sportstättenbesitzgesellschaft der Stadt Bochum haben der WAZ exklusiv einen Einblick in den Stand der Planungen gegeben.
Auf der Westtribüne sollen verteilt sogenannte Vario-Plätze entstehen. Was heißt das für die Fans mit Dauerkarten, die dort sitzen?
Im Bundesliga-Alltag werden die Vario-Plätze Stehplätze sein, nur so kommt das Stadion auf die 28.000 Plätze. Diese Plätze werden an der Tageskasse verfügbar sein. Das ist eine Bedingung der DFL, heißt es. Die betroffenen Fans müssen sich auf Veränderungen einstellen. Sorgen um ihre Dauerkarten müssen sie grundsätzlich aber nicht haben, so heißt es weiter. Wer eine Sitzplatzkarte hat, soll auch weiter sitzen können. Bei Junioren-Turnieren oder im Frauenfußball werden die Vario-Plätze Stehplätze sein.
Wird sich für die Fans bei der Anreise zum Stadion etwas ändern?
Ja. Für Heimfans wird es nur noch über den Osten – also über die neu gestaltete Plaza – Zugang zum Stadion geben. Es sind große, überdachte Eingangsbereiche geplant. Im Inneren soll ein Umlauf rund ums Stadion – abgesehen vom Gästebereich – möglich sein. Darüber sollen auch mehr Kioske erreichbar sein.
Wird der sehr breite Bürgersteig an der Castroper Straße dem Stadion zugeschlagen?
Ja, dort wird der Bereich des Stadions wesentlich erweitert. Es wird dort nur Ausgänge, keine Eingänge mehr geben. Die Castroper Straße wird weiter zu den Spielen stadteinwärts gesperrt sein. Insgesamt wird sie umgebaut, danach wird sie nur noch einspurig sein.
Was werden wir demnächst als Erstes vom Umbau des Ruhrstadions sehen können?
Die Baustelleneinrichtung kommt in der nächsten Woche, das wird zuerst sichtbar sein. Das Gebäude unter der Nordkurve, wo auch der Pressebereich ist, muss abgerissen werden. Dafür müssen die dort befindlichen Räume aber erst einmal ins Stadioncenter umziehen. Und dann schauen sich die Experten an, welche Tribüne für die Betonsanierung als Erstes dran ist. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen worden.
Spielt der VfL Bochum jetzt über drei Jahre lang nur vor 18.000 Zuschauern?
Nein. Das ist das Minimum. Ralf Meyer und Walter Hellmich versichern, dass sie immer so viele Fans wie möglich im Stadion haben wollen. Der VfL Bochum – so sagt es Ralf Meyer – benötigt mindestens 18.000 Fans im Stadion, um finanziell zu überleben. Ziel sei es, dass der VfL Bochum immer vor möglichst vollem Haus spielen kann.
Wird es einen Livestream von der Baustelle geben?
Ja, das ist geplant.
Wo genau entstehen die neuen VIP-Plätze?
Dort, wo früher die Moritz-Fiege-Lounge gewesen ist, wird der neue VIP-Bereich entstehen. Der soll deutlich größer werden. Dort sollen 600 neue Plätze entstehen. Einzel-Logen wird es nicht geben, da sind sich die Verantwortlichen einig.
Wird es an den Treppen Handläufe für Menschen mit Gehbehinderung geben?
Das geht aus Fluchtweggründen nicht. Es gebe Überlegungen, ob Menschen mit Gehbehinderungen bestimmte Plätze reservieren können, die sie mit möglichst wenig Treppen erreichen können.
Zeiten, in denen Frauen eine Seltenheit auf der Tribüne waren, sind vorbei. Wird es nach dem Umbau mehr Damentoiletten geben?
Ja, das wird eine andere Welt. Es werden wesentlich mehr. Eine exakte Zahl haben die Verantwortlichen nicht genannt.
Bleibt bei den Männern die traditionelle „Pissrinne“ erhalten?
Ja, bleibt sie. Aber nicht in der Form, wie sie jetzt im Stadion zu sehen ist.
Sollte der VfL Bochum doch noch absteigen: Ändert das etwas an den Umbau-Plänen?
Nein, das soll keine Auswirkungen haben.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."